Reiseziel: Griechenland – nördliche Sporaden – Skiathos

{unbeauftragte Werbung / Nennung / Verlinkungen}

Nie gehört?
Den Film Mamma Mia gesehen? Der wurde dort gedreht, oder wenigstens Teile davon.
Seit nunmehr 6 Jahren zieht es uns immer wieder auf diese hübsche Insel.
Nicht jedes Jahr, aber immer wieder mal.
Das letzte Mal ist 2 Jahre her und die Sehnsucht trieb uns wieder wie altes Strandgut an die uns liebgewonnenen Plätze.
Früher konnte man nur mit Zwischenstopp in Wien nach Skiathos kommen. Mittlerweile fliegt man auch von Frankfurt aus direkt.
skiathos1801
Was erwartet dich?
Nun, die Insel Skiathos ist eigentlich überschaubar (11km lang und 5km breit). Eine gut ausgebaute asphaltierte Straße führt von Osten nach Westen.
Naja, man kann auch quasi eine Rundfahrt machen, quert dabei aber ein paar kleinere Straßen und Ansiedlungen.
Das ist der touristische und sehr gut erschlossene Teil der Insel mit der Hauptstadt Skiathos.
Im Norden wird es schon rauher und die Straßen sind nur noch buckelige Erdstrassen. Dafür hat man hier aber phantastische Strände und wird vielerorts mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

Aber von vorne. Wer meinen Blog regelmäßig liest weiß, dass wir Griechenland sehr lieben. Land, Leute und die Küche haben es uns angetan. Ich lasse euch gerne daran teilhaben.
skiathos1803
Mittlerweile gibt es viele Anbieter, die Pauschalreisen nach Skiathos anbieten.
Damit können wir nicht dienen. Wir sind Individualtouristen, buchen Flug, Ferienhaus und Leihwagen in eigener Regie.
Die Plattformen, die wir bislang benutzen sind fewo direkt, Mietwagenanbieter (da fällt eine Empfehlung wirklich schwer) und die jeweiligen Airlines und Fähren.
Bei fewo direkt (zB) findet sich für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel das passende Objekt.
Grundsätzlich reisen wir in der Nebensaison, wenn keine Ferien sind also im Mai/Juni oder Mitte/Ende September.

Nach der AirBerlin Pleite waren wir froh, dass Condor den Flug nach Skiathos angeboten hat und das auch noch ohne das umständliche Umsteigen in Wien. So blieb uns eine zeitaufwendige Anreise per Flugzeug und Fähre erspart.
Skiathos hat Dank des Herrn Onassis einen eigenen kleinen Flughafen (allerdings nicht nach ihm benannt). Total cool gelegen zwischen zwei Buchten, bei dem das Starten und Landen immer einem kleinen Abenteuer gleich kommt. Planespotter kennen den besten Platz.

Vor zwei Jahren kamen pro Tag vielleicht 4-5 Flieger. Das ist mittlerweile anders. Der Tourismus treibt hier unangenehme Blüten. Fluch oder Segen. Fluch, weil es laut ist, wenn man im östlichen Teil wohnt. Segen, weil die Insel vom Tourismus lebt. Aber wie überall gibt es Gutes und weniger Gutes.
Der Flughafen ist nicht sehr groß. Es können maximal 2 Flieger gleichzeitig entladen werden und müssen sofort wieder beladen werden und abheben. Über Nacht bleibt kein Flieger stehen.
Der Landeanflug ist sowohl als Passagier als auch als Beobachter imposant. Näher kommst du an keinen Flieger ran. Und als Passagier betest du, dass der Pilot sein Arbeitsgerät im Griff hat, sonst gibt´s nasse Füße.
skiathos1802
Landschaftlich hat die Insel viel zu bieten. Es gibt die Strände, die von der asphaltierten Strasse gut zu erreichen sind. Diese Strände befinden sich im Süden, westlich der Haupstadt und verfügen größtenteils über Hotelanbindung, Tavernen, Restaurants und diverse Wassersportmöglichkeiten. Sonnenliegen und Schirme können gegen eine Gebühr geliehen werden. Das Wasser ist in allen Fällen wunderbar sauber und der Strand gepflegt. Natürlich hast du immer Schweinchen, die ihren Müll einfach fallen lassen.

