Chicken in Panko-Amaranth Kruste mit Zuckerschoten & gefüllten Champignons mit Miso-Butter

Die Champignons waren ein Versuch und haben uns so gut geschmeckt, dass wir sie zum festen Bestandteil unseres Asien Repertoires gemacht haben.
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Aber von vorne.
Die Hähnchenbrust hat eine tolle Panade aus Pankomehl und Amaranth bekommen. Paniert wurde ohne Ei, die Marinade aus Miso-Paste und Harissa reicht völlig aus, damit die Panade hält. Der Amaranth sorgt für eine weitere knackige Überraschung.

Als klassische Beilage habe ich knackige Zuckerschoten gewählt, die mit Frühlingszwiebel in der Pfanne angebraten wurden und mit dem Rest Frischkäse (von den Champignons) abgeschmeckt wurden.

Dazu die genialen Champignons, deren Geschmack sehr aussergewöhnlich ist und die perfekte Ergänzung zum Hähnchen bildet. Der Frischkäse ist cremig und fein abgeschmeckt, die Miso-Butter haut nochmal so richtig Geschmack raus, so dass das Zusammenspiel der Aromen einzigartig ist.

Natürlich gehört auch ein wenig Reis dazu. Der passt klasse zu den Champignons, denn damit kannst du jedes bisschen Saft und Soße aufnehmen und genießen.

Chicken

  • Hähnchenbrust, in breite Streifen geschnitten
  • Miso Paste, hell
  • Harissa, aus dem türkischen Supermarkt
  • Gefrierbeutel zum Marinieren
  • Panko-Mehl
  • Amaranth (oder Chia, oder, oder, feel free)

Zutaten in den Beutel geben, verschließen und kneten, bis sich die Pasten  die Hähnchenbrust gleichmässig umschlossen haben. Im Kühlschrank marinieren lassen.
Zum Panieren mit der Zange aus dem Beutel nehmen und in der Panko-Amaranth Mischung wälzen und festdrücken. In der Pfanne bei mittlerer Hitze knusprig ausbacken.
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Champignons

  • große Champignons, ausgehöhlt
  •  Frischkäse
  • Teriyakisosse mit geröstetem Knoblauch
  • Frühlingszwiebel in feine Ringe geschnitten
  • Miso-Butter (1EL Misopaste mit 70g weicher Butter verrührt und kalt gestellt)

Die Champignons aushöhlen. Frischkäse mit der Teriyakisoße vermischen, bis eine homogene Masse entsteht.
In die Champignons füllen, Frühlingszwiebel darauf verteilen.
Zum Schluß noch eine 5mm dicke Scheibe von der Miso-Butter auflegen und bei indirekter Hitze auf dem Grill oder im Backofen garen, bis die Champignons weich und der Inhalt schön verlaufen ist.

Zuckerschoten

  • Zuckerschoten
  • Chili
  • Frühlingszwiebel
  • (wenn noch übrig, der Rest Frischkäse von den Champignons)

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Zuckerschoten in etwa 2cm breite Streifen schneiden, zusammen mit den Frühlingszwiebeln und der Chili anbraten. Wenn noch Füllung von den Champignons übrig ist, kannst du das unter die Schoten mischen.

Reis kochen. Ich benutze einen Reiskocher, weil er Idiotensicher funktioniert und perfekte Ergebnisse liefert….. jedes mal.
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Zum Garnieren ein paar Wasabi-Sesam Körner draufgeben und genießen.

Lasst es euch schmecken!

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Lachs-Cheesecake mit Balsamico-Spheren

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Bei dem jetzigen Sommerwetter möchte man leichte frische Küche.
Mein Rezept ist einfach gehalten, so dass man ganz fix ein tolles Essen auf dem Tisch stehen hat.
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Auch wenn das ein Cheesecake wird, gebacken wird heute nichts, die Küche bleibt kalt.
Wir haben hier einen herzhaften Keksboden mit einem Frischkäse mit ordentlich Lachs und Dill verfeinert.
Das i-Tüpfelchen ist der Kaviar aus einem leckeren Balsamico.
Optisch und geschmacklich ein Kracher!

