Platz schaffen – aufatmen

Wir sind im Stress!
Mach mal aus 2 kompletten, (über)voll ausgestatteten Haushalten einen einzigen.
Das ist hart und total Nerv tötend.
Du musst dich ja nicht nur um die Möbel und deren Inhalt kümmern aus der Wohnung wo du ausziehst, sondern auch um die Möbel und den Inhalt, wo du einziehst.
Und obwohl wir schon sehr lange an der Zusammenlegung arbeiten, kam der endgültige Zeitpunkt jetzt doch irgendwie überraschend. Kurzum, wir haben es lange einfach schleifen lassen, gebummelt und jetzt drängt es plötzlich.

Also erstmal Platz schaffen.
Du willst ja nicht alles wegwerfen. Das mögen wir nicht, Nachhaltigkeit steht immer im Vordergrund und deshalb muss ganz viel im Vorfeld unter die Leute gebracht werden.
Es ist schon sehr viel weg, aber trotzdem packt mich mit jeder Schranktür, die ich öffne, wieder die Panik.

Einer der ersten Schritte: der Kleiderschrank
IST Zustand 3,50m Kleiderschrank –> mein Mann;  50cm –> ich (ehrlich! inkl einer kleinen Kommode)
Also musste ich mir was überlegen um die Aufteilung zu optimieren und mit einer Neuordnung, inklusive Sichten und Aussortieren für eine neue Verteilung sorgen.
Da kam mir ein Ausspruch meines Mannes in den Sinn, dass man beim Bund alles auf A4 Format gefaltet hat. Also mal schnell ein Klemmbrett geschnappt, maß genommen, passt, angefangen die Shirt und Pullis auf Maß zu bringen.
Ja, ich hab jedes einzelne TShirt, jedes Langarmshirt,  jeden Pulli, jedes Sweatshirt in der Hand gehabt. Begutachtet, aussortiert oder für „noch gut“ befunden, gefaltet und wieder weg gesetzt.
Das war eine echte Kackarbeit, so hatte ich mir meinen freien Tag nicht vorgestellt…..nix mit chillig auf der Couch sitzen und im Garten den Pflanzen beim Wachsen zusehen.
Im Endeffekt hat sich aber richtig gelohnt.

Für alle, die einen Schnellkurs benötigen, habe ich die Faltanleitung zusammengestellt.

Ach ja, der Schrank hat plötzlich Kapazitäten frei gegeben…….. die gilt es jetzt geschickt weiter auszunutzen.
Vorher / Nachher

Zudem haben wir uns erfolgreich von Nähmaschinenschrank und etlichem Kleinkram getrennt. Kistenweise habe ich Haushalts- und Küchenkrempel verscheuert, an Freunde verschenkt und die Mülltonne gefüllt. Ballast abzuwerfen ist wirklich befreiend!!!! Ich danke mit diesem Impuls der lieben Maike von Flower & Candies, die mit ihrem Artikel bei mir den Wunsch ausgelöst hat etwas zu tun.
Mir fällt es sehr viel leichter mich von Dingen zu trennen, die mir nicht wirklich was bedeuten oder wo eine Geschichte dran hängt.
Mein Mann ist da sehr viel dünnhäutiger. Aber gemeinsam finden wir einen Weg, damit sich jeder gut fühlt.

 

Advertisements

Die Knifte: Pizza Schnitte

(enthält Werbung)

pizza12
Ich stelle fest, dass die mediterranen  Aromen sich am einfachsten zu schmackhaften Brotbelägen verarbeiten lassen. Deshalb heute der Gruss an die italienische Mamma!

mamma
Die klassischen Aromen einer Pizza kommen hier zum Einsatz und verbinden den saftigen, würzigen Reibekuchen perfekt zu einem Brotbelag mit Suchtpotential!

Hier bietet sich auch Resteverwertung an. Hast du noch Teig vom Reibekuchen über?
Oder eine handvoll rohe Kartoffeln? Eben fix gerieben und gewürzt und schon kanns losgehen.
Besondere Zutaten sind nicht nötig, du kannst dich austoben und den Kühlschrank leer machen. Ich hatte noch Tomate und  Salami im Haus. Reibekäse oder zur Not auch ne Scheiblette (wenns gar nicht anders geht) sollte auch sein.

