Strasbourg, Capitale de Noel

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Ja, das isse wirklich!
Opulent, strahlend, festlich, verrückt, blinkend und glitzernd……so lässt sich Strasbourg zur Vorweihnachtszeit beschreiben.
Geplant vor über einem Jahr, ausgelöst durch die Erzählungen einer Kollegin und einen Blogpost, der mich fasziniert hat.
Ich hatte mich noch nie damit befasst, Strasbourg…..ok, ich wusste, das liegt in Frankreich, im Elsaß. Elsaß, da soll man gut essen können und das Warenangebot in den Supermärkten soll Fein- und Leckerschmecker in Verzückung versetzen. Klingt klasse!
Nun gut.
Für 2016 war die Zeit zu kurz zum Buchen, also mal für 2017 planen.
Hotels zu dieser Zeit unverschämt teuer oder du bist soweit ausserhalb, dass es keinen Spaß macht.
Also schauen wir bei Ferienwohnungen in Schlagdistanz zur Innenstadt, möglichst mit Anbindung durch die öffentlichen Verkehrsmittel in der Nähe. Du willst ja auch dein Auto irgendwo abstellen ohne dich groß um Parktickets etc kümmern zu müssen. Mit jedem dieser Punkte dezimiert sich das Angebot. Der finale Schlag ist, wenn du 2 Zimmer brauchst und mit 4 Personen anreist.

Ich bin fündig geworden. Wir haben über die Plattform Fewo schon viele Unterkünfte gebucht und somit hatte ich keine Bange, dass das nicht klappt. Die Konversation mit dem Besitzer war unproblematisch und sehr freundlich.
Check:
– 2 Zimmer
– mit Frühstück
– Parkplatz
– Tram Haltestelle unweit
– 3 Haltestellen bis zur Innenstadt
– notfalls Bäcker und kleiner Supermarkt um die Ecke

Endlich war es soweit.
Ein verlängertes Wochenende, von Freitag bis Sonntag. 4 gut gelaunte Personen mit kleinem Gepäck und großen Kühltaschen machten sich auf den Weg.
Die Anreise verlief problemlos, erster Stop ein großes Einkaufszentrum mit riesigem Supermarkt.
Aaaaaaaaaaah, das Warenangebot übertraf meine Erwartungen. Problemlos hätte man hier viel Geld ausgeben können.
Die Franzosen verstehen was von Genuß. Alleine das  Angebot an Käsesorten, Wurst und Pasteten, Brot, Baguette und Patisserie war der Knaller. Der Duft von frisch gebackenem Brot, das machte schon Laune.
Es wanderten einige Käsesorten, Wein und andere Leckereien in den Einkaufskorb, bevor es zum zweiten Supermarkt ging.
Der Markt war kleiner aber nicht minder gut ausgestattet. Auch hier haben wir uns mit allerlei Leckereien eingedeckt.
Nun aber schnell zur Unterkunft, die nicht weit entfernt war.
Wir wurden dort sehr herzlich empfangen und konnten unser Auto auf dem Garagenhof abstellen. Sehr schön.
Kurz die Zimmer verteilt, frisch gemacht und schon waren wir auf dem Weg nach Petit France.
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Es war schönes Wetter, also gingen wir zu Fuß. Die Empfehlung des Vermieters lag ganz klar auf der Hand. Lieber heute anschauen, bevor Samstag und Sonntag die Touristenschwärme einfallen.
Es war wunderbar! Die Sonne kam noch raus und bescherte uns perfektes Licht zum Fotografieren.
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Je dunkler es wurde, desto mehr rückte die opulente Beleuchtung in den Vordergrund. Die Fachwerkhäuser waren wunderschön und sehr individuell geschmückt. Ein Haus schöner als das andere, eine Beleuchtung ungewöhnlicher als die andere.
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Wunderbarer Vin Chaud, der im Vergleich zur deutschen Glühweinplörre ein wahrer Gaumenschmaus ist. Knusprig gebackene Brezeln, Hefe Maennele,  wundervolles Pain d´Épice (Lebkuchen) und Gebäck aller Art.
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Während man in Deutschland Handyschalen und anderen nutzlosen Killefit feilgeboten bekommt, stößt man hier auf Kunstgewerbe und wahre Weihnachtsdeko. Eine Wohltat für die Augen.
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Hier reiht sich ein Weihnachtsmarkt an den nächsten. Jeder Stadtteil hat seinen eigenen und die engen Strassen mit den hübsch geschmückten Häusern verbinden alles zu einem einzigartigen Lichtermeer.
Hier ein paar Impressionen:
strasbourg22strasbourg06strasbourg07Am Freitag war es vergleichsweise ruhig in den Gassen, am Samstag schoben sich die Massen durch, dicht an dicht. Notiz an mich selber und alle, die einen Besuch in Strasbourg planen:
– meidet Samstag und Sonntag
– reserviert rechtzeitig einen Tisch, wenn ihr im Restaurant essen wollt.

