Aprikosenmarmelade

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Pöh, laaaaaaaaaangweilig!
Weit gefehlt! Aprikose geht auch aufregend anders!
Ganz ehrlich? Als mein Man ankündigte, Aprikosen mit nach Hause zu bringen, da hatte ich sofort eine Vision……. muahahahahahaha, das klingt spooky!
Aber hat man das nicht manchmal, dass man sofort eine Idee hat und den Gecshmack sofort zuordnen kann? Nee? Nun, dann guck ich jetzt betreten und oute mich als FREAK.

Zurück zu den Aprikosen.
Die Aprikosen waren schön reif. Ein paar hatten dunkle Stippen, aber das störte nicht groß…..konnte man wegschneiden.
Ich hatte keine Zeit mich sofort darum zu kümmern, so entkernte ich die Aprikosen und fror sie zunächst ein.

Da Geduld nicht gerade meine große Stärke ist (jedenfalls nicht, wenn ich ein Ziel vor Augen habe) hab ich mich fast geärgert, nicht sofort loslegen zu können.

Egal, der verregnete Samstagnachmittag kam und ich holte die Aprikosen aus dem Froster. Gelierzucker hatte ich schon gekauft, alles weitere hatte ich im Garten bzw in der Gewürzschublade.

Die Aprikosen sind in den Topf gewandert und ich hab sie bei kleiner Hitze erst mal aufgetaut.

Wie sah der Plan aus?
Es sollte drei verschiedene Geschmacksrichtungen geben, die da wären:

  • Aprikose mit Tonkabohne
  • Aprikose – Salbei
  • Aprikose – Rosmarin

Die ätherischen Öle von Salbei und Rosmarin konnte ich mir fantastisch dazu vorstellen (siehe meine Vision) und Tonkabohne ist aufgrund seines vanilleähnlichen Aromas sowieso ein Garant für einen tollen Geschmack.

Wie kommt der Geschmack in die Aprikosen?

Die aufgetauten Aprokosen habe ich kurz aufgekocht, püriert und durch ein Sieb gestrichen (nicht ganz freiwillig).

Kleine Panne am Rande: ich muss einen Kern übersehen haben……. der Pürierstab….naja….fürchterliches Geräusch und der Plan, eine rustikale Marmelade mit Haut war passé. Ich habe alles durchs Sieb gestrichen, streichen müssen.

Von dem Fruchtpüree habe ich drei Portionen abgenommen und ausgewogen, wegen der Menge an benötigtem Gelierzucker.
Um das Püree zu aromatisieren wurde
1. der Salbei klein gehackt und dann mit der Fruchtmasse püriert
2. der Rosmarin von den Stengeln gezupft u
3. Tonkabohne (BIO-Qualität von spicebar) gerieben

Kräuter / Tonkabohne jeweils zur Aprikosenmasse geben, kurz aufkochen lassen und für eine Stunde (oder länger) ziehen lassen.
Bei der Rosmarinvariante anschließend die Nadeln herausfischen, die werden durch das Kochen so labberig. Ich habe für die Gläser kleine Rosmarinsträußchen abgezupft und in die Gläser gegeben, bevor die heiße Masse eingefüllt wird.

Dass die Gläser und Deckel steril sein sollten muss ich nicht extra erwähnen, oder? Die Gläser habe ich heiß ausgespült und im Backofen sterilisiert. Die Deckel kochten in einem Topf mit Wasser.

So, die 3 Marmeladensorten wurden mit Gelierzucker versetzt und nach Packungsangabe  gekocht und in die sterilisierten Gläser abgefüllt, sofort verschlossen und auf dem Kopf stehend abkühlen lassen.

Jetzt fragt ihr euch, wie weiß ich, ob genug „Aroma“ an die Marmelde gekommen ist? Nun, ich habe tatsächlich keine Mengenangaben für euch, weil das echt Geschmacksache ist. Nach dem Ziehen lassen kann man mit dem Löffel mal probieren, ob das gewünschte Aroma gefällt. Ich empfehle lieber nochmal nachzulegen als dass man von den Kräutern erschlagen wird.

Die erste Geschmacksprobe war die Salbeivariante.
Der Salbei schmeckt nicht hervor. Es ist ein zarte Nuance, die sensationell lecker ist.
Die Marmelade schmeckt auf dem Frühstücksbrötchen genauso wie zu einem würzigen Käse!

Also wir lieben es! Sind jetzt schon gespannt auf die anderen Sorten!

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