Roddy Damalis: Ta Piatakia – the little plates, Limassol

What an amazing evening!

Zypern, Sommerurlaub.
Im Vorfeld guckst du hin und her, suchst ewig nach einem schönen, leckeren und bezahlbaren Restaurant. Es soll nicht die typische Touristenküche sein, mit Fleischbergen 0815 auf dem Teller. Traditionell sollte es schon sein, vielleicht etwas modern aufgemacht und vor allen Dingen lecker und gut gewürzt.

Puh, da kannste Tripadvisor schon etwas bemühen und Bewertungen rauf und runter lesen. Ich hatte schon aufgegeben, bis mein Mann die Lösung fand.
Limassol, das „Ta Piatakia“. Kurz recherchiert und in der Buchhandlung mal im Kochbuch von Roddy Damalis „My CY“ geblättert, gestaunt, Appetit geholt und für gut befunden.
Kurzes Telefonat, Reservierung für den nächsten Abend. Es läuft.
Prima, ich finde den Besitzer auf FB und schreibe ihm ne Message, erkläre, dass ich einen Foodblog schreibe und dass wir uns freuen, am nächsten Abend einen Tisch bekommen zu haben.
Mit einer Antwort hatte ich gar nicht gerechnet, doch er schrieb, dass  er sich auf unseren Besuch freue. Ja Wahnsinn!

Jetzt waren wir natürlich richtig neugierig.

Das Restaurant war schnell gefunden. Für alle, die künftig auch mal da hin wollen, etwas weiter auf der rechten Seite gibt es einen richtig großen Parkplatz (kostet nix).

Wir waren für zyprische Verhältnisse sehr früh dran. 19 Uhr, ist noch keine typische Essenszeit. Man isst hier sehr viel später.
Wir wurden sehr freundlich empfangen und entschieden uns für einen kleinen Tisch am Fenster. Ein schönes übersichtliches Restaurant, modern mit charmanten Retroelementen in Form von vielen kleinen Tellern, die an der Wand hingen.
TaPiatakia015TaPiatakia016
Wir waren grad noch in der Orientierungsphase, was wir wohl bestellen sollten, da kam Roddy und begrüßte uns persönlich.
Wow. Er konnte uns sofort zuordnen, nahm sich einen Stuhl und fing an zu erzählen.
Es war, als würden wir einen alten Freund treffen, den wir schon lange kennen.
Die offene und freundlich Art, die Begeisterung, mit der er sein Restaurant und das Konzept vorstellte, wir waren sofort mittendrin.

Das Konzept basiert auf Meze, serviert auf vielen kleinen Tellern……. so wie der Name schon sagt: Ta Piatakia – little plates.
Man legt Wert auf regionale und traditionelle Produkte, saisonale Gerichte und bereitet das Ganze mit ganz ganz viel Love and Passion für den Gast auf. Mehr geht nicht! An dieser Stelle hatte er schon gewonnen.
Jetzt erwartete uns eine sensationelle Abfolge an „kleinen Tellern“.

Die Tagesgerichte, die Menükarte…… wir bestellten und freuten uns aufs Essen.
TaPiatakia018

Wir bekamen einen Gruß aus der Küche:
Wachtelei mit hausgemachter Mayonnaise und Kaviar
TaPiatakia001
Wunderschön und lecker.

Als nächstes kamen frittierte Sellerieblätter an den Tisch, serviert in einem großen Cocktailglas. Da sah einfach auch cool aus und schmeckte fantastisch. So einfach und so fein!
TaPiatakia002

geräucherter Lachs mit Kaviar Cheesecake und Avocado
TaPiatakia003
Tolle Aromen, sensationelle Idee den Lachs zu präsentieren. Die Abstimmung der Aromen war perfekt!

Knoblauch & Kräuter Pita
TaPiatakia004
Einfach nur WOW. Da musste man aufpassen, dass man sich nicht schon am Brot satt isst!

Halloumi in Bacon mit Mango Chutney
TaPiatakia005
Hier kennt man Halloumi nur als langweiligen Quietschkäse….. dass es auch anders geht, hat Roddy eindrucksvoll bewiesen. Natürlich bietet Zypern auch ein wahnsinnig gutes Produkt an, welches im Ta Piatakia eine Veredelung erfährt. Super lecker!

Karotten Krokette mit Cashew und Kokos auf Saté Sauce
TaPiatakia006
Die Konsistenz und Gewürze passten perfekt und zusammen mit dem Wein explodierten die Aromen im Mund! Großartig!