Und wie wir so Richtung Münster gehen und noch einen Glühwein trinken, die ganzen Lichter um uns herum, der Duft nach Gebackenem in der Nase, keimt der Wunsch auf, jetzt könnte es doch schneien.
Ohne scheiß, kaum ausgesprochen fing es an zu schneien. Zuerst in dicken Körnern, dann in Flocken…… was geht denn jetzt ab?
Völlig durchnässt, weil wir damit ja nun wirklich nicht gerechnete haben, sind wir in ein sehr nettes Restaurant geflüchtet. Das war am Freitag und wir bekamen problemlos einen freien Tisch im Le Thomasien in Petit France.
Deftige Elsässer Küche und ein wirklich nettes Ambiente bescherten uns einen tollen Abend. Die Bedienungen waren super nett und das Essen schmeckte ausgezeichnet.

Wir Mädels hatten die Röstis in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Die Röstis waren geraspelte Kartoffeln in einer Auflaufform, saftig in Soße, sehr lecker gewürzt und schlußendlich mit Käse überbacken. Sehr sättigend und fein! Die Männer hatten Flammkuchen und geschmortes Fleisch mit Kartoffeln. Dazu tranken wir ein zünftiges Weihnachtsbier.
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Preis-Leistung stimmten hier absolut!
Zufrieden, satt und müde sind wir zurück in unsere Unterkunft um gestärkt in den nächsten Tag zu starten.
Unsere Übernachtung beinhaltete auch ein Frühstück. Wir hatten keine großen Erwartungen und wurden mit einem tollen und reichhaltigen Frühstück überrascht. Gemütlich in der Küche der Vermieter sitzend, bei Kaffee, Croissants, Baguette und Käse, Honig, Marmelade und frischem Obst stärkten wir uns für den Tag.
Samstag.
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Busse karrten Touristen an und man bekam kein Bein mehr auf den Boden. Unser Ziel hieß der Laden der Firma : La Belle Iliose, Fischkonserven.
Von dem Erlebnis mit dem vergoldeten (teuren) Sardinenbrot hatte ich ja berichtet. Und wie es der Zufall so wollte befand sich ein Laden in einer der Haupt Einkaufsstrassen. Darauf hatten wir uns wirklich gefreut. Der Laden war nicht sonderlich groß aber fantastisch ausgestattet. Ein Mekka für Freunde der konservierten Meeresbewohner.
Großeinkauf weil, übers Internet sind die Dosen viel teurerer, und die Dosen sehen einfach sensationell aus, das schreit nach Kunst!
Eine kurze Rast in einem sehr coolen Bistro, dem Jeannette et les Cycleux. Mal eben aufwärmen und einen Happen essen, genau das Richtige.
Auch hier war der Glühwein exzellent. Wir bestellten Quiche Lorraine und weil ich es unbedingt mal probieren wollte Foie Gras. Es schmeckte super. Die fröhliche Atmosphäre, die ungewöhnliche Deko und das gute Essen können wir bedenkenlos empfehlen!

Um aus dem Trubel zu entkommen entschlossen wir uns, mal zum Europaparlament zu fahren. Dort angekommen fanden wir das Gebäude nicht gerade weltbewegend und da wir auch keine Besichtigung planten, liefen wir nur mal draussen längst und stiegen wieder in die Bahn Richtung Innenstadt.
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Nach einer kurzen Siesta fuhren wir zum Essen erneut in die Stadt. Tja, das Debakel hätten wir uns sparen können, wenn wir einen Tisch reserviert hätten. Es war voll! Vor den Restaurant lange Warteschlangen und keine Chance auf einen freien Tisch.
Wir suchten ewig und gaben dann auf. Etwas abseits des Trubels stießen wir auf eine kleine Brasserie, die tatsächlich noch einen Tisch frei hatte. Das Essen war so lala, nicht schlecht, aber auch nicht so schmackhaft wie am Abend zuvor. Also traten wir die Heimfahrt an und tranken in unserer Unterkunft noch ein Glas Wein zum Ausklang eines wundervollen Wochenendes.

