Unkraut

Wunderschön sah der Vorgarten aus, als wir das Haus vor knapp 4 Jahren das erste Mal gesehen haben. Modern mit Gräsern und Steinen, sehr schick.
Im Laufe der Jahre gingen zuerst die Gräser kaputt und das Unkraut kam an allen Stellen durch. Dann noch das Debakel mit dem Buchsbaumzünzler, kurzum, ein ganz trauriger Anblick. Buchsbäume raus, Reste von den Gräsern ausgegraben und im Kübel zwischengelagert.
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Kurzer Blick unter die Steine……ok, das Unkraut hatte leichtes Spiel, die Folie bestand nur aus ganz dünnem Vlies, welches sich zum größten Teil schon aufgelöst hat.
So konnte das unmöglich bleiben. Also neues Vlies bestellt, diesmal richtig dick und trotzdem wasserdurchlässig. Jetzt ging´s los.

Alle Steine auf einmal zu entfernen ging nicht. Wohin mit der Masse an Geröll? Also nächster Plan, das Beet bahnenweise abräumen, Folie auslegen und direkt die Steine wieder auflegen.
So hab ich eines nachmittags angefangen, das Wetter schien perfekt.  Schubkarre, Handschuhe, Kissen zum knien……ich kam nicht weit. Am Nachbarszaun kurz angehalten und mit den Nachbarn gequatscht…..ich mach´s kurz, der Vorgarten kam an diesem Nachmittag zu kurz…..auch Nachbarschaften müssen gepflegt werden :0)
Nächster Anlauf am nächsten Nachmittag. Wieder alles vorbereitet und es ging tatsächlich los.
Nach kurzer Zeit war klar, mit einer Schubkarre kommst du nicht weit, und das Ding ist schwer wenns voll ist….und wegschieben kannste die dann auch nicht mehr….. schon gar nicht über die noch liegenden Steine.
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Planerweiterung: weitere Schubkarre besorgen und einen großen Kübel.
Gesagt, getan, zwei Karren gefüllt, einen Kübel, Reste vom Buchsbaum ausgegraben, verbliebenes Wurzelwerk entfernt, Beet glatt gezogen, Folie ausgelegt und die Steine wieder draufgelegt. Läuft!
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Und so werde ich mich weiter voran arbeiten. Das schöne Wetter muss ausgenutzt werden.
Samstag, Kaiserwetter, in die Hände gespuckt und weiter ging`s.
Es ist vollbracht!
Die Ränder des Vlies werden noch zurecht geschnitten und umgeklappt. Jetzt sieht es wieder ordentlich aus.
Ein Ersatz für den Buchs ( rechts im Bild) ist gefunden, wir haben japanischen Ilex ausgesucht. Sieht fast aus wie Buchs. Die 3 Pflanzen im Vordergrund habe ich im Discounter mitgenommen. Keine (noch) Ahnung was das ist. Egal, Hauptsache grün.
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Was jetzt doch noch erwähnt werden muss: Ich habe gefühlt jeden einzelnen Stein in der Hand gehabt. Mit einer Schaufel kannst du gar nicht arbeiten, weil sich die Steine einfach nicht mit einer Schaufel aufnehmen lassen.
Mit beiden Händen die Steine zusammenfassen und aufnehmen geht auch nur bedingt.
2 Paar Handschuhe verschlissen…….mir taten tagelang die Fingerkuppen weh.
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Ich finde aber, es hat sich gelohnt.
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Über die weitere Gestaltung werde ich nachdenken.
So ganz genau weiß ich noch nicht, was ich machen soll.
Betonkübel mit Sukkulenten? Auf jeden Fall keine Gräser, auch keine Hortensie oder irgendwas altmodisches.

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Greek Delights: schnelles Brot mit Rosmarin, frischen Feigen und Pfeffer

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So, das ist letzte Rezept mit den Feigen, denn jetzt sind sie (leider) alle.
Frische Feigen mit Herzhaftem kombinieren? Natürlich!
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Ich hab hier ein super schnelles und leckeres Brot für euch.

