Geburtstagskuchen für Onkel Rudi!

Unsere Verwandtschaft ist überschaubar, deshalb werden die Feste auch immer gefeiert.
Onkel Rudi ist 80 geworden!
Wir waren alle eingeladen, nur leider mussten mein Mann und ich absagen. Trotzdem wollten wir ihm etwas schenken. Was schenkt man, wenn jemand doch eigentlich alles hat?
Ein Kuchen!
Also habe ich ihm einen Kuchen fertig gemacht. Eine Torte war mir aufgrund der angekündigten tropischen Temperaturen zu heikel. Ein Rührkuchen geht immer und der kann ja auch nett aussehen……
Die Form ist die „Buch“ Form von Birkmann (das Rezept ist hier verlinkt, Teigmenge so wie beim  Blumentopf), mit Brombeermarmelade bestrichen, eingedeckt mit Marzipan, die Schrift mit flüssiger Schokolade und die Verzierung mit Buttercreme (mit Schoki in verschiedenen Nuancen eingefärbt).
Er hat sich sehr gefreut!
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Basics: Salat Dressing

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Salatmix mit grünem Spargel, Tomaten, Paprika und Kartoffeln, Dressing Variante 3 (noch nicht drauf)

Man muss es einfach mal sagen, er gibt nicht das ein ultimative Salatdressing!

Es gibt unzählige Varianten, deren Urheber es  durchaus als ultimativ bezeichnen. Wie alles, isses Geschmacksache.
Dressings aus der Kühltheke schmecken bis auf ein oder zwei Ausnahmen nicht und Salatsoßen gar aus der Tüte kommen uns nicht gar nicht erst ins Haus! Auch das muss mal gesagt werden.

Die einfachsten Soßen sind oft die besten, das heißt, mit wenigen Zutaten den geilsten Geschmack kreieren.

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Rucola, Dressing Variante 1 (dazu Garnelenspieß, Aioli und Focaccia)

Hier mal ein paar  Vorschläge, die zu fast allen Salaten passen.

1. Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer, Verlängerung durch etwas Wasser möglich
2. zur Variante 1 noch einen TL Senf dazugeben
3. Joghurt (kl. Becher) , 1 TL Frischkäse (macht das Dressing schön sämig), Senf (nach Geschmack), etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer…… je nach Konsistenz etwas Wasser dazugeben
4. Variante 3 ohne Joghurt, dafür mit etwas mehr Olivenöl und Wasser
5. Variante 3 ohne Senf, wenn jemand Senf nicht mag

Mit diesen einfachen Dressings seid ihr immer in der Lage einen frischen und schmackhaften Salat zu zaubern. Und wie ich finde ist der Aufwand nun wirklich überschaubar ;0)

 

 

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grüner Salat mit Paprika, Tomaten und Hähnchenbrust, Dressing Variante 3

Focaccia – der Klassiker

blog700Hier kannste dich austoben was den Belag betrifft. Ob außergewöhnlich oder klassisch, erlaubt ist was gefällt.
Alles fängt an mit dem wunderbaren Teig. Auch hier kannst du variieren, mit Mehlsorten, Körnern  oder was auch immer.

Zutaten:
30g frische Hefe
30g Honig oder Zucker
625ml lauwarmes Wasser
500g Mehl
500g Grieß (auch zu ersetzen durch Mehl)
30g Salz

Mehl und Grieß zum Bestäuben

Zubereitung:
– Hefe und Honig/Zucker in etwas Wasser auflösen.
– Mehl,Grieß und Salz in eine Schüssel (oder auf die Arbeitsfläche) geben, Vertiefung formen und das Wasser/Hefe/Honig/Zucker- Gemisch dazugeben.
– Dann das restliche Wasser einarbeiten.
– Das Geheimnis ist ausdauerndes Kneten (mindestens 5min). Es entsteht ein feuchter elastischer Teig
– Den teig entweder in der Schüssel oder auf einem Backblech gehen lassen. Der Teig wird sich verdoppeln.
– Den Teig nochmals kneten, die Luft sollte raus gehen.
– Jetzt die Teigfladen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Abdecken und nochmal gehen lassen.
– Vor dem Belegen mit den Fingerkuppen die obligatorischen Vertiefungen eindrücken
– Olivenöl auf die Oberfläche geben, es darf sich in den Vertiefungen sammeln.
– Nach Herzenslust belegen
– bei höchster Hitze backen, bis das Focaccia die gewünschte Farbe angenommen hat.

