Strasbourg, Capitale de Noel

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Ja, das isse wirklich!
Opulent, strahlend, festlich, verrückt, blinkend und glitzernd……so lässt sich Strasbourg zur Vorweihnachtszeit beschreiben.
Geplant vor über einem Jahr, ausgelöst durch die Erzählungen einer Kollegin und einen Blogpost, der mich fasziniert hat.
Ich hatte mich noch nie damit befasst, Strasbourg…..ok, ich wusste, das liegt in Frankreich, im Elsaß. Elsaß, da soll man gut essen können und das Warenangebot in den Supermärkten soll Fein- und Leckerschmecker in Verzückung versetzen. Klingt klasse!
Nun gut.
Für 2016 war die Zeit zu kurz zum Buchen, also mal für 2017 planen.
Hotels zu dieser Zeit unverschämt teuer oder du bist soweit ausserhalb, dass es keinen Spaß macht.
Also schauen wir bei Ferienwohnungen in Schlagdistanz zur Innenstadt, möglichst mit Anbindung durch die öffentlichen Verkehrsmittel in der Nähe. Du willst ja auch dein Auto irgendwo abstellen ohne dich groß um Parktickets etc kümmern zu müssen. Mit jedem dieser Punkte dezimiert sich das Angebot. Der finale Schlag ist, wenn du 2 Zimmer brauchst und mit 4 Personen anreist.

Ich bin fündig geworden. Wir haben über die Plattform Fewo schon viele Unterkünfte gebucht und somit hatte ich keine Bange, dass das nicht klappt. Die Konversation mit dem Besitzer war unproblematisch und sehr freundlich.
Check:
– 2 Zimmer
– mit Frühstück
– Parkplatz
– Tram Haltestelle unweit
– 3 Haltestellen bis zur Innenstadt
– notfalls Bäcker und kleiner Supermarkt um die Ecke

Endlich war es soweit.
Ein verlängertes Wochenende, von Freitag bis Sonntag. 4 gut gelaunte Personen mit kleinem Gepäck und großen Kühltaschen machten sich auf den Weg.
Die Anreise verlief problemlos, erster Stop ein großes Einkaufszentrum mit riesigem Supermarkt.
Aaaaaaaaaaah, das Warenangebot übertraf meine Erwartungen. Problemlos hätte man hier viel Geld ausgeben können.
Die Franzosen verstehen was von Genuß. Alleine das  Angebot an Käsesorten, Wurst und Pasteten, Brot, Baguette und Patisserie war der Knaller. Der Duft von frisch gebackenem Brot, das machte schon Laune.
Es wanderten einige Käsesorten, Wein und andere Leckereien in den Einkaufskorb, bevor es zum zweiten Supermarkt ging.
Der Markt war kleiner aber nicht minder gut ausgestattet. Auch hier haben wir uns mit allerlei Leckereien eingedeckt.
Nun aber schnell zur Unterkunft, die nicht weit entfernt war.
Wir wurden dort sehr herzlich empfangen und konnten unser Auto auf dem Garagenhof abstellen. Sehr schön.
Kurz die Zimmer verteilt, frisch gemacht und schon waren wir auf dem Weg nach Petit France.
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Es war schönes Wetter, also gingen wir zu Fuß. Die Empfehlung des Vermieters lag ganz klar auf der Hand. Lieber heute anschauen, bevor Samstag und Sonntag die Touristenschwärme einfallen.
Es war wunderbar! Die Sonne kam noch raus und bescherte uns perfektes Licht zum Fotografieren.
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Je dunkler es wurde, desto mehr rückte die opulente Beleuchtung in den Vordergrund. Die Fachwerkhäuser waren wunderschön und sehr individuell geschmückt. Ein Haus schöner als das andere, eine Beleuchtung ungewöhnlicher als die andere.
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Wunderbarer Vin Chaud, der im Vergleich zur deutschen Glühweinplörre ein wahrer Gaumenschmaus ist. Knusprig gebackene Brezeln, Hefe Maennele,  wundervolles Pain d´Épice (Lebkuchen) und Gebäck aller Art.
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Während man in Deutschland Handyschalen und anderen nutzlosen Killefit feilgeboten bekommt, stößt man hier auf Kunstgewerbe und wahre Weihnachtsdeko. Eine Wohltat für die Augen.
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Hier reiht sich ein Weihnachtsmarkt an den nächsten. Jeder Stadtteil hat seinen eigenen und die engen Strassen mit den hübsch geschmückten Häusern verbinden alles zu einem einzigartigen Lichtermeer.
Hier ein paar Impressionen:
strasbourg22strasbourg06strasbourg07Am Freitag war es vergleichsweise ruhig in den Gassen, am Samstag schoben sich die Massen durch, dicht an dicht. Notiz an mich selber und alle, die einen Besuch in Strasbourg planen:
– meidet Samstag und Sonntag
– reserviert rechtzeitig einen Tisch, wenn ihr im Restaurant essen wollt.

