Der geschenkte Urlaubstag – Die Blogowskis on tour

Ich bin noch neu in der Gruppe. Beim ersten Treffen habe ich schon klasse Bloggerinnen kennengelernt und so konnte beim bevorstehenden Ausflug eigentlich auch nix mehr schief gehen, wir bewegen uns alle auf dem selben Weg.

Wandern am Baldeney See in Essen, ein Teil des Ruhrsteigs sollte es werden.
Jetzt wird der eine oder andere sagen „Wandern ? Im Ruhrgebiet? Is doch alles grau und schwarz!“

Nö, isses nich! Ich beweise es dir!
Die Wettervorhersage klang vielversprechend trotz der Unwetter der vergangenen Woche. Der Samstag rückte näher und ich freute mich wie Bolle, dass der Ausflug tatsächlich stattfindet.
Schnell noch das Wichtigste in den Rucksack gepackt (ohne Kamera wäre ne Katastrophe) und etwas Proviant (mein mann hat uns extra Kekse „für die Reise“ gekauft). Wanderschuhe in den Kofferraum geschmissen und weg war ich.
Unterwegs habe ich Maike eingefangen und es ging los Richtung Essen.
Die erste Hürde war  die nicht mehr existente Brücke in Kupferdreh (wird wohl erneuert),  über die uns das Navi vehement versuchte zu leiten.

Lange Rede, kurzer Sinn, irgendwann waren wir komplett. Leider konnten einige urlaubs-, zeit- und krankheitsbedingt nicht teilnehmen und so war die Gruppe mit 5 Leuten recht überschaubar. Kurze Vorstellungsrunde, Kontrolle des Equipments, Powerbank, Objektive, insbesondere des Schuhwerks…..alles für tauglich befunden (muahahahahaha) und die Wanderung konnte beginnen.
Um es vorweg zu nehmen, die Ausschilderung des Wanderwegs war im nachhinein etwas dürftig. Aber dank der Handynavigation  haben wir den Weg gemeistert.
Es ist genial mit der Gruppe unterwegs zu sein. Du kannst fotografieren, so lange du willst, keiner meckert, weil du an jedem Blümchen stehen bleibst. Du kannst am Handy drücken ohne dass sich einer als unhöflich bezichtigt. Du kannst dein Essen fotografieren ohne dir blöde Kommentare anhören zu müssen. Yes! Strike!

SONY DSCSONY DSC

Zuerst durchquerten wir ein modernes piksauberes Wohngebiet (sozialer Brennpunkt, wenn du verstehst, was ich meine) mit einem Aufstieg, der uns die Lunge aus dem Hals treten ließ, fröhlich überholt von einem netten Postboten auf seinem Drahtesel
Da gab es einen Spielplatz, den wir uns als Kinder erträumt hätten. So mit Seilrutsche und Kletterwand (Go Kaddy! Go Kaddy!) echt nett gemacht. Kleiner Hinweis, bei der Seilrutsche kommt man relativ leicht an die Kapazitätsgrenze….. davon zeugen tiefe Schleifspuren.

SONY DSC

Der Wanderweg hatte eine merkwürdige Streckenführung. 2x standen wir in einem vermeintlichen Privatgarten und in einer Hofeinfahrt um dann festzustellen, dass da tatsächlich der Weg weitergeht. So im Outback denkste ja echt, dass gleich ein Anwohner mit Schrotflinte hinter dir steht um sein Hab und Gut zu verteidigen. War nich so!

Der Weg führte uns durch unglaubliche Landschaft. Es mutete teils an als wären wir wirklich weit weg irgendwo im Dschungel. Mannshohe Grünpflanzen säumten einen sehr schmalen Trampelpfad, Brombeerbüsche kratzten am Lack und Brennnesseln ….naja, tut eben weh! Aber es war großartig. Der Weg führte meist durch den Wald und es duftete nach dem Regender vergangenen Tage und feuchtem Waldboden.

blog02
Ein plötzlich einsetzender Regenschauer konnte uns nichts anhaben, wir waren geschützt durch das dichte Blätterdach, es war toll. Sofort kam die Sonne wieder raus und so blieb das den restlichen Tag. Knackige 29 Grad, eine leichte Brise, Traum Urlaubstag würde ich sagen.
Außer einer Vielzahl von Wildblüten, Blumen und Kräutern haben wir auch noch eine Blindschleiche gesehen und ein Reh. Soll  noch mal einer was gegen den Pott sagen.

SONY DSCSONY DSCSONY DSCSONY DSC

Irgendwann kamen wir wieder in die Zivilisation (Anmerkung: der Wanderweg verlief fast parallel zum Weg am Seeufer, nur etwas weiter ins „Landesinnere“) und liefen am Seeufer entlang. Hier war ordentlich was los, Wochenende und schönes Wetter, kannste dir vorstellen.
Das erste Ziel hieß „Haus Scheppen“. Pommesbude, Biergarten, Bootsanleger, Jachthafen und Laufsteg zugleich.
Sitzt du hier bei Currywurst-Pommes und Bier in der ersten Reihe, kannste was erleben.
Rentner beim Warten auf den Ausflugsdampfer, Motorradfahrer mit ihren schweren Maschinen, Familien mit Kindern und Porschefahrer mit der gefühlten Berechtigung „Parken in der ersten Reihe“. Sehr amüsant.

