Erdbeermarmelade mit Basilikum und Andaliman Pfeffer

In unserem Vorratsregal im Keller stapeln sich die Marmeladengläser…. voll natürlich, aus den letzten Jahren…. und ich hab nix besseres zu tun, als für Nachschub zu sorgen. Augenroll.
Ich kann nix wegwerfen.
Und für unseren Rumtopf brauchte ich noch Erdbeeren. Durch unseren Urlaub hat sich das alles verzögert und die Erbeersaison näherte sich dem Ende.
Also Sonntachs noch mal eben los, irgendwo wird noch ein Selbstpflückfeld auf haben.
Joah, es standen Autos und wir sind mit unserem „Schüsselchen“  (4l) los.
Hä? Erntezeit beendet….keiner da zum Kassieren……also die letzten Erdbeeren für umme? OK!
Ratzfatz noch mal 2,5 kg gepflückt…..es war noch reichlich da.
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Erdbeermarmelade mag doch jeder.
Ich habe mich für eine verrückte Variante entschieden.
Erdbeer – Basilikum kennt man ja, ich wollte noch einen Kick dabei haben.
Da fiel mir der Andaliman Pfeffer ein. Wir aromatisieren damit Wasser, das ergibt ein ganz feines erfrischendes Getränk….das aber nur am Rande.
Also Andaliman Pfeffer. Ich stelle vor:

Erdbeermarmelade mit Basilikum und Andaliman Pfeffer

Ich hab erst mal eine kleine Portion vorbereitet, weil ich ja nicht weiß ob uns das zusagt.
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Basilikumblätter, die Pfefferkörner und etwas von dem Gelierzucker im Mörser zu einer Paste verreiben und zu den bereits mit Gelierzucker gezuckerten Erdbeeren geben.
Erdbeeren pürieren und nach Anweisung kochen.
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Sofort in sterile Gläser abfüllen und mit ebenfalls sterilen Deckeln verschließen.

Wow, der Duft beim Kochen war schon geil!
Das Basilikum passt perfekt zum Pfeffer und ergänzt sich richtig gut mit den Erdbeeren.
Wir haben die Kombi für gut befunden und ärgern uns fast ein wenig, dass wir nur so eine kleine Menge gemacht haben.
Vielleicht kriegen wir ja irgendwo nochmal Erdbeeren her…..das Regal hat noch Kapazität.   :0)

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Eis! Eis! Eis! für Prinzessinnen, Mädchen, alles in rosa-rot

Prinzessinnen, Mädchentraum, Feenstaub Eis!
Immer noch hängen massenhaft Johannisbeeren an den Sträuchern.
Die Aussentemperaturen verlangen nach Abkühlung. Also muss Eis her.

Ich muss gestehen, dass ich nicht so gerne Fertigpulver benutze, aber im Fall von Eis erreicht man damit eine sehr schöne Konsistenz im Vergleich zur Eismaschine.

Der Plan war Johannisbeeren zu pflücken und eine ältere Charge Marmelade im Eis zu verarbeiten.

eis04Bei der Herstellung eines unbekannten Glasinhaltes in einem unbekannten Jahr (ich hatte vergessen einige Gläser zu beschriften, vermutete ich irgendwas mit Rhabarber.
Beim Öffnen des Deckels war schnell klar, es handelte sich nicht um Marmelade sondern um ein Chutney……ungeeignet für Eis…. irgendwie.
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Hier nun die Zutaten für mein Eis:
Pulver zum Anrühren für Vanilleeis
* Johannisbeeren
* griechischer Joghurt
* Buttermilch
* Mini Erdbeerbaiser – Meringue
* Zuckerstreusel

Das Pulver statt mit kalter Milch mit etwas Buttermilch und griechischem Joghurt anrühren (Mischung sollte ca 250ml ergeben) und aufschlagen. In eine frostergeeigente, verschließbare Schale füllen.
Johannisbeeren von den Rispen streifen  und die Mini Erdbeerbaiser unterheben.
Zur Deko noch ein paar Johannisbeere, Baisers und Zuckerstreusel drauf, Deckel zu und mindestens 4 Stunden einfrieren.
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Ich finde, das sieht jetzt schon zum Anbeißen aus. Freue mich auf´s Probieren.
Lecker war´s!
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Blogger on tour: Besuch bei Kikkoman (Werbung / Nennung)

Soja Soße!

