Lefkada – eine griechische Perle im Ionischen Meer…..wir kommen!

Dass wir Griechenlandfans sind, ist im Bekannten und Kollegenkreis ja hinlänglich bekannt. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Zielen und haben dabei schon viele Inseln bereist. Ja, es handelt sich eigentlich (bislang) immer um Inseln.
Am besten gefallen uns kleine, überschaubare Inseln, aber auch KretLefkada620a  finden wir schön. Wir bereisen die Inseln immer in der Vor- oder Nachsaison, wenn sich noch nicht so viele Touristen auf den Weg machen und das Klima erträglich ist.
Im Januar fiel die Entscheidung auf Lefkada.  Nie gehört, Google Maps versprach tolle Strände, das waren die ersten Infos.
So nach und nach haben wir uns weiteres Informationsmaterial beschafft, nach Flügen und Unterkünften geguckt.
Da wir Individualurlaub machen, buchen wir Unterkunft und Flug, sowie einen Parkplatz am Flughafen und den Mietwagen separat. Das hat bislang immer gut geklappt, wenn man uns auch hin und wieder die Flugzeiten verändert und verschoben hat.
So war es natürlich auch wieder, die Zusatzkosten, die uns entstanden sind, reichen wir bei der Airline ein, in aller Regel erstatten die die Differenzen.

Die Zeit vor dem Urlaub zieht sich immer wie Kaugummi, bis es dann endlich ans Kofferpacken geht.
Und dann sitzt du am Flughafen und wartest, dass die Metallbüchse endlich Richtung Sonne abhebt.
Wir haben uns die Wartezeit so angenehm wie möglich gemacht. Ausgiebiges Stöbern in den Zeitschriftenläden, einen Cocktail / Bier in der Aperol Bar, Versenden der ersten Grüße an Freunde und Familie mit obligatorischem Deppen Selfie (ob der Alkohol schuld war?) und Diskutieren über das Schaulaufen Gottes großen Zoos.
Der DutyFree Shop schenkte eisgekühlten Hörnerwhisky aus (Juli, Prost!), die stylischen Schnapsgläschen (aus Plastik, aber wurscht) durfte man behalten….. cool, da kann man auch Tsipouro draus trinken, das wäre schonmal geklärt.

Der Flug dauerte ca 2,5 Stunden, was eigentlich nicht so furchtbar lang ist…… außer, du bist annähernd 2m groß und deine Knie durchstoßen die Rückenlehne des Vordermanns. In Punkto Beinfreiheit ist der Flieger nicht in die nächste Runde gekommen. Sehr eng.
Und weil wir beim Thema sind, muss ich mich auch noch über den Service auslassen. Um es vorweg zu nehmen, das Personal war sehr freundlich. Sehr amüsant, dass die Chefin so arg lispelte, dass wir dem Wortlaut gar nicht mehr folgen konnten….. das war jetzt gemein, aber es war halt so.
Mittlerweile isses bei den Fliegern so, dass du für jeden Scheiß bezahlen musst……nee, ich glaube Klo ist noch für Umme….. eine Frage der Zeit.
Also was macht frau? Schmiert zu Hause lecker Kniften mit ordentlich Belag und nimmt sie mit. Ja, das darf man.
Auch dieser Flug ging vorbei und wir landeten auf einem kriminell kleinen Flughafen mit einer Start/ Landebahn ähnlich in Skiathos. Will heißen, die Bahnen starten am Wasser und enden am Wasser. Haste Pech, kriegste im besten Fall nasse Füße.