Kurze Stärkung mit Pflaumenkuchen und diversen Getränken. Wir nahmen das nächste Boot und senkten das Durchschnittsalter der Mitfahrer um viele Jahre, vielleicht auch Jahrzehnte. Ganz bestimmt Jahrzehnte.
Hach, so eine Bootsfahrt ist schön. Vor allen Dingen, wenn du draußen im Schatten sitzen kannst, ein laues Lüftchen weht und  Sonne, Himmel und Wolken ein fast unwirkliches Bild zaubern. Ich würde sagen „Kitsch as Kitsch can“ So schön!
SONY DSCSONY DSCblog03

SONY DSCIn Kupferdreh war unsere Fahrt zu Ende und wir machten uns mit knurrendem Magen auf den Weg ins Restaurant „Cavos“, direkt am Seeufer, wir hatten reserviert.
Von außen sah das Restaurant eher mäßig aus, dafür erwartete uns innen ein ziemlich stylisches und schickes Ambiente. Das Essen war toll und die Zeit flog nur so dahin.

Das Lokal füllte sich und wir amüsierten uns über die Gäste. Alle waren sehr gediegen und schick gekleidet, während wir mit verschwitzten Klamotten und Wanderlatschen eher nach Brotzeit aus dem Rucksack aussahen. Egal, wir hatten Spaß!

So machten wir uns wieder auf den Heimweg.
Das war ein toller Tag! Danke Mädels, dass ich dabei sein durfte!
Und für alle Leserinnen und Leser, schaut mal bei den Mädels vorbei!
Flowers & Candies
The Black Wolf´s Den
Leckerbox
Kaddinator

DIY: Travelbook / Reisetagebuch

Die Vorfreude auf einen Urlaub ist ja immer auch etwas Besonderes.
Man plant und sucht sich Infos zusammen, recherchiert und vergleicht, bis es dann endlich zur Buchung kommt.
Das alles wird noch eine Runde spannender, wenn man nicht pauschal bucht sondern alles einzeln.
Wir mache so schon seit Jahren Urlaub und so ist jede Etappe einer Reise ein kleines Abenteuer.
Der Verlauf einer Reise, die Dokumentation der einzelnen Tage und erlebten Dinge, meist bleibt sowas auf der Strecke oder wird nur kurz eben in ein Notizbuch gekritzelt. Als Gedankenstütze und als Hilfe zum Zuordnen der Bilder. Dutzende Schmierbücher haben sich bei mir angesammelt, die ersten Seiten noch brav ausgefüllt in leserlicher Schrift und sehr ausführlich, zum Ende der Reise läßt das aber immer ganz deutlich nach, immer der Gedanke „schreib ich später auf“ und bei dem Vorsatz bleibt es oft auch ohne Ausführung…… Asche auf mein Haupt.

Beim Schlendern durch den Flughafen Düsseldorf sind wir bei „Remember“ hängen geblieben. Ein toller Laden mit bunten Accessoires und hauptsächlich grafischen Mustern. Dort gibt es sogenannte „TripBooks“, Reisetagebücher / Sammelbücher mit ungemein nützlichen Features.
Einstecktaschen zum Verschließen, große und kleine Fächer für Eintrittskarten, Boardkarten, Zuckertütchen, Gummibänder zum Fixieren, linierte und karierte Blätter, eben für all die Kleinigkeiten, die während einer Reise sonst in der Handtasche verschwinden und am Ende im Müll landen, weil sie verknickt, schmutzig oder gar kaputt sind.

Jetzt haben wir noch ein paar Wochen Zeit, bis es für uns wieder heißt „Koffer packen“.
Und mein Projekt lautet: gestalte ein Reisebuch !

Zuerst werde ich  mal in einen Schreibwarenladen gehen und schauen, was es an Sammelfächern gibt. Dann mache ich mir Gedanken um die Gestaltung der Seiten.
Werde sie mit Word vorfertigen, ausdrucken und abheften.
So mit Stempeln und Auszügen von Landkarten, Washi-Tape, kleinen Klammern….. da fällt mir so einiges ein.
Auch sollte man nachträglich noch Blätter dazu heften können, als Ergänzung. Das macht Sinn.
Das Cover, die Vorder- und Rückseite sollen auch etwas Besonderes werden. Vielleicht nehme ich ein Ringbuch „von der Stange“ und arbeite es um….. ich weiß es noch nicht, werde mal weiter nach Anregungen suchen und berichten.
Sehr hilfreiche Seiten findest du hier:
buchbindermeister24.de
google maps
Hier mal so ein paar Beispiele:

 

Urlaub 2017 – simplify your life

Natürlich beginne ich mit dem Wichtigsten: Essen und alles, was damit zu tun hat.
Genuß, es geht immer um Genuß!
Genuß für´s Auge, Genuß für die Seele, Genuß für den Gaumen.
Wie hat mal ein ganz schlauer Mensch gesagt: “ Das Leben ist zu kurz für schlechten Wein und schlechtes Essen!“ Recht hat er!
Lefkada350Die Wahl unserer Urlaubsdomizile fällt immer auf Unterkünfte mit ordentlich eingerichteter Küche. Herd und (kleiner)  Backofen sollten schon sein. Das Vorhandensein eines Topfes und ner Pfanne ist großartig. Teller, Besteck, Tassen und Gläser? Alles top.
Wir mögen es, im Urlaub möglichst reduziert zu leben, das heißt mit möglichst einfachen und wenigen Dingen auszukommen. Das heißt allerdings nicht, dass mein Mann morgens in aller Frühe mit der Axt in den Wald geht um anschließend Feuer zu machen, damit das Frühstück auf den Tisch kommt. Ich meine damit, dass es keines unnötigen Elektrogerätes bedarf, keinen Mixer, keine Brot- und Kaffeemaschine, keine Spülmaschine, kein was weiß ich noch alles.
Und es funktioniert! Es macht glücklich! Den Überfluß an Gelump, den man zu Hause hat, ist überhaupt nicht nötig.
Es lässt sich so vieles improvisieren, der Mc Guyver der Küche  lässt grüßen!