Und wie wir so Richtung Münster gehen und noch einen Glühwein trinken, die ganzen Lichter um uns herum, der Duft nach Gebackenem in der Nase, keimt der Wunsch auf, jetzt könnte es doch schneien.
Ohne scheiß, kaum ausgesprochen fing es an zu schneien. Zuerst in dicken Körnern, dann in Flocken…… was geht denn jetzt ab?
Völlig durchnässt, weil wir damit ja nun wirklich nicht gerechnete haben, sind wir in ein sehr nettes Restaurant geflüchtet. Das war am Freitag und wir bekamen problemlos einen freien Tisch im Le Thomasien in Petit France.
Deftige Elsässer Küche und ein wirklich nettes Ambiente bescherten uns einen tollen Abend. Die Bedienungen waren super nett und das Essen schmeckte ausgezeichnet.

Wir Mädels hatten die Röstis in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Die Röstis waren geraspelte Kartoffeln in einer Auflaufform, saftig in Soße, sehr lecker gewürzt und schlußendlich mit Käse überbacken. Sehr sättigend und fein! Die Männer hatten Flammkuchen und geschmortes Fleisch mit Kartoffeln. Dazu tranken wir ein zünftiges Weihnachtsbier.
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Preis-Leistung stimmten hier absolut!
Zufrieden, satt und müde sind wir zurück in unsere Unterkunft um gestärkt in den nächsten Tag zu starten.
Unsere Übernachtung beinhaltete auch ein Frühstück. Wir hatten keine großen Erwartungen und wurden mit einem tollen und reichhaltigen Frühstück überrascht. Gemütlich in der Küche der Vermieter sitzend, bei Kaffee, Croissants, Baguette und Käse, Honig, Marmelade und frischem Obst stärkten wir uns für den Tag.
Samstag.
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Busse karrten Touristen an und man bekam kein Bein mehr auf den Boden. Unser Ziel hieß der Laden der Firma : La Belle Iliose, Fischkonserven.
Von dem Erlebnis mit dem vergoldeten (teuren) Sardinenbrot hatte ich ja berichtet. Und wie es der Zufall so wollte befand sich ein Laden in einer der Haupt Einkaufsstrassen. Darauf hatten wir uns wirklich gefreut. Der Laden war nicht sonderlich groß aber fantastisch ausgestattet. Ein Mekka für Freunde der konservierten Meeresbewohner.
Großeinkauf weil, übers Internet sind die Dosen viel teurerer, und die Dosen sehen einfach sensationell aus, das schreit nach Kunst!
Eine kurze Rast in einem sehr coolen Bistro, dem Jeannette et les Cycleux. Mal eben aufwärmen und einen Happen essen, genau das Richtige.
Auch hier war der Glühwein exzellent. Wir bestellten Quiche Lorraine und weil ich es unbedingt mal probieren wollte Foie Gras. Es schmeckte super. Die fröhliche Atmosphäre, die ungewöhnliche Deko und das gute Essen können wir bedenkenlos empfehlen!

