Lachs-Cheesecake mit Balsamico-Spheren

unbeauftragte Nennung und Verlinkung

Bei dem jetzigen Sommerwetter möchte man leichte frische Küche.
Mein Rezept ist einfach gehalten, so dass man ganz fix ein tolles Essen auf dem Tisch stehen hat.
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Auch wenn das ein Cheesecake wird, gebacken wird heute nichts, die Küche bleibt kalt.
Wir haben hier einen herzhaften Keksboden mit einem Frischkäse mit ordentlich Lachs und Dill verfeinert.
Das i-Tüpfelchen ist der Kaviar aus einem leckeren Balsamico.
Optisch und geschmacklich ein Kracher!

Cheesecake (im Dessertring von 12cm)

Keksboden: 
100g gesalzene Kekse, in einem Plastikbeutel mit dem Nudelholz zu Krümeln verarbeiten
40g Butter, geschmolzen

Es ist hilfreich, den Boden und den Rand des Dessertringes mit Backpapier auszukleiden.
Kekskrümel und Butter vermischen, anschließend den Boden der Form 1cm hoch damit bedecken und festdrücken. Im Kühlschrank kalt stellen.

Die Cheesecake-Masse:

200g Frischkäse
100g Räucherlachs (90 g für die Frischkässemasse, der Rest zum Garnieren)
1cl Gin
Abrieb und Saft einer Limette
Dill, frisch oder TK
Salz, Pfeffer

Den Frischkäse in eine Schüssel geben und mit dem Rührgerät luftig aufschlagen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Lachs in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Dill unter die Frischkäsemasse heben.
Auf dem Keksboden verteilen und mindestens ein Stunde im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.

Balsamico Kaviar 

Zuerst befüllt man einen hohen Becher mit Speiseöl und lässt ihn sehr kalt runterkühlen.
Für den Kaviar rechnet man etwa 1,5g Agar Agar auf eine Flüssigkeitsmenge von 100ml.
Dabei ist es egal, wie süß, salzig oder sauer eine Flüssigkeit ist, die Rezeptur funktioniert immer.
Das Agar Agar wird mit der Flüssigkeit vermischt und kurz aufgekocht. Die Flüssigkeit abkühlen lassen. Im Temperaturbereich zwischen 45 und 37 Grad in eine Spritzflasche oder Pipette füllen und in das sehr kalte Öl tropfen lassen. Wenn die Kugeln den Boden des Gefäßes erreicht haben, haben sie die perfekte Konsistenz und Form.
Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass die Kugeln runder werden, wenn man ein sehr schlankes, hohes Glas benutzt!
Mit einer Schaumkelle oder Sieb entnehmen und unter fließendem warmem Wasser abspülen (die Kugeln sind hitzeresistent bis ca 70 Grad).

Eine sehr feine Vorspeise, passt pur oder auch zu einem frischen Baguette. DAS ist leichte Sommerküche mit Pfiff.
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Danke an Roddy für die Inspiration!

 

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Halloumi – Bacon Würfel mit Mango Chutney, an Couscous-Salat

nicht beauftragte Werbung / Nennung und Verlinkung von Freunden

Junge, junge, ich wünschte, ich könnte mich das eine oder andere mal nach Limassol beamen. Kürzlich berichtete ich über ein ausgezeichnetes Restaurant in Limassol auf Zypern, das Ta Piatakia.
Inspiriert von der Küche von Roddy Damalis haben wir ein schnelles, leichtes Gericht nachgekocht.
Perfekt für die derzeitigen tropischen Temperaturen, wenn man abends noch auf der Terrasse sitzt und ein Glas Wein genießt.
Fantastische Halloumi Würfel in Bacon gewickelt und knusprig ausgebraten. Serviert mit Mango Chutney und einer scharfen Jamaica Jerk BBQ Soße. Als Sättigungsbeilage habe ich einen leichten Couscous Salat gemacht. Mit der Süße von Mais, herzhaft würzigen Oliven von Efthimios Christakis und frischen Kräutern aus dem Garten passen die Aromen perfekt zu den Halloumi Würfeln.
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Hier die Zutatenliste:

Halloumi Würfel
Halloumi von Dodoni
Bacon

fertige Soßen aus dem Supermarkt
Mango Chutney (Asia Shop)
Jamaica BBQ Soße (Encona)