Über die Jahre haben wir unseren persönlichen Kitchen Survival Kit zusammengestellt. Er besteht immer aus ein paar Utensilien, auf die wir aus hygienischen und persönlichen Gründen wert legen:
– Holzkochlöffel (der bleibt dann am Urlaubsort)
– kleine Grillzange (billiges Werbegeschenk aus Alu)
– Spüllappen
– 2 Geschirrtücher
– Multifunktionstool (mit Flaschenöffner, Korkenzieher!, Messer, Schraubendreher etc)
– kleines (scharfes) Messer (Aldi-Messer mit Plastikschutzkappe)
– Multireibe (sensationelles Produkt von Lékue) die lässt sich auseinanderbauen, ist leicht und eine tolle Ergänzung
– Dauerkaffeefilter
– Kaffee (darauf lege ich Wert! der ist im Urlaub meist furchtbar unlecker oder schweine teuer)

Mit diesen wenigen Dingen ist es möglich, entspannt mit allen eventuellen Widrigkeiten klar zu kommen.

Für Gerichte, die aufs Feuer kommen (oder in den Backofen) gucken wir uns immer in Haushaltläden nach den einfachen braunen Tonschalen um. Die kriegt man (meist) für kleines Geld und sie sind ungemein nützlich. Wenn es das Gepäckgewicht erlaubt, nehmen wir sie anschließen als Erinnerung mit nach Hause…… praktisches Souvenir!

Und wer gut isst, muss auch gut Trinken!
Ein Verteiler nach dem Essen geht immer und zu diesem Zweck kaufen wir immer 2 Schnapsgläschen. Oft gibt es nur mega kitschige Aufdrucke und keine große Auswahl, manchmal aber auch wunderschöne Designer-Gläser von ortsansässigen Künstlern. Das macht dann noch mehr Spaß, sich zu Hause an den Urlaub zu erinnern.

Die Infrastruktur am Urlaubsort ist ja auch immer sehr unterschiedlich. Mal hast du ganz einfache Mini-Märkte für die Dinge des täglichen Bedarfs, mal Discounter wie Lidl.
Das lässt sich im Vorfeld aber alles recherchieren. Im Falle von großen Supermärkten und Discountern nehmen wir Dinge wie Spüli, Shampoo und Duschzeug gar nicht von zu Hause mit. Das ist im Koffer nur unnötig schwer.
Im Falle von kleinen Mini-Märkten empfiehlt sich, Reisegrößen von zu Hause mitzunehmen. Hygieneartikel können am Urlaubsort unverhältnismäßig teuer sein.

Ein Hauptkriterium bei der Wahl der Unterkunft ist (für uns) das Vorhandensein eines Grills.
Das muß kein Highend-Produkt sein. Jetzt muss ich lachen, denn das war es bislang auch nie. Hauptsache man kann Kohle aufschütten und es liegt ein Rost drüber.
Wir hatten schon alles, einen Stahlgrill, der über die Jahre, die wir die Unterkunft gebucht haben, schon deutlich an Substanz verlor. Im letzten Urlaub fiel die Kohle schon durch diverse Rostlöcher…… aber er hat gehalten.
Wir hatten 15 Euro „Baumarkt“ Grills mit wackeligen Beinen ohne Möglichkeit den Rost zu verstellen und einen wirklich kleinen Billig-Kugelgrill.
Einer unserer Lieblingsgrills war ein kleiner Schwenkgrill, für den sich der Vermieter schämte, weil er rausgefunden hatte, dass wir einem erfolgreichen Grillteam angehören. Sehr charmant und sehr lustig. Wir konnten ihn beruhigen, wir grillen auf allem!
Lefkada34Die Holzkohle in Griechenland, die du überall bekommst, finden wir sensationell. Die feuert richtig gut. Zwar muß man hin und wieder damit rechnen, dass sich halbe Baumstämme im Sack befinden, aber damit kommt man zurecht.
Mein Mann nimmt immer seine eigenen Grillanzünder mit, da weiß er, was er hat. Wir benutzen in Wachs getränkte Holzwolle, keine Chemiewürfel oder flüssigen Mist.

Das sind unsere Beiträge zum einfachen Leben ohne Schnickschnack.
Und dass man trotz einfacher Ausstattung trotzdem leckere Gerichte zaubern kann, werde ich in den nächsten Posts beweisen.
Stay tuned…..

Lefkada 2017 – Genießen

SONY DSCDa unsere Vermieter in einem 70 Seelen Dorf wohnen und den Kontakt mit den Einheimische pflegen, hatten wir das Glück Insider Tips zu bekommen.
Der erste war das sonntägliche Grillen auf der Platia in Kavalos. Treffpunkt der Ortsbevölkerung und der umliegenden Dörfer.
blog906

Am Ankunftstag, es war schon abends, haben uns die Vermieter zum Essen nach Karia eingeladen. Bei „Eleni“ servierte man uns ein vorzügliches Essen. Hausmannskost, wunderbar abgeschmeckt. „Eleni“ ist das ganz rechts auf der Platia gelegene Restaurant. Ich weiß nicht, ob man das auf den ersten Blick erkennen kann.
Es gibt dort mehrere Tavernen, die alle unter riesigen Platanen gelegen sind. Ein wunderbar schattiger Platz zum Ausruhen und Verweilen.