Die Strände im Norden sind etwas wilder. Je nach Wetter gibt es dort auch mal ordentliche Wellen. Die Strände haben zumindest eine kleine Taverne und auch den obligatorischen Sonnenliegen / Sonnenschirmverleih. Diese Strände sind teilweise mit einem anstrengenden Fußmarsch verbunden. Das hat den Vorteil, dass hier deutlich weniger los ist. Es empfiehlt sich auf jeden Fall ein Auto, dass mit den ruppigen Erdstrassen zurecht kommt.
Ausserdem gibt es auch Strände, die nur mit dem Boot erreichbar sind.
skiathos1804
Für diejenigen, die eher nur mal ins Wasser hüpfen und nicht den ganzen Tag am Strand verbringen, empfiehlt sich der Kauf des Wanderführers von Ortwin Widmann. Er hat mit ganz viel Liebe und jeder Menge Arbeit 24 Wanderwege erschlossen, angelegt und beschrieben, die die wahre Schönheit der Insel zeigen. Es lohnt sich auf jeden Fall das Buch zu kaufen. Das Buch gibt es überall auf der Insel auch in den Läden (zB im Kloster-Shop) zu kaufen. Festes Schuhwerk, ein Wanderstock und immer genügend Trinkwasser sind sehr zu empfehlen. Als Belohnung für alle erwanderten Strecken  winkt eine Wandermedaille. Dazu sammelt man alle Wandercodes, die irgendwo an der Strecke angebracht sind.
Auch wenn es teilweise sehr schweißtreibend und anstrengend ist, du siehst ganz wunderbare Orte und kannst die Natur genießen. Diese Insel duftet unglaublich gut nach wilden Kräutern und nach Pinien.
skiathos01
Ich bin durch Zufall auf ein kleines Büchlein gestoßen, welches ein junger Mann (Nikolas A. Despiniadis) in jahrelanger Recherche zu einem Buch zusammengetragen hat. Die Wildblumen Skiathos`sind das Thema. Ganz wunderbar fanden wir, dass der Autor selbst das Buch persönlich zu uns gebracht hat. Wir haben uns noch sehr nett unterhalten. Ein echtes Highlight. Hier findest du den Link zu seiner Homepage.

Aber auch die Touristen, die einen Hotelurlaub ohne sportliche Aktivitäten verbringen wollen werden die Insel mögen.
Man benötigt nicht unbedingt einen Mietwagen. Der Inselbus verkehrt regelmäßig zwischen Skiathos Stadt im Osten  und Koukounaris im Westen.
Das Angebot an Restaurants und Tavernen ist sehr groß und beschränkt sich nicht alleine auf die Hauptstadt. Überall auf der Insel kann man ausgezeichnet speisen.
Für jeden Geschmack und Geldbeutel findet man hier das passende Restaurant, von Pommesbude bis Sterneküche.
In Skiathos Stadt lohnt es sich am alten Hafen einfach mal zu verweilen und das Geschehen um sich herum zu beobachten. Ein paar Mezes, ein Bier, zurücklehnen und die Show genießen. Es wollen auch unzählige kleine Gässchen erkundet werden.
Die Einkaufsstrasse Papadiamantis ist der Dreh- und Angelpunkt. Hier kriegst du alles vom Nippes über Designerklamotten , Kippen, Alkohol bis hin zu Aspirin und Badelatschen. Diverse Bars, Restaurants und Cafés findest du auch. Es gibt natürlich auch die wichtigen Einrichtungen wie Banken, Bankautomaten und die Post.
Unser persönliches Highlight ist das Kino. Du denkst jetzt Kino, ja klar…… aber falsch gedacht. Es handelt sich hier nämlich um ein Open Air Kino. Es laufen aktuelle Filme. Das ist ok. Wer es auf diese Insel schafft, der hat meistens noch im Hinterkopf, dass der Film “ Mamma Mia „ hier zum Teil gedreht wurde. Dieser Umstand reicht aus, seit Jahren den Film regelmässig zu zeigen….jetzt auch den zweiten Teil.
Ich möchte erwähnen, dass es sich nicht einfach nur um das Zeigen des Filmes handelt. Dieser Film wird zelebriert.
Zum Einstieg läuft der Soundtrack. Du holst die noch Getränke und nimmst Platz.
Während des Films sorgen die Angestellten für Stimmung und animieren die bekannten Tanzschritte und Moves mit zu tanzen. Meeeeeeeega witzig und unterhaltsam. Das ganze Kino singt lautstark mit. Und immer wieder werden einzelne Szenen durch Aktionen der Angestellten unterstützt. Letztendlich ist der Film eine riesen Party und macht richtig Laune (jedenfalls der erste Teil, den zweiten haben wir dort noch nicht gesehen……es war ständig ausverkauft).
skiathos02
Viel zu schnell geht so ein Urlaub vorbei und findest dich am Flughafen wieder. Ratz fatz sitzt du wieder im Flieger nach Hause. Noch kurz ein Stoßgebet zum Himmel, dass der Pilot auch wirklich genug Schwung zum Abheben nimmt ……. ihr erinnert euch an die nassen Füße, wenns schief geht….. und schon lässt du diese wunderbare Insel mit all ihren Facetten hinter dir.
Kalo Taxidi ! ….und bis zum nächsten Mal!