Salat
Couscous
Mais (aus der Dose)
Oliven, entsteint und klein geschnitten
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Schnittlauch
Frühlingszwiebeln
Petersilie

Den Couscous mit Salz würzen und anschließend mit kochendem Wasser übergießen. Das Wasser sollte einen halben Zentimeter über dem Couscous stehen. Schüssel abdecken und ziehen lassen, bis der Couscous alle Flüssigkeit aufgenommen hat. Mit einer Gabel auflockern und mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Mais und die klein geschnittenen Oliven dazugeben, sowie die Kräuter und die Frühlingszwiebel klein schneiden und unterheben.
Etwas gutes Olivenöl beimengen und schon ist der Salat fertig.
Zum Anrichten passt auch wunderbar noch ein Löffel Mango Chutney dazu.

Für den Halloumi- Bacon Würfel wird der Halloumiblock in gleichmäßige Würfel zerteilt. Dann einfach eine Scheibe Bacon drumwickeln und bei mittlerer Hitze  in der Pfanne oder auf dem Grill rundherum knusprig braten.
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Ein leichtes Gericht, schnell zubereitet. Die Aromen passen hervorragend zusammen und lassen sich natürlich auch je nach Gusto variieren.

Garniert habe ich den Teller mit Oreganoblüten aus dem eigenen Garten.
Sehr hübsch und zudem noch sehr lecker!
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καλή όρεξη!

 

Roddy Damalis: Ta Piatakia – the little plates, Limassol

What an amazing evening!

Zypern, Sommerurlaub.
Im Vorfeld guckst du hin und her, suchst ewig nach einem schönen, leckeren und bezahlbaren Restaurant. Es soll nicht die typische Touristenküche sein, mit Fleischbergen 0815 auf dem Teller. Traditionell sollte es schon sein, vielleicht etwas modern aufgemacht und vor allen Dingen lecker und gut gewürzt.

Puh, da kannste Tripadvisor schon etwas bemühen und Bewertungen rauf und runter lesen. Ich hatte schon aufgegeben, bis mein Mann die Lösung fand.
Limassol, das „Ta Piatakia“. Kurz recherchiert und in der Buchhandlung mal im Kochbuch von Roddy Damalis „My CY“ geblättert, gestaunt, Appetit geholt und für gut befunden.
Kurzes Telefonat, Reservierung für den nächsten Abend. Es läuft.
Prima, ich finde den Besitzer auf FB und schreibe ihm ne Message, erkläre, dass ich einen Foodblog schreibe und dass wir uns freuen, am nächsten Abend einen Tisch bekommen zu haben.
Mit einer Antwort hatte ich gar nicht gerechnet, doch er schrieb, dass  er sich auf unseren Besuch freue. Ja Wahnsinn!

Jetzt waren wir natürlich richtig neugierig.

Das Restaurant war schnell gefunden. Für alle, die künftig auch mal da hin wollen, etwas weiter auf der rechten Seite gibt es einen richtig großen Parkplatz (kostet nix).

Wir waren für zyprische Verhältnisse sehr früh dran. 19 Uhr, ist noch keine typische Essenszeit. Man isst hier sehr viel später.
Wir wurden sehr freundlich empfangen und entschieden uns für einen kleinen Tisch am Fenster. Ein schönes übersichtliches Restaurant, modern mit charmanten Retroelementen in Form von vielen kleinen Tellern, die an der Wand hingen.
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Wir waren grad noch in der Orientierungsphase, was wir wohl bestellen sollten, da kam Roddy und begrüßte uns persönlich.
Wow. Er konnte uns sofort zuordnen, nahm sich einen Stuhl und fing an zu erzählen.
Es war, als würden wir einen alten Freund treffen, den wir schon lange kennen.
Die offene und freundlich Art, die Begeisterung, mit der er sein Restaurant und das Konzept vorstellte, wir waren sofort mittendrin.

Das Konzept basiert auf Meze, serviert auf vielen kleinen Tellern……. so wie der Name schon sagt: Ta Piatakia – little plates.
Man legt Wert auf regionale und traditionelle Produkte, saisonale Gerichte und bereitet das Ganze mit ganz ganz viel Love and Passion für den Gast auf. Mehr geht nicht! An dieser Stelle hatte er schon gewonnen.
Jetzt erwartete uns eine sensationelle Abfolge an „kleinen Tellern“.