SONY DSCDie nächste Empfehlung betraf zwei Ouzerias in Lefkada Stadt.
Auf der Mela, der Haupteinkaufsstrasse  und Flaniermeile gibt es schöne Kneipen, Bars , Tavernen, kleine Boutiquen, Souvenirshops etc. Die Strasse endet unten am Hafen. Tagsüber ist hier wenig los, erst am Abend füllt es sich. In der Vorsaison (Mai / Juni) ist es sehr angenehm, man kriegt immer noch überall ein schönes Plätzchen zum Sitzen.
Im oberen Teil  der Strasse liegt das „Γωγώ’ς Γεύσεις“ (Gogo´s Gefsis) .
SONY DSCSONY DSC
Der perfekte Platz zum Beobachten und Schlemmen. Sehr freundliches Personal, super nette Besitzerin, vorzügliches Essen.
Zu jedem alkoholischen Getränk erhält man automatisch Meze. Eine kleine Portion mit Vorspeisen und Brot. Das kann sein: Schweinefleisch geschmort mit Zitrone, Kartoffelsalat, Bauernsalat, Nudelsalat, Patates, Oktopus, ……..
blog01             Lefkada343             blog909
blog905
Alles unfassbar schmackhaft. Auch die Hauptspeisekarte ist eine Offenbarung.
Es lohnt sich allemal, hier einzukehren und wenn es nur auf einen Kaffee ist.

blog907Dazu wurden übrigens Kekse gereicht, die ich so genial fand, dass ich die Chefin um das Rezept gebeten habe. Sie hat es mir aufgeschrieben, ich muss es nur noch übersetzen lassen. Ich denke, diese Ouzerie ist einen eigen Post wert.

Weiter oben, ebenfalls auf der gleichen Seite ist eine weitere Ouzeri (mit hellgrünen Stühlen), die wohl auch sehr leckere Meze anbieten. Vielleicht schaffen wir das im nächsten Urlaub.

Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass es auch richtig schlecht geht. Einen weiteren Schiffbruch haben wir in einem Laden erlebt, der weiter unten auf der Mela ist, das „Maistrali“. Die bunten Stühle sahen so einladend aus, das war´s aber auch schon.
Der Feta Saganaki (frittiert) war unmöglich, den musste ich zurück gehen lassen mit einem Schulterzucken, was das überhaupt sein sollte. Vermutlich hat ihn der Koch in der Fritteuse vergessen….. von dem sonst so weichen Inneren war nix mehr übrig. Ohne jede Regung hat man uns einen neuen Käse gebracht, besser von der Konsistenz, aber genaus widerlich im Geschmack.
Mein Mann war angefixt von den Grillspießen auf der Platia in Kavalos und bestellte somit den Grillspieß. Der Teller sah gut aus. Ich wiederhole mich, das war´s aber auch schon. Der Geschmack war überhaupt nicht lecker, die Sau schmeckte eklig nach Stall. Wieder so ein armes Tier, was umsonst gestorben war.
Mein frittierten Zucchini waren ok, wenn auch sehr fettig. Das Tzatziki…..naja, hatte schon besseres gegessen.
Alls in allem ein Flop. Merke: die Touristenlokale solltest du tunlichst meiden. Guck, wo die Einheimischen sitzen!

Nun wieder zu etwas Erfreulichem. Im Vorbeifahren kamen wir im unteren Bereich der Stadt, nahe dem Hafen, an einer wirklich sehr unscheinbaren Fisch-Ouzeri vorbei. Manfred legte uns diese Ouzerie mit dem Ausdruck größter Freude ans Herz. Da unser Urlaub sich schon dem Ende entgegenneigte, stellten wir mit Bedauern fest, dass wir das zeitlich nicht mehr schaffen würden.
Nun, falsch gedacht. Am Abreisetag verabredeten wir uns mit den Vermietern bei eben dieser Ouzerie um unseren Abschied feierlich zu begehen. Halb zwei mittags, das passte uns gut, auf dem Weg zum Flughafen konnten wir noch einen Stop einlegen uns ein leckeres Mittagessen zu uns nehmen.
Untitled-1
Aber wo war diese Ouzeri?  Unscheinbar hat Vorteile, aber auch den Nachteil, dass wenn du nicht ortskundig bist, du dich auch schlecht an etwas orientieren kannst. So in etwa wusste ich den Weg noch, jetzt nur noch die Strasse finden, in der du auf keinen Fall ein Restaurant vermuten würdest. Uns siehe da, gefunden.
Es war ein kleiner Fischladen mit angeschlossener Ouzeri. Also wieder Alkohol bestellen und sich an den Meze satt essen. Wunderbare Ravros (kleine frittierte Sardellen), Skordalia (Knoblauch-Kartoffelpüree), Taramasalata (Fischrogencreme) etc…. und Brot. Jetzt hatten wir uns aber Appetit geholt. Wir fragten den Kellner, ob man uns eine Fischplatte mit von allem was drauf machen könnte….. klar konnte der…..
blog904
Im Ansatz gut gedacht, aber vielleicht hätten wir ihm sagen sollen, dass er eine Platte für 2 Personen macht. Was er anschleppte, ließ unsere Augen groß und größer werden! Der Tisch wurde flux vergrößert und vor uns stand eine riesen Servierplatte mit allem, was Neptuns Reich her gab. Mini Squids, Ravros, Barbouni, Sardinen, Scampis, Fisch, dessen Namen wir nicht kannten, und wieder Dips und Cremes…… der Hammer! Es war sowas von lecker.
In den Flieger konnten wir die Reste schlecht mitnehmen, deshalb baten wir unsere Vermieter, sich am Abend den Resten Fischplatte zu widmen….sehr zur Freude!
Als wir im Flieger saßen und an unserem ansonsten doch so leckeren Focaccia kauten, dachten wir wehmütig an die Fischplatte zurück…..tja, DAS wär´s jetzt gewesen.