Village Haloumi im Ofen gegart, mit Kapern und Oliven
TaPiatakia007
Sehr würzige Überraschung, die mich sehr an ein Gericht erinnert, welches ich selbst wahnsinnig gerne zubereite. Fantastisch!

Jakobsmuschel mit Kaviar Dill Butter
TaPiatakia008
Perfekt gegarte Jakobmuschel mit überraschender Kaviar Dill Butter, eine Kombination, die ich so nicht erwartet hätte, die aber absolut als „geil“ zu beschreiben ist.

Oktopus Souvlaki, Oktopus am Spieß gegrillt mit Kräuter Vinaigrette
TaPiatakia009
Zart, zerging auf der Zunge, ganz fein abgestimmte Kräutervinaigrette…..ich möchte den Oktopus auch mal so weich hinkriegen!

Ente mit eingelegten Walnüssen und Sirup
TaPiatakia010
Das war die Überraschung des Abends und mein persönliches Highlight.
Wunderbare Ente und dann die in Sirup haltbar gemachten grünen Walnüsse……die werden bei der Haltbarmachung schwarz.
Ein Hauch von Zimt, die Süße des Sirups, das Aroma der Walnüsse und die perfekt gegarte Ente……Hammer!!!!!!!
Das muss ich zu Hause testen!!

So langsam war unsere Kapazitätsgrenze erreicht……ein Dessert musste aber noch sein.
Kirschsorbet mit gemischten Beeren
TaPiatakia011
Sehr erfrischend, ausgewogenes Verhältnis zwischen Süße und der Säure der Beeren….man hätte sich reinlegen können.

Und zu jedem guten Essen gehört natürlich auch der obligatorische zyprische Kaffee und zu guter Letzt ein Glas Commandaria, dem zyprischen Dessertwein vergleichbar mir einem guten Port.
TaPiatakia012
Wir waren zufrieden, satt und glücklich.
Roddy hat sich rührend um uns gekümmert, viele Informationen zu seinem wunderbaren Kochbuch gegeben und über Traditionen und traditionelle Lebensmittel berichtet.
Ein toller Mensch, den man einfach in sein Herz schließen muss!
Roddy, solltest du irgendwann mal in die Gegend kommen, melde dich, es wäre uns eine Freude und Ehre, uns zu revanchieren!!!!

TaPiatakia017
Mit seinen beiden Kochbüchern und vollem Bauch haben wir den Rückweg angetreten.
Wir diskutierten noch lange über die einzelnen Geschmackskomponenten, die Kombinationen der Aromen und die entsprechende Präsentation.
Alle Daumen hoch!

Am nächsten Tag sind wir sofort losgefahren um im Supermarkt noch ein Glas der eingelegten Walnüsse zu kaufen. Ohne, wollten wir den Heimflug auf keinen Fall antreten! :0))))

Advertisements

Griechische Orangenplätzchen zu Ostern

orangenpl02Das Rezept habe ich schon viele Jahre in meinem handgeschriebenen Rezeptbuch. So ganz altmodisch eine Kladde, die ich ganz zu Anfang von meinen Schwiegereltern zum Geburtstag bekommen hatte. Das ist fast 14 Jahre her. Da stehen Rezepte drin, die ich für die Nachwelt festhalten will. Und eben da findet sich das sensationelle griechische Gebäck wieder. Meine ehemalige Nachbarin und Freundin Sofia hat es mir aufgeschrieben, Irini, die Tochter hat es übersetzt und ich habe es gebacken, nachdem wir gefühlte Kilos davon verdrückt hatten. Es handelt sich also um Gebäck mit Suchtfaktor.
orangenpla01
Als ich die Kekse das erste mal gebacken habe, ich habe mich streng ans Rezept gehalten, saß ich am Ende auf riesigen Mengen an Gebäck. Tja, das Rezept lautete eben auf griechische Großfamilie ! Hahahaha, was haben wir gelacht…… der Teig wollte kein Ende nehmen.
Die Menge habe ich für euch auf durchschnittliche Familiengröße angepasst :0)
Zutaten:
– 250gr Butter
– 270gr Zucker
– 1x Vanillezucker
– 2 Eier
– 1 1/2 Pck Orangenabrieb
– 1/4 Tasse O-Saft
– 1/2 TL Natron
– 1/2 Backpulver
– 650gr Mehl

Alles in eine Schüssel geben und von der Küchenhilfe zu einem glatten Teig verkneten lassen……oder von Hand oder mit dem Knethaken im elektrischen Rührgerät……
orangenpla02
Teig zu ca 3cm dicken Würsten formen und ca 1cm breite Scheiben schneiden.
orangenpla03
Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.
orangenpla04
Den Teig zwischen den Handflächen erst zur Kugel formen, dann etwas länglich und etwas platt drücken. Mit dem Messer ein Muster in den Teig drücken und auf Backpapier legen.
Ab in den Ofen, bis die Kekse eine goldgelbe Farbe haben.
orangenpla05
Abkühlen lassen.
Geht alles in allem ziemlich fix!
Ich verschenke die Kekse an Ostern!