Kurze Zusammenfassung und Tipps:
– Besuch (zur Weihnachtsmarktzeit) unter der Woche bis maximal Freitag, dann ist es nicht zu voll
– öffentliche Verkehrsmittel sind recht günstig, 24h Ticket oder Gruppeticket
– Tisch im Restaurant vorher reservieren, vor allem, wenn du am Wochenende einen Restaurantbesuch planst
– Käse, Wurst, Gebäck, das sind alles tolle Mitbringsel zu angemessenen Preisen
– Vin Chaud, die leckerste Alternative zu unserem Glühwein!

Wir haben unsere Übernachtungen über Fewo direkt gebucht.
Das muss jeder für sich selbst entscheiden, welchen Komfort er haben möchte.
An unserer Unterkunft gab es nichts auszusetzen. Picobello sauber, gut zu erreichen, mit ausgezeichnetem Frühstück und sehr freundlichen und netten Vermietern.

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Times are changing……..

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Alles ist im Umbruch!
Nein, das wird kein trauriger Post, keine düsteren Gedanken, kein depressives Gesülze.
Die Zeiten ändern sich und das ist auch gut so.
Natürlich ist nicht alles immer nur lustig und fröhlich, aber das gehört dazu.
Änderungen sind auch spannend. Bevor sich alles zusammenfügt und man mit einer Situation zurecht kommt, geht man durch einen Nebel von Ungewissheit und Zweifel.
So geht´s mir grad. Ich muss den Weg aber nicht alleine gehen, Familie und Freunde, Nachbarn und Kollegen helfen mir dabei.

Eine große Veränderung steht ins Haus. Nach mehr als 31 Jahren habe ich meinen Job gekündigt und beginne was Neues.
Wie kann man so blöd sein, mag jetzt der eine oder andere denken…..
Aber jede Veränderung hat ja auch einen Grund.

Seit mehr als 13 Jahren pendeln mein Mann und ich. 52 Wochen im Jahr 500km mal er, mal ich das sind über die Jahre knapp 338.000km auf einer von Deutschlands beschissensten Strecken, der A45. In den letzten Jahren haben wir ALLE Brückensanierungen begleitet, inklusive Staus, Unfälle, Schlechtwetter, unfähige Autofahrer und was sonst noch so für Verzögerungen sorgen kann.
Ein Auto verschlissen, ein Unfall (nur Blechschaden, ich war  nicht schuld), unzählige Pipi-Stops an Raststätten, Tobsuchtanfälle, verschütteter Kaffee, unzählige Male Schokoladenflecken beim Essen von Magnum Eis, Süßigkeitenpapierchen in allen Ritzen, Kleingeldgeklimper in der Konsole, zerkratzte CD´s …. die Liste könnte endlos weitergehen.
Die Zeit, die wir auf der Autobahn verbracht haben beläuft sich auf mehr als 13 Tage !!!! Verlorene Lebenszeit, Vergeudung, echter Mist, Zeit wo man keinen Spaß hatte.

Jetzt ist Schluß! Wir werden künftig ein gemeinsames Leben führen und wir freuen uns drauf.
Wir werden ein richtiges Leben führen können, das nicht in das enge Korsett eines Wochenendes gepresst werden muss.

Die neue Arbeitsstätte ist gefunden und ich freue mich auf neue Kollegen und  ein neues Aufgabengebiet. Die Ungewissheit, ob denn auch alles so reibungslos klappen wird stelle ich hinten an. Von diesen Gedanken lasse ich mich nicht runter ziehen. Ich bin bis jetzt mit allen Widrigkeiten zurecht gekommen, habe in den langen Jahren viel erlebt. Angst habe ich nicht.

