Genervt!

Fussball? Nebensache. Zugegebenermaßen eine peinliche Nebensache.
Aber mal ehrlich, hat sich das nicht schon von Anfang an abgezeichnet?

Egal, ich hab 2 Baustellen, die mich kolossal annerven.
Auto und mein Roller.
Fahr Fahrrad! Ja genau das hat mein Kollege auch gesagt….. damit ist das Problem aber nicht behoben.
Endlich habe ich meinen geliebten Roller hier. Bestimmt 5 Jahre stand er unbenutzt in der Garage meiner Eltern. Jetzt kann er endlich wieder fahren. Doch bevor das der Fall war, habe ich etliche Hürden nehmen müssen, müssen lassen.
Lassen, weil mein Mann sich dankenswerterweise um den Papierkram gekümmert hat.
Die letzten Jahre sprang der Roller immer sehr schlecht bis gar nicht an.
Mit Kickstarter habe ich es gar nicht weiter probiert, weil der Tritt echt blöd platziert ist und man sich sehr leicht die Haxen ramponiert.
Also Termin in der Werkstatt. Inspektion, TÜV, alles war kein Problem.
Der Roller sprang an (im zweiten Anlauf) und ich konnte von der Werkstatt nach Hause fahren.
Aaaaaaah, dieses Gefühl von Freiheit…..ich liebe es.
Am nächsten Tag auf die Arbeit, super……. nachmittags nach Hause, der Roller sprang nicht an. Gleiches Verhalten wie die Jahre zuvor. Egal was ich versucht habe, das Ding sprang nicht an.
Mittlerweile hatten das auch ein paar Kollegen mitbekommen, ratlos standen wir um den Roller. Dann kam unser „Schrauber“ und fand den Fehler sofort. Zündkabel lose. Draufgesteckt, gestartet…..angesprungen, nach Hause gefahren.
Am nächsten Morgen, Roller sprang nicht an …… Kabel ganz ab…… so eine Scheisse. Zähneknirschend ins Auto gestiegen. Gegrübelt, warum das Kabel immer wieder aus dem Stecker rutscht.
Eigentlich ne logische Sache: Roller ist 18 Jahre alt. Das Zündkabel war schon immer knapp bemessen. Durch die Versprödung und das Austreten von Weichmachern im Kabel wurde das Kabel immer steifer und rutschte eben wegen der fehlenden Zentimeter und der Krümmung aus dem Stecker.
So, jetzt kannst du nicht mal eben das Kabel  abschrauben und ein neues dranmachen. Zündspule und Kabel sind vergossen, und wie das beim Roller so ist, du kommst wegen der Verkleidungen nirgends vernünftig dran.
Also die Zündspule ausgebaut. Ersatz? Nicht einfach so.
Originalteil gibt es nicht mehr. Letztendlich haben wir online ein Zündkabel Adapter bestellt, mit dem man 2 Kabel verbinden kann.
Eingebaut, Roller läuft!!!!!
Der Spaß geht weiter.
Mein Auto hat neue Bremsen bekommen. Verschleißteil, ganz klar, muss hin und wieder mal erneuert werden. Gesagt, getan, neue Bremsen.
Ich steige morgens ins Auto, weil der Roller mal wieder nicht ansprang (siehe oben).
Schlage das Lenkrad ein und fahre los. Fürchterliches Quietschen, sorry an die Nachbarn, die ich vermutlich aus dem Schlaf gerissen habe.
Nun, ich musste ja los. Also das Quietschen ging nicht weg. Ganz schlimm beim Einlenken nach rechts, beim Bremsen, also quasi Dauerzustand.
So ein Mist.
Wieder in die Werkstatt. Die nette Dame am Empfang verzog das Gesicht als ich auf den Hof fuhr. Ja, ich weiß, kein schönes Geräusch.
Der Werkstattmeister nahm das Auto mit.
Nach einer halben Stunde kam er wieder vorbeigefahren….Probefahrt. Quietscht immer noch! Weiter 20 Minuten warten, der Werkstattmeister macht die zweite Probefahrt, Auto quietscht!
Nach weiteren 20min warten, dritter Versuch…… Stille! Gott sei Dank.
Erklärung für dieses unsägliche Geräusch, da waren kleine Steinchen zwischen Bremsscheibe und weiß nicht, wie das Ding heißt. Er hat alles rausgepopelt. Der letzte Stein versteckte sich hinter irgendeinem Blech, wofür er die ganz Bremse zerlegen musste um es zu finden.
Jedenfalls ist jetzt Ruhe!