 

Advertisements

Lachs-Cheesecake mit Balsamico-Spheren

unbeauftragte Nennung und Verlinkung

Bei dem jetzigen Sommerwetter möchte man leichte frische Küche.
Mein Rezept ist einfach gehalten, so dass man ganz fix ein tolles Essen auf dem Tisch stehen hat.
cheese13
Auch wenn das ein Cheesecake wird, gebacken wird heute nichts, die Küche bleibt kalt.
Wir haben hier einen herzhaften Keksboden mit einem Frischkäse mit ordentlich Lachs und Dill verfeinert.
Das i-Tüpfelchen ist der Kaviar aus einem leckeren Balsamico.
Optisch und geschmacklich ein Kracher!

Cheesecake (im Dessertring von 12cm)

Keksboden: 
100g gesalzene Kekse, in einem Plastikbeutel mit dem Nudelholz zu Krümeln verarbeiten
40g Butter, geschmolzen

Es ist hilfreich, den Boden und den Rand des Dessertringes mit Backpapier auszukleiden.
Kekskrümel und Butter vermischen, anschließend den Boden der Form 1cm hoch damit bedecken und festdrücken. Im Kühlschrank kalt stellen.

Die Cheesecake-Masse:

200g Frischkäse
100g Räucherlachs (90 g für die Frischkässemasse, der Rest zum Garnieren)
1cl Gin
Abrieb und Saft einer Limette
Dill, frisch oder TK
Salz, Pfeffer

Den Frischkäse in eine Schüssel geben und mit dem Rührgerät luftig aufschlagen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Lachs in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Dill unter die Frischkäsemasse heben.
Auf dem Keksboden verteilen und mindestens ein Stunde im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.

Balsamico Kaviar 

Zuerst befüllt man einen hohen Becher mit Speiseöl und lässt ihn sehr kalt runterkühlen.
Für den Kaviar rechnet man etwa 1,5g Agar Agar auf eine Flüssigkeitsmenge von 100ml.
Dabei ist es egal, wie süß, salzig oder sauer eine Flüssigkeit ist, die Rezeptur funktioniert immer.
Das Agar Agar wird mit der Flüssigkeit vermischt und kurz aufgekocht. Die Flüssigkeit abkühlen lassen. Im Temperaturbereich zwischen 45 und 37 Grad in eine Spritzflasche oder Pipette füllen und in das sehr kalte Öl tropfen lassen. Wenn die Kugeln den Boden des Gefäßes erreicht haben, haben sie die perfekte Konsistenz und Form.
Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass die Kugeln runder werden, wenn man ein sehr schlankes, hohes Glas benutzt!
Mit einer Schaumkelle oder Sieb entnehmen und unter fließendem warmem Wasser abspülen (die Kugeln sind hitzeresistent bis ca 70 Grad).

Eine sehr feine Vorspeise, passt pur oder auch zu einem frischen Baguette. DAS ist leichte Sommerküche mit Pfiff.
cheese01

Danke an Roddy für die Inspiration!