Zutaten:
* ca 250gr Mehl
* 1/3 Päckchen Trockenhefe
* lauwarmes Wasser
* Salz
* Oregano
* frischer Rosmarin, gehackt
* grob gemahlener Pfeffer, hier der Mr.Nicepepper von Spicebar

Die Zutaten ohne die Feigen, Rosmarin und Pfeffer zu einem geschmeidigen Teig verkneten und anschließend abgedeckt gehen lassen, bis sich die Menge gut verdoppelt hat.
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Dann auf einer bemehlten Fläche zu einem länglichen Fladen ausrollen und mit Feigen, Rosmarin und Pfeffer belegen. Den Fladen von der langen Seite her einrollen, in sich verdrehen und zu einem Ring formen.
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Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech bei ca 180 Grad backen, bis die Oberfläche knusprig ist.
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Oh wie das duftet.
Das Brot ist innen wunderbar saftig und schmeckt ganz hervorragend zu einem Salat oder einfach nur so.
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Kali Orexi!

Reiseziel: Griechenland – nördliche Sporaden – Skiathos

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Nie gehört?
Den Film Mamma Mia gesehen? Der wurde dort gedreht, oder wenigstens Teile davon.
Seit nunmehr 6 Jahren zieht es uns immer wieder auf diese hübsche Insel.
Nicht jedes Jahr, aber immer wieder mal.
Das letzte Mal ist 2 Jahre her und die Sehnsucht trieb uns wieder wie altes Strandgut an die uns liebgewonnenen Plätze.
Früher konnte man nur mit Zwischenstopp in Wien nach Skiathos kommen. Mittlerweile fliegt man auch von Frankfurt aus direkt.
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Was erwartet dich?
Nun, die Insel Skiathos ist eigentlich überschaubar (11km lang und 5km breit). Eine gut ausgebaute asphaltierte Straße führt von Osten nach Westen.
Naja, man kann auch quasi eine Rundfahrt machen, quert dabei aber ein paar kleinere Straßen und Ansiedlungen.
Das ist der touristische und sehr gut erschlossene Teil der Insel mit der Hauptstadt Skiathos.
Im Norden wird es schon rauher und die Straßen sind nur noch buckelige Erdstrassen. Dafür hat man hier aber phantastische Strände und wird vielerorts mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

Aber von vorne. Wer meinen Blog regelmäßig liest weiß, dass wir Griechenland sehr lieben. Land, Leute und die Küche haben es uns angetan. Ich lasse euch gerne daran teilhaben.
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Mittlerweile gibt es viele Anbieter, die Pauschalreisen nach Skiathos anbieten.
Damit können wir nicht dienen. Wir sind Individualtouristen, buchen Flug, Ferienhaus und Leihwagen in eigener Regie.
Die Plattformen, die wir bislang benutzen sind fewo direkt, Mietwagenanbieter (da fällt eine Empfehlung wirklich schwer) und die jeweiligen Airlines und Fähren.
Bei fewo direkt (zB) findet sich für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel das passende Objekt.
Grundsätzlich reisen wir in der Nebensaison, wenn keine Ferien sind also im Mai/Juni oder Mitte/Ende September.

Nach der AirBerlin Pleite waren wir froh, dass Condor den Flug nach Skiathos angeboten hat und das auch noch ohne das umständliche Umsteigen in Wien. So blieb uns eine zeitaufwendige Anreise per Flugzeug und Fähre erspart.
Skiathos hat Dank des Herrn Onassis einen eigenen kleinen Flughafen (allerdings nicht nach ihm benannt). Total cool gelegen zwischen zwei Buchten, bei dem das Starten und Landen immer einem kleinen Abenteuer gleich kommt. Planespotter kennen den besten Platz.

