Schon mal Spaghettikürbis zubereitet?

Spaghettikürbis, ja nee, is klar!
Bis dato hatte ich nicht den leisesten Schimmer. Klar, gehört oder gelesen hatte ich schon davon, glauben und vorstellen konnte ich mir das allerdings nicht.
Vor 2 Wochen fiel mir eben diese Kürbisart in die Hände. Von aussen eher unscheinbar.
Ich hatte ihn im Hausflur liegen, wo es recht kühl ist. Bin jeden Tag mindestens 2x dran vorbei und hab jedes Mal überlegt, was ich damit machen soll.
Gestern, nach meinem Plätzchenbackmarathon, der Ofen war ja eh noch heiss, hab ich mir ein Herz gefasst und den Kürbis mit in die Küche genommen.
Nochmal schnell gegoogelt, wie man das angeht und beschlossen, den Kerl zu halbieren und mit den Schnittflächen nach unten auf einem Backblech bei 200Grad  zu garen.
So war der Plan.
2014-11-25 19.05.01
Also das große Messer zur Hand genommen und angesetzt. Hui, mit soviel Gegenwehr hatte ich nicht gerechnet. Die Schale war elendig hart und man kam kaum durch.
Von Schneiden konnte keine Rede sein, mit einer Axt wäre ich besser bedient gewesen. Ausserdem hatte ich echt Angst, meine Finger einzubüßen für den Fall, dass man abrutscht.
Also ganz vorsichtig immer wieder neu angesetzt, es hat sich dann quasi ein Riss entlang des Kürbis gezogen, der zum Schluss den ganzen Trumm in zwei Hälften geteilt hat.
So, das war schonmal unblutig geschafft.
Von innen sah der Kürbis völlig unspektakulär aus……eben wie ein Kürbis so aussieht.
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Ich hab das ganze Gedöns innen rausgeholt und nochmal näher geschaut, und tatsächlich konnte man, wenn man ganz genau schaute, eine Struktur erkennen, die vermuten lässt, dass das Fruchfleisch aus einzelnen……hm, wie soll ichs beschreiben….sagen wir mal dicken „Fäden“ besteht.
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Nun ja, die Neugier war jetzt geweckt. Die beiden Hälften gingen für knapp 40min in den Ofen. Ich hatte gelesen, man könnte den Gargrad mit Hilfe eines Messer prüfen….. oder mit dem Daumen draufdrücken.
DER Witz war gut. Drück mal mit dem Daumen auf eine 200 Grad heisse Oberfläche….. finde den Fehler.
Auch das Anpieksen fiel entsprechend rüde aus. Statt Anpieksen würde ich eher den Ausdruck „reinrammen“ empfehlen. Die Schale war immer noch relativ hartnäckig, aber doch etwas kooperativer als zu Anfang.
Dann hab ichs gewagt und den Kürbis aus dem Ofen genommen. Das Ding war schweineheiss……also für ein paar Minuten raus auf den Balkon zum Abkühlen. In der Zwischezeit  hab ich noch schnell ein paar Zwiebelchen und Knoblauch angeschwitzt, mit Soya Sahne (ich hatte nix anderes mehr) aufgegossen und mit Salz, Pfeffer und einer ordentlichen Portion Parmesam gewürzt.

Das Fleisch ließ sich ganz einfach auslösen. mit Hilfe einer Gabel fiel es fast im Ganzen raus.
2014-11-25 20.08.05
Noch sah es sehr stückig aus. wenn man aber etwas stocherte, konnte man deutlich die einzelnen „Fasern“ erkennen. Also ab in die Sosse, nochmal kurz erwärmt, und mit etwas Trüffelöl beträufelt.
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Wie das da so in der Pfanne war, hatte es eher das Aussehen von Sauerkraut mit Sahnesoße.
Ich muss aber sagen, die Konsistenz war klasse. Der Kürbis hatte noch etwas knackiges, war nicht labberig. Geschmacklich eher neutral ohen Eigengeschmack, man braucht wirklich ein kräftiges Sößchen dazu.
2014-11-25 20.09.22
Vielleicht hätte der Kürbis noch 10min gebraucht? Ich weiss es nicht, mir hat es auf jeden Fall sehr gut geschmeckt.
Ein Hälfte macht gut 2 Personen satt.
Ob sich der Aufwand lohnt muss jeder für sich entscheiden. Für Fleischlosesser ist es sicher was ganz tolles, für Flexitarier eine nette Abwechslung , für militante Fleischesser unnötiger Killefit.
Vielleicht hat ja irgendwer noch ne bahnbrechende Idee dazu! Nur her damit!

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