Oft waren wir nicht in Restaurants und Tavernen zum Essen, wir haben häufig in unserer Unterkunft gegrillt und gekocht.
Auf Lefkada kriegt man vorzüglichen Fisch, hervorragendes Fleisch und tolles Obst und Gemüse.
Samstags ist Bauernmarkt unten am Hafen. Der Markt ist nicht sehr groß, das Warenangebot dafür umso schöner.
SONY DSCSONY DSCSONY DSC

Die Fischhändler haben blitzsaubere kleine und größere Läden, und auch die Metzgereien, man unterscheidet zwischen Fleisch und Wurst, sind picobello.
Wem das zu aufwendig ist, kann auch im Supermarkt kaufen. Viele Supermärkte haben ein Fleischabteilung, sowie Wurst und Käse.
Im Discounter (hier LIDL) gibt es ebenfalls eine gute Auswahl an Fisch und Fleisch.
Das tolle am Lidl ist, es gibt sehr viele uns bekannte Artikel, aber auch griechische Waren findet man hier. Günstig ist es obendrein. Besonders zu erwähnen ist der fette 10% ige Joghurt im 500gr Eimer und der köstliche Feta. Sehr lecker, sehr günstig.

Den Leckereien vom Grill und aus dem Ofen widme ich den einen oder anderen eigenen Post.
….to be continued…..

Teil 1 / Teil 2 / Teil 3 / Teil 4 / Teil 5 / Teil 6

Lefkada 2017 – Meganisi, die Nachbarinsel

Wie erwähnt, der einzige Grund nach Nidri zu fahren ist der, dass dort die Fähre nach Meganisi ablegt.
Meganisi ist eine kleine, Lefkada  vorgelagerte Insel. Man erreicht Meganisi in etwa 20min mit der Fähre (1,90 € pro Person / 12,90€ pro Auto, einfache Fahrt). Es gibt dort tolle Strände. Die Gewässer um die Insel sind ein Dorado für Segler, Wassersportler und Leute, die mit ihren Yachten mal angeben wollen.
Zusammen mit unseren Vermietern machten wir uns auf den Weg, kurzfristig hatten sie sich entschieden mit zu kommen.

SONY DSC

Die Überfahrt war toll, man kommt an der Privatinsel Skorpios vorbei, die ehemalige Aristoteles Onassis Herberge, und hat zur Linken die Ausläufer der Landzunge von Lefkada. Wunderschön!
Die Fähre legte im Hafenstädchen Vathi an, alle von Bord und das Abenteuer konnte beginnen.
Ein kleine Erfrischung am Hafen und los ging´s.
Wenn du glaubst, die Ortschaften auf Lefkada wären klein und eng, dann warst du noch nicht auf Meganisi.
Katomeri, die zweite Ortschaft auf der Insel war eigentlich wunderschön, wäre man zu Fuß unterwegs gewesen. Manfred, der Fahrer, hatte sei liebe Not das Auto ohne Schrammen durch den Ort zu manövrieren. Er war immer der Meinung, das Navi würde ihm nicht den Weg auf der Hauptstraße sagen……nee, DAS war die Hauptstraße.
Nach hängen und würgen kamen wir am Fanari Beach an. Ob er da überhaupt hin wollte, wir wissen es nicht.
Letztendlich hatten wir aber einen super Aufenthalt dort. Eine tolle Bucht mit glasklarem Wasser, nur wenige Besucher, eine kleine Strandbar im Jamaika Stil, Reggae Musik, es hätte schlimmer kommen können.

SONY DSCSONY DSC

Wir badeten ausgiebig, konnten Seezungen im Sand beobachten, tranken ein kühles Bier in der Beachbar und chillten einfach so vor uns hin.

SONY DSC

Die Rückfahrt startete von einem andere Hafen, nämlich Porto Spili bei Spartochori. Das musste man bedenken. Auch hier, Spili ist ein sehr enges, aber schönes Städtchen. In der Taverne am Hafen warteten wir auf die Ankunft der Fähre. Hier haben wir zum ersten Mal gesehen , dass tatsächlich Leute im Hafenbecken geschwommen sind und geschnorchelt haben. Soviel zur Wasserqualität.

SONY DSC

Im Abendlicht sah die Landschaft unglaublich schön aus. Die untergehende Sonne  glitzerte auf dem Wasser, eine laue Brise wehte, so konnte man sich das gefallen lassen.
Einen würdigen Rahmen für diesen gelungenen Ausflug bildete ein Besuch im „Gogo´s Gefsis“.

Hier geht´s zu den anderen Beiträgen: Teil 1 / Teil 2 / Teil 3 / Teil 4 / Teil 5

Lefkada 2017 – things to do

SONY DSC

Wenn du dich auf eine Urlaub vorbereitest, dann guckst du nicht nur, wo schlafen kannst sondern informierst dich  über Orte, wo man besonders lecker essen kann, wo das Wasser zum Baden besonders sauber, und der Strand weiß ist.
So machen wir das.
Und dann bin ich bei Tripadvisor hängen geblieben und wir haben mal geguckt, was man auf der Insel noch so unternehmen kann.
Wandern wollten wir. Es bedurfte einiger Recherchen, bis wir da Informationen zusammengetragen hatten, Kartenmaterial bestellt und einen Reiseführer gesichtet hatten.
So, das war´s? Nö!