Von den alten Kollegen Abschied zu nehmen ist schwer. Meine Arbeit hat mir auch immer Spaß gemacht und ich lasse meine Projekte nur ungern zurück weil ich weiß, ich bin einzigartig! Das klingt selbstgefällig? Ja klar, ich weiß was ich kann und das muss mir erst mal einer nachmachen! Jetzt muss ich doch mal bissig werden: jeder ist ersetzbar, es weint dir keiner hinterher.
Die Zeit läuft runter, der Schreibtisch ist weitgehend ausgeräumt, ich verabschiede mich schon von den einen oder anderen langjährigen Wegbegleitern. Nur noch 3 Tage und der Rest von heute…..

Times are changing, life is running fast!

Platz schaffen – aufatmen

Wir sind im Stress!
Mach mal aus 2 kompletten, (über)voll ausgestatteten Haushalten einen einzigen.
Das ist hart und total Nerv tötend.
Du musst dich ja nicht nur um die Möbel und deren Inhalt kümmern aus der Wohnung wo du ausziehst, sondern auch um die Möbel und den Inhalt, wo du einziehst.
Und obwohl wir schon sehr lange an der Zusammenlegung arbeiten, kam der endgültige Zeitpunkt jetzt doch irgendwie überraschend. Kurzum, wir haben es lange einfach schleifen lassen, gebummelt und jetzt drängt es plötzlich.

Also erstmal Platz schaffen.
Du willst ja nicht alles wegwerfen. Das mögen wir nicht, Nachhaltigkeit steht immer im Vordergrund und deshalb muss ganz viel im Vorfeld unter die Leute gebracht werden.
Es ist schon sehr viel weg, aber trotzdem packt mich mit jeder Schranktür, die ich öffne, wieder die Panik.

Einer der ersten Schritte: der Kleiderschrank
IST Zustand 3,50m Kleiderschrank –> mein Mann;  50cm –> ich (ehrlich! inkl einer kleinen Kommode)
Also musste ich mir was überlegen um die Aufteilung zu optimieren und mit einer Neuordnung, inklusive Sichten und Aussortieren für eine neue Verteilung sorgen.
Da kam mir ein Ausspruch meines Mannes in den Sinn, dass man beim Bund alles auf A4 Format gefaltet hat. Also mal schnell ein Klemmbrett geschnappt, maß genommen, passt, angefangen die Shirt und Pullis auf Maß zu bringen.
Ja, ich hab jedes einzelne TShirt, jedes Langarmshirt,  jeden Pulli, jedes Sweatshirt in der Hand gehabt. Begutachtet, aussortiert oder für „noch gut“ befunden, gefaltet und wieder weg gesetzt.
Das war eine echte Kackarbeit, so hatte ich mir meinen freien Tag nicht vorgestellt…..nix mit chillig auf der Couch sitzen und im Garten den Pflanzen beim Wachsen zusehen.
Im Endeffekt hat sich aber richtig gelohnt.

Für alle, die einen Schnellkurs benötigen, habe ich die Faltanleitung zusammengestellt.

Ach ja, der Schrank hat plötzlich Kapazitäten frei gegeben…….. die gilt es jetzt geschickt weiter auszunutzen.
Vorher / Nachher

Zudem haben wir uns erfolgreich von Nähmaschinenschrank und etlichem Kleinkram getrennt. Kistenweise habe ich Haushalts- und Küchenkrempel verscheuert, an Freunde verschenkt und die Mülltonne gefüllt. Ballast abzuwerfen ist wirklich befreiend!!!! Ich danke mit diesem Impuls der lieben Maike von Flower & Candies, die mit ihrem Artikel bei mir den Wunsch ausgelöst hat etwas zu tun.
Mir fällt es sehr viel leichter mich von Dingen zu trennen, die mir nicht wirklich was bedeuten oder wo eine Geschichte dran hängt.
Mein Mann ist da sehr viel dünnhäutiger. Aber gemeinsam finden wir einen Weg, damit sich jeder gut fühlt.

 

Food Professionals – der Bloggerday

(dieser Blogpost enthält Werbung)

Jetzt wird´s aber Zeit für die Aufbereitung …… schäm, ich habs echt vor mir her geschoben, weil der Tag nicht einfach so in einen kurzen Blogeintrag passen will. Außerdem finde ich es nur anständig, ihm einen würdigen Rahmen zu verleihen.
Ich berichte aus meiner eigenen Sicht und gebe meine ganz persönlichen Empfindungen wieder.