Um aus dem Trubel zu entkommen entschlossen wir uns, mal zum Europaparlament zu fahren. Dort angekommen fanden wir das Gebäude nicht gerade weltbewegend und da wir auch keine Besichtigung planten, liefen wir nur mal draussen längst und stiegen wieder in die Bahn Richtung Innenstadt.
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Nach einer kurzen Siesta fuhren wir zum Essen erneut in die Stadt. Tja, das Debakel hätten wir uns sparen können, wenn wir einen Tisch reserviert hätten. Es war voll! Vor den Restaurant lange Warteschlangen und keine Chance auf einen freien Tisch.
Wir suchten ewig und gaben dann auf. Etwas abseits des Trubels stießen wir auf eine kleine Brasserie, die tatsächlich noch einen Tisch frei hatte. Das Essen war so lala, nicht schlecht, aber auch nicht so schmackhaft wie am Abend zuvor. Also traten wir die Heimfahrt an und tranken in unserer Unterkunft noch ein Glas Wein zum Ausklang eines wundervollen Wochenendes.

Kurze Zusammenfassung und Tipps:
– Besuch (zur Weihnachtsmarktzeit) unter der Woche bis maximal Freitag, dann ist es nicht zu voll
– öffentliche Verkehrsmittel sind recht günstig, 24h Ticket oder Gruppeticket
– Tisch im Restaurant vorher reservieren, vor allem, wenn du am Wochenende einen Restaurantbesuch planst
– Käse, Wurst, Gebäck, das sind alles tolle Mitbringsel zu angemessenen Preisen
– Vin Chaud, die leckerste Alternative zu unserem Glühwein!

Wir haben unsere Übernachtungen über Fewo direkt gebucht.
Das muss jeder für sich selbst entscheiden, welchen Komfort er haben möchte.
An unserer Unterkunft gab es nichts auszusetzen. Picobello sauber, gut zu erreichen, mit ausgezeichnetem Frühstück und sehr freundlichen und netten Vermietern.

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Die Knifte: Der absolute Klassiker, das Schnitzelbrot

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schnitzel01Spärlich belegte, beim Bäcker gekaufte Schnitzelbrötchen, lieblos belegt und sparsam dekoriert….nicht mit mir!
Mein letztes Schnitzelbrötchenerlebnis bestand aus einem tranig schmeckenden Schnitzel, 1 dünnen Scheibe Gurke und einem Scheibchen Tomate…… die Mayonnaise war dünn drauf gekratzt. Geschmack? Fehlanzeige!
Dass es auch anders geht beweise ich euch heute!

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Jetzt echt, so ein Schnitzel ist super schnell gemacht. Ich dulde da auch keine Ausrede und ein fertiges aus der Kühltheke kommt bei uns niemals auf den Teller bzw aufs Brot.
Ist doch ne ganz logische Sache. Du willst zum Abendessen ein Schnitzel haben? Kaufste gleich mal 2 mehr und hast in einem Rutsch Abendessen und 2x leckeren Brotbelag.

Schnitzel in einen Frischhaltebeutel packen und klopfen. Anschließend salzen und pfeffern (Mr. Nicepepper). Kurz in Mehl wälzen, dann in Ei wenden, Paniermehl und schon geht´s ab in die Pfanne. Das dauert keine 20min.
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Zum knusprigen Schnitzel gesellen sich Mayonnaise, Ketchup, knackiger Salat, eine Scheibe Gouda, Gurke, Tomate und natürlich ein leckeres Brot, nicht zu dünn geschnitten.
Na, wenn das nix is…..schnitzel05

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schnitzel02Danke an Spicebar für den super Mr. Nicepepper, der dem Schnitzelbrot den feinen Schliff verleiht!
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Die gute alte „Brühe“ – Allzweckwaffe gegen alle Krankheiten

Die Erkältungszeit streckt wieder reihenweise Opfer nieder. Ich spreche hier von einer Erkältung, nicht von der Männergrippe. Gegen die Männergrippe ist selbst eine Hühnerbrühe machtlos!

Gut gewappnet und weil wir Suppen ohnehin lieben, habe ich so ganz nebenbei eine Hühnersuppe und eine Rindfleischbrühe angesetzt und sie in Weckgläsern haltbar gemacht.

Da geht relativ unproblematisch, weil wenig Vorbereitung nötig ist und man während der Kochphase nicht ständig dabei stehen muss..