Fast jeder hat sie im Schrank. Zum Einsatz kommt sie vielleicht seltener, weil viele gar nicht wissen, was dieses Zauber Elixier eigentlich alles kann. Und noch weniger Menschen wissen, wie sie hergestellt wird und welche Qualitätsansprüche dahinter stehen.

DAS alles war der Grund, warum die Food Professionals zum Bloggerreise eingeladen hatten.
Wir fahren zu Kikkoman nach Sappemeer in Holland, Werksbesichtigung und anschließend ein wenig zusammen kochen und bruzzeln.
Ja, klingt gut. Ich fahr mit.

Dienstagmorgen um 6:15Uhr ging´s los. 10 Blogger haben sich zusammen mit Judith von den Food Professionals mit dem Bus auf den Weg gemacht.
Zu so früher Stunde verlief der erste Teil der Fahrt sehr schweigend. Hier und da war ein Grunzen zu vernehmen, man ließ sich nochmal in den Schlaf schaukeln.
Kurzer Zwischenstopp, die Sonne schien, schnell einen Kaffee und zack, alle fit.
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Nach knapp 3 h Fahrt kamen wir an und wurden schon direkt in Empfang genommen.
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Im Seminarraum war alles vorbereitet.
Kaffee / Tee, ein wunderbarer typisch holländischer Honigkuchen mit lecker Nüssen, und Herr x  (f***, ich weiss den Namen nicht mehr) startete mit dem Vorstellen der Firma. Unglaublich, dass es die Firma schon so lange gibt. Und noch unglaublicher, dass die Kikkoman Soja Soße seit dem 17. Jahrhundert!!!!!! hergestellt wird. Echt jetzt! Unverändert an Rezeptur und Zutaten noch genau wie damals. Keine Zusatzstoffe, keine Geschmacksverstärker, keine Chemie.

Es folgte ein gut gemachter Imagefilm in dem die einzelnen Verarbeitungsschritte aufgezeigt und erklärt wurden. Sehr interessant. Das machte natürlich neugierig auf die Führung, die sich an den Film anschloss.

Soja, Weizen, Salz und Wasser. Mehr benötigt man nicht zur Herstellung diese Traditionsproduktes. Natürlich steckt viel mehr dahinter! Ganz viel Knowhow findet sich alleine in der Pflege  des so wichtigen Pilzes Kikkoman Aspergillus, der maßgeblich für die Fermentation von Soja und Weizen verantwortlich ist.
Wir konnten alle relevanten Bereiche sehen. Die Produktionsbereiche sind geschützt (Hygiene), für Besucher gibt es überall Schaufenster, die einen Einblick gewähren. Das war sehr interessant. An allen Stationen wurde erklärt und man konnte anhand von Beispielproben sehen und erschnuppern, wie das Produkt langsam entsteht.

Sehr interessant fand ich, dass das Soja aus den USA kommt. USA? Da wo man die Diskussionen wegen Genmanipulationen so entfacht?
Tja, das ist das, was man in den Medien hört. Die Wahrheit sieht tatsächlich etwas anders aus.
Der Weizen kommt aus der Wetterau, quasi nahe meiner Heimat, schön aus Deutschland.
Das Wasser kommt aus der Region Sappemeer, weil der Untergrund sehr sandig und ds Wasser sehr weich ist.
Auch das Salz kommt aus den Niederlanden.

Man legt sehr großen Wert auf Nachhaltigkeit und erfüllt die strengen Forderungen diverser Qualitätszertifizierungen. Sehr beeindruckend.

Das war schon toll zu sehen, wie die unscheinbaren Körner am Ende als dunkle Würze in die überall bekannten geformten Gläser gefüllt wird.
Wer dazu mehr erfahren möchte, die kikkoman Homepage Europe ist sehr informativ!