Und schon geht´s los!
Den Reibekuchen  mit etwas Frischkäse bestreichen, hier ein angemachter mit feuriger Paprika.

Darauf den Reibekuchen, dünne Tomatenscheiben gewürzt mit All Arrabbiata (oder Salz, Pfeffer und Oregano), Käse, die Salamischeiben, Käse und oben drauf etwas frische Chili und eine paar Frühlingszwiebelringe.
Das Ganze kurz unter den Grill, damit der Käse schmelzen und alles zusammen halten kann.
pizza13
pizza11
Fertig! Zwischen zwei Brotscheiben und abtauchen in den Urlaub in Italien. Von weitem hörst du das Plätschern der Wellen und den nervigen Eisverkäufer Luigi….. ach, das ist dein Kollege? Nun, genieße deine Pause!
pizza10
Lieben Dank wie immer an Spicebar, die mich so großartig bei unserem Projekt unterstützen!
logo

So eine Pleite….

Ja, der BVB hat verkackt. Als wäre das nicht schon bescheiden genug, hatten wir auch noch einen sehr merkwürdigen Abend.
Merkwürdig nicht, weil wir zum Essen verabredet waren, sondern eher, was wir in dem Restaurant erlebt haben.
Notiz an mich selber, was auf Tripadvisor steht, enthält doch ein wenig Wahrheit.

Von vorne.
Die Brasserie / Restaurant / Gasthaus „Zur Quelle“ in Dortmund war das Ziel.
Ich verzichte jetzt ganz bewusst auf den Link, weil ich es nicht wert finde darauf zu verweisen!

Diejenigen, die schon dort waren, brauchen nicht weiter zu lesen….. diejenigen, die da gerne hin wollen, sollten vielleicht doch bis zum Ende lesen.
Die Homepage gibt nicht ganz soviel her. Vielleicht ist das so gewollt, soll neugierig machen auf das Konzept und die Location. Mag sein.
Die Brasserie liegt in einer Kleingartenanlage und ist eigentlich gut zu erreichen. Allerdings ist das Hinweisschild von der Hauptstrasse aus kommen nur aus einer Richtung zu lesen. Du eierst erstmal durch den dunklen Wald (Knöpfchen runter), bis ganz am Ende dann tatsächlich da noch ein Haus steht. Parkplätze gibt es genug. Und das war zusammen mit den sehr gepflegten Toiletten auch schon das Positive.

Motiviert und neugierig auf den Abend und das Essen betraten wir den Gastraum. Auf den ersten Blick nett, klein, übersichtlich, bis wir feststellten, dass es weitere Räume gab, da lasse ich mich gleich drüber aus.
Die Dame, die sich später als Besitzerin rausstellte, wies uns den reservierten Tisch zu und der Abend nahm seinen Lauf.
Unsere Bekannten trudelten ein und wir bestellten die Getränke.
Es kam ein Gruß aus der Küche und der war lecker. Ein Entenrillette, dazu geröstetes Brot und Cornichons. Sehr fein! Wir freuten uns auf das, was noch folgen sollte.

Auf die Frage nach der Speisekarte guckte uns die Besitzerin verständnislos an und wies auf die draussen! (5 Grad Außentemperatur), vor dem Restaurant angeschlagene handgeschriebene Tafel hin.
Wir also alle Mann raus auf die frostige Terrasse um die „Karte“ zu studieren.
Es war so arschkalt, dass wir uns dafür entschieden, ein Foto von der Tafel zu machen, um uns drinnen für ein Gericht zu entscheiden.
Es waren nur wenige Gerichte ausgewiesen und die Gerichte lasen sich wie eine Weltreise. Von Vietnam ging es über Italien an Hessen vorbei nach Frankreich……. so in etwa. Die Spezialität sollte das Sardinenbrot sein. Das las sich gut und so bestellten wir 2x die Vorspeise, um sie pärchenweise miteinander zu teilen.  Die Hauptgerichte wählten wir ebenfalls und ließen uns belehren, was sich hinter dem vietnamesischen Gericht verbarg. Soweit alles gut.

