Der Leihhund

Hach, so ein Hund, ja den möchte man haben. Einen Freund für´s Leben, der mit dir durch dick und dünn geht, der dich bedingungslos liebt und dem es egal ist, ob du in Joggingbuxe oder Chanel-Kostümchen auf dem Sofa sitzt.
Aus Vernunftsgründen blieb es bislang nur bei dem Wunsch einen Hund anzuschaffen.
Am vergangenen Wochenende hatten wir einen 4beinigen Übernachtungsgast quasi auf Probe. Der Hund, kleinkinderprobt und wirklich gut erzogen stand mit Futternapf und riesen Schlafkissen vor der Haustür. Tür auf, Zack rein…. und sich nicht mal mehr vom Herrchen verabschiedet….. der Hund macht Urlaub von seiner Familie! Wer diese Familie kennt, weiß, „hatter sich verdient“  ;0)

Kurze Anweisung über die Futtermenge, die Befehle auf die er reagiert und schwups war Herrchen weg und wir mit dem Hund alleine. Die Nachbarskinder schon in heller Aufregung, denn auch sie wünschen sich einen Hund als Spielgefährten.
Keine Ahnung, welche Rasse, schwarz, etwa kniehoch, und sein Name „Dodge“.

Er inspizierte das Haus. 1. Stock für ihn Tabu, das kannte er von zuhause. Ausgerechnet jetzt hatte ich einen Physiotermin und hab ihn kurzerhand einfach alleine gelassen. Bei meiner Rückkehr hatte ich mit allem gerechnet……verwüstetes Wohnzimmer, demontierte Küche….. aber nix war passiert. Er wartete geduldig auf meine Rückkehr und freute sich wirklich sehr, dass er nicht mehr alleine war. Mein Mann kam auch nach Hause und bekam den Auftrag, nochmal dringend Rasen zu mähen. Sehr zur Freude von Dodge, der machte aus einer 10 Minuten Aktion nämlich ein 30 Minuten Event…… inklusive der Nachbarskinder, die auch mal das Stöckchen werfen wollten.

Wir als Hundebesitzerneulinge, aber regelmäßige Gucker von „Cesar Millan“, mußten erst mal rausfinden, wann so ein Hund Pippi und sein großes Geschäft machen möchte….

Dieses Energiebündel wollte bespaßt werden. Für Couchpotatoes wie uns eine völlig neue Situation. 3x Stöckchen werfen reichte nicht. Das musste dann schon mal 15-20x sein…. bis dir der Arm abfiel….. und der Rasen nach und nach aufgab.
Danach hatte man aber mal ein paar Minuten Ruhe, der Herr hat sich auf seinem Kissen ausgeruht.
Die vielen Gassi-Gänge, auch spät abends, waren für uns gewöhnungsbedürftig. Dodge ist ein Traumhund, anders kann man es nicht sagen. Er ist verschmust und möchte ständig gekrault werden. Er legt den Kopf auf deine Füße oder auf die Couch und guckt dich so lange an, bis du gar nicht anders kannst als ihm ein paar Streicheleinheiten zu schenken.
Er nimmt es dir aber auch nicht übel, wenn du ihn auf sein Kissen schickst. In spätestens 2 Minuten steht er wieder bei dir…  :0)
blog002
Kannst du da widerstehen?

Die Erfahrung Hund war schön.Er ist warm, weich und anhänglich, das war wirklich toll!
Wir kamen allerdings zu der Erkenntnis, dass eine Anschaffung dieser Größenordnung momentan für uns nicht in Frage kommt.
Mal abgesehen davon, dass so ein vierbeiniger Kumpel auch wirklich jede Menge Dreck macht. Von den Hundehaaren, die ich 1x am Tag geswiffert habe, hätte man sich einen neuen Hund basteln können. Ich bin nicht pingelig, aber das war schon sehr sehr gewöhnungsbedürftig.

Dodge darf uns aber jederzeit wieder besuchen!
blog005

 

 

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