Die Tagesgerichte, die Menükarte…… wir bestellten und freuten uns aufs Essen.
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Wir bekamen einen Gruß aus der Küche:
Wachtelei mit hausgemachter Mayonnaise und Kaviar
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Wunderschön und lecker.

Als nächstes kamen frittierte Sellerieblätter an den Tisch, serviert in einem großen Cocktailglas. Da sah einfach auch cool aus und schmeckte fantastisch. So einfach und so fein!
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geräucherter Lachs mit Kaviar Cheesecake und Avocado
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Tolle Aromen, sensationelle Idee den Lachs zu präsentieren. Die Abstimmung der Aromen war perfekt!

Knoblauch & Kräuter Pita
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Einfach nur WOW. Da musste man aufpassen, dass man sich nicht schon am Brot satt isst!

Halloumi in Bacon mit Mango Chutney
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Hier kennt man Halloumi nur als langweiligen Quietschkäse….. dass es auch anders geht, hat Roddy eindrucksvoll bewiesen. Natürlich bietet Zypern auch ein wahnsinnig gutes Produkt an, welches im Ta Piatakia eine Veredelung erfährt. Super lecker!

Karotten Krokette mit Cashew und Kokos auf Saté Sauce
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Die Konsistenz und Gewürze passten perfekt und zusammen mit dem Wein explodierten die Aromen im Mund! Großartig!

Village Haloumi im Ofen gegart, mit Kapern und Oliven
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Sehr würzige Überraschung, die mich sehr an ein Gericht erinnert, welches ich selbst wahnsinnig gerne zubereite. Fantastisch!

Jakobsmuschel mit Kaviar Dill Butter
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Perfekt gegarte Jakobmuschel mit überraschender Kaviar Dill Butter, eine Kombination, die ich so nicht erwartet hätte, die aber absolut als „geil“ zu beschreiben ist.

Oktopus Souvlaki, Oktopus am Spieß gegrillt mit Kräuter Vinaigrette
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Zart, zerging auf der Zunge, ganz fein abgestimmte Kräutervinaigrette…..ich möchte den Oktopus auch mal so weich hinkriegen!

Ente mit eingelegten Walnüssen und Sirup
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Das war die Überraschung des Abends und mein persönliches Highlight.
Wunderbare Ente und dann die in Sirup haltbar gemachten grünen Walnüsse……die werden bei der Haltbarmachung schwarz.
Ein Hauch von Zimt, die Süße des Sirups, das Aroma der Walnüsse und die perfekt gegarte Ente……Hammer!!!!!!!
Das muss ich zu Hause testen!!

So langsam war unsere Kapazitätsgrenze erreicht……ein Dessert musste aber noch sein.
Kirschsorbet mit gemischten Beeren
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Sehr erfrischend, ausgewogenes Verhältnis zwischen Süße und der Säure der Beeren….man hätte sich reinlegen können.

Und zu jedem guten Essen gehört natürlich auch der obligatorische zyprische Kaffee und zu guter Letzt ein Glas Commandaria, dem zyprischen Dessertwein vergleichbar mir einem guten Port.
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Wir waren zufrieden, satt und glücklich.
Roddy hat sich rührend um uns gekümmert, viele Informationen zu seinem wunderbaren Kochbuch gegeben und über Traditionen und traditionelle Lebensmittel berichtet.
Ein toller Mensch, den man einfach in sein Herz schließen muss!
Roddy, solltest du irgendwann mal in die Gegend kommen, melde dich, es wäre uns eine Freude und Ehre, uns zu revanchieren!!!!

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Mit seinen beiden Kochbüchern und vollem Bauch haben wir den Rückweg angetreten.
Wir diskutierten noch lange über die einzelnen Geschmackskomponenten, die Kombinationen der Aromen und die entsprechende Präsentation.
Alle Daumen hoch!

Am nächsten Tag sind wir sofort losgefahren um im Supermarkt noch ein Glas der eingelegten Walnüsse zu kaufen. Ohne, wollten wir den Heimflug auf keinen Fall antreten! :0))))

Müllers auf der RÜ – das Frühlingsmenü

Groupon hat wieder den Gutschein für Nelson Müller´s Bistro angeboten und wir haben wieder den Gutschein gekauft. Ich glaube, das mittlerweile das vierte mal.
Wir mögen die Küche sehr und finden auch das Ambiente sehr ansprechend.
Gemeinsam mit Freunden haben wir dieses mal zu viert dort gespeist.
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Es empfiehlt sich auf jeden Fall einen Tisch zu reservieren, aber das nur am Rande.