Vor zwei Jahren kamen pro Tag vielleicht 4-5 Flieger. Das ist mittlerweile anders. Der Tourismus treibt hier unangenehme Blüten. Fluch oder Segen. Fluch, weil es laut ist, wenn man im östlichen Teil wohnt. Segen, weil die Insel vom Tourismus lebt. Aber wie überall gibt es Gutes und weniger Gutes.
Der Flughafen ist nicht sehr groß. Es können maximal 2 Flieger gleichzeitig entladen werden und müssen sofort wieder beladen werden und abheben. Über Nacht bleibt kein Flieger stehen.
Der Landeanflug ist sowohl als Passagier als auch als Beobachter imposant. Näher kommst du an keinen Flieger ran. Und als Passagier betest du, dass der Pilot sein Arbeitsgerät im Griff hat, sonst gibt´s nasse Füße.
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Landschaftlich hat die Insel viel zu bieten. Es gibt die Strände, die von der asphaltierten Strasse gut zu erreichen sind. Diese Strände befinden sich im Süden, westlich der Haupstadt und verfügen größtenteils über Hotelanbindung, Tavernen, Restaurants und diverse Wassersportmöglichkeiten. Sonnenliegen und Schirme können gegen eine Gebühr geliehen werden. Das Wasser ist in allen Fällen wunderbar sauber und der Strand gepflegt. Natürlich hast du immer Schweinchen, die ihren Müll einfach fallen lassen.

Die Strände im Norden sind etwas wilder. Je nach Wetter gibt es dort auch mal ordentliche Wellen. Die Strände haben zumindest eine kleine Taverne und auch den obligatorischen Sonnenliegen / Sonnenschirmverleih. Diese Strände sind teilweise mit einem anstrengenden Fußmarsch verbunden. Das hat den Vorteil, dass hier deutlich weniger los ist. Es empfiehlt sich auf jeden Fall ein Auto, dass mit den ruppigen Erdstrassen zurecht kommt.
Ausserdem gibt es auch Strände, die nur mit dem Boot erreichbar sind.
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Für diejenigen, die eher nur mal ins Wasser hüpfen und nicht den ganzen Tag am Strand verbringen, empfiehlt sich der Kauf des Wanderführers von Ortwin Widmann. Er hat mit ganz viel Liebe und jeder Menge Arbeit 24 Wanderwege erschlossen, angelegt und beschrieben, die die wahre Schönheit der Insel zeigen. Es lohnt sich auf jeden Fall das Buch zu kaufen. Das Buch gibt es überall auf der Insel auch in den Läden (zB im Kloster-Shop) zu kaufen. Festes Schuhwerk, ein Wanderstock und immer genügend Trinkwasser sind sehr zu empfehlen. Als Belohnung für alle erwanderten Strecken  winkt eine Wandermedaille. Dazu sammelt man alle Wandercodes, die irgendwo an der Strecke angebracht sind.
Auch wenn es teilweise sehr schweißtreibend und anstrengend ist, du siehst ganz wunderbare Orte und kannst die Natur genießen. Diese Insel duftet unglaublich gut nach wilden Kräutern und nach Pinien.
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Ich bin durch Zufall auf ein kleines Büchlein gestoßen, welches ein junger Mann (Nikolas A. Despiniadis) in jahrelanger Recherche zu einem Buch zusammengetragen hat. Die Wildblumen Skiathos`sind das Thema. Ganz wunderbar fanden wir, dass der Autor selbst das Buch persönlich zu uns gebracht hat. Wir haben uns noch sehr nett unterhalten. Ein echtes Highlight. Hier findest du den Link zu seiner Homepage.