Aber von vorne.
Huch, eine Einladung? Von wem ? Food Professionals? Nie gehört…….
Nun, dann mal recherchieren um was es sich handelt und was die da so machen. Wie kommen die ausgerechnet auf mich, wo es doch hunderttausende Foodblogs gibt, die richtig groß sind und das auch schon sehr lange machen……

Es sollten Firmen da sein, mit deren Produkten man in ausgelosten Gruppen mit anderen Bloggern kleine Gerichte zaubern sollte.
Die Liste der Firmen las sich, nun ja, wie soll ich es sagen, es waren Produktnamen, an denen ich im Supermarktregal teilweise schnell weiter gehe. Ich mag keine Fertigprodukte mit viel Chemie drin und es gibt nur ganz wenige Ausnahmen, wo ich auch mal bei Convenience zugreife.
Zudem kommt noch, dass ich bei Fertigprodukten hin und wieder darmtechnisch ungünstig reagiere (das ist der Hauptgrund).

Krüger
Brandt
Lactalis (Salakis, Galbani, Président)
isi
Henglein
Wiesenhof

Aber warum sollte man dem Ganzen nicht eine Chance geben und außerdem wollte ich ja auch neue Leute kennenlernen und mich mit ihnen austauschen.
Also ging es an einem Samstagmorgen gut gelaunt nach Sprockhövel. Der Empfang bei den Food Professionals war sehr herzlich und man kam bei einer Tasse Kaffee und einem Frühstück schon gleich mit den Bloggern und den Repräsentanten der Firmen ins Gespräch. Die Atmosphäre war sehr locker und entspannt. Die ersten Kameras wurden ausgepackt und schon startete das Event mit der Vorstellung der Food Professionals.
Sehr interessant, ich hatte mir noch nie wirklich Gedanke darüber gemacht, wie der Weg von eine Produktidee bis hin zur Markteinführung verläuft.
Als nächstes folgte ein überaus interessanter Vortrag über Foodtrends mit ausführlichen Erklärungen  und Beispielen.
foodprof14Nachdem die Vortragsreihe abgeschlossen war, erklärte man uns die Vorgehensweise des eigentlichen Cooktogethers.

Es waren 5 Stationen an 5 gut ausgestatteten Küchenzeilen aufgebaut: Wiesenhof, Krüger, Brandt, Lactalis (Salakis, Galbani, Président) und Henglein. Die Firma isi war allgegenwärtig und stand eigens mit einem Koch und unzähligen Tips und Tricks für alle bereit.
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Für jede Firma waren noch 1-2  Mitarbeiter anwesend, die zum einen als Schnibbelhilfen parat standen, sich aber auch mit den einzelnen Produkten bestens auskannten und Fragen dazu beantworten konnten.

Es standen 3 Runden bevor.
Die Zubereitungszeit betrug jeweils 60min und angerichtet werden sollten 20 kleine Portionen.
Danach folgte die  Vorstellung der Gerichte und die angeschlossene Probierrunde.
Man konnte ausgiebig testen, schlemmen, es folgte das eine oder andere aaaaaaaaaaaaah und oooooooooooooooooh. Fotografieren nach Herzenslust, es gab eigens dafür eine Ecke mit allerlei Equipment  und einen Fotowürfel um die Gerichte ins rechte Licht zu rücken. Toll organsiert.
Den ganzen Tag wurden wir von einem sympatischen Foto / Video Team begleitet, die wirklich ganz tolle Arbeit geleistet haben. Danke Jungs!
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foodprof18So, das war jetzt viel Blabla, jetzt mal zum Wesentlichen! Du willst Fotos sehen!
Ja! Hier sind sie!
Ich spreche jetzt mal aus meiner Sicht und den Gerichten, die wir in der kürze der Zeit improvisiert zubereitet haben.

Henglein
… mit Genevieve und Daniela von stylingkitchen.com
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Ich  verwende bis jetzt immer nur den Reibekuchenteig, den wir wirklich lecker finden, weil er ohne weitere Gewürzzugabe super schmeckt.
Die Idee zu den Produkten war, quasi einen Veggieburger zu kreiieren. Reibekuchen sollten als Bun dienen. Es gab einen Kürbisketchup geben und der eigentliche Belag bestand aus einem Kürbisragout und als frische Note noch etwas Rucola und einem angemachten Frischkäse.
Die angedeuteten Pommes waren aus angebratenen Schupfnudeln an einem Tomatenragout.