 

Halloumi – Bacon Würfel mit Mango Chutney, an Couscous-Salat

nicht beauftragte Werbung / Nennung und Verlinkung von Freunden

Junge, junge, ich wünschte, ich könnte mich das eine oder andere mal nach Limassol beamen. Kürzlich berichtete ich über ein ausgezeichnetes Restaurant in Limassol auf Zypern, das Ta Piatakia.
Inspiriert von der Küche von Roddy Damalis haben wir ein schnelles, leichtes Gericht nachgekocht.
Perfekt für die derzeitigen tropischen Temperaturen, wenn man abends noch auf der Terrasse sitzt und ein Glas Wein genießt.
Fantastische Halloumi Würfel in Bacon gewickelt und knusprig ausgebraten. Serviert mit Mango Chutney und einer scharfen Jamaica Jerk BBQ Soße. Als Sättigungsbeilage habe ich einen leichten Couscous Salat gemacht. Mit der Süße von Mais, herzhaft würzigen Oliven von Efthimios Christakis und frischen Kräutern aus dem Garten passen die Aromen perfekt zu den Halloumi Würfeln.
halloumi06halloumi05

Hier die Zutatenliste:

Halloumi Würfel
Halloumi von Dodoni
Bacon

fertige Soßen aus dem Supermarkt
Mango Chutney (Asia Shop)
Jamaica BBQ Soße (Encona)

Salat
Couscous
Mais (aus der Dose)
Oliven, entsteint und klein geschnitten
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Schnittlauch
Frühlingszwiebeln
Petersilie

Den Couscous mit Salz würzen und anschließend mit kochendem Wasser übergießen. Das Wasser sollte einen halben Zentimeter über dem Couscous stehen. Schüssel abdecken und ziehen lassen, bis der Couscous alle Flüssigkeit aufgenommen hat. Mit einer Gabel auflockern und mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Mais und die klein geschnittenen Oliven dazugeben, sowie die Kräuter und die Frühlingszwiebel klein schneiden und unterheben.
Etwas gutes Olivenöl beimengen und schon ist der Salat fertig.
Zum Anrichten passt auch wunderbar noch ein Löffel Mango Chutney dazu.

Für den Halloumi- Bacon Würfel wird der Halloumiblock in gleichmäßige Würfel zerteilt. Dann einfach eine Scheibe Bacon drumwickeln und bei mittlerer Hitze  in der Pfanne oder auf dem Grill rundherum knusprig braten.
halloumi01halloumi02halloumi03halloumi04
Ein leichtes Gericht, schnell zubereitet. Die Aromen passen hervorragend zusammen und lassen sich natürlich auch je nach Gusto variieren.

Garniert habe ich den Teller mit Oreganoblüten aus dem eigenen Garten.
Sehr hübsch und zudem noch sehr lecker!
halloumi07

καλή όρεξη!

 

Roddy Damalis: Ta Piatakia – the little plates, Limassol

What an amazing evening!

Zypern, Sommerurlaub.
Im Vorfeld guckst du hin und her, suchst ewig nach einem schönen, leckeren und bezahlbaren Restaurant. Es soll nicht die typische Touristenküche sein, mit Fleischbergen 0815 auf dem Teller. Traditionell sollte es schon sein, vielleicht etwas modern aufgemacht und vor allen Dingen lecker und gut gewürzt.

Puh, da kannste Tripadvisor schon etwas bemühen und Bewertungen rauf und runter lesen. Ich hatte schon aufgegeben, bis mein Mann die Lösung fand.
Limassol, das „Ta Piatakia“. Kurz recherchiert und in der Buchhandlung mal im Kochbuch von Roddy Damalis „My CY“ geblättert, gestaunt, Appetit geholt und für gut befunden.
Kurzes Telefonat, Reservierung für den nächsten Abend. Es läuft.
Prima, ich finde den Besitzer auf FB und schreibe ihm ne Message, erkläre, dass ich einen Foodblog schreibe und dass wir uns freuen, am nächsten Abend einen Tisch bekommen zu haben.
Mit einer Antwort hatte ich gar nicht gerechnet, doch er schrieb, dass  er sich auf unseren Besuch freue. Ja Wahnsinn!

Jetzt waren wir natürlich richtig neugierig.

Das Restaurant war schnell gefunden. Für alle, die künftig auch mal da hin wollen, etwas weiter auf der rechten Seite gibt es einen richtig großen Parkplatz (kostet nix).