Die junge Dame, die uns die Vorspeisenteller dann anreichte, glänzte den ganzen Abend mit gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Defiziten.
Sie stellte erst einen Teller hin, den zweiten brachte sie an den Nebentisch……?!
Als der zweite Teller war  klar, dass es sich um zwei völlig unterschiedliche Zubereitungsarten und Sorten der Sardinen handelte. Hätten wir wählen können? Hat uns keiner gefragt!
Wir, unwissend und verwirrt, fragten also höflich nach, was wir da auf dem Teller hatten. Da schnickte sie die zwei Ursprungsdosen auf den Tisch und bellte uns an, das  man ja wohl sehe, dass das unterschiedliche Sorten sind und überhaupt…….. uuuui, da hatte sie ohne Umschweife bei 4 Personen genau den richtigen Nerv getroffen.
Unhöflich blieb sie übrigens den ganzen Abend.
So, jetzt brauchten wir noch zusätzliche Tellerchen. Keiner wollte sich der schlechten Laune der Besitzerin aussetzen und so zogen wir quasi Streichhölzchen. Ich erbarmte mich und besorgte  die Teller. Diesmal tatsächlich ohne unfreundlich angeblafft zu werden.
Im Nachgang muss ich einfach nochmal erwähnen, dass wir für 4 kleine Sardinen aus der Dose, angerichtet auf EINEM Scheibchen Brot und etwas Deko 14,50€ gelatzt haben.
Wenn du die Sardinen im online kaufst, kostet eine Dose, wenn sie teuer ist 5,95€. Ich muss sagen, REPEKT Herr Pfarrer!

Unhöflich, damit kann man den gesamten weiblichen Part des Restaurant umschreiben. Unhöflich mit Tendenz zum Unverschämtheit.
Ich hasse es, wenn ich mich schlecht fühlen muss, weil ich die Unverschämtheit besitze und mich erdreiste, an einem Samstagabend solche Angebote wie einen Restaurantbesuch anzunehmen……

Nun, das Schauspiel ging weiter. Zuerst kam das vietnamesische Gericht und man entschuldigte sich für die Wartezeit und dass man nur eine kleine Küche hätte….. für uns im Übrigen, war die Wartezeit völlig ok.
Der Koch kam mit einem Kochtopf Brühe um die Ecke und füllte die Teller des Pho Bo vorort mit ausschweifenden Erklärungen auf. Er wies auf die zahlreichen Gewürze und Kräuter hin und verschwand wieder in der Küche.
Die Suppe roch komisch. Ich probierte bei meinem Mann, die Suppe schmeckte nach Seifenwasser und undefinierbaren Zutaten. So gar nicht asiatisch….aber ich mag halt auch keinen Koriander und davon war da wohl massenhaft verwendet worden.
Die Männer waren tapfer. Sie Schwitzen und versuchten sich mit dem Geschmack auseinander zu setzen. Sehr verwirrend war übrigens die Minze, die wir ausfindig machen konnten. Für das Gericht: etwas Gemüse, 4 hauchdünne Scheiben Fleisch und 2 Kellen Brühe für 18,50€.
Die weiteren Gerichte wurden serviert. Ich selbst hatte gebratene Ahle Blutwurst mit Bratkartoffeln und Apfelspalten….. und Wirsing, die Begleitung hatte Gnocci mit Kürbisgedöns bestellt. Sah ok aus, schmeckte auch gut. Aber irgendwie suchten wir nach der Berechtigung der Gerichte für die doch recht hohen Preise.
Keines der Gerichte stellte jetzt irgendwie hohe Anforderungen an den Koch und auch die Zutaten waren jetzt nicht so exotisch, dass man dafür  hätte um die Welt reisen müssen.

Zusammenfassend kann ich sagen, so richtig schlecht war nichts. Die Zutaten inbesondere das Rindfleisch beim Pho Bo war von ausgezeichneter Qualität.
Die beiden anderen Gericht waren auch ok.