Cheesecake (im Dessertring von 12cm)

Keksboden: 
100g gesalzene Kekse, in einem Plastikbeutel mit dem Nudelholz zu Krümeln verarbeiten
40g Butter, geschmolzen

Es ist hilfreich, den Boden und den Rand des Dessertringes mit Backpapier auszukleiden.
Kekskrümel und Butter vermischen, anschließend den Boden der Form 1cm hoch damit bedecken und festdrücken. Im Kühlschrank kalt stellen.

Die Cheesecake-Masse:

200g Frischkäse
100g Räucherlachs (90 g für die Frischkässemasse, der Rest zum Garnieren)
1cl Gin
Abrieb und Saft einer Limette
Dill, frisch oder TK
Salz, Pfeffer

Den Frischkäse in eine Schüssel geben und mit dem Rührgerät luftig aufschlagen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Lachs in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Dill unter die Frischkäsemasse heben.
Auf dem Keksboden verteilen und mindestens ein Stunde im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.

Balsamico Kaviar 

Zuerst befüllt man einen hohen Becher mit Speiseöl und lässt ihn sehr kalt runterkühlen.
Für den Kaviar rechnet man etwa 1,5g Agar Agar auf eine Flüssigkeitsmenge von 100ml.
Dabei ist es egal, wie süß, salzig oder sauer eine Flüssigkeit ist, die Rezeptur funktioniert immer.
Das Agar Agar wird mit der Flüssigkeit vermischt und kurz aufgekocht. Die Flüssigkeit abkühlen lassen. Im Temperaturbereich zwischen 45 und 37 Grad in eine Spritzflasche oder Pipette füllen und in das sehr kalte Öl tropfen lassen. Wenn die Kugeln den Boden des Gefäßes erreicht haben, haben sie die perfekte Konsistenz und Form.
Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass die Kugeln runder werden, wenn man ein sehr schlankes, hohes Glas benutzt!
Mit einer Schaumkelle oder Sieb entnehmen und unter fließendem warmem Wasser abspülen (die Kugeln sind hitzeresistent bis ca 70 Grad).

Eine sehr feine Vorspeise, passt pur oder auch zu einem frischen Baguette. DAS ist leichte Sommerküche mit Pfiff.
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Danke an Roddy für die Inspiration!

 

DIY: …es werde Licht…

Keller. Wie in vielen Haushalten dunkle Ecken, fehlender Stauraum, Stiefkind und das ewige Gefühl: „man müsste mal wieder ausmisten!“

Dunkel ist das Stichwort, das mit dem Aufräumen schieben wir mal beiseite. Ein recht schmaler Durchgang, denn rechts stehen zwei Regale mit Marmeladen und Soßen Vorräten und links in der Nische ein rollbarer Schrank mit Plastik Aufbewahrungsbehältern (ätschbätsch, keine Werbung für namhafte Plastikgefäßhersteller) und leeren Marmeladengläsern und Flaschen. Rollbar deswegen, weil dahinter die Türen für den Schornsteinfeger sind, besser gesagt, sich die Kaminschächte befinden. Das am Rande.
Beleuchtet wird die Ecke momentan mit einer kleinen Neonröhre, die in ihrer Halterung an der Wand an einem Nagel baumelt. Häßlich und der Starter schwächelt. Das Licht reicht nur bis zum ersten Regal, für das zweite Regal muss man in der Werkstatt (solls mal werden) das Licht an machen. Echt blöd.
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Eine neue Beleuchtung soll her und weil wir die Regale schon mal weg räumen, werde ich auch noch die Wände eben mal bearbeiten. Geplant war Verputzen, das dauert aber zu lange mit Trocknen und so. Also nur die groben Löcher zuschmieren und anschließend weiß streichen. So der Plan.
Was soll ich sagen, du machst eine Baustelle auf und es ergeben sich drei weitere….. sehr nervig, aber is nu mal so. Eine der Rollen des Schrankes ist defekt, löst sich auf, müsste ausgetauscht werden. Müsste….. muss warten! Baustelle 2

Die Regale waren relativ fix ausgeräumt. Und wenn wir schon am malochen sind, ich würde gerne 2 weiße Regale haben. Die jetzigen sind nicht so schön, eines ist schwarz, das andere Holzfarben, mit unterschiedlichem Design und Höhen. Baustelle 3.