Das Auto bekamen wir relativ zügig, einen relativ neuen Peugeot 208, schöner Wagen, Tadeloser Zustand. Auch so ein Glückspiel.
Koffer rein, Navi starten und los.
Preveza, so heißt die Stadt mit dem Flughafen, ist nicht so weit von der Insel entfernt, man muss ca 45min einrechnen, wenn man sich Zeit lässt.
Lefkada ist mit einer Ponton-Brücke mit dem Festland verbunden (lässt sich für Boote wegfahren). Ratzfatz biste auf der Insel. Es wurde schon dunkel, der Flug hatte sich ja von morgens 7 auf mittags 13 Uhr verschoben…… halber Tach war futsch.
Wir bremsten noch eben schnell in einem  Supermarkt rein und versorgten uns mit dem Nötigsten für ein Frühstück am nächsten Tag. Das war unser Glück, denn die nächsten zwei Tage waren alle Läden zu, wegen Pfingsten….auch in Griechenland Feiertage.
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An der Unterkunft warteten unsere Vermieter schon, sie wollten mit uns Essen gehen. Also schnell etwas frisch machen, warm anziehen (ja, es war ziemlich frisch) und schon waren wir auf dem Weg nach Karia.
Wir genossen auf der Platia ein wunderbares Essen bei „Eleni“. Tolle Hausmannskost und endlich ein kühler Schluck Bier. Wir lernten unsere Vermieter kennen, sehr sympathisch, der Funke sprang irgendwie sofort über.
So könnte ich mir meine Rente auch vorstellen: Häuschen im Warmen, ein halbes Jahr vorort, das Landleben und die Einfachheit genießen…… dafür hätte ich Zeit.
Am nächsten Tag inspizierten wir dann die Unterkunft genauer. Dafür hatten wir am Vorabend gar keinen Blick.
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Schönes Anwesen, schöne Wohnung, hell, freundlich, geschmackvoll eingerichtet. Die Besitzer haben ein gutes Händchen für einen sehr eigenwilligen Stil. Hier traf IKEA auf selbstgebaute  und aufbereitete Möbel, alte Möbel und Kunst.
Sehr gemütlich, sehr heimelig. Abgerundet mit einem Kaminofen, den wir (ohne scheiß) noch zu schätzen gelernt haben.
Das Anwesen liegt oben auf einem Berg mit sagenhaftem Rundumblick. Die angrenzende Schlucht sorgt dafür, dass hier oben immer  ein Lüftchen weht, ich korrigiere, es kann auch ganz schön stürmisch sein.
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Entgegen aller Vermutungen, war die Wochen vorher wohl eher mäßiges Wetter und die Ausläufer noch erkennbar. Tagsüber war es warm, keine Frage, kurze Buxe und Top, fertig. Abends jedoch ging es ohne lange Hose und Jacke draußen gar nicht. Jetzt kam der Kaminofen ins Spiel, Sofa, gemütlich prasselndes Feuer…..läuft!

Fortsetzung folgt……..

 

DIY: Blut und Wasser geschwitzt

Die Arbeitsplatte. Monatelang haben wir das vor uns hergeschoben, alle Baumärkte abgeklappert auf der Suche nach einem Design, dass dir nicht den Appetit verdirbt weil a) das Design aussieht wie hingekotzt
b) der Preis immens hoch ist.
Und weil das Projekt Keller Küche irgendwann mal zum Abschluß kommen sollte, haben wir uns im Bauhaus für ein mittleres Preissegment entschieden und tatsächlich auch ein Design gefunden, bei dem wir beide nicht in Tränen ausgebrochen sind.
Das Design sieht ein wenig aus wie Beton, hat „Kratzer“ und Schlieren und ist, wie ich finde, eine sehr dankbare Oberfläche und passt hervorragend zum Rest der Küche.
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Platte bestellt, ganz einfach neue Edelstahlspüle ausgesucht (die alte hätte jetzt das Loch für den Wasserhahn auf der falschen Seite gehabt), Ausschnitt für die Spüle vorbereiten lassen, Umleimer bestellt, Befestigungsmaterial geordert, 280 Euro, Ring!

Mein Mann hat mit einem Kollegen Tage später die zwei Platten abgeholt. Hier haben die zwei das erste Mal Blut und Wasser geschwitzt, weil die Platten gerade eben in das Auto passten. Eine unbedachte Bremsung und die Windschutzscheibe (neues Auto) hätte sich samt Rückspiegel verabschiedet und man hätte die Platten von der Strasse kratzen können.  Kurzum, es hat geklappt, die Platten lagen nun in der Garage.