Ich wunderte mich über den Wirsing in meinem Gericht, fand ihn aber ansich sehr lecker gewürzt und fragte ob man erfahren dürfte, welches Gewürz verwendet wurde. Ja gerne war die Antwort, der Koch käme ohnehin wahrscheinlich noch an den Tisch.
Ich glaube, hätten wir geahnt was kommt, hätten wir ausgetrunken, bezahlt und wären verschwunden.

Also, der Koch kam und nahm Platz. Ich fasse es wirklich kurz zusammen, denn der Koch und Besitzer der Brasserie manövrierte sich mit jedem ausgesprochenen Satz weiter in den no go Bereich……
Ja, der Wirsing war mit einer Mischung gewürzt, wo auch Zimt, Anis etc drin waren….er würde uns etwas davon abfüllen. Aaaaah, ein Lichtblick in dieser Servicewüste? Weit gefehlt.
Im nächsten Satz teilte er uns mit, man hätte ihn leer gefressen (O-Ton) und der Wirsing war eine Notzutat, denn er hätte nicht mehr genug Äpfel gehabt. Normalerweise gießt er den Wirsing mit Sahne an……
Uns klappte die Kinnlade runter….. das hätte er besser für sich behalten.
Es folgte eine Arie der Selbstbeweihräucherung vom Feinsten. Und immer wieder die unfeine Ausdrucksweise. Er sei früher in  einer führenden Position beschäftigt gewesen, aber nicht weiter verpflichtet worden (warum nur?) und entschied sich in fortgeschrittenem Alter ein Restaurant zu eröffnen…… oha.
Die Küche sei viel zu klein und man könne da nicht vernünftig arbeiten, das Zubereiten der Speisen sei deshalb problematisch , bla, bla, bla…… Im Ernst, es war nur eine handvoll Gäste da.  Ich möchte mir nicht ausmalen, wie eine große Gesellschaft verköstigt wird und vor allen Dingen immer wieder diese Unfreundlichkeit…..
Das Interieur, auf das war er besonders stolz…… nun ich gestehe, dass ich einzelne Element ganz cool fand. Der Man besaß allerdings das Talent, das aufkeimende Interesse sofort im Keim zu ersticken und auf völlig Überflüssiges und Banales zu verweisen.
Mein Gegenüber hatte da schon längst auf Durchzug geschaltet und ich hatte keinen Bock mehr Interesse zu heucheln….. wir hatten fertig!

Für die, die noch nicht da waren möchte ich sagen, es handelt sich um eine miefig piefige Kneipe in einer Schrebergartenanlage am Arsch der Welt. Der kunstrasengrüne Teppich, die nikotinvergilbten Falttüren und die gewöhnlichen Kneipenstühle lässt auch kein noch so modernes Gemälde oder schöne Stühle und Möbel aus Paletten verschwinden. Die Trödel-Romantik fanden wir nur mäßig, wenn man bedenkt, was der Koch so von sich gab und das Haus an Anspruch an seine Speisen vorgab.
Es war uns auch ziemlich wurscht dass ein Dietmar Bär hier ein und aus geht. Ich kann nur hoffen, dass er besser behandelt als man uns behandelt hat.

Jaaaaaaaaaaaaa, wir ließen es einfach über uns ergehen und waren froh, dass er zum nächsten Tisch von dannen zog.

Wir mussten über das Erlebte sehr lachen und amüsierten uns über soviel Ego und Selbstüberschätzung.
Es kam der Moment, als wir nach der Rechnung verlangten. Freunde, jetzt kam der ganz große Knaller!
Die Besitzerin legte uns wortlos den handschriftlich geschrieben Zettel hin und verschwand………
Ich glaube, wir suchten heimlich nach der versteckten Kamera, das konnte unmöglich ihr ernst sein. Doch, war ihr ernst und es sprang auch keiner aus dem Schrank und schrie „hahahaha, voll reingefallen!“.
Seufz, wir teilte der Einfachheit halber  durch zwei, legten das Geld hin und machten uns auf den Weg nach draussen.