Der Generalplan ist, es kommen Spanplatten unter die Decke, in die LED Lampen eingepasst werden. Sieht ein wenig aus wie eine Landebahnbefeuerung.
Erst sollte es ein breiter Streifen werden werden, der die hässliche Decke verdeckt, jetzt haben wir beschlossen, auch den Bereich in der Nische zu überdecken. Das sieht dann einheitlich aus. Dass an den Randbereichen die Heizungsrohre verlaufen stört uns erst mal nicht. Da könnte man mal eine Verkofferung drum bauen, wenn man gar nix anderes zu tun hat.
Zurück zur Decke.
Die Verlattung war recht schnell angebracht.
Jetzt folgte mein Part, das Schönmachen der Wände…… oder wie ich so schön sage „beipfuschen“.
Die großen Löcher wurden zu gespachtelt und dann mit der Sprühpistole weiße Wandfarbe aufgebracht. Ich kann eine Empfehlung für super Wandfarbe aussprechen (für absolut geil befunden), dann schickt mir eine Nachricht.


Ich finde, der Unterschied ist jetzt schon gewaltig. Es sieht viel gleichmässiger und sauberer aus. Das Verputzen werde ich mir definitiv sparen. Es stehen ja auch die Regale / Schrank vor den Wänden, so dass man gar nicht viel davon sieht.

Die Spanplatte weiß gestrichen, die Löcher für die LED gebohrt, die Spanplatten an die Decke geschraubt, es nimmt Formen an.

Den Spalt zwischen den Platten mit Acryl geschlossen, ein paar Stellen mit weißer Farbe ausgebessert, LED´s eingesetzt, abgeschlossen…….. es werde Licht!
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Es sieht gut aus. Besser als vorher allemal. Und hell isses! Jetzt kann man wenigstens auf Anhieb erkennen, was sich im Regal befindet.
Vorbei die Zeiten, in den man vor der Röhre stand und auf ein gnädiges Zünden der Lampe gewartet hat, gefolgt von einem nervigen Flackern.

Mal abgesehen davon, dass endlich anständiges Licht in der Ecke ist, habe ich auch gleich ausgemistet und die Marmeladengläser neu geordnet.
Die Sauecke ist verschwunden! Und ich hoffe, das bleibt so.
Ausserdem war es sehr angenehm, bei den momentanen Aussentemperaturen im Keller zu arbeiten. Hat sich also definitiv gelohnt und für den weiteren Kellergang werden wir nach dem gleichen Prinzip vorgehen. Wurde auch Zeit, dass sich was bewegt.

Halloumi – Bacon Würfel mit Mango Chutney, an Couscous-Salat

nicht beauftragte Werbung / Nennung und Verlinkung von Freunden

Junge, junge, ich wünschte, ich könnte mich das eine oder andere mal nach Limassol beamen. Kürzlich berichtete ich über ein ausgezeichnetes Restaurant in Limassol auf Zypern, das Ta Piatakia.
Inspiriert von der Küche von Roddy Damalis haben wir ein schnelles, leichtes Gericht nachgekocht.
Perfekt für die derzeitigen tropischen Temperaturen, wenn man abends noch auf der Terrasse sitzt und ein Glas Wein genießt.
Fantastische Halloumi Würfel in Bacon gewickelt und knusprig ausgebraten. Serviert mit Mango Chutney und einer scharfen Jamaica Jerk BBQ Soße. Als Sättigungsbeilage habe ich einen leichten Couscous Salat gemacht. Mit der Süße von Mais, herzhaft würzigen Oliven von Efthimios Christakis und frischen Kräutern aus dem Garten passen die Aromen perfekt zu den Halloumi Würfeln.
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Hier die Zutatenliste:

Halloumi Würfel
Halloumi von Dodoni
Bacon

fertige Soßen aus dem Supermarkt
Mango Chutney (Asia Shop)
Jamaica BBQ Soße (Encona)