Wir waren für zyprische Verhältnisse sehr früh dran. 19 Uhr, ist noch keine typische Essenszeit. Man isst hier sehr viel später.
Wir wurden sehr freundlich empfangen und entschieden uns für einen kleinen Tisch am Fenster. Ein schönes übersichtliches Restaurant, modern mit charmanten Retroelementen in Form von vielen kleinen Tellern, die an der Wand hingen.
TaPiatakia015TaPiatakia016
Wir waren grad noch in der Orientierungsphase, was wir wohl bestellen sollten, da kam Roddy und begrüßte uns persönlich.
Wow. Er konnte uns sofort zuordnen, nahm sich einen Stuhl und fing an zu erzählen.
Es war, als würden wir einen alten Freund treffen, den wir schon lange kennen.
Die offene und freundlich Art, die Begeisterung, mit der er sein Restaurant und das Konzept vorstellte, wir waren sofort mittendrin.

Das Konzept basiert auf Meze, serviert auf vielen kleinen Tellern……. so wie der Name schon sagt: Ta Piatakia – little plates.
Man legt Wert auf regionale und traditionelle Produkte, saisonale Gerichte und bereitet das Ganze mit ganz ganz viel Love and Passion für den Gast auf. Mehr geht nicht! An dieser Stelle hatte er schon gewonnen.
Jetzt erwartete uns eine sensationelle Abfolge an „kleinen Tellern“.

Die Tagesgerichte, die Menükarte…… wir bestellten und freuten uns aufs Essen.
TaPiatakia018

Wir bekamen einen Gruß aus der Küche:
Wachtelei mit hausgemachter Mayonnaise und Kaviar
TaPiatakia001
Wunderschön und lecker.

Als nächstes kamen frittierte Sellerieblätter an den Tisch, serviert in einem großen Cocktailglas. Da sah einfach auch cool aus und schmeckte fantastisch. So einfach und so fein!
TaPiatakia002

geräucherter Lachs mit Kaviar Cheesecake und Avocado
TaPiatakia003
Tolle Aromen, sensationelle Idee den Lachs zu präsentieren. Die Abstimmung der Aromen war perfekt!

Knoblauch & Kräuter Pita
TaPiatakia004
Einfach nur WOW. Da musste man aufpassen, dass man sich nicht schon am Brot satt isst!

Halloumi in Bacon mit Mango Chutney
TaPiatakia005
Hier kennt man Halloumi nur als langweiligen Quietschkäse….. dass es auch anders geht, hat Roddy eindrucksvoll bewiesen. Natürlich bietet Zypern auch ein wahnsinnig gutes Produkt an, welches im Ta Piatakia eine Veredelung erfährt. Super lecker!

Karotten Krokette mit Cashew und Kokos auf Saté Sauce
TaPiatakia006
Die Konsistenz und Gewürze passten perfekt und zusammen mit dem Wein explodierten die Aromen im Mund! Großartig!

Village Haloumi im Ofen gegart, mit Kapern und Oliven
TaPiatakia007
Sehr würzige Überraschung, die mich sehr an ein Gericht erinnert, welches ich selbst wahnsinnig gerne zubereite. Fantastisch!

Jakobsmuschel mit Kaviar Dill Butter
TaPiatakia008
Perfekt gegarte Jakobmuschel mit überraschender Kaviar Dill Butter, eine Kombination, die ich so nicht erwartet hätte, die aber absolut als „geil“ zu beschreiben ist.

Oktopus Souvlaki, Oktopus am Spieß gegrillt mit Kräuter Vinaigrette
TaPiatakia009
Zart, zerging auf der Zunge, ganz fein abgestimmte Kräutervinaigrette…..ich möchte den Oktopus auch mal so weich hinkriegen!

Ente mit eingelegten Walnüssen und Sirup
TaPiatakia010
Das war die Überraschung des Abends und mein persönliches Highlight.
Wunderbare Ente und dann die in Sirup haltbar gemachten grünen Walnüsse……die werden bei der Haltbarmachung schwarz.
Ein Hauch von Zimt, die Süße des Sirups, das Aroma der Walnüsse und die perfekt gegarte Ente……Hammer!!!!!!!
Das muss ich zu Hause testen!!

So langsam war unsere Kapazitätsgrenze erreicht……ein Dessert musste aber noch sein.
Kirschsorbet mit gemischten Beeren
TaPiatakia011
Sehr erfrischend, ausgewogenes Verhältnis zwischen Süße und der Säure der Beeren….man hätte sich reinlegen können.