Die beiden Nebentische scheinen wohl Gäste gewesen zu sein, die da öfter hin gehen. Es war mehr als deutlich, dass man sie sehr viel zuvorkommender und freundlicher behandelt hat. Eine Schande! Schade, wir hatten uns zumindest auf ein schönes Ambiente mit gutem Essen und entsprechender Bewirtung gefreut. Das traf nur zu einem kleinen Teil zu.

Noch auf dem Parkplatz ließen wir uns über das gerade erlebte aus.
Wir diskutierten auf der Heimfahrt, Fazit never ever again!

Diese merkwürdige Suppe blieb uns in Erinnerung und wir recherchierten mal nach den ursprünglichen  Zutaten….. egal wieviele Rezepte wir sichteten, diese rausschmeckende Minze war niemals Bestandteil…..

Koteletts vom Duroc Schwein mit Ofen-Pommes und Tomatenragout

(enthält Werbung)

Der Tiefkühler muss leer werden, also widmen wir uns nach und nach der Vernichtung des Inhaltes.
Zwei feine Duroc Koteletts kamen zum Vorschein. Essenstechnisch quasi ein Elfer ohne Torwart, da kann nix schief gehen. Die Beilagen waren auch schnell gefunden, auch hier war das Resteverwertung.

Die Pommes in Streifen schneiden und mit Öl benetzen. Als weitere Geschmackskomponente benutze ich super gerne den Kartoffelknaller von Spicebar. Da ist echt alles drin, was Kartoffeln so richtig lecker macht! Nur nicht am Gewürz sparen!
duroc14
Die Tomaten (Datteltomaten) halbieren, eine rote Zwiebel in feine Ringe schneiden, etwas Balsamico und Olivenöl dazu, mit All Arrabbiata und fermentiertem Kampotpfeffer würzen und zum Abrunden noch scharf gewürzte Oliven dazu.
duroc13
duroc12Zusammen mit den Pommes in den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen (Umluft). Ein kleiner Hinweis sei erlaubt, das Tomatenragout habe ich rausgenommen, als die Tomaten anfingen zusammen zu fallen. Die Pommes brauch länger.

Die Koteletts habe ich lediglich etwas geölt und mit Mr. Nicepepper bestreut. Mehr brauchts nicht. Der so sehr dick aussehende Fettrand schmilzt beim Braten größtenteils weg. Wem das zu viel ist, der kann ihn auch etwas wegschneiden.
duroc11
Die Grillpfanne ordentlich heiß werden lassen und die Koteletts von jeder Seite schön Farbe nehmen lassen.
Thermometer rein und in den Backofen legen, bis die Kerntemperatur zwischen 63 und 65 Grad hat.
duroc10
Das fertige Essen war ein Gedicht! Die Koteletts so saftig, zart  und lecker, das Tomatenragout fein würzig und die Pommes der Knaller.
Mal schauen, was der Froster noch so hergibt.

Food Professionals – der Bloggerday

(dieser Blogpost enthält Werbung)

Jetzt wird´s aber Zeit für die Aufbereitung …… schäm, ich habs echt vor mir her geschoben, weil der Tag nicht einfach so in einen kurzen Blogeintrag passen will. Außerdem finde ich es nur anständig, ihm einen würdigen Rahmen zu verleihen.
Ich berichte aus meiner eigenen Sicht und gebe meine ganz persönlichen Empfindungen wieder.

Aber von vorne.
Huch, eine Einladung? Von wem ? Food Professionals? Nie gehört…….
Nun, dann mal recherchieren um was es sich handelt und was die da so machen. Wie kommen die ausgerechnet auf mich, wo es doch hunderttausende Foodblogs gibt, die richtig groß sind und das auch schon sehr lange machen……

Es sollten Firmen da sein, mit deren Produkten man in ausgelosten Gruppen mit anderen Bloggern kleine Gerichte zaubern sollte.
Die Liste der Firmen las sich, nun ja, wie soll ich es sagen, es waren Produktnamen, an denen ich im Supermarktregal teilweise schnell weiter gehe. Ich mag keine Fertigprodukte mit viel Chemie drin und es gibt nur ganz wenige Ausnahmen, wo ich auch mal bei Convenience zugreife.
Zudem kommt noch, dass ich bei Fertigprodukten hin und wieder darmtechnisch ungünstig reagiere (das ist der Hauptgrund).