Meine Varianten waren:
* Kartoffel / Rosmarin
* Tomate / Paprika / Frühlingszwiebel

Kleiner Hinweis: Die Kartoffeln hatte ich in dünne Scheiben geschnitten und kurz vorgegart.
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Das Olivenöl macht das Focaccia wunderbar knusprig, der Teig ist fluffig und der Duft, der durchs Haus strömt ist der Wahnsinn.
Eigentlich braucht man dazu nichts weiter als eine schöne Aioli…….und ein Glas Wein!

 

Sommerwetter – endlich draußen sitzen

Aaaaaaaaaaaaaah, auch wenn die Nation schon wieder am Jammern ist, endlich isses warm! Gut, es war am WE scheisse heiß, wir haben gelitten wie Hunde…..
Neee, im ernst, endlich ohne Jacke abends bis spät draussen zu sitzen, fast wie im Urlaub.
Jetzt noch was Leckeres zum Essen, Kaltgetränke, liebe Freunde, ein Garant für einen gelungenen Abend!

Kleine Deko und Geschenke für die Gäste machen Spaß:

Aperitif:
Margerita-Mix, brauner Zucker, Wodka, Cointreau, Eis  (Gläser zu klein :0)
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Vorspeise:
Garnelenspieße vom Grill, Rucola Salat, 3erlei Aioli (Basilikum, Original, Chili), dazu Focaccia (siehe Blogeintrag, demnächst)
Die Garnelenspieße habe ich mit Knoblauch und ein paar Spritzern Zitronensaft, Pfeffer , Chili und Olivenöl mariniert.
Für das Rucolasalat Dressing habe ich nur Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer benutzt, ganz einfach, ganz klassisch.
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Hauptspeise:
Paella Valenciana (fast original, nur ohne Kaninchen), Rezept folgt separat…..
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Dessert:
Pfirsich vom Grill mit nem Löffelchen Sud vom Rumtopf und Vanilleeis shot_1495826922232

Pfirsich in Hälften zerteilen, Kern entnehmen, Schnittfläche in braunen Zucker stippen und ab damit auf den heißen Grill. Aufpassen, der Zucker wird schnell zu dunkel.
Wenn der Zucker karamellisiert ist und schöne Grillstreifen hat, die Hitze reduzieren und den Pfirsich wenden (beim Holzkohlegrill an den Rand mit weniger Hitze ziehen). Den Pfirsich weich garen.
Zum Servieren in die Kuhle ein Löffelchen Rum oder wie in unserem Fall Sud aus dem Rumtopf geben (kann man aber auch drauf verzichten), eine Kugel Vanilleeis (gekauft), fertig.
Geht super schnell, ist einfach, aber effektvoll!

Dazu gereicht haben wir einen gut gekühlten spanischen „Quietus“ (Weißwein) von vinos.de

Es war wunderbar! Von mir aus darf der Sommer noch bleiben!

Gehobene Landhausküche auf´m Dorf

Hochzeitstag, da darfs schon mal was Besonderes sein.
Wer hätte bei uns auf´m Dorf mitten im hessischen Outback vermutete, dass man mehr kriegt als Bratworscht unn Schnitzel……

„Der Löwe“ in Eidengesäß (jaja, ich weiß,  bescheuerter Name), warte, kommt noch besser, in Linsengericht, war schon immer eine bessere Adresse. Früher (so vor 30 Jahren oder länger) war es schon was Besonderes, da zum Essen hin zu gehen.

Über die Jahre hab ich das nicht mehr verfolgt, bis eine Kollegin vom Sonntagsbrunch schwärmte und dort auch mehrmals zum Abendessen dort war.
Warum nicht mal ausprobieren?
Tisch reserviert und los.
Parken im näheren Bereich des Restaurants? Fehlanzeige. Mitten im alten Dorfkern, direkt an der Hauptstraße , keine Chance.
Wir kurvten eine Weile um einen Platz für unser Auto zu finden. Egal.
Von außen sah das Restaurant gemütlich rustikal aus, kleiner Biergarten angeschlossen, ganz nett.
Und dann traten wir ein. Ich glaube, wir guckten beide ziemlich blöd aus der Wäsche. Wie sagt man so schön, das sah da aus wie die Omma unterm Arm. Sehr Landhaus, sehr rustikal, aber eher altmodisch, nicht, als hätte man das erst gestern so dekoriert. Hui, ok, dann erst mal einen Blick auf die Tische. Die waren schön eingedeckt, auch wenn man da mal nachbessern könnte, sollte, müsste…..