In diesem Sinne: Gute Fahrt all denen, die mit ihren Gefährten auf Deutschlands Straßen unterwegs sind!

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DIY: Tomatenhaus 2.0

Unser erstes Tomatenhaus hatte im letzten Jahr die Feuerprobe bestanden. Nur der Standort war nicht so optimal, weil man nur von der schmalen Seite an die Pflanzen kam. Das hatte zur Folge, dass die Pflanzen nicht vernünftig ausgegeizt werden konnten und das die Ernte etwas einschränkte. Der Nachbar hatte, während wir im Urlaub waren, auch keine Böcke in das enge Häusle zu krabbeln und die Pflanzen zu wässern.
Das Tomatenhaus steht jetzt bei der Nachbarin, die sich darüber sehr gefreut hat.

Mein Mann hat sich sofort an das neue Projekt: Tomatenhaus gemacht.
Ein brachliegendes Beet ist der vermeintlich perfekte Standort.
Die Vorarbeit habe ich geleistet, alle Blumenzwiebeln sind raus, die Büsche entfernt und auch verbliebenes Wurzelwerk sorgfältig ausgegraben. Die Pfostenschuhe warten auf das Einschlagen, die Zeichnung ist fertig, Maße müssen noch übertragen werden…… ach ja, das Holz fehlt noch. Ob das alles noch vor der Ernte fertig wird, wage ich zu bezweifeln. Wir werden sehen.
Es gibt ein Update:
Die Pfostenschuhe sind im Boden, die Pfosten (Vollpfosten) sind gekauft.
Nächste Schritte: Pfosten auf Maß bringen und mit Holzschutz versehen…. dann anschrauben.
Ich habe die Hoffnung, dass bis zum Wochenende das Gestell fertig ist.
Weiteres Update:
Und, oh Wunder, am Mittwochnachmittag schlich der Nachbar mit der Kappsäge unterm Arm durch die Gartentür in unseren Garten. Mein Man trabte los, holte Werkzeuge und Bauplan. Ich bekam die Aufgabe, den unteren Teil der Pfosten zu streichen, weil man da später nicht mehr dran kommt.
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Gesagt getan…..dann hab ich mich vom Acker gemacht und die Herren schaffen lassen.
Ich muss sagen, das Ergebnis gibt Anlass zur Hoffnung.
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Tomatenhaus? Ich würde sagen „Tomatenresidenz“.
Stabil, formschön präsentiert sich das Grundgerüst.
Meine Aufgabe……streichen…… und das Dach vorbereiten.
Erledigt. Jetzt können wir über weitere Schritte nachdenken.
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Ich finde, ich sollte euch die Fortschritte nicht vorenthalten.
Sollte sich jemand für den Bauplan interessieren, mailt mich an.

Wenn ihr glaubt, das wär´s jetzt gewesen….. nö.
Die Bepflanzung fehlt ja noch und, ganz wichtig, eine Dachrinne.
Da der Boden nicht so überragend toll ist, habe ich mich für Pflanztöpfe entschieden, die im Boden eingelassen sind.
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Dazu habe ich ausreichend große Töpfe genommen, den Boden mit der Stichsäge rausgeschnitten und im Boden eingegraben. Das sieht sauber aus und man kann das Ganze noch optisch mit ausgebrachtem Mulch aufwerten. Der Schritt fehlt noch.
Hier also die Steps im Überblick.
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Ein weiterer Tipp, grabt in direkter Nähe zum Wurzelballen einen kleinen Pflanztopf ein. Das erleichtert das Bewässern wenn der Boden nicht so ganz eben ist. Sonst läuft euch das Gießwasser sonstwo hin nur nicht an die Pflanze….  :0)

Die Dachrinne macht Sinn, weil das Tropfwasser sonst unschöne Pfützen verursacht…. ausserdem steht die Wassertonne eh in unmittelbarer Nähe und das Wasser kommt sehr gelegen. Wir haben in der Tonne eine kleine Schmutzwasserpumpe versenkt. So kann man das aufgefangene Wasser direkt wieder den Pflanzen zuführen.