Wir hatten wirklich viel Spaß beim Bruzzeln und Schnibbeln und das Ergebnis war total lecker und sah auch noch ansprechend aus.
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Hier habe ich den Snack übrigens nochmal nachgebaut und das Rezept online gestellt, weil so lecker war!

Lactalis (Salakis, Galbani, Président)
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Als Griechenlandfan fiel es mir relativ leicht, aus der Produktauswahl ein leckeres Gericht zu kreieren. Meiner Mitstreiterin Regina vom Blog  Kochen aus Liebe ging es genauso und so haben wir in Kürze einen sehr schmackhaften Snack gezaubert. Zum Einsatz kam der Backkäse, den ich in Streifen geschnitten hatte. Damit der flüssige Käse beim Braten nicht ausläuft, wurden die Schnittflächen in Ei getunkt und in mit Chiasamen versetztem Paniermehl getaucht.
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Dazu gab es ein Mozzarella-Tomaten Schiffchen mit Balsamico Creme und einen wunderbaren Gorgonzola Schaum (aus dem isi) mit knusprigem Bacon. Hey, das war klasse!
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Brandt

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Die letzte Station war für mich die Firma Brandt. Sofort assoziiert man mit dem Namen trockenen Zwieback und Krankheit.
Nun, eigentlich hat sich an dem Trockenen nichts verändert. Man hat immer noch die furztrockene Basis, allerdings aufgewertet für den herzhaften Gaumen mit Tomate oder mediterranen Kräutern, für den süßen Zahn mit Schokoüberzug oder mit Kokos.
Das war schon eine Herausforderung, da Geschmack und Textur dran zu bringen.
Das Problem ist, der Zwieback ist entweder furztrocken oder zerfällt sofort matschig.
Wir einigten uns auf einen „Armen Ritter“ in einer würzigen Kräuter-Ei-Sahne Mischung gewendet und in der Pfanne goldgelb ausgebacken.
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Dazu gab es das klassische Bruscetta Tomaten- Ragout und zwei Klecksen Galbani Pesto Frischkäse.
Das war leckerer als gedacht und hat  angerichtet richtig was her gemacht.
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foodprof31Auch alle anderen Teams haben wahre Schätze auf die Teller gezaubert. Die angerichteten Teller sahen aus wie in der gehobenen Gastronomie und die Gerichte schmeckten himmlisch! Ich habe spontan den Geschmack der Champignonrahmsuppe auf der Zunge……….
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foodprof20Dazu beigetragen hat natürlich die exzellente Organisation der Food Professionals, die einen unerschöpflichen Vorrat an Zutaten (außer schwarze Oliven), Gemüse,  etc zur Verfügung gestellt haben und nicht zuletzt die Produkte der oben genannten Firmen.

Die Zeit verging wie im Flug.
Zum Abschluß der Veranstaltung konnten alle nochmal ihre Eindrücke schildern und sagen, was gut und was verbesserungswürdig war.
Frank von isi sprach ein großes Lob an die Teilnehmer aus und gestand, dass sich sein Bild von Foodbloggern grundlegend ins Positive gewandelt hat.

Die größte Überraschung wartete am Ausgang auf uns. Weihnachten, Ostern, Geburtstag, alles fiel auf diesen Tag!
Jede Firma stellte mit ihren Produkten gefüllte Goodie-Bags zur Verfügung. Damit hat keiner gerechnet. Alleine hätte man das gar nicht alles tragen können, zu zweit ging´s.
Ganz doll lieben Dank nochmal an:

Krüger
Brandt
Lactalis (Salakis, Galbani, Président)
isi
Henglein
Wiesenhof

Ein ganz besonderer Dank geht nochmal an die Firma Food Professionals, die dieses tolle Event auf die Beine gestellt haben. Es wäre super, wieder bei Gelegenheit dabei sein zu dürfen!

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Heute mal ein Beitrag ohne Bilder und Gedöns. Ja, ich kann auch sachlich!

Wir werfen viel zu viel weg! Wir denken nicht nach, wenn wir einkaufen gehen. Wir genießen das Privileg einfach in den Supermarkt gehen zu können und nach Herzenslust einzukaufen. Aber, Überangebot und Nachfrage bestimmen was täglich im Müll landet.