Aber auch die Touristen, die einen Hotelurlaub ohne sportliche Aktivitäten verbringen wollen werden die Insel mögen.
Man benötigt nicht unbedingt einen Mietwagen. Der Inselbus verkehrt regelmäßig zwischen Skiathos Stadt im Osten  und Koukounaris im Westen.
Das Angebot an Restaurants und Tavernen ist sehr groß und beschränkt sich nicht alleine auf die Hauptstadt. Überall auf der Insel kann man ausgezeichnet speisen.
Für jeden Geschmack und Geldbeutel findet man hier das passende Restaurant, von Pommesbude bis Sterneküche.
In Skiathos Stadt lohnt es sich am alten Hafen einfach mal zu verweilen und das Geschehen um sich herum zu beobachten. Ein paar Mezes, ein Bier, zurücklehnen und die Show genießen. Es wollen auch unzählige kleine Gässchen erkundet werden.
Die Einkaufsstrasse Papadiamantis ist der Dreh- und Angelpunkt. Hier kriegst du alles vom Nippes über Designerklamotten , Kippen, Alkohol bis hin zu Aspirin und Badelatschen. Diverse Bars, Restaurants und Cafés findest du auch. Es gibt natürlich auch die wichtigen Einrichtungen wie Banken, Bankautomaten und die Post.
Unser persönliches Highlight ist das Kino. Du denkst jetzt Kino, ja klar…… aber falsch gedacht. Es handelt sich hier nämlich um ein Open Air Kino. Es laufen aktuelle Filme. Das ist ok. Wer es auf diese Insel schafft, der hat meistens noch im Hinterkopf, dass der Film “ Mamma Mia „ hier zum Teil gedreht wurde. Dieser Umstand reicht aus, seit Jahren den Film regelmässig zu zeigen….jetzt auch den zweiten Teil.
Ich möchte erwähnen, dass es sich nicht einfach nur um das Zeigen des Filmes handelt. Dieser Film wird zelebriert.
Zum Einstieg läuft der Soundtrack. Du holst die noch Getränke und nimmst Platz.
Während des Films sorgen die Angestellten für Stimmung und animieren die bekannten Tanzschritte und Moves mit zu tanzen. Meeeeeeeega witzig und unterhaltsam. Das ganze Kino singt lautstark mit. Und immer wieder werden einzelne Szenen durch Aktionen der Angestellten unterstützt. Letztendlich ist der Film eine riesen Party und macht richtig Laune (jedenfalls der erste Teil, den zweiten haben wir dort noch nicht gesehen……es war ständig ausverkauft).
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Viel zu schnell geht so ein Urlaub vorbei und findest dich am Flughafen wieder. Ratz fatz sitzt du wieder im Flieger nach Hause. Noch kurz ein Stoßgebet zum Himmel, dass der Pilot auch wirklich genug Schwung zum Abheben nimmt ……. ihr erinnert euch an die nassen Füße, wenns schief geht….. und schon lässt du diese wunderbare Insel mit all ihren Facetten hinter dir.
Kalo Taxidi ! ….und bis zum nächsten Mal!

 

Greek Delights: süßes Hefebrot mit frischen Feigen

Feigensaison in Griechenland. Unsere Vermieterin brachte uns ihre letzten selbst geernteten Feigen. Wir lieben Feigen.
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Ich habe ein süßes Hefebrot gebacken, ein Tsoureki. So ganz traditionell ist das Rezept nicht, denn einige der Gewürze habe ich einfach nicht da gehabt.

Zutaten:
* ca 250gr Mehl
* 1 Ei für den Teig + 1 Eigelb zum Bepinseln
* Milch
* 1 EL Butter, zerlassen
* etwas Olivenöl
* 1/3 Tütchen Trockenhefe
* Zimt nach Geschmack
* Zucker + etwas extra Zucker für das Finish
* Frische Feigen, klein geschnitten

Die Mengen sind alles „Circa“ Angaben. In der Ferienwohnung gibt es keine Waage oder Messbecher. Es funktioniert trotzdem problemlos. Tastet euch einfach ran.
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Die Zutaten zu einem geschmeidigen Teig zusammenkneten. Je länger man knetet, desto elastischer wird der Teig.
Abdecken und ca 1/2 Stunde gehen lassen.