Der nächste Schritt wird noch ein kleiner, portabler / flexibel anzubringender Schutz gegen zu viel Regen und eventuellen Kälteeinbruch sein. Die Ideen reichen von Doppelstegplatten bis hin zu einer textilen Lösung. Ich werde berichten.

Gruss!

BBQ Season Opening Event 2018 – Grill Doch Mal

Grill doch mal! Diesem Aufruf sollte man unbedingt Folge leisten!
Und genau das taten zahlreiche Grillbegeisterte am vergangenen Wochenende, die sich für das Event der Grillschule „Grill Doch Mal“ aus Berg in der Oberpfalz (bei Nürnberg) angemeldet hatten.
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Am Haus Habsberg inmitten der Natur und einem wunderschön angelegten Gelände konnte man schon von weitem die rauchenden Schlote der Smoker und die Rauchsäulen der offenen Feuerstellen ausmachen. Kam man näher, so konnte man auch schon blind dem Duft nach gebratenem Fleisch folgen.
Aber von vorne.
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Martin Schulz und seine Frau Conny haben ein tolles Event auf die Beine gestellt.
Zur Präsentation der einzelnen Möglichkeiten Outdoor-Cooking zu machen, gesellten sich noch zahlreiche Firmen, ohne die Grillen und BBQ eigentlich gar nicht möglich ist.
Getoppt wurde die Veranstaltung durch zahlreiche Vorträge, die zu ganz vielen Themen stattfanden.

Die Firma Spicebar war mit seinen Mitarbeitern Ulf Steinhagen (mit Partnerin und ausgesprochen hilfreiche Hand beim Schnibbeln am Dutch Oven), Lara und einer kleinen Auswahl an hinreißenden Pfefferkreationen und Rubs vorort. Später nahm uns Lara noch mit auf eine Reise in die Welt des Pfeffers.

Gleich nebenan präsentierte  Ethimios Christakis (Band of Chefs) großartige Olivenölsorten sowie gesmokte Oliven!
Zum Thema Olivenöl gab es einen interessanten Vortrag in den angrenzenden Seminarräumen. Hier erfuhr man allerlei wissenswertes über die Herstellung und Qualität von Oliven und den daraus resultierenden Produkten.

Ohne den Mann mit Kohle geht´s wahrlich nicht. Die Firma Mc Brikett, Geschäftsführer Kasper Damkier oder besser bekannt als Kohlen-Kasper, zeigte die verschiedenen Kohlen Sorten aus Kokosnussschalen und referierte zusammen mit seinem Kollegen Dominik über die Vorzüge, Unterschiede, sowie die Herstellung seiner Kohlen.

Man legt viel Wert auf Regionalität und eine vernünftige Herkunft des Fleisches.
Und da nur ein Grill nichts ist ohne Fleisch, was man darauf zubereitet, war die Firma Jura Fleisch ebenfalls mit Frank Schütze, Metzgermeister, anwesend. Zum Thema Fleisch zerlegen wurde hier am Beispiel eine halben Sau (ohne Kopf und Schlegel)  die Zerlegetechnik erklärt und eindrucksvoll gezeigt.

Zum Thema Jagen und Wild hat der Jäger Ulrich Schaefer sein Wissen an Interessierte weiter gegeben.

Nach einem guten Essen darf eine feine Tasse Kaffee, ein Cappuchino oder ein Espresso nicht fehlen.
Die Kaffeerösterei aus Parsberg, Christian Flügl mit seiner Mitarbeiterin Lena versorgte uns mit köstlichen Kaffeespezialitäten aus dem eigenen Haus.

Auch Michael Einbecker, von Monolith und Michael Specht von Napoleon standen für Fragen bereit.
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An den einzelnen Grillstationen durften die Gäste mit schnibbeln, würzen und bruzzeln. Allerlei Informatives gab es zu den Lebensmitteln, der Zubereitungsart, den Garzeiten und den Gewürzen.