Ein Tip unserer Vermieter waren die Linsenfelder der Hochebene oberhalb von Egklouvi.
Linsenfelder? Blüte? Öhm, wie sehen eigentlich Linsenpflanzen aus? Darüber hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht. (ich bin mir sicher, dass ihr evtl. jetzt auch nachdenklich schaut….. euch wird geholfen, guckst du hier )Auf jeden Fall blühen die Linsen weiß und zwischen den Linsen wachsen tausende von Mohnblumen. Zu der  Zeit in voller Blüte und ein absolutes Naturwunder.  Klar, fahren wir hin! Und wieder, die Gurkerei durch die Dörfer und durch die Berge. Landschaftlich fantastisch. In Egklouvi war eine Kurve so eng, dass man erst geradeaus weiterfahren musste, drehen und dann in die Straße einbiegen konnte. Ganz kurios!
Die ersten Felder kamen in Sicht und man hatte uns nicht zuviel versprochen. Ein Blütenmeer in rot und weiß. Allerdings waren die Linsen schon verblüht und das Weiß kam von kleinen winzigen Margeriten. Wunderschön! Wir hätten keinen Tag länger warten dürfen, dann wäre die Pracht dahin gewesen. Es wurde nun von Tag zu Tag wärmer und die Mohnblumen verblühten rasch. Merke: Linsenblüte mit Mohnblumen Ende Mai / Anfang Juni, oberhalb von Egklouvi, besser noch eine Ebene darüber.
blog06.jpg
Ein ebenfalls  lohnenswertes Ziel erschien uns der vielgepriesene Wasserfall in Nidri. Im Frühjahr, also jetzt im Juni, sollte der auf jeden Fall noch Wasser führen. Prima. Also sind wir eine nachmittags losgefahren. Ein Höllenritt durch die Berge, keine wirkliche Strecke, aber durch das Geeier durch die Berge elend lange.
Man fährt bis zum Ende der Straße und kann dort parken.
Vorsichtshalber haben wir die Wanderschuhe angezogen, in Flip Flops (wie die anderen), das war uns nix.
Man kommt an einer Taverne vorbei und geht einen befestigten Weg bis hin zum ersten Becken. Das Wasser ist sau kalt. Noch warten, bis die anwesenden Damen mit Posen fertig waren, ein paar Bilder machen und weiter.
Von weitem hörte man den Wasserfall rauschen….nee, das Wasser.
SONY DSC
Und dann war er da. Es war kein riesen Wasserfall, aber immerhin ganz nett. Ich denke morgens wird er von der Sonne angestrahlt, da wäre das Licht perfekt gewesen. So hatten wir den Wasserfall quasi im Gegenlicht. Das war ok, der Himmel war bedeckt.
Ein französisch sprechendes Pärchen ließ es sich nicht nehmen ein Bad zu nehmen. Ihrem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, war das Wasser arschkalt. Wir warteten noch bis sie das Feld räumten, damit wir ein paar Bilder machen konnten. Ich rutschte auf dem Hosenboden das kurze Stück nach unten und brachte die Kamera in Position, wollte meinen Mann beim Abstieg fotografieren. Und wie ich so durch den Sucher starre, rutsch mein Mann weg, und fällt mit lautem Plumps und Platsch mit Sack und Pack ins Wasser!
So schnell wie er drin war, so schnell sprang er auch wieder auf. „Mein Handy!“ er riss die Bauchtasche auf und gab mit sein Handy, damit ich es trocknen konnte….. die einzige Sorge galt dem elektronischen Gerät. Ein Urlaub ohne, eine Katastrophe.
Jetzt stand er da wie ein begossener Pudel, klitternaß mit Schürfwunden am Arm und am Knie. Wir vergewisserten uns, dass nichts Schlimmeres passiert ist und dann fing ich an zu Lachen………. Bilder? Das ging so schnell, dass ich gar keine (vom Fall) gemacht habe. Meine Güte was hätte alles passieren können, Kopf aufgeschlagen und was weiß ich noch alles…. Ein paar weitere Besucher halfen uns wieder hoch auf die Plattform und wir machten uns auf den Rückweg.
SONY DSC
Die Schuhe voll Wasser, das Hemd triefte, hihihihi, begleitet von der Sorge um das Handy. Ich hatte sofort den Akku rausgenommen und es notdürftig getrocknet. Auf dem Rückweg kauften wir ein Paket Reis und für die nächsten 2 Tage durfte sich das Handy ein Reisbad gönnen. Übrigens, es funktionierte, das Handy ließ sich anstandslos wieder einschalten. Merke: feuchtes (nicht naß) Handy kann man in Reis wieder trocknen!

Wandern, das machen wir eigentlich ganz gerne. Einen englischsprachigen Wanderführer sowie Strecken Information aus dem Internet hatten wir uns besorgt. Die Tage verstrichen und wir waren noch keinen Meter wirklich gewandert. Nicht weit von Kavalos gibt es die Melissa Schlucht. Die Literatur versprach ein einzigartiges Erlebnis. Davon wollten wir uns selbst überzeugen.
Das Auto kann man am Strassenrand parken, ein Weg führt bergab….. wir vermuteten mal, dass es der richtige ist.
Ein kurzes Stück und du stehst vor einem riesigen Torbogen aus Holz. Rechts davon eine kleine uralte Steinbrücke, wow, das war ja schon mal ein toller Anfang.

SONY DSCEin paar Meter weiter kam an eine Quelle. Ursprünglich waren dort Sitzgelegenheiten und ein Dach. Davon war nicht viel übrig. Die Informationstafel war leer. Kein Hinweis wo man lang gehen musste. Hm, wir gingen instinktiv weiter bergab und kamen irgendwann an zwei Hinweisschilder, die nach rechts und nach links deuteten. Die Infotafel, leer.
Also gingen wir zuerst nach links. Ein schöner gepflasteter Weg, mit verrottetem Geländer, das zu großen Teil einfach weggebrochen war. Landschaftlich erinnerte das an den Zauberwald auf Skiathos. So gingen wir ein Stück bis wir auf einer Lichtung standen und kein weiterer Weg mehr zu erkennen war. Enttäuscht kehrten wir um und versuchten den rechten Weg. Hier war alles so zu gewuchert, dass wir erneut aufgaben. Sehr schade. Wir hatten dann keine Bock mehr, auf der Straße zu laufen und sind wieder zurück zum Auto. Sehr schade, dass man hier keinen Wert auf die Erhaltung der Wanderrouten legt. Vielleicht ist das auch kein lohnenswertes Ziel für Wanderer? Man weiß es nicht. Mehr Wanderaktivitäten haben wir nicht gestartet…. es war uns echt zu heiß.
blog908