Teig zu einem runden Fladen ausrollen, der ca 1 bis 11/2cm dick ist.
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Die Feigen auf der Fläche verteilen und vom Rand her den Teig einschlagen. Dann noch den Rand mit dem Ei bepinseln, mit Zucker bestreuen und im Ofen bei 180 Grad backen bis die Oberfläche goldgelb ist.
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Am besten schmeckt das Hefebrot noch lauwarm. Dazu habe ich etwas Butter gereicht. Noch einen Frappé dazu, köstlich!
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Kali Orexi!

 

Greek Delights: Feigen in Hülle und Fülle – Pfannkuchen mit Feigen, Thymian, Honig und Joghurt

Hach, da ist der Urlaub doch schon gefühlte Wochen vorbei. Dabei war es erst letzte Woche, dass wir mit dem Popo im warmen Sand saßen und unsere Bahnen durch unsere Lieblingsbucht gezogen haben.
Jetzt sitze ich wieder zu Hause, der Kamin prasselt vor sich hin. Ich weigere mich die Heizung einzuschalten. Es ist doch gerade mal erst der 1. Oktober…… fieser Graupel hämmert ans Fenster. Wer hat das Wetter kaputt gemacht?

Ich hole euch und mir den Sommer zurück. Ist ganz einfach. Schnell zubereiten und beim Geniessen die Augen schließen und an Sommer und Meer denken. Das hilft!
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Pfannkuchen mit karamellisierten Feigen, Thymian, Honig und Joghurt

Zutaten:
* frische Feigen, halbiert
* 3 Eier
* Mehl
* Milch
* 1/2 TL Backpulver
* TL Butter (oder Olivenöl)
* Zucker
* Zimt
* Thymianblättchen
* griechischen Joghurt

In  einer Schüssel die Eier verkleppern, Milch dazu geben, Mehl hinzufügen, bis ein Pfannkuchenteig entsteht. Etwas Zucker, Zimt und Backpulver, verrühren und einen Moment stehen lassen, damit der Teig quellen kann. Evtl. später nochmal mit Milch oder Mehl zur richtigen Konsistenz verhelfen.
In der Zwischenzeit eine Pfanne auf mittlere Hitze bringen. Butter zerlassen und etwas Zucker einstreuen. Die Feigen mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne legen und karamellisieren lassen.
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Dann die Hitze reduzieren  den Teig einfüllen und stocken lassen.
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Wenn der Teig an der Oberfläche nicht mehr wabbelig ist, vorsichtig den Pfannkuchen wenden. Das geht prima, wenn man einen Teller zur Hilfe nimmt, den Pfannkuchen drauf stülpt und anschließend wieder in die Pfanne gleiten lässt.
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Mit Thymianblättchen bestreuen und auf einem großen Teller anrichten.
Es sieht besonders schön aus, wenn man Kuchenstücke aus dem Pfannkuchen schneidet und separat auf einem Teller serviert. Genial schmeckt zum süßen Pfannkuchen ein Klecks griechischer Joghurt mit einem Teelöffel Honig verfeinert.
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Glaubt mir, da ist der Sommer sofort wieder da!

Kali Orexi!

Genervt!

Fussball? Nebensache. Zugegebenermaßen eine peinliche Nebensache.
Aber mal ehrlich, hat sich das nicht schon von Anfang an abgezeichnet?