Wir durften am vergangenen Wochenende die Organisation foodsharing.de kennenlernen. Ein sehr informatives Gespräch mit einer super netten und engagierten Mitarbeiterin hat uns völlig neue Blickwinkel offenbart.

Was sich so einfach anhört ist ein Spießrutenlauf mit Behörden, Firmen und dem Gesetz.
Obst und Gemüse, was der Norm nicht zu 100% entspricht? Weg damit! Ein Apfel, eine Birne, die kleiner sind als ihre Kameraden? Weg! Eine Gurke, die durch ihre Krümmung aus dem Rahmen fällt? Weg! Samstagabend, nicht alles an Obst und Gemüse übersteht den Rest vom Wochenende, weg! In einem Netz Orangen ist eine mit schadhafter Stelle….. das ganze Netz, weg! Brot bleibt am Ende des Tages im Regal liegen? Weg!

Weg, heisst im Klartext, auf dem Müll, in den Container, Entsorgung.
Du liest richtig, wir werfen genießbare Lebensmittel einfach so weg!

Supermärkte stellen die Container unter Verschluß, damit keiner an die Lebensmittel kommt. Wegen Haftung und so nem Kappes.
Da geht einem doch der Schuh auf!

Jetzt kommen die Foodsharer ins Spiel.
Sie geben dem Handel, Händlern, Bauernhöfen und auch Privatpersonen die Möglichkeit, überschüssige Waren kostenlos von den Lebensmittelrettern abholen zu lassen. Gesammelt werden die Lebensmittel in Verteilschränken, deren Stellplätze du hier nachlesen kannst.  https://foodsharing.de/
Du selbst kannst auch mitmachen. Beispiel: Du willst in Urlaub, im Kühlschrank ist noch viel zu viel übrig. Alles, was noch nicht angebrochen ist, kannst du zur Verfügung stellen!
Aber auch der caritative Aspekt kommt nicht zu kurz. Hast du  schon mal drüber nachgedacht, wie viele Menschen sich Lebensmittel nicht leisten können?
Die Gründe sind vielfältig, das Resultat bleibt das Gleiche…… Ebbe in der Kasse, Verzicht steht auf dem Speiseplan.
Ganz besonders tragisch finde ich, wenn es ganz junge Menschen betrifft. Kinder, für die ein Stück Obst der Himmel bedeutet und die sich an den Geschmack gar nicht mehr richtig erinnern können.
Tja, das gibt es tatsächlich!

Diese engagierten Menschen kümmern sich in ihrer Freizeit darum, dass Lebensmittel, die irgendwo über sind (auch von Privatpersonen), in festen Verteilstellen den Bedürftigen zur Verfügung gestellt werden. Und ob ihr´s glaubt oder nicht, das Angebot wird dankend angenommen, sowohl von den Spendern als auch von den Empfängern.
Wir waren sehr beeindruckt und werden uns weiter informieren. Jeder kann in der Woche ein wenig Zeit opfern um Gutes zu tun!
Sei ein Lebensmittelretter!

Der Hinweis sei erlaubt, nicht nur für Bedürftige stehen die Verteilstellen zur Verfügung. Alle dürfen sich da bedienen, solange man den Sinn und Zweck respektiert und das System nicht ausnutzt.
Hauptsache, Lebensmittel werden nicht unnötig weggeworfen!
Infos und Termin auch über die Sozialen Medien  https://www.facebook.com/foodsharingdortmund/

Blaue Flecken im Schweden-Stil

Oh, wie ich mich ärgere! Ich ärgere mich über meine eigene Ungeschicktheit und schiebe die Schuld natürlich jemandem zu, der sich nicht wehren kann: Malm, das Bett.