So entstanden eine Vielzahl von leckeren Gerichten, die auch zu Hause einfach zuzubereiten sind.
An den Feuerplatten:
-Wodkafleisch Spieße mit Kartoffel Rosmarin Ecken
-Gegrillter Melonensalat mit Ziegenkäse und Caipi Pesto
-Kachelfleisch mit gemischtem Grillgemüse
-Äpfel und Spargel in Bacon
-Rinderhackspieße im Kokosmantel und scharfem Ananasgemüse
-Quesadillas

Zwei Highlights bildeten ganz sicher das Rinder Ribs Asado  und das Lamm am Kreuz. Archaisch mutete das Garen am offenen Feuer an. Das Ergebnis war beeindruckend und für jeden Fleischliebhaber vermutlich der absolute Höhepunkt.
-Jura Distel Lamm Asado
-Rinder Querrippe Asado

An der Station Dutch Oven, dem Feuertopf der geschichtsträchtig schon an den Planwagen im Wilden Westen baumelte:
-ungarisches Gulasch
-Canneloni mit Wildfüllung
-Quarkbällchen mit Rhabarber-Ragout und frischen Erdbeeren

Aus dem Smoker kamen Leckereien wie:
-Pulled Pork
-Ribs
-Brisket

Begleitet wurde das Event bis spät in die Nacht von einem perfekten DJ, der es mit seiner Musikauswahl geschafft hat, alle Geschmäcker zu treffen.
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Besonders war, dass ein Filmteam von Kabeleins vorort war und für die Beitragsreihe „Was weiß ich“ die Teilnehmer und das Team zum Thema Fleisch befragt hat. Das war sehr lustig. Zum Sendetermin wissen wir bis jetzt noch nichts genaues.
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Später gedachten wir zusammen mit den Gästen einem lieben Freund, der leider viel zu früh von uns gegangen war. Einem BBQ Liebhaber, Weingutbesitzer und Freund, dem wir noch einmal zuprosteten. Andreas, mach´s gut!
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Zusammengefasst war der Tag zwar anstrengend, aber auch echt cool.
Vielen Gästen, Freunden und Interessierten konnten wir unsere Liebe zum offenen Feuer und Gegrilltem weitergeben.
Viele Fragen rund ums BBQ wurden beantwortet, Erfahrungen und Meinungen ausgetauscht und letztendlich lautete das Fazit:

„BBQ? Ja, das rockt!“

Ein fettes Dankeschön an das Team „Grill doch mal“:
Conny und Martin Schulz
Silke und Holger Schloemp
Daniel Ehbauer
Werner Pfeufer
Christia Rudolph
Christian von Lospichl
„Schnitzel“ Joachim Lewis
und Florian Zeitler

Eine Einladung nach Magdeburg – Petromax / Feuerhand laden ein

Wow, eine richtig edle und coole Einladungskarte flatterte ins Haus. Oh wie schön, Petromax / Feuerhand hat mich exklusiv zur Einweihung des neuen Showrooms eingeladen.
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Die Firma Petromax und uns verbindet die Liebe zum Outdoorcooking, sprich BBQ und feines Essen. Man kennt sich schon eine Weile und läuft sich auf diversen Veranstaltungen immer mal wieder über den Weg.
Zudem versorgt mich Sophie mit Accessoires zum in Szene setzen meines Essens und mit nette Emails.
Umso größer war die Freude über die Einladung. So fuhren wir an einem wunderbaren Samstag im April Richtung Magdeburg.
Am frühen Nachmittag kamen wir an und fuhren direkt zum Hotel, welches ich empfehlen kann, weil das Zentrum und auch der Bahnhof fussläufig (ca15min) zu erreichen sind.
Das Wetter war klasse und so machten wir uns auf den Weg die Stadt zu erkunden.
Es gibt tolle Strassenzüge, die von der Gründerzeit geprägt sind. Zusammen mit der gerade einsetzenden Blüte verschiedener Bäume war das ein ganz besonderes Bild.
Im ganzen Zentrum gibt es an jeder Ecke Kunst. Ob Brunnen oder Skulpturen, oder auch das Hundertwasserhaus, das hat was.