Salat
Couscous
Mais (aus der Dose)
Oliven, entsteint und klein geschnitten
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Schnittlauch
Frühlingszwiebeln
Petersilie

Den Couscous mit Salz würzen und anschließend mit kochendem Wasser übergießen. Das Wasser sollte einen halben Zentimeter über dem Couscous stehen. Schüssel abdecken und ziehen lassen, bis der Couscous alle Flüssigkeit aufgenommen hat. Mit einer Gabel auflockern und mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Mais und die klein geschnittenen Oliven dazugeben, sowie die Kräuter und die Frühlingszwiebel klein schneiden und unterheben.
Etwas gutes Olivenöl beimengen und schon ist der Salat fertig.
Zum Anrichten passt auch wunderbar noch ein Löffel Mango Chutney dazu.

Für den Halloumi- Bacon Würfel wird der Halloumiblock in gleichmäßige Würfel zerteilt. Dann einfach eine Scheibe Bacon drumwickeln und bei mittlerer Hitze  in der Pfanne oder auf dem Grill rundherum knusprig braten.
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Ein leichtes Gericht, schnell zubereitet. Die Aromen passen hervorragend zusammen und lassen sich natürlich auch je nach Gusto variieren.

Garniert habe ich den Teller mit Oreganoblüten aus dem eigenen Garten.
Sehr hübsch und zudem noch sehr lecker!
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καλή όρεξη!

 

Erdbeermarmelade mit Basilikum und Andaliman Pfeffer

In unserem Vorratsregal im Keller stapeln sich die Marmeladengläser…. voll natürlich, aus den letzten Jahren…. und ich hab nix besseres zu tun, als für Nachschub zu sorgen. Augenroll.
Ich kann nix wegwerfen.
Und für unseren Rumtopf brauchte ich noch Erdbeeren. Durch unseren Urlaub hat sich das alles verzögert und die Erbeersaison näherte sich dem Ende.
Also Sonntachs noch mal eben los, irgendwo wird noch ein Selbstpflückfeld auf haben.
Joah, es standen Autos und wir sind mit unserem „Schüsselchen“  (4l) los.
Hä? Erntezeit beendet….keiner da zum Kassieren……also die letzten Erdbeeren für umme? OK!
Ratzfatz noch mal 2,5 kg gepflückt…..es war noch reichlich da.
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Erdbeermarmelade mag doch jeder.
Ich habe mich für eine verrückte Variante entschieden.
Erdbeer – Basilikum kennt man ja, ich wollte noch einen Kick dabei haben.
Da fiel mir der Andaliman Pfeffer ein. Wir aromatisieren damit Wasser, das ergibt ein ganz feines erfrischendes Getränk….das aber nur am Rande.
Also Andaliman Pfeffer. Ich stelle vor:

Erdbeermarmelade mit Basilikum und Andaliman Pfeffer

Ich hab erst mal eine kleine Portion vorbereitet, weil ich ja nicht weiß ob uns das zusagt.
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Basilikumblätter, die Pfefferkörner und etwas von dem Gelierzucker im Mörser zu einer Paste verreiben und zu den bereits mit Gelierzucker gezuckerten Erdbeeren geben.
Erdbeeren pürieren und nach Anweisung kochen.
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Sofort in sterile Gläser abfüllen und mit ebenfalls sterilen Deckeln verschließen.

Wow, der Duft beim Kochen war schon geil!
Das Basilikum passt perfekt zum Pfeffer und ergänzt sich richtig gut mit den Erdbeeren.
Wir haben die Kombi für gut befunden und ärgern uns fast ein wenig, dass wir nur so eine kleine Menge gemacht haben.
Vielleicht kriegen wir ja irgendwo nochmal Erdbeeren her…..das Regal hat noch Kapazität.   :0)

Eis! Eis! Eis! für Prinzessinnen, Mädchen, alles in rosa-rot

Prinzessinnen, Mädchentraum, Feenstaub Eis!
Immer noch hängen massenhaft Johannisbeeren an den Sträuchern.
Die Aussentemperaturen verlangen nach Abkühlung. Also muss Eis her.

Ich muss gestehen, dass ich nicht so gerne Fertigpulver benutze, aber im Fall von Eis erreicht man damit eine sehr schöne Konsistenz im Vergleich zur Eismaschine.