Die Bedienungen sehr freundlich, da gab´s nix zu meckern.
Jetzt saßen wir da und waren uns gar nicht mehr so sicher, ob das ne gute Entscheidung war. Es waren noch 3 Tische besetzt, und viel freie Kapazität. Im Verlauf des Abends kamen noch Gäste für 2 Tische …..
Vorsichtiger Blick auf die Teller der Nachbarn, sah gut aus, also mal die Karte kommen lassen.
Ich bin immer noch irritiert vom staubigen Putz an der Wand und dem ebenso angestaubten Ambiente.
Ein Gläschen Sekt vorweg mit Maikraut-Sirup, ja klar, zur Feier des Tages. Sehr lecker, selbstgemacht.blog212
Es wurde Brot mit einem Pöttchen Schmalz gereicht, für diese Region nicht unüblich, war lecker und das Brot wurde immer wieder aufgefüllt.
Die Speisekarte war nicht übermässig groß, war für uns ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass frisch gekocht wird. Für jeden Geschmack war aber auch was dabei.
Es folgte der „Gruß aus der Küche“: Eine Erbsenterrine auf Lachs, sehr lecker…..eigentlich.
Der Teller war viel zu kalt, was dem Mousse etwas den Geschmack nahm. Außerdem schmeckte es leicht nach Kühlhaus. Man hätte  es zum Lagern abdecken sollen.
Davon abgesehen schmeckte es gut. Ich fand die Farben sehr stimmig und Erbse und Lachs vertragen sich prima!
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Die Weinkarte war reichhaltig, man konnte allerdings nur deutsche Weine finden (oder ich hab was übersehen), was für uns nach dem Wochenende in Rüdesheim eher „naja“ war. Die Wahl fiel auf das südlichste, was wir orten konnten. Der Wein aber durchaus ok! Will ja nicht an allem mäkeln.
Wir entschieden uns für eine Vorspeise, die wir uns teilen wollten:
Spargel aus der Region in mehreren Varianten, als Spargelsüppchen im Weckglas, mariniert (köstliche Dressing mit Tomate), zweierlei Schinken, Ein Spargelmousse auf Tamezzini, knusprig frittiert mit Sauce Tartar.
Es war geschmacklich ausgewogen, schön kombiniert und sehr ansprechend angerichtet. Daumen hoch!
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Die Wahl der Hauptspeise fiel auf folgende Gerichte:
Seeteufel Medaillons an gerauchter weißer Petersiliensoße mit gehobelter Meerrettichspäne, auf Balsamico Linsen, Wirsingröllchen und gebutterten Kartoffeln.
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Von gerauchter Petersilie habe ich zwar nichts geschmeckt, aber die Sauce war ein Traum. Die Linsen wunderbar würzig, ein schöner Kontrast zu den feine Aromen von Fisch, Soße und Wirsing.  Den Meerrettich hätte ich vermutlich weg gelassen. Sehr schönes Gericht, Daumen hoch!

Ich hatte die Maispoularde mit knuspriger Haut, auf gebratenen Auberginen mit eine Limetten Knoblauch Soße, dazu Gnocci mit Tomate im italienischen Stil.
Auch hier war die Soße ein Traum, wenn ich die benannten Komponenten auch nicht wirklich rausschmecken konnte. Die Aubergine knusprig, die Haut der Poularde knusprig, die Poularde schön saftig, alles in allem eine tolle würzige Komposition von Aromen und schöne Texturen. Daumen hoch!
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So langsam war die Kapazität unserer Mägen am Limit. Ohne Dessert wollten wir allerdings nicht vom Hof reiten, zumal wir schon Teller bei den Nachbartischen gesehen hatten, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen ließen.
Wir entschieden uns wieder zu teilen und bestellten Erdbeer-Schokoladen Schnittchen, Mousse au Chocolate, weißem Schokolade Espuma, frischen Erdbeeren und Rum-Eis.
blog200Das Erdbeer-Schokoladen Schnittchen war eine dunkle Bisquitrolle mit Erdbeerfüllung. Hätte man das nicht auch so schreiben können?
Ansonsten schmeckte alles stimmig, war frisch und wie wir finden wunderschön angerichtet.
Jetzt noch ein Espresso und wir waren durch.
Über die Preise möchte ich mich nicht auslassen, das kann jeder für sich entscheiden.
Ich fand es ok, es war definitiv (für das Dorf) gehobene Küche, völlig ok. Das macht man eben dann auch nicht jedes Wochenende.
Uns hat es gefallen, wir kommen wieder!