petromax18Letzteres sieht einfach genial aus. Im Windschatten sassen wir dann in der Sonne im Café „Alt Magdeburg“ bei Kaffee und Kuchen und haben die Seele baumeln lassen. Wunderbar.  Auch der Dom ist einen Besuch wert. Magdeburg hat noch viel mehr zu bieten, wir machten uns dann allerdings auf zu Petromax.
Etwas versteckt liegt die Firma.
Uns erwartete ein richtiges Highlight. Zelte, Sonnensegel, Catering und das Herzstück, die Dieselhexe.
Wir wurden herzlich empfangen, bekamen unsere Namenschilder und begrüßten diejenigen, die wir kannten.
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Hach, das ist schon irgendwie wie ein Familientreffen ( Kasper, siehe McBrikett und  Maja von Green Heart BBQ)
Jonas hielt dann eine kleine Ansprache und es folgte das feierliche Durchschneiden des Bandes zum Showroom. Wow, DAS ist mal ne Kulisse und DAS nennt man professionelles Präsentieren von Produkten.

Arrangiert ist alles im Stil eines Campingplatzes in der Wildnis Kanadas. Mit ganz viel Liebe zum Detail ist alles aufgebaut, vom Zelt bis hin zum Paddelboot. Das macht mega Bock auf einen Outdoorurlaub! Echt jetzt!
Alle halbe Stunde fand eine Führung durch Lager und Produktion statt.
Das hat uns echt umgehauen. Auf mehr als 8000 Quadratmetern reiht sich Regal an Regal….um sich das besser vorstellen zu können, das sind 16 Fussballfelder.
Das Assembling des Pyron und der Petroleumlampe wurden anschaulich erklärt und immer wieder die nicht enden wollenden Regalreihen. Großartig!
So ein langer Fussmarsch macht hungrig und wir widmeten uns dem Catering.

Sehr feine Leckereien zubereitet im Kochgeschirr von Petromax. Mehrere Sorten Brot, Süßes, Waffeln, Tarte, asiatische Hähnchenteile, Pulled POrk, Salate, Corndogs, Lammspieße und im Zelt ein exquisites Buffet an aussergewöhnlichen Leckereien wie Avocadocreme mit Garnele, Wakamesalat, Tapiokasalat mit Lachs, um nur einige zu nennen.
Es fehlte an nichts. Tolle Live Musik und das schöne Wetter taten ihr Übriges um es allen Gästen so angenehm wie möglich zu machen. Und so stand man bis spät in die Nacht (oder frühen Morgenstunden) an und um die zahlreichen Feuerstellen.

Lieben Dank für diesen schönen Abend! Weiterhin ganz viel Erfolg bei all euren Projekten und Vorhaben! Ihr seid ein tolles Team!

Man sieht sich!

 

Dukkah!

enthält Werbung für Petromax

Freudestrahlend kam mein Mann nach Hause. Am Arm ein prall gefüllter Beutel und die Erklärung: „Ich war beim Türken einkaufen!“ Ja cool, war meine erste Reaktion.
Zum Vorschein kamen lauter Gläser mit Gewürzen. Ach ja, ich hatte parallel dazu den Auftrag Haselnüsse zu besorgen.
Also, Haselnüsse lagen bereit. Und? Was sollte das für ein Bausatz werden? „Dukkah!“
Was? Ach, ich erinnere mich, das hat Jamie Oliver mal für irgendwas benutzt und es angepriesen als großartig! Hammer! Eben etwas, was in keiner Küche fehlen darf.

Ja dann…..
Ich musste die Küche räumen, alle Gläser wurden um den Herd verteilt, Waage, Pfanne und Mixer in Position gebracht und dann ging´s los.
Vorsichtshalber habe ich das Feld geräumt.
Immer mehr feine Aromen bahnten sich den Weg durch Haus und ich habe neugierig den einen oder anderen Blick in die Küche geworfen.
Er hat angeröstet, gerührt, gemixt und gemischt, bis am Ende eine Schale mit einer duftenden Mischung vor mir stand.
Yo, lecker sieht das aus. Und? Was macht man damit? Verständnislos guckt er mich an…..
Ist doch logisch…… man nimmt ein Stück Fladenbrot, tunkt es in Olivenöl und stippt es anschließend in die Würzmischung. Danach in den Mund stecken und die Aromen auf sich wirken lassen.
Ja, er macht es so andächtig, wie ich es geschrieben habe.
Er hat recht. Es schmeckt einfach geil! Es hat Crunch und die verschiedenen Gewürzbestandteile haben durch das Rösten wieder Leben eingehaucht bekommen. Unglaublich lecker.