Und zu jedem guten Essen gehört natürlich auch der obligatorische zyprische Kaffee und zu guter Letzt ein Glas Commandaria, dem zyprischen Dessertwein vergleichbar mir einem guten Port.
TaPiatakia012
Wir waren zufrieden, satt und glücklich.
Roddy hat sich rührend um uns gekümmert, viele Informationen zu seinem wunderbaren Kochbuch gegeben und über Traditionen und traditionelle Lebensmittel berichtet.
Ein toller Mensch, den man einfach in sein Herz schließen muss!
Roddy, solltest du irgendwann mal in die Gegend kommen, melde dich, es wäre uns eine Freude und Ehre, uns zu revanchieren!!!!

TaPiatakia017
Mit seinen beiden Kochbüchern und vollem Bauch haben wir den Rückweg angetreten.
Wir diskutierten noch lange über die einzelnen Geschmackskomponenten, die Kombinationen der Aromen und die entsprechende Präsentation.
Alle Daumen hoch!

Am nächsten Tag sind wir sofort losgefahren um im Supermarkt noch ein Glas der eingelegten Walnüsse zu kaufen. Ohne, wollten wir den Heimflug auf keinen Fall antreten! :0))))

Müllers auf der RÜ – das Frühlingsmenü

Groupon hat wieder den Gutschein für Nelson Müller´s Bistro angeboten und wir haben wieder den Gutschein gekauft. Ich glaube, das mittlerweile das vierte mal.
Wir mögen die Küche sehr und finden auch das Ambiente sehr ansprechend.
Gemeinsam mit Freunden haben wir dieses mal zu viert dort gespeist.
nelson04

Es empfiehlt sich auf jeden Fall einen Tisch zu reservieren, aber das nur am Rande.

Vorspeise:
Schaumsuppe vom weißen Spargel mit Räucherlachs
Hauptspeise:
Rosa gebratenes Rinderfilet vom Black Angus mit mediterranem Gemüse und Kartoffelgnocci
Dessert:
Erdbeer-Mascarpone-Törtchen mit Rhabarberchutney und Vanilleeis

Die Suppe war ein Traum. Wir waren uns alle einig, davon hätten wir gerne einen Nachschlag gehabt. Der Räucherlachs passt ganz toll zu der sehr feinen cremigen Suppe. Daran gab es nichts auszusetzen.
nelson03
Der Hauptgang wurde serviert ohne, das wir nach dem Gargrad des Fleisches gefragt wurden. Ok, auf der Karte stand „Rosa“ gebraten. Eigentlich gut.
Das Fleisch präsentierte sich aber sehr sehr rosa……. zwei Klapse und es hätte eigenständig geatmet.
nelson02
Ich bin nicht so empfindlich, denn das Fleisch war wunderbar zart und schmeckte, nachdem wir uns noch Salz und Pfeffer haben geben lassen, sehr sehr fein.
Das Gemüse war lecker aber eher so Standard. Ein klassisches Ratatouille, angerichtet mit Gnoccis. Lecker abgeschmeckt, aber nicht der Burner.

Das Dessert war optisch ok.
nelson01
Das Erdbeer-Mascarpone Törtchen….. nun ja, ich fand es leider fade. Mir fehlte da so der richtige Bums. Es war lecker und handwerklich gut gearbeitet, aber eben fade.
Das Eis war klasse. Ob es selbstgemacht war oder fertig, keine Ahnung. Auf jeden Fall war ordentlich Vanille drin und es war wunderbar cremig.

Zusammengefasst hat uns das Menü diesmal nicht vom Hocker gehauen. Die Portionen sind sehr übersichtlich. Man wird satt, könnte aber dennoch den einen oder anderen Happen vertragen.
Es war trotzdem ein toller Abend, denn das Drumherum hat uns richtig sehr amüsiert.
Vom Nebentisch, die ihren „Urlaub“ in Essen verbrachten, über die sehr laute Bedienung, die unangenehm geräuschvoll den Gesamtbetrag der Rechnung in den Raum plärrte, das Pärchen, welches sich nichts zu sagen hatte, sie die ganze Zeit am Handy drückte und er dösig in der Gegend guckte, bis hin zu dem frischverliebten Pärchen, welches unterschiedlicher nicht sein konnte. Er ein alternder Dandy, spitz wie Nachbars Lumpi, sie jünger und voll auf sein Gesülze fixiert…….
Wie gesagt, wir haben uns mächtig amüsiert.

Natürlich gehen wir da wieder hin!