Es ging dann zurück nach Sprockhövel, wo wir schon erwartet wurden. der Koch hatte fleissig Vorarbeit geleistet, Brühe angesetzt, Fleisch und Tofu mariniert und geschnibbelt.
Judith erklärte, dass wir uns auf 4 Gänge freuen konnten, die allesamt mit den Soßen und Marinaden von Kikkoman veredelt werden sollten.
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Sehr spannend war, dass man uns an Beispielen sehr gut zeigen konnte, was die Soja Soße so kann. Also ich wusste das vorher nicht.
1. Ein paar Tropfen Soja Soße in Essig dämpft die essigsauren Spitzen in Dressing, er erscheint dann nicht mehr ganz so beißend.
2. ein paar Tropfen Sojasoße in einer gekauften Mayonnaise veredeln den sonst so essiglastigen Geschmack in dem er abgerundet und sehr viel wertiger rüber kommt.
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Der erste Gang war eine Suppe, eine Bowl. Die Brühe, bestehend aus Soja Soße, Zucker, Wasser und Weisswein war super.
Man konnte nach Herzenslaune seine Zutaten auswählen und dann mit der heißen Brühe auffüllen. Das i-Tüpfelchen war ein Spritzer Soja Soße, die den Geschmack des Rindfleisches erst richtig gut zur Geltung brachte.
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Gang 2 war ein Salat. Auch hier konnten wir mixen und mischen wie wir wollten. Die Salatsoßen erhielten ihr Finish mit ein paar Tropfen Soja Soße, so dass keine weitere Zugabe von Salz erforderlich war. Zusätzlich gab es noch gebratenes Hühnchenfleisch, welches über Nacht in glutenfreier Sojasoße mariniert wurde.
Es schmeckte köstlich und die Blogger taten, was Blogger so tun: anrichten, in Position bringen, ins rechte Licht rücken und fotografieren.
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Gang 3: Wok. Knackiges frisches Gemüse, Nudeln in mehreren Variationen , Pilz etc, alles konnte man sich aussuchen. Verwendet wurden die Teriyaki Soßen von Kikkoman, Variante mit geröstetem Sesam und Variante mit geröstetem Knoblauch. Fantastische Ergänzung. Dass man einem ansonsten langweiligen Tofu doch noch was abgewinnen kann, für diese Überraschung sorgte der Koch. Er hatte Tofu mariniert und angebraten, welche fantastisch zum Wokgemüse passte.
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Gang 4 Dessert: Panna Cotta auf Beerenragout.
Das Beerenragout war mit Soja Soße abgeschmeckt und hob das Aroma auf ein wunderbares Level.
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Abschließend lässt sich sagen, es war ein schöner Tag. Viele nette Gleichgesinnte, Erfahrungsaustausch, Spaß, viel gelernt, interessante Erfahrung gemacht, Horizont erweitert!
Mit von der Partie waren unter anderem:
Sarah, Sandra, Elke, Julian und Melanie

Gerne wieder!

Genervt!

Fussball? Nebensache. Zugegebenermaßen eine peinliche Nebensache.
Aber mal ehrlich, hat sich das nicht schon von Anfang an abgezeichnet?