Starkregen in den letzten Wochen, Kackewetter und Menne war nervös, dass die Platten Schaden nehmen, also schnell mit nem Nachbarn die Dinger in den Keller schlören und auf die Unterschränke legen ……

Jetzt war es soweit, die Chefin da und so nahte die Vollendung des Projektes Arbeitsplatte. Menne hatte sich ein Hightech Werkzeug beim Kollegen ausgeliehen, damit wir die Ausschnitte vernünftig sägen konnten. Zum Thema Markenwerkzeug muss ich mich ein andermal auslassen.

Die alte Herdplatte sollte rein. Jetzt war das Ding gut 2 Jahre ausser Betrieb. Funktionierte sie überhaupt noch? Also den Herd angeschlossen und getestet…..funzt! Prima. Ausschnitt anreissen, Führungsschiene platzieren und mit der Stichsäge aussägen. Das ging besser als gedacht und tatsächlich passte alles auf Anhieb.
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Das war noch der einfache Teil. Jetzt musste der Umleimer auf die äussere Kante. Ich mach´s kurz, das ist ein scheiß Arbeit. Wir habens hingekriegt, aber nur unter Verwendung sämtlichen auf dem Index stehenden Vokabulars.

Jetzt folgte Schwitzen und Beten Teil 2. Die beiden Platten mussten zusammengefügt werden. Menne wollte unbedingt Lamellos als Stabilisierung haben, hat er gekriegt.
Nach einigem hin und her und Suchen nach passendem Werkzeug und abklappern der halben Nachbarschaft, waren die Platten miteinander verbunden.
Ein Profi hätte das besser gemacht, aber wir waren stolz auf das Resultat. Man darf auch nicht vergessen, dass es sich um die Kellerküche handelt.

Jetzt haben wir den Ausschnitt für die Spüle noch fertig gemacht und beendeten unser Tagwerk hoch zufrieden.
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Gekrönt wurde der Tag nur noch mit einem Heimsieg, Platz 3 und dem Einzug ins CL Geschehen unseres Vereins, aber auch das ist eine andere Story.

 