Egal, ich hab 2 Baustellen, die mich kolossal annerven.
Auto und mein Roller.
Fahr Fahrrad! Ja genau das hat mein Kollege auch gesagt….. damit ist das Problem aber nicht behoben.
Endlich habe ich meinen geliebten Roller hier. Bestimmt 5 Jahre stand er unbenutzt in der Garage meiner Eltern. Jetzt kann er endlich wieder fahren. Doch bevor das der Fall war, habe ich etliche Hürden nehmen müssen, müssen lassen.
Lassen, weil mein Mann sich dankenswerterweise um den Papierkram gekümmert hat.
Die letzten Jahre sprang der Roller immer sehr schlecht bis gar nicht an.
Mit Kickstarter habe ich es gar nicht weiter probiert, weil der Tritt echt blöd platziert ist und man sich sehr leicht die Haxen ramponiert.
Also Termin in der Werkstatt. Inspektion, TÜV, alles war kein Problem.
Der Roller sprang an (im zweiten Anlauf) und ich konnte von der Werkstatt nach Hause fahren.
Aaaaaaah, dieses Gefühl von Freiheit…..ich liebe es.
Am nächsten Tag auf die Arbeit, super……. nachmittags nach Hause, der Roller sprang nicht an. Gleiches Verhalten wie die Jahre zuvor. Egal was ich versucht habe, das Ding sprang nicht an.
Mittlerweile hatten das auch ein paar Kollegen mitbekommen, ratlos standen wir um den Roller. Dann kam unser „Schrauber“ und fand den Fehler sofort. Zündkabel lose. Draufgesteckt, gestartet…..angesprungen, nach Hause gefahren.
Am nächsten Morgen, Roller sprang nicht an …… Kabel ganz ab…… so eine Scheisse. Zähneknirschend ins Auto gestiegen. Gegrübelt, warum das Kabel immer wieder aus dem Stecker rutscht.
Eigentlich ne logische Sache: Roller ist 18 Jahre alt. Das Zündkabel war schon immer knapp bemessen. Durch die Versprödung und das Austreten von Weichmachern im Kabel wurde das Kabel immer steifer und rutschte eben wegen der fehlenden Zentimeter und der Krümmung aus dem Stecker.
So, jetzt kannst du nicht mal eben das Kabel  abschrauben und ein neues dranmachen. Zündspule und Kabel sind vergossen, und wie das beim Roller so ist, du kommst wegen der Verkleidungen nirgends vernünftig dran.
Also die Zündspule ausgebaut. Ersatz? Nicht einfach so.
Originalteil gibt es nicht mehr. Letztendlich haben wir online ein Zündkabel Adapter bestellt, mit dem man 2 Kabel verbinden kann.
Eingebaut, Roller läuft!!!!!
Der Spaß geht weiter.
Mein Auto hat neue Bremsen bekommen. Verschleißteil, ganz klar, muss hin und wieder mal erneuert werden. Gesagt, getan, neue Bremsen.
Ich steige morgens ins Auto, weil der Roller mal wieder nicht ansprang (siehe oben).
Schlage das Lenkrad ein und fahre los. Fürchterliches Quietschen, sorry an die Nachbarn, die ich vermutlich aus dem Schlaf gerissen habe.
Nun, ich musste ja los. Also das Quietschen ging nicht weg. Ganz schlimm beim Einlenken nach rechts, beim Bremsen, also quasi Dauerzustand.
So ein Mist.
Wieder in die Werkstatt. Die nette Dame am Empfang verzog das Gesicht als ich auf den Hof fuhr. Ja, ich weiß, kein schönes Geräusch.
Der Werkstattmeister nahm das Auto mit.
Nach einer halben Stunde kam er wieder vorbeigefahren….Probefahrt. Quietscht immer noch! Weiter 20 Minuten warten, der Werkstattmeister macht die zweite Probefahrt, Auto quietscht!
Nach weiteren 20min warten, dritter Versuch…… Stille! Gott sei Dank.
Erklärung für dieses unsägliche Geräusch, da waren kleine Steinchen zwischen Bremsscheibe und weiß nicht, wie das Ding heißt. Er hat alles rausgepopelt. Der letzte Stein versteckte sich hinter irgendeinem Blech, wofür er die ganz Bremse zerlegen musste um es zu finden.
Jedenfalls ist jetzt Ruhe!

In diesem Sinne: Gute Fahrt all denen, die mit ihren Gefährten auf Deutschlands Straßen unterwegs sind!