Vorspeise:
Schaumsuppe vom weißen Spargel mit Räucherlachs
Hauptspeise:
Rosa gebratenes Rinderfilet vom Black Angus mit mediterranem Gemüse und Kartoffelgnocci
Dessert:
Erdbeer-Mascarpone-Törtchen mit Rhabarberchutney und Vanilleeis

Die Suppe war ein Traum. Wir waren uns alle einig, davon hätten wir gerne einen Nachschlag gehabt. Der Räucherlachs passt ganz toll zu der sehr feinen cremigen Suppe. Daran gab es nichts auszusetzen.
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Der Hauptgang wurde serviert ohne, das wir nach dem Gargrad des Fleisches gefragt wurden. Ok, auf der Karte stand „Rosa“ gebraten. Eigentlich gut.
Das Fleisch präsentierte sich aber sehr sehr rosa……. zwei Klapse und es hätte eigenständig geatmet.
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Ich bin nicht so empfindlich, denn das Fleisch war wunderbar zart und schmeckte, nachdem wir uns noch Salz und Pfeffer haben geben lassen, sehr sehr fein.
Das Gemüse war lecker aber eher so Standard. Ein klassisches Ratatouille, angerichtet mit Gnoccis. Lecker abgeschmeckt, aber nicht der Burner.

Das Dessert war optisch ok.
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Das Erdbeer-Mascarpone Törtchen….. nun ja, ich fand es leider fade. Mir fehlte da so der richtige Bums. Es war lecker und handwerklich gut gearbeitet, aber eben fade.
Das Eis war klasse. Ob es selbstgemacht war oder fertig, keine Ahnung. Auf jeden Fall war ordentlich Vanille drin und es war wunderbar cremig.

Zusammengefasst hat uns das Menü diesmal nicht vom Hocker gehauen. Die Portionen sind sehr übersichtlich. Man wird satt, könnte aber dennoch den einen oder anderen Happen vertragen.
Es war trotzdem ein toller Abend, denn das Drumherum hat uns richtig sehr amüsiert.
Vom Nebentisch, die ihren „Urlaub“ in Essen verbrachten, über die sehr laute Bedienung, die unangenehm geräuschvoll den Gesamtbetrag der Rechnung in den Raum plärrte, das Pärchen, welches sich nichts zu sagen hatte, sie die ganze Zeit am Handy drückte und er dösig in der Gegend guckte, bis hin zu dem frischverliebten Pärchen, welches unterschiedlicher nicht sein konnte. Er ein alternder Dandy, spitz wie Nachbars Lumpi, sie jünger und voll auf sein Gesülze fixiert…….
Wie gesagt, wir haben uns mächtig amüsiert.

Natürlich gehen wir da wieder hin!

Nelson hat fast den ganzen Abend höchstpersönlich in der Küche gestanden und Essen geschickt. Hut ab! Supernetter Typ!

Auberginen geröstet mit schwarzem Knoblauch Dressing, Joghurt und Pistazien

Wir waren ja mal in London im NOPI essen und haben Feuer gefangen für die ausgezeichnete Küche von Yotam Ottolenghi.
Keine Frage, in unserem Bücheregal findest du diverse Bücher dieses sympathischen Kochs aus Jerusalem. Auch im TV konnten wir seine kulinarischen Reisen verfolgen und uns Appetit auf mehr holen.
Lange Rede, kurzer Sinn, die Auberginen haben wir in London gegessen, für gut befunden und nachgekocht.
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Im Grunde ist das ein sehr einfaches Gericht, wären da nicht die Zutat „schwarzer Knoblauch“. Hä? Ja, so haben wir auch reagiert.
Schwarze Knoblauch ist fermentierter Knoblauch, eine ganze Zehe.
Im TV sagen sie, man bekäme das im gut sortierten Supermarkt. In London ganz sicher, aber nicht in Deutschland.
Gut, im Internet kannst du alles bestellen, aber es stört mich, dass man teils horrende Versandkosten hat.
Der Zufall wollte es und mein Mann kam von einem Geschäftstermin zurück, bei dem ihm ein kurzer Abstecher nach Holland möglich war. Im Gepäck 3 Packungen schwarzen Knoblauch.
Neugierig wie wir sind, haben wir eine Packung direkt geöffnet.