Egal, ich hab 2 Baustellen, die mich kolossal annerven.
Auto und mein Roller.
Fahr Fahrrad! Ja genau das hat mein Kollege auch gesagt….. damit ist das Problem aber nicht behoben.
Endlich habe ich meinen geliebten Roller hier. Bestimmt 5 Jahre stand er unbenutzt in der Garage meiner Eltern. Jetzt kann er endlich wieder fahren. Doch bevor das der Fall war, habe ich etliche Hürden nehmen müssen, müssen lassen.
Lassen, weil mein Mann sich dankenswerterweise um den Papierkram gekümmert hat.
Die letzten Jahre sprang der Roller immer sehr schlecht bis gar nicht an.
Mit Kickstarter habe ich es gar nicht weiter probiert, weil der Tritt echt blöd platziert ist und man sich sehr leicht die Haxen ramponiert.
Also Termin in der Werkstatt. Inspektion, TÜV, alles war kein Problem.
Der Roller sprang an (im zweiten Anlauf) und ich konnte von der Werkstatt nach Hause fahren.
Aaaaaaah, dieses Gefühl von Freiheit…..ich liebe es.
Am nächsten Tag auf die Arbeit, super……. nachmittags nach Hause, der Roller sprang nicht an. Gleiches Verhalten wie die Jahre zuvor. Egal was ich versucht habe, das Ding sprang nicht an.
Mittlerweile hatten das auch ein paar Kollegen mitbekommen, ratlos standen wir um den Roller. Dann kam unser „Schrauber“ und fand den Fehler sofort. Zündkabel lose. Draufgesteckt, gestartet…..angesprungen, nach Hause gefahren.
Am nächsten Morgen, Roller sprang nicht an …… Kabel ganz ab…… so eine Scheisse. Zähneknirschend ins Auto gestiegen. Gegrübelt, warum das Kabel immer wieder aus dem Stecker rutscht.
Eigentlich ne logische Sache: Roller ist 18 Jahre alt. Das Zündkabel war schon immer knapp bemessen. Durch die Versprödung und das Austreten von Weichmachern im Kabel wurde das Kabel immer steifer und rutschte eben wegen der fehlenden Zentimeter und der Krümmung aus dem Stecker.
So, jetzt kannst du nicht mal eben das Kabel  abschrauben und ein neues dranmachen. Zündspule und Kabel sind vergossen, und wie das beim Roller so ist, du kommst wegen der Verkleidungen nirgends vernünftig dran.
Also die Zündspule ausgebaut. Ersatz? Nicht einfach so.
Originalteil gibt es nicht mehr. Letztendlich haben wir online ein Zündkabel Adapter bestellt, mit dem man 2 Kabel verbinden kann.
Eingebaut, Roller läuft!!!!!
Der Spaß geht weiter.
Mein Auto hat neue Bremsen bekommen. Verschleißteil, ganz klar, muss hin und wieder mal erneuert werden. Gesagt, getan, neue Bremsen.
Ich steige morgens ins Auto, weil der Roller mal wieder nicht ansprang (siehe oben).
Schlage das Lenkrad ein und fahre los. Fürchterliches Quietschen, sorry an die Nachbarn, die ich vermutlich aus dem Schlaf gerissen habe.
Nun, ich musste ja los. Also das Quietschen ging nicht weg. Ganz schlimm beim Einlenken nach rechts, beim Bremsen, also quasi Dauerzustand.
So ein Mist.
Wieder in die Werkstatt. Die nette Dame am Empfang verzog das Gesicht als ich auf den Hof fuhr. Ja, ich weiß, kein schönes Geräusch.
Der Werkstattmeister nahm das Auto mit.
Nach einer halben Stunde kam er wieder vorbeigefahren….Probefahrt. Quietscht immer noch! Weiter 20 Minuten warten, der Werkstattmeister macht die zweite Probefahrt, Auto quietscht!
Nach weiteren 20min warten, dritter Versuch…… Stille! Gott sei Dank.
Erklärung für dieses unsägliche Geräusch, da waren kleine Steinchen zwischen Bremsscheibe und weiß nicht, wie das Ding heißt. Er hat alles rausgepopelt. Der letzte Stein versteckte sich hinter irgendeinem Blech, wofür er die ganz Bremse zerlegen musste um es zu finden.
Jedenfalls ist jetzt Ruhe!

In diesem Sinne: Gute Fahrt all denen, die mit ihren Gefährten auf Deutschlands Straßen unterwegs sind!

Keep it simple: Brot mit Käse-Pfeffer-Kräuter Kruste vom Grill

enthält Werbung für Spicebar

Zypern, Urlaub und den richtigen Bäcker noch nicht gefunden. Wer will denn auch schon 20km bis in die nächste Stadt fahren zum Brötchenholen? Den Urlaub damit verplempern um nach einer Bäckerei zu suchen?  Nö!

Also, schnell einen Teig zusammengerührt und ein Brot auf dem Grill (Kugelgrill)  gebacken.

Diesmal hab ich ein wunderbar würziges Brot mit einer Käse-Pfeffer-Kräuter Kruste im Gepäck.
pfeffer01Hier die Zutaten für den Teig:
* 1 Tasse Mehl
* 1/2 Päckchen Trockenhefe
* 1/2 Glas Wasser
* 2EL Olivenöl
* etwas Salz

Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten und ruhen lassen.
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pfeffer05weitere Zutaten:
* Graviera Käse und
* Cheddar in kleine Würfel geschnitten.
Würfel nach dem ersten Gehen in den Teig einarbeiten.
käsekräuter04Für die Käse-Kräuter-Pfeffer Kruste:
* Graviera und Cheddar gerieben
* getrocknete Kräuter (Oregano, Rosmarin und Thymian)
* Mr. Nicepepper (von Spicebar)
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käsekräuter02Den Teig zu einem flachen Fladen formen, etwas von der Krustenmasse darauf verteilen und den Teig  in sich verdrehen. Teigwurst auf einem Stück Alufolie formen, das mit Olivenöl benetzt ist. Dann den Rest Käse-Pfeffer-Kräuter Kruste darauf geben
Hinweis: Die Folie sollte die Grösse haben, die der Garzone des Grills entspricht. Merke, wir bereiten den Grill für indirektes Garen vor.
Teig nochmal gehen lassen.
pfeffer04Grillkohle anzünden und ordentlich glühen lassen. Auf Zypern gibt es super Kohle,  die richtig gute Hitze macht.
Die Kohlen nach rechts und links schieben und den Rost auflegen.
pfeffer03Das Brot backen wir in der Mitte (also indirekt), so dass die Kohle rechts und links platziert ist. Deckel drauf, Belüftungsöffnung voll öffnen und abwarten.  Die Backzeit betrug so ca 25 bis 30min.
pfeffer02Whohooooooo! Yummy, das war lecker!