Zutaten:
* 4 Hähnchenschenkel (weil ich die leckerer als ein Suppenhuhn finde) / 2 Rinderbeinscheiben
* Suppengemüse: Lauch, Zwiebel, Sellerie, Karotten, Knoblauch, Petersilie
* Thymianzweige, Salbei, Rosmarin, Pfefferkörner, Salt, frischen Chili
* kaltes Wasser

Zwei große Töpfe (3l) aufsetzen.
Das Gemüse waschen, putzen und in Stücke schneiden. Die Größe ist ziemlich egal, als Suppeneinlage werden wir frisches Gemüse verwenden, das Ausgekochte geht auf den Bio-Müll.
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Das Fleisch abspülen und bei den Hähnchenschenkeln überschüssiges Fett schon jetzt entfernen.

Kaltes Wasser angießen, dass alles bedeckt ist. Gewürze dazugeben, Deckel drauf und aufkochen lassen. Nach 5min die Hitze reduzieren und auf kleiner Hitze für mindestens 60min köcheln lassen.
Das Fleisch fällt dann bereits vom Knochen und kann entnommen und beiseite gestellt werden.
Die Brühe durch ein Sieb schütten und das überschüssige Fett abschöpfen.
In der Zwischenzeit die Weckgläser und Deckel im Ofen sterilisieren.
Das Fleisch auslösen und in Portionen teilen.
Die Brühe nochmals aufkochen lassen, dann das Fleisch in die jeweiligen Gläser füllen und die Brühe dazugeben. Deckel drauf, fertig.
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Mit frischem Gemüse (Karotten, Kohlrabi und Lauch) leckeren Markklößchen und Glasnudeln ein Gedicht, wenn es draussen so richtig usselig ist oder dir deine Gesundheit einen Streich spielt.
Was auch nicht fehlen darf, sagt mein Mann, sind Backerbsen. Da scheiden sich die Geister.
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Die Knifte: Pizza Schnitte

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Ich stelle fest, dass die mediterranen  Aromen sich am einfachsten zu schmackhaften Brotbelägen verarbeiten lassen. Deshalb heute der Gruss an die italienische Mamma!

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Die klassischen Aromen einer Pizza kommen hier zum Einsatz und verbinden den saftigen, würzigen Reibekuchen perfekt zu einem Brotbelag mit Suchtpotential!

Hier bietet sich auch Resteverwertung an. Hast du noch Teig vom Reibekuchen über?
Oder eine handvoll rohe Kartoffeln? Eben fix gerieben und gewürzt und schon kanns losgehen.
Besondere Zutaten sind nicht nötig, du kannst dich austoben und den Kühlschrank leer machen. Ich hatte noch Tomate und  Salami im Haus. Reibekäse oder zur Not auch ne Scheiblette (wenns gar nicht anders geht) sollte auch sein.

Und schon geht´s los!
Den Reibekuchen  mit etwas Frischkäse bestreichen, hier ein angemachter mit feuriger Paprika.

Darauf den Reibekuchen, dünne Tomatenscheiben gewürzt mit All Arrabbiata (oder Salz, Pfeffer und Oregano), Käse, die Salamischeiben, Käse und oben drauf etwas frische Chili und eine paar Frühlingszwiebelringe.
Das Ganze kurz unter den Grill, damit der Käse schmelzen und alles zusammen halten kann.
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Fertig! Zwischen zwei Brotscheiben und abtauchen in den Urlaub in Italien. Von weitem hörst du das Plätschern der Wellen und den nervigen Eisverkäufer Luigi….. ach, das ist dein Kollege? Nun, genieße deine Pause!
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Lieben Dank wie immer an Spicebar, die mich so großartig bei unserem Projekt unterstützen!
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Koteletts vom Duroc Schwein mit Ofen-Pommes und Tomatenragout

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Der Tiefkühler muss leer werden, also widmen wir uns nach und nach der Vernichtung des Inhaltes.
Zwei feine Duroc Koteletts kamen zum Vorschein. Essenstechnisch quasi ein Elfer ohne Torwart, da kann nix schief gehen. Die Beilagen waren auch schnell gefunden, auch hier war das Resteverwertung.