Der Plan war Johannisbeeren zu pflücken und eine ältere Charge Marmelade im Eis zu verarbeiten.

eis04Bei der Herstellung eines unbekannten Glasinhaltes in einem unbekannten Jahr (ich hatte vergessen einige Gläser zu beschriften, vermutete ich irgendwas mit Rhabarber.
Beim Öffnen des Deckels war schnell klar, es handelte sich nicht um Marmelade sondern um ein Chutney……ungeeignet für Eis…. irgendwie.
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Hier nun die Zutaten für mein Eis:
Pulver zum Anrühren für Vanilleeis
* Johannisbeeren
* griechischer Joghurt
* Buttermilch
* Mini Erdbeerbaiser – Meringue
* Zuckerstreusel

Das Pulver statt mit kalter Milch mit etwas Buttermilch und griechischem Joghurt anrühren (Mischung sollte ca 250ml ergeben) und aufschlagen. In eine frostergeeigente, verschließbare Schale füllen.
Johannisbeeren von den Rispen streifen  und die Mini Erdbeerbaiser unterheben.
Zur Deko noch ein paar Johannisbeere, Baisers und Zuckerstreusel drauf, Deckel zu und mindestens 4 Stunden einfrieren.
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Ich finde, das sieht jetzt schon zum Anbeißen aus. Freue mich auf´s Probieren.
Lecker war´s!
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Blogger on tour: Besuch bei Kikkoman (Werbung / Nennung)

Soja Soße!

Fast jeder hat sie im Schrank. Zum Einsatz kommt sie vielleicht seltener, weil viele gar nicht wissen, was dieses Zauber Elixier eigentlich alles kann. Und noch weniger Menschen wissen, wie sie hergestellt wird und welche Qualitätsansprüche dahinter stehen.

DAS alles war der Grund, warum die Food Professionals zum Bloggerreise eingeladen hatten.
Wir fahren zu Kikkoman nach Sappemeer in Holland, Werksbesichtigung und anschließend ein wenig zusammen kochen und bruzzeln.
Ja, klingt gut. Ich fahr mit.

Dienstagmorgen um 6:15Uhr ging´s los. 10 Blogger haben sich zusammen mit Judith von den Food Professionals mit dem Bus auf den Weg gemacht.
Zu so früher Stunde verlief der erste Teil der Fahrt sehr schweigend. Hier und da war ein Grunzen zu vernehmen, man ließ sich nochmal in den Schlaf schaukeln.
Kurzer Zwischenstopp, die Sonne schien, schnell einen Kaffee und zack, alle fit.
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Nach knapp 3 h Fahrt kamen wir an und wurden schon direkt in Empfang genommen.
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Im Seminarraum war alles vorbereitet.
Kaffee / Tee, ein wunderbarer typisch holländischer Honigkuchen mit lecker Nüssen, und Herr x  (f***, ich weiss den Namen nicht mehr) startete mit dem Vorstellen der Firma. Unglaublich, dass es die Firma schon so lange gibt. Und noch unglaublicher, dass die Kikkoman Soja Soße seit dem 17. Jahrhundert!!!!!! hergestellt wird. Echt jetzt! Unverändert an Rezeptur und Zutaten noch genau wie damals. Keine Zusatzstoffe, keine Geschmacksverstärker, keine Chemie.

Es folgte ein gut gemachter Imagefilm in dem die einzelnen Verarbeitungsschritte aufgezeigt und erklärt wurden. Sehr interessant. Das machte natürlich neugierig auf die Führung, die sich an den Film anschloss.

Soja, Weizen, Salz und Wasser. Mehr benötigt man nicht zur Herstellung diese Traditionsproduktes. Natürlich steckt viel mehr dahinter! Ganz viel Knowhow findet sich alleine in der Pflege  des so wichtigen Pilzes Kikkoman Aspergillus, der maßgeblich für die Fermentation von Soja und Weizen verantwortlich ist.
Wir konnten alle relevanten Bereiche sehen. Die Produktionsbereiche sind geschützt (Hygiene), für Besucher gibt es überall Schaufenster, die einen Einblick gewähren. Das war sehr interessant. An allen Stationen wurde erklärt und man konnte anhand von Beispielproben sehen und erschnuppern, wie das Produkt langsam entsteht.