Ich packe meinen Koffer……

Ich packe meinen Koffer und nehme mit……. damals fanden wir das Spiel sehr lustig, hat es doch die Wartezeit im Auto vertrieben während man in den Urlaub fuhr.
Damals fuhr man noch mit Bruder und Eltern ins Allgäu, was schon sehr exotisch war.
Fernreisen (Italien mit dem Bus)  kamen erst viel später. Es wurde noch ordentlich Urlaub im eigenen Land gemacht. Und weißte was? Es war geil! Wir hatten Spaß!
Es war DIE Zeit unseres Lebens. Viele, sehr viele Jahre später erinnert man sich wieder dran und der Gedanke keimt auf „…. könnste auch ma wieder hin…“. Stattdessen können die Destinationen nicht exotisch genug sein, ganze Jahresbudgets werden in kürzester Zeit verprasst, „…is ja Urlaub!“
Aber ich schweife ab, das ist gut so, brauch ich mich nicht mit dem Gedanken befassen: was nimmste mit, was packste ein.
Und da isses wieder…… ich packe meinen Koffer….
2 Wochen im Süden, da kannste von ausgehen, dass du keine Gummistiefel und Regenhose, und auch keinen Norwegerpulli (sorry Islandpulli) benötigst. Ich muss schmunzeln, denn eine mir persönlich unbekannte aber unglaublich sympathische Blogger-Kollegin, Juli, hat ihre Fans und Freunde per Instagram auf ihre Islandreise mitgenommen. Ker wat schön!
Aber ich schweife schon wieder ab, so wird das nix mit feddich werden.
Trödel, Musik anmach, Handy gucken, ach ja, Koffer aus der Kammer holen…… wo kommt der Staub her? Naja, der sieht schon arg mitgenommen aus, hahahahaha, geiles Wortspiel. Kurze Inspektion, der hält noch ne Weile……
Da steht der rote Koffer, immer noch leer. Vielleicht braucht der Koffer auch einen Namen und lustige Kulleraugen?  Hihihihi…..
Das wichtigste hab ich schon zurechtgelegt, meine Kamera, Stativ  und das Ladegerät….. na immerhin.
Ha! Ein geiles Teil hab ich bei Xenos erstanden: eine Aufbewahrungsbox…..
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Mein Mann hat (wie immer) die Augen gerollt….er gibt erst später zu, dass das Ding cool ist.
Wir sind nämlich Meister im Verbummeln von Kleinteilen für die Kameras (Akkus, Ladegeräte, Speicherkarten, Kabel und Gedöns). Jetzt ist (hoffentlich) Schluss damit.
In die Box geht ordentlich was rein und vorne das „Objektiv“ ist eine weitere kleine Dose mit abnehmbarem Deckel (für Kleinkram). Ich war sofort ganz verliebt in die Box.
Koffer? Immer noch leer!
Puh, so ein Dachgeschoß ist echt im Sommer ne Zumutung. Ich muss was Trinken….. setz mich kurz auf die Couch. Bin eingenickt, jetzt geh ich ins Bett!
Koffer packen? Vielleicht morgen….. ganz bestimmt morgen!
Neuer Tag neues Glück, die Wäsche is noch nich trocken…… Käse! Draussen Höllentemperaturen und die Wäsche im Keller wird nich trocken….. ich bin zu faul gewesen den ganzen Kram raus zu tragen, das rächt sich jetzt. Also das Wichtigste bis zum Einpacken übers Balkongeländer hängen. Läuft! Darf´s jetzt nur nicht vergessen. Wie ich mich kenne, fahre ich weg und die nächsten 2 Wochen baumelt die Wäsche fröhlich für die Nachbarn am Geländer…….
Nix passiert, Klamotten eingepackt.
Ich schwöre mir jedes Mal, nicht soviel mitzunehmen. Wir machen ja keinen Urlaub mit allabendlichem Schaulaufen an protzigen Hafenpromenaden.
Wir sind eher die kurze Buxe und Latschen Typen. Kein Hotel sondern Ferienhaus. Bier und Schnaps statt Schampus und Gedöns.
Wo wir hinfahren interessiert es keinen, ob du innerhalb von 2 Wochen 2x dasselbe Shirt an hast oder so…..
Diesmal sieht es für die Kapazität meines Koffers gut aus, der Erweiterungsreißverschluß bleibt zu! Halleluja!
Nachdem ich jetzt meinen Spaß hatte, folgt der nächste….. der Koffer des besten aller Männer.
Jeden Urlaub das gleiche Spiel, gereizte Atmosphäre, Mann überfordert, keine Lust und eine nörgelnde Ehefrau, die ihn ständig zusammenscheißt warum er sich nicht längst über die Klamotten Gedanken gemacht hat.
Wie immer alles auf den letzten Drücker, und die Krönung ist das eine oder andere Kleidungsstück, dass es nicht rechtzeitig in die Waschmaschine geschafft hat.
Der Mann besitzt gefühlt 200 T Shirts, gut 50  passen gar nicht mehr, werden aber  als „noch gut“ betitelt und verbleiben im Schrank. Jedes einzelne wird aus dem Schrank gezerrt und anprobiert, geflucht und sich über die Qualität der Materialien beschwert (Shirts gehen permanent beim Waschen ein)…… Ich darf mich nicht aus dem Raum bewegen, jedes Stück muss ich kommentieren…. komme mir vor bei  Heidi Klum, fehlt nur „der Tasche muss leben!“.
Das Konfliktpotential ist hoch, verbal fliegen die Fetzen, bis dann irgendwann endlich auch der zweite Koffer fertig ist.
Er kümmert sich lieber darum, dass wir in der Ferienbude anständig WLAN haben und beginnt eine Materialschlacht an elektronischem Kram.  Männer halt.

Jetzt fahren wir unser Temperament wieder auf Normalniveau, trinken noch ein Bierchen, chillen auf der Couch, ein Tsipouro geht auch noch…… yammas!

Ich packe meinen Koffer…….. ja nee, is klar!

Geburtstagskuchen für Onkel Rudi!