Die Pommes in Streifen schneiden und mit Öl benetzen. Als weitere Geschmackskomponente benutze ich super gerne den Kartoffelknaller von Spicebar. Da ist echt alles drin, was Kartoffeln so richtig lecker macht! Nur nicht am Gewürz sparen!
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Die Tomaten (Datteltomaten) halbieren, eine rote Zwiebel in feine Ringe schneiden, etwas Balsamico und Olivenöl dazu, mit All Arrabbiata und fermentiertem Kampotpfeffer würzen und zum Abrunden noch scharf gewürzte Oliven dazu.
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duroc12Zusammen mit den Pommes in den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen (Umluft). Ein kleiner Hinweis sei erlaubt, das Tomatenragout habe ich rausgenommen, als die Tomaten anfingen zusammen zu fallen. Die Pommes brauch länger.

Die Koteletts habe ich lediglich etwas geölt und mit Mr. Nicepepper bestreut. Mehr brauchts nicht. Der so sehr dick aussehende Fettrand schmilzt beim Braten größtenteils weg. Wem das zu viel ist, der kann ihn auch etwas wegschneiden.
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Die Grillpfanne ordentlich heiß werden lassen und die Koteletts von jeder Seite schön Farbe nehmen lassen.
Thermometer rein und in den Backofen legen, bis die Kerntemperatur zwischen 63 und 65 Grad hat.
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Das fertige Essen war ein Gedicht! Die Koteletts so saftig, zart  und lecker, das Tomatenragout fein würzig und die Pommes der Knaller.
Mal schauen, was der Froster noch so hergibt.

Food Professionals – der Bloggerday

(dieser Blogpost enthält Werbung)

Jetzt wird´s aber Zeit für die Aufbereitung …… schäm, ich habs echt vor mir her geschoben, weil der Tag nicht einfach so in einen kurzen Blogeintrag passen will. Außerdem finde ich es nur anständig, ihm einen würdigen Rahmen zu verleihen.
Ich berichte aus meiner eigenen Sicht und gebe meine ganz persönlichen Empfindungen wieder.

Aber von vorne.
Huch, eine Einladung? Von wem ? Food Professionals? Nie gehört…….
Nun, dann mal recherchieren um was es sich handelt und was die da so machen. Wie kommen die ausgerechnet auf mich, wo es doch hunderttausende Foodblogs gibt, die richtig groß sind und das auch schon sehr lange machen……

Es sollten Firmen da sein, mit deren Produkten man in ausgelosten Gruppen mit anderen Bloggern kleine Gerichte zaubern sollte.
Die Liste der Firmen las sich, nun ja, wie soll ich es sagen, es waren Produktnamen, an denen ich im Supermarktregal teilweise schnell weiter gehe. Ich mag keine Fertigprodukte mit viel Chemie drin und es gibt nur ganz wenige Ausnahmen, wo ich auch mal bei Convenience zugreife.
Zudem kommt noch, dass ich bei Fertigprodukten hin und wieder darmtechnisch ungünstig reagiere (das ist der Hauptgrund).

Krüger
Brandt
Lactalis (Salakis, Galbani, Président)
isi
Henglein
Wiesenhof

Aber warum sollte man dem Ganzen nicht eine Chance geben und außerdem wollte ich ja auch neue Leute kennenlernen und mich mit ihnen austauschen.
Also ging es an einem Samstagmorgen gut gelaunt nach Sprockhövel. Der Empfang bei den Food Professionals war sehr herzlich und man kam bei einer Tasse Kaffee und einem Frühstück schon gleich mit den Bloggern und den Repräsentanten der Firmen ins Gespräch. Die Atmosphäre war sehr locker und entspannt. Die ersten Kameras wurden ausgepackt und schon startete das Event mit der Vorstellung der Food Professionals.
Sehr interessant, ich hatte mir noch nie wirklich Gedanke darüber gemacht, wie der Weg von eine Produktidee bis hin zur Markteinführung verläuft.
Als nächstes folgte ein überaus interessanter Vortrag über Foodtrends mit ausführlichen Erklärungen  und Beispielen.
foodprof14Nachdem die Vortragsreihe abgeschlossen war, erklärte man uns die Vorgehensweise des eigentlichen Cooktogethers.