Schon vor dem Urlaub blieb ich bei Tripadvisor bei den Freizeitaktivitäten hängen. Museum? Nicht unser Ding. Kochkurs? Viel zu teuer! Paragliding? Au jaaaaaaaaa!
Gesagt getan. Eines Tages, der Urlaub neigte sich schon dem Ende zu, wollten wir uns informieren, wie das von statten geht.
Mein Mann ist für sowas nicht zu haben.
Wir fanden den Absprungort (hui, das war aber hoch…. aber toller Blick) und dort sagte man uns, dass die Agentur unten in Kathisma Beach ihre Station hat. Also runter zum Strand. Dort angekommen lief uns sogleich der Chef über den Weg, ein Deutsch-Grieche. sehr nett. Wir verabredeten meinen Flug für den nächsten Tag, die Wetterlage war äußerst günstig.
Der nächste Tag kam, das Wetter war klasse, wir machten uns zusammen mit der Vermieterin (die war gespannt auf diese Event) auf den Weg nach Kathisma Beach.
Dort angekommen, mussten wir kurz warten, denn Akis, der Flieger, war noch unterwegs. Die junge Frau war total nett, sie zeigte, wie der Schirm aussieht, damit man ihn sofort erkennt (es gibt weiter Anbieter am Strand). Wir durften unter dem Sonnenschirm Platz nehmen und schauten uns das Spektakel an.
Akis kam, landete und schon war ich auf dem Weg nach Exanthia zum „Absprung“. Es war eigentlich kein Absprung sondern ein Anlaufen bergab…. Auf dem Weg nach oben erklärte Akis die Einzelheiten zum Start und der Landung, alles gut verständlich wenn auch mit einschlägig schwäbischem Akzent :0)
Oben angekommen wurde der Schirm ausgebreit, Helm auf, angegurtet (man sitzt vor dem Chef in einem sehr bequemen „Sessel“. Für den Flug bekam ich einen Selfiestick mit einer GoPro, so konnte ich den ganzen Flug aufzeichnen.
Wir warteten auf einen Windstoß, damit man den Schirm hochziehen konnte. Es brauchte 3 Anläufe, dann kam schon das Kommando zum Loslaufen. Und ehe du dich versiehst, schwebst du schon in der Luft. Unglaublich. Lautlos gleitest du durch die Lüfte, eine warme Brise weht, du hast DEN ultimativen Ausblick auf die wunderschöne Landschaft, das türkisblaue Meer und die schneeweißen Strände der Westküste.

Sensationell. Wir drehten eine Runde über dem Wasser und dann…… nun, an einem Berghang hat Akis dann demonstriert, was man mit den Aufwinden und dem Schirm so  für Manöver fliegen kann. Hui, die erste Runde war amüsant, wie Achterbahnfahren, man wird richtig schnell, es geht bergab und bremst beim nach oben fliegen wieder ab.
Eigentlich cool. Die zweite Runde war…… noch ok, es reichte aber. Bei der dritten und vierten Runde war mir bereits hundeelend und ich wünschte mir nichts sehnlicher als endlich zu landen.
Dann endlich setzten wir zur Landung an. Es ging über den Strand und man läuft quasi aus, sobald die Füße den Boden berühren. Ganz einfach, Landung gestanden.

Die nette Dame half aus dem Geschirr und nahm Helm und Kamera in Empfang.
Für das Foto brachte ich gerade noch ein Lachen heraus, dann war Feierabend. Ich musste mich schwer beherrschen, erst mal sitzen und was trinken. Ergänzend will ich noch sagen, ich bin sehr empfindlich und werde schon seekrank, wenn ich ein Boot schaukeln sehe.
Der Flug war super klasse! Ein tolles Erlebnis!
Zum Schluß konnte ich den Film auf der Speicherkarte mit nach Hause nehmen. Abends haben wir ihn gemeinsam angeschaut…… und das Hochgefühl war  wieder da!

Fortsetzung folgt……

Teil 1 / Teil 2 / Teil 3 / Teil 4 / Teil 5

Lefkada 2017, Traumstrände, Bergdörfer und der krasse Gegensatz

blog04Lefkada ist eine wunderbare Insel mit vielen Gesichtern. Die Westküste ist sehr ursprünglich, hier befinden sich auch die schönsten Strände. Türkisfarbenes Wasser, weißer Sand, es ist einfach unglaublich. Jetzt im Juni hatte das Wasser so 24-25 Grad, also perfekt für eine Abkühlung.
Viele Strände sind bewirtschaftet, man findet dort kleine Tavernen und auch Liegestuhl- und Sonnenschirm Verleihe. Es gibt einige Hotels und trotzdem hat man nicht dieses Gefühl dass man von feiernden, gröhlenden Touris überrannt wird.
Vor 2 Jahren (2015) wurde die Insel von einem Erdbeben erschüttert. Die Nachwirkungen sind noch heute zu sehen, es ist eine der  wichtigsten Straßen zerstört, nämlich von Kavalos nach Pefkoulia Beach, durch die Schlucht vom Berg direkt ans Meer. Man muss jetzt halt einen Umweg fahren. Die Einheimischen glauben nicht, dass man die Straße wieder in Ordnung bringt. Das Geld fehlt. ohnehin
Auch die Hauptzufahrt zu 2 der schönsten Strände (Egremni und Gialos)  ist nicht passierbar. Zumindest an der Strasse nach Egremni Beach wird gearbeitet, sie soll bald fertig sein. Die Taverne am Strand ist auch komplett zerstört, ob da was gebaut wird konnten wir nicht rausfinden.
blog14.jpg
Von der Küstenstrasse aus kann man den Strand bewundern, ellenlang und traumhaftes Wasser. Vermutlich hätten wir zu Fuß gehen können, das war uns aber zu anstrengend.
Die Auswirkungen diverser Erdbeben sind hier überall zu sehen.
Die Ortschaften oberhalb der Küste sind sehr romantisch. Schmale Straßen, bewirtschaftete Gärten, wunderbare Pflanzenwelt, kleine Dorfplätze, hier und da ein Kafenion, kleine Läden mit Obst und Gemüse, Bäckereien, kleine Kirchen, und überall freundliche Menschen. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass man sich grüßt, egal ob man sich kennt oder nicht. Die Menschen hier haben nicht viel. Viele Behausungen sind sehr ärmlich und baufällig. Man fragt sich unweigerlich, von was diese Menschen leben.
blog16.jpg
Ein toller Ausflug ist die Fahrt zum Leuchtturm am nördlichsten Ende der Insel.
Eine sehr gut ausgebaute Straße führt dort hin. Von dort aus hat man einen mega Blick auf die umliegende Inselwelt.
Aber Achtung, die Fahrt zieht sich endlos. Die Distanzen zwischen den Ortschaften  sind nie sonderlich lang, aber durch die Bergelandschaft und die engen sich in Serpentinen schlängelnden Straßen muss man wirklich Zeit einplanen!