Die Knolle sah eigentlich normal aus, nur eben nicht weiß sondern eher etwas bräunlich. Kein Geruch nach irgendwas. Aber in der Haptik eher weich, als wäre der Knoblauch Gammel.
Beim Zerlegen der Knollen offenbarte sich sein wahres Gesicht.

Eine wirklich rabenschwarze Zehe, klebrig wie Teer, kam zum Vorschein.
Der Geruch erinnerte nicht mehr so penetrant nach Knoblauch sondern hat eher so eine Lakritznote.
Ach, und er klebt wie hulle.

Kommen wir zum Rezept. Kleiner Hinweis, wir haben Pistazien zum Anrichten benutzt, im original Rezept werden Pinienkerne verwendet.

Die Auberginen:
– Auberginen (5 mittlerer Größe)
– Olivenöl
– Salz

Auberginen halbieren und die Hälften in ca 3cm dicke Scheiben schneiden.
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Ordentlich ölen und auf Backpapier und einem Backblech rösten, bis sie goldgelb und weich sind. Wir haben das auf dem Grill gemacht. Das dauert bei 200 Grad so ca 40-50min. Danach abkühlen lassen.
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Das Dressing aus schwarzem Knoblauch:
– 1 Pack schwarzer Knoblauch (ca 40gr)
– 1 TL Granatapfelsirup
– 1 1/2 TL Harissa
– 1/4 TL Chiliflocken
– 2 1/2 EL Zitronensaft
– 1/2 TL Kakaopulver
Die Zutaten sehr fein pürieren und über die Auberginen geben.
Vorsichtig unterheben, die Auberginen sollen nicht so arg zerfallen.
Mindestens 1 Stunde marinieren lassen.
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Zum Anrichten:
– 150 gr Joghurt (ich mag den normalen 3,5% igen ganz gerne, der türkische ist mir zu säuerlich, aber das ist Geschmacksache)
– Salz
– Pinienkerne (geröstet) oder Pistazien
– Basilikumblätter

Einen Spiegel aus dem Joghurt auf den Teller geben, dann die Auberginen darauf anrichten und mit den Pinienkernen / Pistazien und den Basilikumblättern bestreuen. Fertig ist eine wunderbare Vorspeise, die ausgezeichnet mit Fladenbrot oder den dünnen persischen Fladen schmeckt.
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Auch als Beilage zu Gegrilltem eine wunderbare Ergänzung. Der Knoblauchgeschmack ist nicht so dominant  wie man vielleicht vermuten mag. Wir finden es auf jeden Fall super lecker und es erinnert uns wirklich an das fulminante Menü, welches wir im NOPI genießen durften.

Strasbourg, Capitale de Noel

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Ja, das isse wirklich!
Opulent, strahlend, festlich, verrückt, blinkend und glitzernd……so lässt sich Strasbourg zur Vorweihnachtszeit beschreiben.
Geplant vor über einem Jahr, ausgelöst durch die Erzählungen einer Kollegin und einen Blogpost, der mich fasziniert hat.
Ich hatte mich noch nie damit befasst, Strasbourg…..ok, ich wusste, das liegt in Frankreich, im Elsaß. Elsaß, da soll man gut essen können und das Warenangebot in den Supermärkten soll Fein- und Leckerschmecker in Verzückung versetzen. Klingt klasse!
Nun gut.
Für 2016 war die Zeit zu kurz zum Buchen, also mal für 2017 planen.
Hotels zu dieser Zeit unverschämt teuer oder du bist soweit ausserhalb, dass es keinen Spaß macht.
Also schauen wir bei Ferienwohnungen in Schlagdistanz zur Innenstadt, möglichst mit Anbindung durch die öffentlichen Verkehrsmittel in der Nähe. Du willst ja auch dein Auto irgendwo abstellen ohne dich groß um Parktickets etc kümmern zu müssen. Mit jedem dieser Punkte dezimiert sich das Angebot. Der finale Schlag ist, wenn du 2 Zimmer brauchst und mit 4 Personen anreist.