Es waren 5 Stationen an 5 gut ausgestatteten Küchenzeilen aufgebaut: Wiesenhof, Krüger, Brandt, Lactalis (Salakis, Galbani, Président) und Henglein. Die Firma isi war allgegenwärtig und stand eigens mit einem Koch und unzähligen Tips und Tricks für alle bereit.
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Für jede Firma waren noch 1-2  Mitarbeiter anwesend, die zum einen als Schnibbelhilfen parat standen, sich aber auch mit den einzelnen Produkten bestens auskannten und Fragen dazu beantworten konnten.

Es standen 3 Runden bevor.
Die Zubereitungszeit betrug jeweils 60min und angerichtet werden sollten 20 kleine Portionen.
Danach folgte die  Vorstellung der Gerichte und die angeschlossene Probierrunde.
Man konnte ausgiebig testen, schlemmen, es folgte das eine oder andere aaaaaaaaaaaaah und oooooooooooooooooh. Fotografieren nach Herzenslust, es gab eigens dafür eine Ecke mit allerlei Equipment  und einen Fotowürfel um die Gerichte ins rechte Licht zu rücken. Toll organsiert.
Den ganzen Tag wurden wir von einem sympatischen Foto / Video Team begleitet, die wirklich ganz tolle Arbeit geleistet haben. Danke Jungs!
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foodprof18So, das war jetzt viel Blabla, jetzt mal zum Wesentlichen! Du willst Fotos sehen!
Ja! Hier sind sie!
Ich spreche jetzt mal aus meiner Sicht und den Gerichten, die wir in der kürze der Zeit improvisiert zubereitet haben.

Henglein
… mit Genevieve und Daniela von stylingkitchen.com
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Ich  verwende bis jetzt immer nur den Reibekuchenteig, den wir wirklich lecker finden, weil er ohne weitere Gewürzzugabe super schmeckt.
Die Idee zu den Produkten war, quasi einen Veggieburger zu kreiieren. Reibekuchen sollten als Bun dienen. Es gab einen Kürbisketchup geben und der eigentliche Belag bestand aus einem Kürbisragout und als frische Note noch etwas Rucola und einem angemachten Frischkäse.
Die angedeuteten Pommes waren aus angebratenen Schupfnudeln an einem Tomatenragout.

Wir hatten wirklich viel Spaß beim Bruzzeln und Schnibbeln und das Ergebnis war total lecker und sah auch noch ansprechend aus.
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Hier habe ich den Snack übrigens nochmal nachgebaut und das Rezept online gestellt, weil so lecker war!

Lactalis (Salakis, Galbani, Président)
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Als Griechenlandfan fiel es mir relativ leicht, aus der Produktauswahl ein leckeres Gericht zu kreieren. Meiner Mitstreiterin Regina vom Blog  Kochen aus Liebe ging es genauso und so haben wir in Kürze einen sehr schmackhaften Snack gezaubert. Zum Einsatz kam der Backkäse, den ich in Streifen geschnitten hatte. Damit der flüssige Käse beim Braten nicht ausläuft, wurden die Schnittflächen in Ei getunkt und in mit Chiasamen versetztem Paniermehl getaucht.
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Dazu gab es ein Mozzarella-Tomaten Schiffchen mit Balsamico Creme und einen wunderbaren Gorgonzola Schaum (aus dem isi) mit knusprigem Bacon. Hey, das war klasse!
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Brandt