Sehr interessant fand ich, dass das Soja aus den USA kommt. USA? Da wo man die Diskussionen wegen Genmanipulationen so entfacht?
Tja, das ist das, was man in den Medien hört. Die Wahrheit sieht tatsächlich etwas anders aus.
Der Weizen kommt aus der Wetterau, quasi nahe meiner Heimat, schön aus Deutschland.
Das Wasser kommt aus der Region Sappemeer, weil der Untergrund sehr sandig und ds Wasser sehr weich ist.
Auch das Salz kommt aus den Niederlanden.

Man legt sehr großen Wert auf Nachhaltigkeit und erfüllt die strengen Forderungen diverser Qualitätszertifizierungen. Sehr beeindruckend.

Das war schon toll zu sehen, wie die unscheinbaren Körner am Ende als dunkle Würze in die überall bekannten geformten Gläser gefüllt wird.
Wer dazu mehr erfahren möchte, die kikkoman Homepage Europe ist sehr informativ!

Es ging dann zurück nach Sprockhövel, wo wir schon erwartet wurden. der Koch hatte fleissig Vorarbeit geleistet, Brühe angesetzt, Fleisch und Tofu mariniert und geschnibbelt.
Judith erklärte, dass wir uns auf 4 Gänge freuen konnten, die allesamt mit den Soßen und Marinaden von Kikkoman veredelt werden sollten.
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Sehr spannend war, dass man uns an Beispielen sehr gut zeigen konnte, was die Soja Soße so kann. Also ich wusste das vorher nicht.
1. Ein paar Tropfen Soja Soße in Essig dämpft die essigsauren Spitzen in Dressing, er erscheint dann nicht mehr ganz so beißend.
2. ein paar Tropfen Sojasoße in einer gekauften Mayonnaise veredeln den sonst so essiglastigen Geschmack in dem er abgerundet und sehr viel wertiger rüber kommt.
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Der erste Gang war eine Suppe, eine Bowl. Die Brühe, bestehend aus Soja Soße, Zucker, Wasser und Weisswein war super.
Man konnte nach Herzenslaune seine Zutaten auswählen und dann mit der heißen Brühe auffüllen. Das i-Tüpfelchen war ein Spritzer Soja Soße, die den Geschmack des Rindfleisches erst richtig gut zur Geltung brachte.
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Gang 2 war ein Salat. Auch hier konnten wir mixen und mischen wie wir wollten. Die Salatsoßen erhielten ihr Finish mit ein paar Tropfen Soja Soße, so dass keine weitere Zugabe von Salz erforderlich war. Zusätzlich gab es noch gebratenes Hühnchenfleisch, welches über Nacht in glutenfreier Sojasoße mariniert wurde.
Es schmeckte köstlich und die Blogger taten, was Blogger so tun: anrichten, in Position bringen, ins rechte Licht rücken und fotografieren.
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Gang 3: Wok. Knackiges frisches Gemüse, Nudeln in mehreren Variationen , Pilz etc, alles konnte man sich aussuchen. Verwendet wurden die Teriyaki Soßen von Kikkoman, Variante mit geröstetem Sesam und Variante mit geröstetem Knoblauch. Fantastische Ergänzung. Dass man einem ansonsten langweiligen Tofu doch noch was abgewinnen kann, für diese Überraschung sorgte der Koch. Er hatte Tofu mariniert und angebraten, welche fantastisch zum Wokgemüse passte.
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Gang 4 Dessert: Panna Cotta auf Beerenragout.
Das Beerenragout war mit Soja Soße abgeschmeckt und hob das Aroma auf ein wunderbares Level.
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Abschließend lässt sich sagen, es war ein schöner Tag. Viele nette Gleichgesinnte, Erfahrungsaustausch, Spaß, viel gelernt, interessante Erfahrung gemacht, Horizont erweitert!
Mit von der Partie waren unter anderem:
Sarah, Sandra, Elke, Julian und Melanie

Gerne wieder!