Kleiner Nachtrag: Urlaub? Und wieso nimmst du Gewürze mit in Urlaub? Hört sich echt blöd an, aber die Frage stellt sich nicht mehr, wenn man Mr. Nicepepper im Gepäck hat :0) Das ist ein so leckerer Pfeffer, der universell eingesetzt werden kann und ein himmlisches Aroma hat!

Urlaubsküche: Pita mit Halloumi zum Frühstück

enthält Werbung für Petromax

Zypern – Urlaubsküche:
Das Brot im Urlaub fanden wir nicht so klasse…..oder hatten den richtigen Bäcker noch nicht gefunden.
Ein klasse Alternative bot uns die Auswahl an Pita Brot. Alle Größen, alle Getreidesorten….das war gut.pitahalloumi01Zum Frühstück darf es bei uns schon deftig sein und so wurde ein schnelles und leckeres Frühstück draus.

Keep it simple!

* Pita Brot, getoastet
* Tomatenscheiben
* Gurkenscheiben
* Halloumi
* spicy Käsesalat (ok, das war ein Fertigprodukt, aber super lecker!)
* Rucola
* Salz und Pfeffer

Den Halloumi schön goldgelb in der Pfanne braten.
In der Zwischenzeit das Pitabrot toasten und quer halbieren. Es bildet sich quasi automatisch die Tasche.
Mit einem Löffel den Käsesalat in der Tasche verteilen und die übrigen Zutaten einfüllen.
pitahalloumi02pitahalloumi03
Das war´s schon.

Kali Orexi!!!!!

Roddy Damalis: Ta Piatakia – the little plates, Limassol

What an amazing evening!

Zypern, Sommerurlaub.
Im Vorfeld guckst du hin und her, suchst ewig nach einem schönen, leckeren und bezahlbaren Restaurant. Es soll nicht die typische Touristenküche sein, mit Fleischbergen 0815 auf dem Teller. Traditionell sollte es schon sein, vielleicht etwas modern aufgemacht und vor allen Dingen lecker und gut gewürzt.

Puh, da kannste Tripadvisor schon etwas bemühen und Bewertungen rauf und runter lesen. Ich hatte schon aufgegeben, bis mein Mann die Lösung fand.
Limassol, das „Ta Piatakia“. Kurz recherchiert und in der Buchhandlung mal im Kochbuch von Roddy Damalis „My CY“ geblättert, gestaunt, Appetit geholt und für gut befunden.
Kurzes Telefonat, Reservierung für den nächsten Abend. Es läuft.
Prima, ich finde den Besitzer auf FB und schreibe ihm ne Message, erkläre, dass ich einen Foodblog schreibe und dass wir uns freuen, am nächsten Abend einen Tisch bekommen zu haben.
Mit einer Antwort hatte ich gar nicht gerechnet, doch er schrieb, dass  er sich auf unseren Besuch freue. Ja Wahnsinn!

Jetzt waren wir natürlich richtig neugierig.

Das Restaurant war schnell gefunden. Für alle, die künftig auch mal da hin wollen, etwas weiter auf der rechten Seite gibt es einen richtig großen Parkplatz (kostet nix).

Wir waren für zyprische Verhältnisse sehr früh dran. 19 Uhr, ist noch keine typische Essenszeit. Man isst hier sehr viel später.
Wir wurden sehr freundlich empfangen und entschieden uns für einen kleinen Tisch am Fenster. Ein schönes übersichtliches Restaurant, modern mit charmanten Retroelementen in Form von vielen kleinen Tellern, die an der Wand hingen.
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Wir waren grad noch in der Orientierungsphase, was wir wohl bestellen sollten, da kam Roddy und begrüßte uns persönlich.
Wow. Er konnte uns sofort zuordnen, nahm sich einen Stuhl und fing an zu erzählen.
Es war, als würden wir einen alten Freund treffen, den wir schon lange kennen.
Die offene und freundlich Art, die Begeisterung, mit der er sein Restaurant und das Konzept vorstellte, wir waren sofort mittendrin.