Da muss ich weiter ausholen……Im schwedischen Möbelhaus hat mein Mann das Objekt vor vielen Jahren erstanden, da kannten wir uns noch nicht. Als ich kam, war ES schon da.
Komisches Design, so mit ewig breitem Rand rundum, dessen Sinn sich mir nie wirklich erschlossen hat. Zu schmal um etwas abzustellen, aber breit genug, dass sich Staub drauf sammelt, viel Staub!
Du merkst, dieses Ding hatte schon von Anfang an Konfliktpotential. Nun ja, junge Liebe, da arrangiert man sich. Die junge Liebe schritt voran und das Unheil, das Bett betreffend nahm seinen Lauf.
Eigenmächtig bestellte mein Mann eine neue Matratze. War so ein Internet Ding, über Gutscheinaktion, relativ günstig erstanden. Suuuuuuper bequem, so seine Ankündigung.
Aha, super bequem für wen? Jemanden, der sonst nur auf Steinboden schläft? Ich hab kein Auge zu gemacht, so unbequem hart war das Lager.
Frau weiß sich zu helfen, ein Topper musste her. Gesagt getan, schön weich und kuschelig und nur für meine Hälfte, für mich ganz allein. Ich schlief wie ein Stein, wunderbar.
Blöd nur, dass die Liegefläche jetzt zweistufig war. Und was denkste? Richtig, wir haben einen zweiten Topper gekauft und so im Nebensatz erwähnte mein Mann, dass ihm die Matratze auch zu hart sein. Ui!

Nun, in der alten Wohnung hatte das Schlafzimmer die Ausmaße eines Palastes und so beschränkte sich die Auseinandersetzung mit dem Bett aufs Staubwischen.

Nun sind wir schon ein paar Jahre im neuen Heim und das Verhältnis zum schwedischen Nachtlager wird stetig schlechter. Freunde sind wir schon lange nicht mehr. Warum?
Die Räumlichkeit hat sich etwas verkleinert. Der klotzige Rahmen von Malm ist nicht gerade förderlich und führt dazu, dass mein Schienbeine ständig in den schillerndsten Farben leuchten. Egal was du tust oder wie geschickt du versucht um die Ecke zu zirkeln, du bleibst an dem scheiss Bett hängen. Ich glaube es hat ein Eigenleben und bewegt sich selbständig.
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Zuerst dachte ich, dass ich nur ungeschickt bin. Jetzt hat mein Mann mir aber gebeichtet, dass auch er schon diverse Blessuren davongetragen hat.

So mein Freund (Malm!), deine Tage sind gezählt. Demnächst hast du ein Date mit Inbusschlüssel und Schraubendreher und dann wollen wir doch mal sehen, wer den längeren Atem hat!

Filigran, das musste erst mal nachmachen

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Der Herbst lässt sein goldenes Band….käse, das Gedicht lautet ja ganz anders…..
Egal, der Herbst ist schön! Der Herbst ist bunt! Ich mag den Herbst, wenn er nicht nur vom grauem Regenwetter und Kälte geprägt ist.
Wir können uns ja echt nicht beschweren, bis jetzt hatten wir ja echt Glück und konnten ein paar wärmende Sonnenstrahlen zusammen mit dem sich verfärbenden Laub genießen.

Und während ich so am Wuseln im Garten bin, hier und da noch Unkraut beseitige, frage ich mich: wo kommen eigentlich die ganzen Lampionblumen her? Eigentlich frage ich mich das jedes Jahr, denn ausgesät haben wir sie nie…. egal, sehen trotzdem schön aus. Jahaaaa, jetzt weiß ich auch, dass die jedes Jahr mehr werden, weil hunderte von kleinen Samen in den Früchten stecken und sich selbst aussäen…..und sie sind winterhart. Noch Fragen?
filigran05Tja, so langsam geht das Laub den Bach runter und wie ich so genauer hinschaue, entdecke ich, dass der eine oder andere abgefallene Lampion sich bereits in Wohlgefallen auflöst. filigran06

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Die einst so rote und leuchtende Hülle verblasst, wird transparent und ist irgendwann ganz weg. Übrig bleibt ein filigranes Gerippe. Sehr lustig finde ich, dass die Gerippe ebenso leicht sind wie Federn. Sie schweben quasi gen Boden und sind hart im Nehmen und der „Aufprall“ tut ihnen nichts. Das filigrane Gerippe ist auch noch sehr stabil und flexibel. Ein paar Exemplare hatte ich mir auf den Tisch gelegt…….. zack, weg waren sie……
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Die Natur ist doch der beste Baumeister denke ich und hole meine Makro-Vorsatzlinsen. Das ist doch ein paar Bilder wert. Die Hortensie kann da nämlich auch ganz gut!
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