Krüger
Brandt
Lactalis (Salakis, Galbani, Président)
isi
Henglein
Wiesenhof

Aber warum sollte man dem Ganzen nicht eine Chance geben und außerdem wollte ich ja auch neue Leute kennenlernen und mich mit ihnen austauschen.
Also ging es an einem Samstagmorgen gut gelaunt nach Sprockhövel. Der Empfang bei den Food Professionals war sehr herzlich und man kam bei einer Tasse Kaffee und einem Frühstück schon gleich mit den Bloggern und den Repräsentanten der Firmen ins Gespräch. Die Atmosphäre war sehr locker und entspannt. Die ersten Kameras wurden ausgepackt und schon startete das Event mit der Vorstellung der Food Professionals.
Sehr interessant, ich hatte mir noch nie wirklich Gedanke darüber gemacht, wie der Weg von eine Produktidee bis hin zur Markteinführung verläuft.
Als nächstes folgte ein überaus interessanter Vortrag über Foodtrends mit ausführlichen Erklärungen  und Beispielen.
foodprof14Nachdem die Vortragsreihe abgeschlossen war, erklärte man uns die Vorgehensweise des eigentlichen Cooktogethers.

Es waren 5 Stationen an 5 gut ausgestatteten Küchenzeilen aufgebaut: Wiesenhof, Krüger, Brandt, Lactalis (Salakis, Galbani, Président) und Henglein. Die Firma isi war allgegenwärtig und stand eigens mit einem Koch und unzähligen Tips und Tricks für alle bereit.
foodprof19
Für jede Firma waren noch 1-2  Mitarbeiter anwesend, die zum einen als Schnibbelhilfen parat standen, sich aber auch mit den einzelnen Produkten bestens auskannten und Fragen dazu beantworten konnten.

Es standen 3 Runden bevor.
Die Zubereitungszeit betrug jeweils 60min und angerichtet werden sollten 20 kleine Portionen.
Danach folgte die  Vorstellung der Gerichte und die angeschlossene Probierrunde.
Man konnte ausgiebig testen, schlemmen, es folgte das eine oder andere aaaaaaaaaaaaah und oooooooooooooooooh. Fotografieren nach Herzenslust, es gab eigens dafür eine Ecke mit allerlei Equipment  und einen Fotowürfel um die Gerichte ins rechte Licht zu rücken. Toll organsiert.
Den ganzen Tag wurden wir von einem sympatischen Foto / Video Team begleitet, die wirklich ganz tolle Arbeit geleistet haben. Danke Jungs!
foodprof17

foodprof18So, das war jetzt viel Blabla, jetzt mal zum Wesentlichen! Du willst Fotos sehen!
Ja! Hier sind sie!
Ich spreche jetzt mal aus meiner Sicht und den Gerichten, die wir in der kürze der Zeit improvisiert zubereitet haben.

Henglein
… mit Genevieve und Daniela von stylingkitchen.com
foodprof15
Ich  verwende bis jetzt immer nur den Reibekuchenteig, den wir wirklich lecker finden, weil er ohne weitere Gewürzzugabe super schmeckt.
Die Idee zu den Produkten war, quasi einen Veggieburger zu kreiieren. Reibekuchen sollten als Bun dienen. Es gab einen Kürbisketchup geben und der eigentliche Belag bestand aus einem Kürbisragout und als frische Note noch etwas Rucola und einem angemachten Frischkäse.
Die angedeuteten Pommes waren aus angebratenen Schupfnudeln an einem Tomatenragout.

Wir hatten wirklich viel Spaß beim Bruzzeln und Schnibbeln und das Ergebnis war total lecker und sah auch noch ansprechend aus.
foodprof26
Hier habe ich den Snack übrigens nochmal nachgebaut und das Rezept online gestellt, weil so lecker war!

