Urlaub in Griechenland

Es war toll!
Von Krise nichts zu spüren, alle waren gastfreundlich und höflich wie immer.
Wir waren ehrlich erleichtert.
Das Wetter spielte mit, nur 2 Regentage, wobei es nicht den ganzen Tag regnete und man nach dem Regen wieder strahlenden Sonnenschein hatte.
Das Wasser hatte angenehme 27 Grad, das Essen war köstlich, kurzum, wir haben es uns gutgehen lassen.
Ach ja, wir waren auf Kreta. Unser Hotel war in Rethymno, wir hatten ein Mietauto und haben wunderbare Ausflüge gemacht.
Um es vorweg zu nehmen, nicht alles, was im Reiseführer als Traumstrand oder Highlight angegeben ist, ist es auch wirklich wert anzuschauen. So isses uns passiert.

Highlight 1:  Elafonissi und Falassarni……. beides als Traumstrände angegeben.
Die Fahrt da hin ist anstrengend und ausserdem auch weit. Man muss richtig Zeit einplanen, weil es viele kleine Strassen sind, die sich an der Küste lang winden……
Erster Stop Elafonissi……. auf den Fotos Traumstrand wie in der Karibik. Gut, leer hätten wir ihn nicht erwartet, denn obwohl wir Nachsaison hatten, es war überall gut besucht.
Was wir vorfanden, damit hatten wir nicht gerechnet. Parkplatz: voll.
Wir sind dann erst mal ohne Badesachen nur zum gucken an den Strand.
Und da lagen sie…..wie die Heringe, Handtuch an Handtuch soweit das Auge reichte.
Da standen wir und waren masslos enttäuscht. So ein leichtes „Ruhrpott am Baggersee“ Gefühl machte sich breit und wir sind geflüchtet.
Die Hoffnung, einen etwas weniger stark frequentierten Strand zu finden und baden zu gehen, sollte sich beim nächsten Stop erfüllen.
Traumhafte Fahrt an der Küste entlang und dann die Ankunft in Fallasarni…… gleiches Spiel, erst mal gucken gehen.
Die Enttäuschung ließ auch hier nicht lange auf sich warten. Es waren zwar deutlich weniger Menschen da, aber schön fanden wir´s auch nicht.
Also beschlossen wir, es war bereits 15:30Uhr, zurück nach Kissamos zu fahren und dort eine Kleinigkeit zu essen….. Ein echt verschenkter Tag, knapp 300km gefahren und den Hintern nicht im Wasser gehabt….. dafür aber vorzüglich gegessen :0)

Highlight 2, der Palmenstrand Prevelis
Man kann es überall nachlesen, die Wege sind gut beschrieben, also machten wir uns auf den Weg. Wir wählten die Variante, nicht mit den „Neckermännern“ 400 Stufen abwärts zu steigen.
Wir fuhren zur Nachbarbucht und liefen etwa 10min zum Palmenstrand, der sehr gut über einen Weg zu erreichen war.
Auch dort, viele Menschen, sehr viele Menschen. Ausflugboote spuckten immer mehr Touris aus.
Egal, jetzt waren wir schonmal hier, also wollten wir auch ins Wasser.
Hm, das Wasser war recht kühl. Durch das Süßwasser aus dem See, welches aus den Bergen kam, hatte das Meer verschiedene Temperaturzonen, was echt unangenehm war.
Das Bad fiel entsprechend kurz aus. Noch den Süßwasser See angeschaut, die Palmen fotografiert und schon waren wir wieder auf dem Weg zurück in die Nachbarbucht. Hier war himmlische Ruhe.
Etwas abseits haben wir unsere Badesachen ausgepackt und einen wunderschönen Tag am und im Wasser verbracht. An der Küste konnte man noch bis in den nächsten Ort fahren. Den Strand hatte man überall fast für sich alleine….. so hatten wir uns das vorgestellt.

Highlight 3, für Wanderer
Da wir nicht die allergrößten Sportskanonen sind und die Wandertouren sich meist auf den Urlaub beschränken, haben wir nach einer „einfachen“ Tour gesucht, die nicht den ganzen Tag dauert und auch für uns gut zu bewältigen ist.
Der Wanderführer (Buch) hatte einige Vorschläge und wir entschieden uns für die „Imbros“ Schlucht. Einfache Wanderung auch für Kinder geeignet, Dauer 1,5h  einfach. Das klang gut, wir machten uns auf den Weg.
Bei strahlendem Sonnenschein stiegen wir runter zum Beginn der Schlucht. 2 Euro Eintritt waren ok.
Einfach toll, wie sich zu beiden Seiten die steilen Wände präsentierten, tolle Vegetation, wäre da nicht die Schwierigkeit mit dem Flussbett gewesen.
Eigentlich völlig ok, eine Schlucht, ein ausgetrocknetes Flussbett….da liegen eben Steine rum.
Es war sehr anstrengend, trotz Wanderstock über das lose Geröll und die losen Steine zu laufen.
Kurz nicht aufgepasst und ich bin echt heftig umgeknickt, vermutlich Bänderriss, ich hatte bis heute noch keine Lust zum Arzt zu gehen….. egal, Zähne zusammengebissen und weiter.
Es zog sich zu und fing an zu nieseln. Auch noch ok, einen Wanderer hält nix auf. Blöd nur, dass die Steine jetzt extrem rutschig wurden. Die Schuhe hatten Grip, keine Frage, aber die Steine ansich rutschten einfach weg. Sehr sehr anstrengend…. und irgendwo büßte ich dann auch noch den Gummistopper meines Wanderstocks ein…. echt Käse. ALs wäre das noch nicht genug gewesen, ging der Nieselregen nahtlos in Dauerregen über. Von da ab konnte man die schöne Gegend nur noch am Rande bewundern. Die engste Stelle konnte man mit den Fingerspitzen beidseitig berühren, echt cool.
Wir waren froh, irgendwann einfach am Ende angekommen zu sein.
Diese Strecke mit Kindern zu laufen, das stelle ich mir mal vor. Vielleicht, wenn sie ab 12 Jahre aufwärts sind. Kopfschüttel…..  wenn ich so drüber nachdenke, hatten wir letztes Jahr ein ähnliches Erlebnis, gleicher Wanderführer, andere Tour…..

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