Unsere Verwandtschaft ist überschaubar, deshalb werden die Feste auch immer gefeiert.
Onkel Rudi ist 80 geworden!
Wir waren alle eingeladen, nur leider mussten mein Mann und ich absagen. Trotzdem wollten wir ihm etwas schenken. Was schenkt man, wenn jemand doch eigentlich alles hat?
Ein Kuchen!
Also habe ich ihm einen Kuchen fertig gemacht. Eine Torte war mir aufgrund der angekündigten tropischen Temperaturen zu heikel. Ein Rührkuchen geht immer und der kann ja auch nett aussehen……
Die Form ist die „Buch“ Form von Birkmann (das Rezept ist hier verlinkt, Teigmenge so wie beim  Blumentopf), mit Brombeermarmelade bestrichen, eingedeckt mit Marzipan, die Schrift mit flüssiger Schokolade und die Verzierung mit Buttercreme (mit Schoki in verschiedenen Nuancen eingefärbt).
Er hat sich sehr gefreut!
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Basics: Salat Dressing

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Salatmix mit grünem Spargel, Tomaten, Paprika und Kartoffeln, Dressing Variante 3 (noch nicht drauf)

Man muss es einfach mal sagen, er gibt nicht das ein ultimative Salatdressing!

Es gibt unzählige Varianten, deren Urheber es  durchaus als ultimativ bezeichnen. Wie alles, isses Geschmacksache.
Dressings aus der Kühltheke schmecken bis auf ein oder zwei Ausnahmen nicht und Salatsoßen gar aus der Tüte kommen uns nicht gar nicht erst ins Haus! Auch das muss mal gesagt werden.

Die einfachsten Soßen sind oft die besten, das heißt, mit wenigen Zutaten den geilsten Geschmack kreieren.

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Rucola, Dressing Variante 1 (dazu Garnelenspieß, Aioli und Focaccia)

Hier mal ein paar  Vorschläge, die zu fast allen Salaten passen.

1. Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer, Verlängerung durch etwas Wasser möglich
2. zur Variante 1 noch einen TL Senf dazugeben
3. Joghurt (kl. Becher) , 1 TL Frischkäse (macht das Dressing schön sämig), Senf (nach Geschmack), etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer…… je nach Konsistenz etwas Wasser dazugeben
4. Variante 3 ohne Joghurt, dafür mit etwas mehr Olivenöl und Wasser
5. Variante 3 ohne Senf, wenn jemand Senf nicht mag

Mit diesen einfachen Dressings seid ihr immer in der Lage einen frischen und schmackhaften Salat zu zaubern. Und wie ich finde ist der Aufwand nun wirklich überschaubar ;0)

 

 

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grüner Salat mit Paprika, Tomaten und Hähnchenbrust, Dressing Variante 3

aktuelles Thema: Grillfleisch aus dem Discounter auf dem Upperclass Grill

Uiuiuiuiui, da scheiden sich die Geister, böse Kommentare kann man lesen, es wird sich aufgekreppt ob oder ob nicht kaufen, Discounter argumentieren, Konsumenten gehen auf die Barrikaden……. und der Verbraucher kauft trotzdem. Kauft trotzdem das  „billige“ und fertig marinierte Fleisch aus dem Discounter.

Die Deutsche BBQ Grillmeisterschaft steht bevor, es werden Horden von Besuchern kommen. Die Materialschlacht wird gigantisch sein, es wird gefachsimpelt werden, teures Equipment wechselt den Besitzer, Familienväter investieren in Grillsportgeräte, leuchtende Augen bei den Herren, das genetisch manifestierte „hohohohoho“ (Tim Taylor lässt grüßen) weckt den Jäger in den Herren, während der Haushaltsvorstand (die Damen) mit den Augen rollen und eben beim Discounter was für AUF den teuren Markengrill kauft.
Ist echt geil, wenn die Herren großspurig am Montag auf der Arbeit erzählen, was sie geiles gegrillt haben. Da werden Handybilder vom sensationellen Ergebnis hin und her geschickt, oh ja, die Götter am Grill, die Großmeister des Genusses.
Der Grill kann nicht groß und teuer genug sein…… und was liegt in der gelben Tonne? Plastikmüll aus dem Discounter, die Marinade klebt noch dran…… könnt ich mich wegwerfen vor Lachen!