Lactalis (Salakis, Galbani, Président)
foodprof02
Als Griechenlandfan fiel es mir relativ leicht, aus der Produktauswahl ein leckeres Gericht zu kreieren. Meiner Mitstreiterin Regina vom Blog  Kochen aus Liebe ging es genauso und so haben wir in Kürze einen sehr schmackhaften Snack gezaubert. Zum Einsatz kam der Backkäse, den ich in Streifen geschnitten hatte. Damit der flüssige Käse beim Braten nicht ausläuft, wurden die Schnittflächen in Ei getunkt und in mit Chiasamen versetztem Paniermehl getaucht.
foodprof28
Dazu gab es ein Mozzarella-Tomaten Schiffchen mit Balsamico Creme und einen wunderbaren Gorgonzola Schaum (aus dem isi) mit knusprigem Bacon. Hey, das war klasse!
foodprof08

foodprof03

Brandt

foodprof13
Die letzte Station war für mich die Firma Brandt. Sofort assoziiert man mit dem Namen trockenen Zwieback und Krankheit.
Nun, eigentlich hat sich an dem Trockenen nichts verändert. Man hat immer noch die furztrockene Basis, allerdings aufgewertet für den herzhaften Gaumen mit Tomate oder mediterranen Kräutern, für den süßen Zahn mit Schokoüberzug oder mit Kokos.
Das war schon eine Herausforderung, da Geschmack und Textur dran zu bringen.
Das Problem ist, der Zwieback ist entweder furztrocken oder zerfällt sofort matschig.
Wir einigten uns auf einen „Armen Ritter“ in einer würzigen Kräuter-Ei-Sahne Mischung gewendet und in der Pfanne goldgelb ausgebacken.
foodprof11

foodprof12
Dazu gab es das klassische Bruscetta Tomaten- Ragout und zwei Klecksen Galbani Pesto Frischkäse.
Das war leckerer als gedacht und hat  angerichtet richtig was her gemacht.
foodprof30

foodprof31Auch alle anderen Teams haben wahre Schätze auf die Teller gezaubert. Die angerichteten Teller sahen aus wie in der gehobenen Gastronomie und die Gerichte schmeckten himmlisch! Ich habe spontan den Geschmack der Champignonrahmsuppe auf der Zunge……….
foodprof33

foodprof20Dazu beigetragen hat natürlich die exzellente Organisation der Food Professionals, die einen unerschöpflichen Vorrat an Zutaten (außer schwarze Oliven), Gemüse,  etc zur Verfügung gestellt haben und nicht zuletzt die Produkte der oben genannten Firmen.

Die Zeit verging wie im Flug.
Zum Abschluß der Veranstaltung konnten alle nochmal ihre Eindrücke schildern und sagen, was gut und was verbesserungswürdig war.
Frank von isi sprach ein großes Lob an die Teilnehmer aus und gestand, dass sich sein Bild von Foodbloggern grundlegend ins Positive gewandelt hat.

Die größte Überraschung wartete am Ausgang auf uns. Weihnachten, Ostern, Geburtstag, alles fiel auf diesen Tag!
Jede Firma stellte mit ihren Produkten gefüllte Goodie-Bags zur Verfügung. Damit hat keiner gerechnet. Alleine hätte man das gar nicht alles tragen können, zu zweit ging´s.
Ganz doll lieben Dank nochmal an:

Krüger
Brandt
Lactalis (Salakis, Galbani, Président)
isi
Henglein
Wiesenhof

Ein ganz besonderer Dank geht nochmal an die Firma Food Professionals, die dieses tolle Event auf die Beine gestellt haben. Es wäre super, wieder bei Gelegenheit dabei sein zu dürfen!