DIY: Tomatenhaus 2.0

Unser erstes Tomatenhaus hatte im letzten Jahr die Feuerprobe bestanden. Nur der Standort war nicht so optimal, weil man nur von der schmalen Seite an die Pflanzen kam. Das hatte zur Folge, dass die Pflanzen nicht vernünftig ausgegeizt werden konnten und das die Ernte etwas einschränkte. Der Nachbar hatte, während wir im Urlaub waren, auch keine Böcke in das enge Häusle zu krabbeln und die Pflanzen zu wässern.
Das Tomatenhaus steht jetzt bei der Nachbarin, die sich darüber sehr gefreut hat.

Mein Mann hat sich sofort an das neue Projekt: Tomatenhaus gemacht.
Ein brachliegendes Beet ist der vermeintlich perfekte Standort.
Die Vorarbeit habe ich geleistet, alle Blumenzwiebeln sind raus, die Büsche entfernt und auch verbliebenes Wurzelwerk sorgfältig ausgegraben. Die Pfostenschuhe warten auf das Einschlagen, die Zeichnung ist fertig, Maße müssen noch übertragen werden…… ach ja, das Holz fehlt noch. Ob das alles noch vor der Ernte fertig wird, wage ich zu bezweifeln. Wir werden sehen.
Es gibt ein Update:
Die Pfostenschuhe sind im Boden, die Pfosten (Vollpfosten) sind gekauft.
Nächste Schritte: Pfosten auf Maß bringen und mit Holzschutz versehen…. dann anschrauben.
Ich habe die Hoffnung, dass bis zum Wochenende das Gestell fertig ist.
Weiteres Update:
Und, oh Wunder, am Mittwochnachmittag schlich der Nachbar mit der Kappsäge unterm Arm durch die Gartentür in unseren Garten. Mein Man trabte los, holte Werkzeuge und Bauplan. Ich bekam die Aufgabe, den unteren Teil der Pfosten zu streichen, weil man da später nicht mehr dran kommt.
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Gesagt getan…..dann hab ich mich vom Acker gemacht und die Herren schaffen lassen.
Ich muss sagen, das Ergebnis gibt Anlass zur Hoffnung.
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Tomatenhaus? Ich würde sagen „Tomatenresidenz“.
Stabil, formschön präsentiert sich das Grundgerüst.
Meine Aufgabe……streichen…… und das Dach vorbereiten.
Erledigt. Jetzt können wir über weitere Schritte nachdenken.
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Ich finde, ich sollte euch die Fortschritte nicht vorenthalten.
Sollte sich jemand für den Bauplan interessieren, mailt mich an.

Wenn ihr glaubt, das wär´s jetzt gewesen….. nö.
Die Bepflanzung fehlt ja noch und, ganz wichtig, eine Dachrinne.
Da der Boden nicht so überragend toll ist, habe ich mich für Pflanztöpfe entschieden, die im Boden eingelassen sind.
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Dazu habe ich ausreichend große Töpfe genommen, den Boden mit der Stichsäge rausgeschnitten und im Boden eingegraben. Das sieht sauber aus und man kann das Ganze noch optisch mit ausgebrachtem Mulch aufwerten. Der Schritt fehlt noch.
Hier also die Steps im Überblick.
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Ein weiterer Tipp, grabt in direkter Nähe zum Wurzelballen einen kleinen Pflanztopf ein. Das erleichtert das Bewässern wenn der Boden nicht so ganz eben ist. Sonst läuft euch das Gießwasser sonstwo hin nur nicht an die Pflanze….  :0)

Die Dachrinne macht Sinn, weil das Tropfwasser sonst unschöne Pfützen verursacht…. ausserdem steht die Wassertonne eh in unmittelbarer Nähe und das Wasser kommt sehr gelegen. Wir haben in der Tonne eine kleine Schmutzwasserpumpe versenkt. So kann man das aufgefangene Wasser direkt wieder den Pflanzen zuführen.

Der nächste Schritt wird noch ein kleiner, portabler / flexibel anzubringender Schutz gegen zu viel Regen und eventuellen Kälteeinbruch sein. Die Ideen reichen von Doppelstegplatten bis hin zu einer textilen Lösung. Ich werde berichten.

Gruss!