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Die letzte Station war für mich die Firma Brandt. Sofort assoziiert man mit dem Namen trockenen Zwieback und Krankheit.
Nun, eigentlich hat sich an dem Trockenen nichts verändert. Man hat immer noch die furztrockene Basis, allerdings aufgewertet für den herzhaften Gaumen mit Tomate oder mediterranen Kräutern, für den süßen Zahn mit Schokoüberzug oder mit Kokos.
Das war schon eine Herausforderung, da Geschmack und Textur dran zu bringen.
Das Problem ist, der Zwieback ist entweder furztrocken oder zerfällt sofort matschig.
Wir einigten uns auf einen „Armen Ritter“ in einer würzigen Kräuter-Ei-Sahne Mischung gewendet und in der Pfanne goldgelb ausgebacken.
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Dazu gab es das klassische Bruscetta Tomaten- Ragout und zwei Klecksen Galbani Pesto Frischkäse.
Das war leckerer als gedacht und hat  angerichtet richtig was her gemacht.
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foodprof31Auch alle anderen Teams haben wahre Schätze auf die Teller gezaubert. Die angerichteten Teller sahen aus wie in der gehobenen Gastronomie und die Gerichte schmeckten himmlisch! Ich habe spontan den Geschmack der Champignonrahmsuppe auf der Zunge……….
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foodprof20Dazu beigetragen hat natürlich die exzellente Organisation der Food Professionals, die einen unerschöpflichen Vorrat an Zutaten (außer schwarze Oliven), Gemüse,  etc zur Verfügung gestellt haben und nicht zuletzt die Produkte der oben genannten Firmen.

Die Zeit verging wie im Flug.
Zum Abschluß der Veranstaltung konnten alle nochmal ihre Eindrücke schildern und sagen, was gut und was verbesserungswürdig war.
Frank von isi sprach ein großes Lob an die Teilnehmer aus und gestand, dass sich sein Bild von Foodbloggern grundlegend ins Positive gewandelt hat.

Die größte Überraschung wartete am Ausgang auf uns. Weihnachten, Ostern, Geburtstag, alles fiel auf diesen Tag!
Jede Firma stellte mit ihren Produkten gefüllte Goodie-Bags zur Verfügung. Damit hat keiner gerechnet. Alleine hätte man das gar nicht alles tragen können, zu zweit ging´s.
Ganz doll lieben Dank nochmal an:

Krüger
Brandt
Lactalis (Salakis, Galbani, Président)
isi
Henglein
Wiesenhof

Ein ganz besonderer Dank geht nochmal an die Firma Food Professionals, die dieses tolle Event auf die Beine gestellt haben. Es wäre super, wieder bei Gelegenheit dabei sein zu dürfen!

Die Knifte: American Breakfast – die große weite Welt auf dem Brot

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Ein Sprung über den großen Teich und gleichzeitig ein guter Start in den Tag? Das muss sich nicht ausschließen!
Heute fahren wir mal ganz groß auf, opulent und mächtig. Nach dieser Knifte kannst du dein Pferd satteln und losreiten in die Weite der Prärie……
Darf ich vorstellen:

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Hash Browns, Eggs und Maple Glazed Bacon…… das isses. Normalerweise noch mit literweise Ketchup, heute kommt aber nur eine leckere BBQ Soße zum Einsatz.
breakf15breakf16Wir beginnen mit den Hash Browns oder wie der Deutsche sagt, mit den Reibekuchen.
Geriebene Kartoffeln (frisch oder als Fertigprodukt) mit Salz und Peffer und ordentlich Muskat würzen, in einem Sieb abtropfen lassen .
In einer Pfanne Öl erhitzen (mittlere Hitze), mit dem Löffel Plätzchen formen und von beiden Seiten knusprig ausbacken. Anschließend auf Küchenkrepp vom überschüssigen Fett befreien.

Der Bacon geht ganz schnell.
Ganz klassisch in der Mikrowelle aufgeknuspert und anschließend mit Ahorsirup bestrichen. Nochmal kurz in die Mikrowelle, fertig.
Ich sage dir, alleine das ist es schon wert!

Als nächstes folgt das Ei, welches als Omelette gebacken wird.
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Eier aufschlagen, mit Rührei Deluxe würzen, frische Chili dazu und bei mittlerer Hitze braten.

Das war´s schon.
Nun alles zusammenfügen und morgen in der Pause die Füße hochlegen und genießen!
BBQ Soße auf die Brothälfte, den Reibekuchen drauf, Ei und Bacon. Wer will kann noch Ketchup draufgeben.
Saftiges Ei  mir ordentlich Feuer auf knusprigem Reibekuchen und der bombigen Kombi aus salzigem Speck mit süßem Ahornsirup. Mal sehen, was das Cowgirl Anke dazu sagt, die treibt sich des Öfteren in den USA rum
Yeehaw!
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Danke an Spicebar für das zur Verfügung stellen der supergeilen Gewürze!