Nur Brot und Dukkah? Nö, zum Grillen hatten wir als Beilage noch frischen Spinat in einer Eisenpfanne auf unserem Raketenofen von Petromax gemacht. Gott, hab ich Spaß an dem Ofen. Das macht so Fun. Aber das nur am Rande.
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Die Krönung war tatsächlich, vor dem Servieren von dem Dukkah etwas auf den Spinat zu streuen. Die Aromen passen wunderbar.
Von der Herstellung gibt es aktuell keine Bilder, weil ich mich ja aus der Küche verkrümelt habe. Ich verspreche aber hochheilig, bei der nächsten Rutsche stehe ich mit der Kamera daneben und fange die Magie der Aromen ein……soweit möglich.
Schade, dass man keine Düfte auf dem Foto festhalten kann. Ihr wärt begeistert.
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Das Rezept für Dukkah haben wir übrigens hier gefunden !

Zutaten:
150 g Haselnüsse
2 EL Fenchelsamen
2 EL Kreuzkümmelsamen
4 EL Sonnenblumenkerne
2 EL schwarze Pfefferkörner
7 EL Koriandersaat
5 EL Sesamsamen
1 TL Nigellasamen (Schwarzkümmel)
1 TL Anissamen
2 TL getrocknete Chiliflocken (oder Chilis, je nach Geschmack auch weniger – oder mehr)
1 TL Paprika edelsüß
2 TL getrockneter Thymian
3 TL Meersalz-Flocken

Zuerst die Haselnüsse rösten bis die Nüsse duften und die Haut sich löst. Das geht entweder bei mittlerer Hitze in einer kleinen Pfanne unter ständigem Rühren, oder im Ofen bei 200 Grad Umluft mit etwas seltenerem Wenden. In beiden Fällen dauert es 10-15 Minuten bis die Nüsse fertig sind. Danach die Nüsse ein bisschen, aber nicht zu sehr, abkühlen lassen und in einem Küchentuch die Häute abrubbeln, soweit es geht.
Anmerkung von mir: bei uns ging die Haut nicht richtig ab, wir haben sie einfach dran gelassen.

Alle anderen Samen einzeln und nacheinander in einer kleinen Pfanne golden rösten bis sie duften und beginnen zu knistern. Immer schön rühren. Die Chilis nur kurz rösten. Abkühlen lassen, dann alle Nüsse und Gewürze nacheinander und immer noch einzeln mörsern.
Anmerkung von mir: geht auch gut im Mixer, mein Mann hat einige Samen gemeinsam geröstet….

Alle gemörserten / geschredderten Zutaten mit Paprika, Thymian und Salz mischen. In Schraubdeckelgläsern aufbewahren und in etwa 4 Wochen verbrauchen.

Mittlerweile weiss ich, dass es sich um das Gewürz der Königin handelt…..passt irgendwie. Probier´s mal aus!