Nelson hat fast den ganzen Abend höchstpersönlich in der Küche gestanden und Essen geschickt. Hut ab! Supernetter Typ!

Auberginen geröstet mit schwarzem Knoblauch Dressing, Joghurt und Pistazien

Wir waren ja mal in London im NOPI essen und haben Feuer gefangen für die ausgezeichnete Küche von Yotam Ottolenghi.
Keine Frage, in unserem Bücheregal findest du diverse Bücher dieses sympathischen Kochs aus Jerusalem. Auch im TV konnten wir seine kulinarischen Reisen verfolgen und uns Appetit auf mehr holen.
Lange Rede, kurzer Sinn, die Auberginen haben wir in London gegessen, für gut befunden und nachgekocht.
ottolenghi12

Im Grunde ist das ein sehr einfaches Gericht, wären da nicht die Zutat „schwarzer Knoblauch“. Hä? Ja, so haben wir auch reagiert.
Schwarze Knoblauch ist fermentierter Knoblauch, eine ganze Zehe.
Im TV sagen sie, man bekäme das im gut sortierten Supermarkt. In London ganz sicher, aber nicht in Deutschland.
Gut, im Internet kannst du alles bestellen, aber es stört mich, dass man teils horrende Versandkosten hat.
Der Zufall wollte es und mein Mann kam von einem Geschäftstermin zurück, bei dem ihm ein kurzer Abstecher nach Holland möglich war. Im Gepäck 3 Packungen schwarzen Knoblauch.
Neugierig wie wir sind, haben wir eine Packung direkt geöffnet.

Die Knolle sah eigentlich normal aus, nur eben nicht weiß sondern eher etwas bräunlich. Kein Geruch nach irgendwas. Aber in der Haptik eher weich, als wäre der Knoblauch Gammel.
Beim Zerlegen der Knollen offenbarte sich sein wahres Gesicht.

Eine wirklich rabenschwarze Zehe, klebrig wie Teer, kam zum Vorschein.
Der Geruch erinnerte nicht mehr so penetrant nach Knoblauch sondern hat eher so eine Lakritznote.
Ach, und er klebt wie hulle.

Kommen wir zum Rezept. Kleiner Hinweis, wir haben Pistazien zum Anrichten benutzt, im original Rezept werden Pinienkerne verwendet.

Die Auberginen:
– Auberginen (5 mittlerer Größe)
– Olivenöl
– Salz

Auberginen halbieren und die Hälften in ca 3cm dicke Scheiben schneiden.
ottolenghi11
ottolenghi10
Ordentlich ölen und auf Backpapier und einem Backblech rösten, bis sie goldgelb und weich sind. Wir haben das auf dem Grill gemacht. Das dauert bei 200 Grad so ca 40-50min. Danach abkühlen lassen.
ottolenghi09

Das Dressing aus schwarzem Knoblauch:
– 1 Pack schwarzer Knoblauch (ca 40gr)
– 1 TL Granatapfelsirup
– 1 1/2 TL Harissa
– 1/4 TL Chiliflocken
– 2 1/2 EL Zitronensaft
– 1/2 TL Kakaopulver
Die Zutaten sehr fein pürieren und über die Auberginen geben.
Vorsichtig unterheben, die Auberginen sollen nicht so arg zerfallen.
Mindestens 1 Stunde marinieren lassen.
ottolenghi04
ottolenghi03

Zum Anrichten:
– 150 gr Joghurt (ich mag den normalen 3,5% igen ganz gerne, der türkische ist mir zu säuerlich, aber das ist Geschmacksache)
– Salz
– Pinienkerne (geröstet) oder Pistazien
– Basilikumblätter

Einen Spiegel aus dem Joghurt auf den Teller geben, dann die Auberginen darauf anrichten und mit den Pinienkernen / Pistazien und den Basilikumblättern bestreuen. Fertig ist eine wunderbare Vorspeise, die ausgezeichnet mit Fladenbrot oder den dünnen persischen Fladen schmeckt.
ottolenghi02
ottolenghi01
Auch als Beilage zu Gegrilltem eine wunderbare Ergänzung. Der Knoblauchgeschmack ist nicht so dominant  wie man vielleicht vermuten mag. Wir finden es auf jeden Fall super lecker und es erinnert uns wirklich an das fulminante Menü, welches wir im NOPI genießen durften.