Vielleicht fasst sich ja jemand mal ein Herz und schmeisst den alten Kram raus. Weniger ist manchmal mehr. Frische Farbe an die Wände und mit freundlicheren hellen Farben dekorieren….. auch das geht rustikal. Denn rustikal heißt nicht gleich, dunkel wie im Bärenpopo……
In diesem Sinne, schönen Tach noch!

 

….das Gadget….weißte

shot_1blogDas isser! Zum Hochzeitstag von meinem Menne…… isser nich klasse?
Hach, da wird einem ganz warm ums Herz.
Und weil der Strauß so unglaublich schöne Farben hat, hab ich die Vorsatzlinsen ausprobiert, das Gadget für´s Handy, erinnerste dich?

Macht echt Spaß. Wenn man allerdings das Super-Makro benutzt, isses nötig, die Hand ganz ruhig aufzulegen. Besser noch, man benutzt ein Stativ.
Natürlich schlagen sich einige sicher vor Lachen auf die Schenkel, was für´n Käse, kauf dir ne anständige Kamera……
Hab ich! Das Monsterding will ich halt nicht immer mitschleifen. So!
Es ist definitiv eine Spielerei, aber eine sehr schöne. Für´n Urlaub Daumen hoch, ich freu mich drauf, Blütenträume zu „knipsen“.

DIY: Fruchtleder – gesunde Nascherei

So wird das beworben, so soll das sein…… lecker und zudem noch gesund.
Nun, wir werden sehen, der Versuch startete.
Eine reife Mango, ein Mixer, der Dörrautomat und viele Ideen.
Die Mango im Mixer ganz fein pürieren. Durch ein Sieb streichen war (eigentlich) nicht nötig, der Mixer (Kitchenaid) hat ganze Arbeit geleistet.
Mir kam die Masse sehr dünnflüssig vor, deshalb habe ich sie im Topf auf dem Herd etwas einkochen lassen, damit sie andickt. Für den Erhalt der schönen gelbe Farbe habe ich einen Spritzer Limettensaft dazu gegeben.

Hach, der Brei war so schon lecker, dass ich ihn am liebsten aufgegessen hätte.
Nein, hab ich nicht, ich habe den Dörrautomat mit Backpapier bestückt und verschiedene Portionen aufgetragen.
Verschiedenen Portionen deshalb, weil ich sie verschieden aromatisieren wollte.
1. mit rosa Pfeffer
2. mit essbaren gelben (getrockneten) Blüten (Ringelblume)
4. mit getrockneten Himbeeren in Pulverform
3. mit Zimt (was sonst)
4. pur

Auf Stufe 2 habe ich den Automat auf 5h eingestellt. Nachts ging er dann aus, dank Timer, und morgens habe ich bis auf eine Sorte, die ich wohl dicker aufs Papier gestrichen habe, in eine Box gepackt. Die verbliebene Portion trocknet nochmal 2 Stunden, das Ergebnis sehe ich dann.
Eigentlich sieht es gut aus, ich vermute aber mal, dass ich die Masse zu dünn aufgetragen habe. Das Papier schlägt beim Trocknen Wellen, weil sich die Masse zusammengezogen hat.  Wie ich das Fruchtleder vom Papier kriege, werde ich später sehen.
Das Abziehen vom Papier ging ganz einfach. Ich habe die Streifen nochmal von der Rückseite trocknen lassen. Zu trocken sollen sie nicht sein, sonst brechen sie beim zurechtschneiden. Was zur Deko vielleicht auch ganz geil ist, wenn man Fruchtleder-Splitter hat…. also eine sehr dünne Schicht, sehr trocken….. netter Ansatz.
usa01Die Geschmacksprobe, nun ja, wie drücke ich es vornehm aus…… oberhammergeil!!!!!
Die Version mit dem rosa Pfeffer ist wie eine Backpfeife. Man erwartet die fruchtige Süße und bekommt obendrein noch eine „Watschn“. Eine klasse Kombi.
Mit Zimt, eben mit Zimt, ich liebe Zimt, muss ich noch mehr sagen als dass es mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubert?

Mit Himbeer ist eher der pure Mangogeschmack mit roten Akzenten.  Die Himbeere fällt nicht ins Gewicht. Ebenso sieht es bei den gelben Blüten aus. Das ist nur Deko.
Pur sieht einfach nur super aus, die Farbe ist der Hammer, der Geschmack sowieso.
Fazit: ein großer Spielplatz um gesunde und kreative Naschereien zu kreieren und sensationelle Ergänzung von Speisen und Desserts.
Beide Daumen hoch!