Das Konzept basiert auf Meze, serviert auf vielen kleinen Tellern……. so wie der Name schon sagt: Ta Piatakia – little plates.
Man legt Wert auf regionale und traditionelle Produkte, saisonale Gerichte und bereitet das Ganze mit ganz ganz viel Love and Passion für den Gast auf. Mehr geht nicht! An dieser Stelle hatte er schon gewonnen.
Jetzt erwartete uns eine sensationelle Abfolge an „kleinen Tellern“.

Die Tagesgerichte, die Menükarte…… wir bestellten und freuten uns aufs Essen.
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Wir bekamen einen Gruß aus der Küche:
Wachtelei mit hausgemachter Mayonnaise und Kaviar
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Wunderschön und lecker.

Als nächstes kamen frittierte Sellerieblätter an den Tisch, serviert in einem großen Cocktailglas. Da sah einfach auch cool aus und schmeckte fantastisch. So einfach und so fein!
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geräucherter Lachs mit Kaviar Cheesecake und Avocado
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Tolle Aromen, sensationelle Idee den Lachs zu präsentieren. Die Abstimmung der Aromen war perfekt!

Knoblauch & Kräuter Pita
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Einfach nur WOW. Da musste man aufpassen, dass man sich nicht schon am Brot satt isst!

Halloumi in Bacon mit Mango Chutney
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Hier kennt man Halloumi nur als langweiligen Quietschkäse….. dass es auch anders geht, hat Roddy eindrucksvoll bewiesen. Natürlich bietet Zypern auch ein wahnsinnig gutes Produkt an, welches im Ta Piatakia eine Veredelung erfährt. Super lecker!

Karotten Krokette mit Cashew und Kokos auf Saté Sauce
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Die Konsistenz und Gewürze passten perfekt und zusammen mit dem Wein explodierten die Aromen im Mund! Großartig!

Village Haloumi im Ofen gegart, mit Kapern und Oliven
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Sehr würzige Überraschung, die mich sehr an ein Gericht erinnert, welches ich selbst wahnsinnig gerne zubereite. Fantastisch!

Jakobsmuschel mit Kaviar Dill Butter
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Perfekt gegarte Jakobmuschel mit überraschender Kaviar Dill Butter, eine Kombination, die ich so nicht erwartet hätte, die aber absolut als „geil“ zu beschreiben ist.

Oktopus Souvlaki, Oktopus am Spieß gegrillt mit Kräuter Vinaigrette
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Zart, zerging auf der Zunge, ganz fein abgestimmte Kräutervinaigrette…..ich möchte den Oktopus auch mal so weich hinkriegen!

Ente mit eingelegten Walnüssen und Sirup
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Das war die Überraschung des Abends und mein persönliches Highlight.
Wunderbare Ente und dann die in Sirup haltbar gemachten grünen Walnüsse……die werden bei der Haltbarmachung schwarz.
Ein Hauch von Zimt, die Süße des Sirups, das Aroma der Walnüsse und die perfekt gegarte Ente……Hammer!!!!!!!
Das muss ich zu Hause testen!!

So langsam war unsere Kapazitätsgrenze erreicht……ein Dessert musste aber noch sein.
Kirschsorbet mit gemischten Beeren
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Sehr erfrischend, ausgewogenes Verhältnis zwischen Süße und der Säure der Beeren….man hätte sich reinlegen können.

Und zu jedem guten Essen gehört natürlich auch der obligatorische zyprische Kaffee und zu guter Letzt ein Glas Commandaria, dem zyprischen Dessertwein vergleichbar mir einem guten Port.
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Wir waren zufrieden, satt und glücklich.
Roddy hat sich rührend um uns gekümmert, viele Informationen zu seinem wunderbaren Kochbuch gegeben und über Traditionen und traditionelle Lebensmittel berichtet.
Ein toller Mensch, den man einfach in sein Herz schließen muss!
Roddy, solltest du irgendwann mal in die Gegend kommen, melde dich, es wäre uns eine Freude und Ehre, uns zu revanchieren!!!!

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Mit seinen beiden Kochbüchern und vollem Bauch haben wir den Rückweg angetreten.
Wir diskutierten noch lange über die einzelnen Geschmackskomponenten, die Kombinationen der Aromen und die entsprechende Präsentation.
Alle Daumen hoch!

Am nächsten Tag sind wir sofort losgefahren um im Supermarkt noch ein Glas der eingelegten Walnüsse zu kaufen. Ohne, wollten wir den Heimflug auf keinen Fall antreten! :0))))