KaffeeLoft – für Genießer eine top Adresse in Dortmund

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Jaja, Kaffee…… ich weiß, die meisten denken an die amerikanische „Spezialitäten“ Kette mit den überteuerten Preisen und der unnötigen Müllerzeugung.
Es geht auch anders, wie viele kleine Röstereien eindrucksvoll beweisen.
Heute stelle ich euch das KaffeeLoft in Dortmund vor.
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Endlich guter Kaffee! Wie wahr!
Eine kleine aber feine Rösterei inmitten eines Industriegebietes im Dortmunder Nordosten.  Man kann es leicht verfehlen, weil der Hinweis eher dezent ausfällt.
Wir sind auch nur per Zufall darauf gestoßen und haben sofort angehalten um mal zu gucken, was sich hinter der Fassade verbirgt.
Der erste Eindruck ist, aufgeräumt. Kein unnötiger Schnickschnack, kein dekadenter Dekoschischi, man besinnt sich aufs Wesentliche, nämlich den Kaffee.
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3 Schaukeln laden sofort zum Benutzen ein, das trägt aus meiner Sicht sofort zum Wohlfühlen bei. Man fühlt sich in die Vergangenheit versetzt und sowas assoziiere ich mit dem Kaffeeduft bei meinen Großeltern zur Nachmittagszeit. Das geschieht unterschwellig, ich finde das großartig.
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Es gibt einen Tisch mit Sitzgelegenheiten, einen großen Tresen, wenige Regal mit dem angebotenen Kaffee und ganz viel Zubehör, den man als „von Handbrüher“ sehr gut brauchen kann. Angefangen von Kaffeemühlen über Keramikfilter, Edelstahlkannen bis hin zu Kaffeemaschinen. Alles hübsch aufgereiht und präsentiert.
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Und dann steht da das Herzstück der Rösterei, der Röstapparat, die Maschine, der Röster, ich weiß nicht mal wie man das genau nennt….schande über mich.
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Groß ist der Röster nicht, ich hatte mir das größer vorgestellt. Aber im hinteren Gebäudeteil steht wohl noch eine gigantische Lüfteranlage, die zum Betrieb nötig ist.
Der Besitzer Daniel ist supernett und berät uns bei der Auswahl der Kaffeesorten. Ausführlich erklärt er wo der Kaffee her kommt, wie das Röstverfahren funktioniert, auf was er Wert legt und überhaupt schwingt ganz viel Begeisterung für ein aussergewöhnliches Hobby mit. Ein Hobby, welches er zu seinem Beruf gemacht hat. Hut ab!
Für die ausgefallene Wandgestaltung und die Gestaltung des Raumes zeichnet sich seine Frau verantwortlich. Ganz klar, da war jemand vom Fach dran. Architektin! Ganz wunderbar, modern und luftig leicht.
Kommen wir aber zurück zum Kaffee.
Wir entscheiden uns für 2 Sorten, welche Daniel uns sofort beginnt zuzubereiten.
Der Kaffee wird abgewogen, ganz frisch gemahlen. Das Wasser auf eine exakte Temperatur gebracht. Filter anfeuchten, Kaffeepulver einfüllen und mit Wasser übergießen. Quellen lassen und dann fertig aufgießen.
Wir trinken gerne Kaffee und brühen zu Hause meist von Hand. So richtig mit altmodischem Keramikfilter, die Bohnen in Oma´s alter Kaffeemühle gemahlen, und dann aufgebrüht. Ein Genuß.

 


Ich werde nie verstehen, wie man Kaffee aus Vollautomaten trinken kann, oder aus Kapselmaschinen…..
Die verschiedenen Aromen rauszuschmecken, dazu bedarf es etwas Übung und Anleitung.
Und obwohl wir dahingehend Anfänger sind, schmecken wir doch das eine oder andere raus und erkennen ganz klar den Unterschied der zwei Kaffeesorten.
Einer, leicht und aromatisch, nett als Nachmittagskaffee (Nuss-Spektakel, weil er eine nussige Note hat und seine Leichtigkeit von Zitrusaromen bekommt ). Der andere ein Wachmacher (Karamell-Traum mit einer karamelligen Note und Spuren von Zimt) mit etwas mehr Bums! Jeder einzelne ganz fein mit wenig Säure, was uns besonders gut gefallen hat. Den kann man auch ohne Milch trinken um den vollen Kaffeegeschmack zu genießen.
Abgerundet wird das Angebot noch mit Espressosorten und für den süßen Zahn werden frische Waffeln gebacken. Glaubt mir, der Duft aus Waffeln und Kaffee, das ist der Himmel!
Wir haben uns für die oben genannten Sorten entschieden und freuen uns bei jedem Brühvorgang wieder über die gelungene Wahl.
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Schaut doch mal bei Daniel rein und sagt liebe Grüße von mir.
Wer möchte darf auch hier gerne weiter stöbern KaffeeLoft 

Das Angbot wir perfekt abgrundet durch Kurse und Seminare, massgeschneiderte Beratung für alle im Business-Bereich und überhaupt wird ganz viel Wert auf Service gelegt!