Wir würden lieber nix essen, bevor wir in die Kühltheke greifen.
Was erwartet der Durchschnittskäufer, wenn er für´n Appel und ein Ei fertig mariniertes Fleisch kauft?
Die arme Sau (zB) hatte keinen Spaß beim Sterben….. was ja per se verständlich ist ….. aber so eine gestresste Sau schmeckt einfach unterirdisch nach Stall (Stresshormone lösen das aus). Merkt ja keiner, is ja genuch überwürzte Marinade drauf!  So ein Abgang is schon scheiße, aber dann noch ein Bad in Hurz…..
Da kann man auch schon mal über schlechten Geschmack oder grenzwertiges MHD hinwegtäuschen…… die Qualität ist hinsichtlich Aussehen und Fettgehalt auch eher zum Abgewöhnen. Uäääääääh! Vielleicht wächst einem demnächst auch ne dritte Titte?
Mal ganz davon abgesehen tappt man im Dunkeln wo das Fleisch her kommt, erst nieder gestreckt, dann mit Wasser aufgepumpt, eingefärbt, damit es Frische suggeriert, ja dann „Mahlzeit“.

Leider ist die Generation „keine Zeit zum Kochen“, dazu verdammt, sich  Geschmacksverstärkern und E-Nummer hinzugeben. Oh ihr Armen! Wenn ihr wüsstet, welcher Genuß euch entgeht…….
Es muss jeder selbst entscheiden, ob er ein Huhn essen möchte, dass nicht mehr Platz zum „Leben“ (besser dahinvegetieren) hat als eine gefaltete Zeitung, oder ein Schweinchen, dass sich in seiner Box nicht mal drehen kann.

Hey, dann lieber beim Metzger kaufen, buy local!
Ist kaum teurer, man unterstützt diejenigen, die sich mit dem Fleisch noch Mühe geben und so eine selbstgemachte Marinade ist kein Hexenwerk und auch kein großer Zeitaufwand. Lieber seltener Fleisch, dafür besseres Fleisch!

Da kann man echt zum Vegetarier werden oder verstehen, warum Menschen sich den Fleischkonsum abgewöhnen.

Focaccia – der Klassiker

blog700Hier kannste dich austoben was den Belag betrifft. Ob außergewöhnlich oder klassisch, erlaubt ist was gefällt.
Alles fängt an mit dem wunderbaren Teig. Auch hier kannst du variieren, mit Mehlsorten, Körnern  oder was auch immer.

Zutaten:
30g frische Hefe
30g Honig oder Zucker
625ml lauwarmes Wasser
500g Mehl
500g Grieß (auch zu ersetzen durch Mehl)
30g Salz

Mehl und Grieß zum Bestäuben

Zubereitung:
– Hefe und Honig/Zucker in etwas Wasser auflösen.
– Mehl,Grieß und Salz in eine Schüssel (oder auf die Arbeitsfläche) geben, Vertiefung formen und das Wasser/Hefe/Honig/Zucker- Gemisch dazugeben.
– Dann das restliche Wasser einarbeiten.
– Das Geheimnis ist ausdauerndes Kneten (mindestens 5min). Es entsteht ein feuchter elastischer Teig
– Den teig entweder in der Schüssel oder auf einem Backblech gehen lassen. Der Teig wird sich verdoppeln.
– Den Teig nochmals kneten, die Luft sollte raus gehen.
– Jetzt die Teigfladen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Abdecken und nochmal gehen lassen.
– Vor dem Belegen mit den Fingerkuppen die obligatorischen Vertiefungen eindrücken
– Olivenöl auf die Oberfläche geben, es darf sich in den Vertiefungen sammeln.
– Nach Herzenslust belegen
– bei höchster Hitze backen, bis das Focaccia die gewünschte Farbe angenommen hat.

Meine Varianten waren:
* Kartoffel / Rosmarin
* Tomate / Paprika / Frühlingszwiebel

Kleiner Hinweis: Die Kartoffeln hatte ich in dünne Scheiben geschnitten und kurz vorgegart.
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Das Olivenöl macht das Focaccia wunderbar knusprig, der Teig ist fluffig und der Duft, der durchs Haus strömt ist der Wahnsinn.
Eigentlich braucht man dazu nichts weiter als eine schöne Aioli…….und ein Glas Wein!