Adventskalender 2017

Es hat bei uns ja schon quasi Tradition, einen Adventskalender selbst zu basteln.
Gut, Wochen vorher überlegst du krampfhaft, wie er aussehen soll, du verknotest dir das Hirn, mit was er gefüllt werden könnte, um dann in allerletzter Sekunde im Schweiße deines Angesichts, das Werk fertigzustellen.
Kennste?  Dann weißte, wie´s uns geht.
Mein Mann bastelt heimlich, ich bastel heimlich und wir sind immer wieder erstaunt, wie kreativ doch der Partner ist…….

Eine Idee habe ich, wo ich das Material her kriege weiß ich allerdings noch nicht.

So, ich bin jetzt schon einen Schritt weiter, habe einfach vorgestanzte Pappschachteln im WWW bestellt und ein wenig mit Washi Tape aufgemotzt.
Schnell noch Nummern drauf gestempelt, jetzt können sie gefüllt und verschlossen werden.
advent11Es wird sowas wie eine Seilbahn werden. Mein Mann mag Gin ganz gerne, deshalb werde ich kleine Probierfläschen besorgen. Wenn sie nicht in die Boxen gehen, macht das nix, hab ich schon eine Idee. Unter jeder Seilbahn wachsen auch Bäume…..und das sind dann die Fläschchen mit einem Hütchen aus Eierkarton, die grad passend die richtige Form haben. Sehr schöner Zufall.

Jetzt fang ich schon mal an zu gucken, was in die einzelnen Boxen kommt.
advent10
Das Update gibt´s nächste Woche….. mein Mann liest nämlich mit. Und so ganz will ich ihm die Vorfreude nicht versauen :0)
xmas02xmas01
Mein Mann war auch wieder kreativ. Er hat seine alte Bierkiste mal eben in meinen Kalender umgewandelt. 24 kleine Weckgläschen sind gefüllt mit kleinen Leckereien und Rubbellosen. I love it!xmas03

xmas04

Die Knifte: American Breakfast – die große weite Welt auf dem Brot

(enthält Werbung)

breakf11
Ein Sprung über den großen Teich und gleichzeitig ein guter Start in den Tag? Das muss sich nicht ausschließen!
Heute fahren wir mal ganz groß auf, opulent und mächtig. Nach dieser Knifte kannst du dein Pferd satteln und losreiten in die Weite der Prärie……
Darf ich vorstellen:

american
Hash Browns, Eggs und Maple Glazed Bacon…… das isses. Normalerweise noch mit literweise Ketchup, heute kommt aber nur eine leckere BBQ Soße zum Einsatz.
breakf15breakf16Wir beginnen mit den Hash Browns oder wie der Deutsche sagt, mit den Reibekuchen.
Geriebene Kartoffeln (frisch oder als Fertigprodukt) mit Salz und Peffer und ordentlich Muskat würzen, in einem Sieb abtropfen lassen .
In einer Pfanne Öl erhitzen (mittlere Hitze), mit dem Löffel Plätzchen formen und von beiden Seiten knusprig ausbacken. Anschließend auf Küchenkrepp vom überschüssigen Fett befreien.

Der Bacon geht ganz schnell.
Ganz klassisch in der Mikrowelle aufgeknuspert und anschließend mit Ahorsirup bestrichen. Nochmal kurz in die Mikrowelle, fertig.
Ich sage dir, alleine das ist es schon wert!

Als nächstes folgt das Ei, welches als Omelette gebacken wird.
breakf17
Eier aufschlagen, mit Rührei Deluxe würzen, frische Chili dazu und bei mittlerer Hitze braten.

Das war´s schon.
Nun alles zusammenfügen und morgen in der Pause die Füße hochlegen und genießen!
BBQ Soße auf die Brothälfte, den Reibekuchen drauf, Ei und Bacon. Wer will kann noch Ketchup draufgeben.
Saftiges Ei  mir ordentlich Feuer auf knusprigem Reibekuchen und der bombigen Kombi aus salzigem Speck mit süßem Ahornsirup. Mal sehen, was das Cowgirl Anke dazu sagt, die treibt sich des Öfteren in den USA rum
Yeehaw!
breakf14

breakf13

breakf12

breakf10

Danke an Spicebar für das zur Verfügung stellen der supergeilen Gewürze!