Ich bin fündig geworden. Wir haben über die Plattform Fewo schon viele Unterkünfte gebucht und somit hatte ich keine Bange, dass das nicht klappt. Die Konversation mit dem Besitzer war unproblematisch und sehr freundlich.
Check:
– 2 Zimmer
– mit Frühstück
– Parkplatz
– Tram Haltestelle unweit
– 3 Haltestellen bis zur Innenstadt
– notfalls Bäcker und kleiner Supermarkt um die Ecke

Endlich war es soweit.
Ein verlängertes Wochenende, von Freitag bis Sonntag. 4 gut gelaunte Personen mit kleinem Gepäck und großen Kühltaschen machten sich auf den Weg.
Die Anreise verlief problemlos, erster Stop ein großes Einkaufszentrum mit riesigem Supermarkt.
Aaaaaaaaaaah, das Warenangebot übertraf meine Erwartungen. Problemlos hätte man hier viel Geld ausgeben können.
Die Franzosen verstehen was von Genuß. Alleine das  Angebot an Käsesorten, Wurst und Pasteten, Brot, Baguette und Patisserie war der Knaller. Der Duft von frisch gebackenem Brot, das machte schon Laune.
Es wanderten einige Käsesorten, Wein und andere Leckereien in den Einkaufskorb, bevor es zum zweiten Supermarkt ging.
Der Markt war kleiner aber nicht minder gut ausgestattet. Auch hier haben wir uns mit allerlei Leckereien eingedeckt.
Nun aber schnell zur Unterkunft, die nicht weit entfernt war.
Wir wurden dort sehr herzlich empfangen und konnten unser Auto auf dem Garagenhof abstellen. Sehr schön.
Kurz die Zimmer verteilt, frisch gemacht und schon waren wir auf dem Weg nach Petit France.
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Es war schönes Wetter, also gingen wir zu Fuß. Die Empfehlung des Vermieters lag ganz klar auf der Hand. Lieber heute anschauen, bevor Samstag und Sonntag die Touristenschwärme einfallen.
Es war wunderbar! Die Sonne kam noch raus und bescherte uns perfektes Licht zum Fotografieren.
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Je dunkler es wurde, desto mehr rückte die opulente Beleuchtung in den Vordergrund. Die Fachwerkhäuser waren wunderschön und sehr individuell geschmückt. Ein Haus schöner als das andere, eine Beleuchtung ungewöhnlicher als die andere.
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Wunderbarer Vin Chaud, der im Vergleich zur deutschen Glühweinplörre ein wahrer Gaumenschmaus ist. Knusprig gebackene Brezeln, Hefe Maennele,  wundervolles Pain d´Épice (Lebkuchen) und Gebäck aller Art.
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Während man in Deutschland Handyschalen und anderen nutzlosen Killefit feilgeboten bekommt, stößt man hier auf Kunstgewerbe und wahre Weihnachtsdeko. Eine Wohltat für die Augen.
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Hier reiht sich ein Weihnachtsmarkt an den nächsten. Jeder Stadtteil hat seinen eigenen und die engen Strassen mit den hübsch geschmückten Häusern verbinden alles zu einem einzigartigen Lichtermeer.
Hier ein paar Impressionen:
strasbourg22strasbourg06strasbourg07Am Freitag war es vergleichsweise ruhig in den Gassen, am Samstag schoben sich die Massen durch, dicht an dicht. Notiz an mich selber und alle, die einen Besuch in Strasbourg planen:
– meidet Samstag und Sonntag
– reserviert rechtzeitig einen Tisch, wenn ihr im Restaurant essen wollt.

Und wie wir so Richtung Münster gehen und noch einen Glühwein trinken, die ganzen Lichter um uns herum, der Duft nach Gebackenem in der Nase, keimt der Wunsch auf, jetzt könnte es doch schneien.
Ohne scheiß, kaum ausgesprochen fing es an zu schneien. Zuerst in dicken Körnern, dann in Flocken…… was geht denn jetzt ab?
Völlig durchnässt, weil wir damit ja nun wirklich nicht gerechnete haben, sind wir in ein sehr nettes Restaurant geflüchtet. Das war am Freitag und wir bekamen problemlos einen freien Tisch im Le Thomasien in Petit France.
Deftige Elsässer Küche und ein wirklich nettes Ambiente bescherten uns einen tollen Abend. Die Bedienungen waren super nett und das Essen schmeckte ausgezeichnet.