Im krassen Gegensatz dazu kommt die Ostküste daher. Ein Hotelkomplex reiht sich an den nächsten. Luxusresorts haben die schönsten Plätze für sich reserviert. Auf den ersten Blick scheint das alles ganz schön zu sein, den Strand direkt vor der Tür…..wenn du aber weißt, dass die Abwässer ungeklärt an der Ostküste ins Meer geleitet werden…….
Kali Bagno! (Gutes Baden!)
In Orten wie Nidri, tobt das (Touristen)Leben. Man hat sofort das Gefühl von Malle. Die Luft ist geschwängert von Sonnenöl- und Pommes-Duft. Es ist laut und an jeder Ecke eine Taverne, Bar oder Kneipe, tausende Souvenirläden und Minimärkte, die Luftmatratzen und Schwimmreifen, Eimerchen und Schippchen zum Verkauf anbieten. Hier kriegst du Sushi, Pizza, Pasta und Burger, und vielleicht auch noch ein typisches Touristen Gyros mit Fritten.
Nee, nix für uns! Der einzige Grund, warum man da hin muss ist die Tatsache, dass die Fähre nach Meganisi hier ablegt. Dazu später aber mehr.

Ich möchte nicht nur meckern, es gibt auch einige ganz nette Dinge zu erleben.
Gleich unterhalb von Lefkada Town kommt man nach Kariotes. Das ist noch ganz beschaulich und noch nicht  so ganz abartig touristisch.
Hier gibt es ein vorgelagertes Vogelreservat, einen Salzsee. Man kann auf einen relativ gut ausgebauten Strasse fast einmal Drumherum fahren….. aber nur fast, am Ende der Strasse muss man wenden und zurückfahren.
Es ist auch ein schöner Spazierweg, bei dem man Vögel beobachten kann. Dafür hat man eigens  einen Rastplatz angelegt. Umfangreiches Infomaterial findet man da und auch überdachte Sitzplätz für ein Picknick.
Wer sich für die Vögel nicht begeistern kann, dem gefallen vielleicht die zahlreich vorbeiziehenden Segelboote und Yachten. Hier verläuft die Hauptzufahrt wenn man von unten (Norden) Richtung Lefkada Stadt möchte. Oder eben von Lefkada Stadt an der Ostküste entlang Richtung Meganisi oder sonstwo hin.
Wie gesagt, es ist Geschmacksache.
Ein Abstecher von Kariotes aus Richtung Kolivata zum Kloster Agios Georgios ist auch empfehlenswert. Zum einen hat man von der bergauf führenden Strasse einen wunderbaren Blick und auch das Kloster ist wunderbar. Momentan ist es geschlossen, weil man es restauriert…… Allerdings konnten wir keine Arbeiten erkennen. Und wenn man rechts an der Klostermauer entlang geht, erreicht man einen Steinhaufen, wo die Maure eingestürzt ist. Ganz leicht kann man drüber klettern und ins Innere der Anlage gelangen. Nur noch durch die Maueröffnung quetschen und schon kann man die Architektur der Kirche und ein paar Gebäude bewundern. Die Kirche ist in gutem Zustand, alle anderen Gebäude sind eingestürzt und bedürfen noch ganz besonders viel Hingabe.

Zurück auf der Straße Richtung Süden kommt man in Ligia vorbei. Ein kleiner Hafen wo auch die Fischerboote ankommen. Hier soll man ganz gut Fisch essen können. Bestätigen können wir das nicht, weil wir nicht dort gegessen haben.
Je weiter man nach Süden kommt, umso verrückter wird das Leben da.
Wir sind weiter gefahren bis nach Mikros Gialos, einer wunderschönen Bucht. Hier war schon jede Menge los und so wollten wir nur auf einen Snack bleiben.
Für die Sportler unter euch, hier wird Standup Paddeling angeboten.
Wir setzten uns in eine Taverne, die erste, wenn man zum Strand kommt. Ich glaube, der Schuppen hieß „Del Mare“ . Es saßen viele Menschen drin…… deshalb fiel die Wahl auf dieses Restaurant.
Was soll ich sagen, wir waren sowas von enttäuscht von  Geschmack und Qualität des Essens.
Wir bestellen immer nur Meze (Vorspeisen) wie zB Tzatziki, Saganaki (Feta gebacken), frittierte Zucchini, Fava (Erbsenpüree)  und Brot. Das Essen war zum Weglaufen! Es hat nicht geschmeckt, der Kellner war unfreundlich, das Besteck schmutzig, wir haben nichtmal alles aufgegessen, haben bezahlt und uns geschworen, nie wieder Touri-Kneipe! Nix wie weg!

Fortsetzung folgt………

Hier kannst du weiter stöbern: Teil 1 / Teil 2 / Teil 4 / Teil 5