Wir Mädels hatten die Röstis in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Die Röstis waren geraspelte Kartoffeln in einer Auflaufform, saftig in Soße, sehr lecker gewürzt und schlußendlich mit Käse überbacken. Sehr sättigend und fein! Die Männer hatten Flammkuchen und geschmortes Fleisch mit Kartoffeln. Dazu tranken wir ein zünftiges Weihnachtsbier.
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Preis-Leistung stimmten hier absolut!
Zufrieden, satt und müde sind wir zurück in unsere Unterkunft um gestärkt in den nächsten Tag zu starten.
Unsere Übernachtung beinhaltete auch ein Frühstück. Wir hatten keine großen Erwartungen und wurden mit einem tollen und reichhaltigen Frühstück überrascht. Gemütlich in der Küche der Vermieter sitzend, bei Kaffee, Croissants, Baguette und Käse, Honig, Marmelade und frischem Obst stärkten wir uns für den Tag.
Samstag.
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Busse karrten Touristen an und man bekam kein Bein mehr auf den Boden. Unser Ziel hieß der Laden der Firma : La Belle Iliose, Fischkonserven.
Von dem Erlebnis mit dem vergoldeten (teuren) Sardinenbrot hatte ich ja berichtet. Und wie es der Zufall so wollte befand sich ein Laden in einer der Haupt Einkaufsstrassen. Darauf hatten wir uns wirklich gefreut. Der Laden war nicht sonderlich groß aber fantastisch ausgestattet. Ein Mekka für Freunde der konservierten Meeresbewohner.
Großeinkauf weil, übers Internet sind die Dosen viel teurerer, und die Dosen sehen einfach sensationell aus, das schreit nach Kunst!
Eine kurze Rast in einem sehr coolen Bistro, dem Jeannette et les Cycleux. Mal eben aufwärmen und einen Happen essen, genau das Richtige.
Auch hier war der Glühwein exzellent. Wir bestellten Quiche Lorraine und weil ich es unbedingt mal probieren wollte Foie Gras. Es schmeckte super. Die fröhliche Atmosphäre, die ungewöhnliche Deko und das gute Essen können wir bedenkenlos empfehlen!

Um aus dem Trubel zu entkommen entschlossen wir uns, mal zum Europaparlament zu fahren. Dort angekommen fanden wir das Gebäude nicht gerade weltbewegend und da wir auch keine Besichtigung planten, liefen wir nur mal draussen längst und stiegen wieder in die Bahn Richtung Innenstadt.
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Nach einer kurzen Siesta fuhren wir zum Essen erneut in die Stadt. Tja, das Debakel hätten wir uns sparen können, wenn wir einen Tisch reserviert hätten. Es war voll! Vor den Restaurant lange Warteschlangen und keine Chance auf einen freien Tisch.
Wir suchten ewig und gaben dann auf. Etwas abseits des Trubels stießen wir auf eine kleine Brasserie, die tatsächlich noch einen Tisch frei hatte. Das Essen war so lala, nicht schlecht, aber auch nicht so schmackhaft wie am Abend zuvor. Also traten wir die Heimfahrt an und tranken in unserer Unterkunft noch ein Glas Wein zum Ausklang eines wundervollen Wochenendes.

Kurze Zusammenfassung und Tipps:
– Besuch (zur Weihnachtsmarktzeit) unter der Woche bis maximal Freitag, dann ist es nicht zu voll
– öffentliche Verkehrsmittel sind recht günstig, 24h Ticket oder Gruppeticket
– Tisch im Restaurant vorher reservieren, vor allem, wenn du am Wochenende einen Restaurantbesuch planst
– Käse, Wurst, Gebäck, das sind alles tolle Mitbringsel zu angemessenen Preisen
– Vin Chaud, die leckerste Alternative zu unserem Glühwein!

Wir haben unsere Übernachtungen über Fewo direkt gebucht.
Das muss jeder für sich selbst entscheiden, welchen Komfort er haben möchte.
An unserer Unterkunft gab es nichts auszusetzen. Picobello sauber, gut zu erreichen, mit ausgezeichnetem Frühstück und sehr freundlichen und netten Vermietern.