Καλή όρεξη und Καλό Πάσχα!

Erdbeer Tiramisu

tiramisu31
Erdbeeren im Winter. Muss das? Eigentlich ganz klar nein!
Jetzt liegen die Schönheiten aber zu einem unschlagbar günstigen Preis im Regal. Sie sind gepflanzt, gewachsen und geerntet…… also greife ich zu.
Großen Anspruch beim Geschmack hatte ich eigentlich nicht. Aber, siehe da, die waren köstlich!
tiramisu33

Das Rezept ansich ist einfach:

  • 500g Mascarpone
  • 80g Zucker
  • 4 Eier
  • Orangenschalenabrieb
  • Zitronensaft (Spritzer)
  • 1 Packung Löffelbiskuits
  • 500g Erdbeeren
  • Orangensaft

Eier trennen. Den Zucker mit den Eigelb schaumig aufschlagen und die Marscarpone und den Orangenschalenabrieb sowie einen Spritzer Zitronensaft unterheben.
Das Eiweiss steif schlagen und unter die Ei-Mascarpone Masse ziehen.
Den Löffelbisquit mit Orangensaft tränken und abwechselnd Marsacrpone und  Erdbeeren schichten.
Ich habe dazu noch Physalis gereicht, die haben so eine schöne saure frische Note und lassen die massive Mascarpone etwas leichter erscheinen.
tiramisu32

Sehr lecker!

Pannacotta 2.0

(enthält eine Prise aromatische Werbung)

Pööööööööh, normale Pannacotta……….laaaaangweilig!

Probier´s mal so:
Pimp my Pannacotta mit Glühweingewürz. Yep, du hast richtig gelesen, die Sahne ist aromatisiert mit Glühweingewürz von Spicebar (mein absolutes Lieblingsgewürz!). Tolle Aromen von Orangenschale, Rosmarin, Zimt & Co verleihen der Pannacotta einen unverwechselbaren Geschmack.
pannacotta03
Die Zubereitung ist denkbar einfach.

Zutaten:
500gr Sahne
3 TL Glühweingewürz
3 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
7 Blatt Gelatine

Die Milch in einen Topf geben und das Glühweingewürz dazu geben. Die Sahne wird aromatisiert, indem man die Gewürze in der Sahne ziehen lässt. Entweder eine Stunde  im Kühlschrank belassen oder die Sahne sofort  leicht erwärmen und für eine halbe  Stunde stehen lassen.
pannacotta08pannacotta09
Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
Die Sahne vor dem Kochen durch ein Tuch abseihen und nur die Sahne weiter verwenden.
Kurz aufkochen lassen. Die Gelatine in etwas heißer Sahne auflösen und dann in die heisse Sahne geben. Nicht mehr kochen lassen!
Gut verrühren und in kleine Förmchen verteilen. Mit Folie auf der Oberfläche abdecken, damit sich kein Häutchen bildet.
pannacotta11pannacotta12
Im Kühlschrank kalt stellen.
Zum Auslösen mit einem scharfen Messer rundherum lösen. Kurz ins heisses Wasser halten und sofort auf einen Teller stürzen. Achtung, von fest auf flüssig geht sehr schnell!
pannacotta21
Genießen! Der feine Gewürzgeschmack kommt toll raus ohne zu penetrant zu schmecken.
pannacotta20
Danke ihr Lieben! Mit euren Gewürzen kommen die Ideen von ganz alleine.
logo

Die fantastische Küche Kythiras – Greek Cook Workshop mit Familienanschluß

Ich muss eingangs kurz umschwenken: Thank you Frank for this absolutely gorgeous experience to cook with a local woman. To learn from a greek Yaya was one the best workshops we ever did!
Much love to Chrysoula! ευχαριστώ πάρα πολύ!

Ach war das schön!
Wir haben uns für den Cook Workshop bei Frank (Pyrgos House) angemeldet und hofften, dass der Kurs stattfinden würde. Immerhin war die Saison so gut wie vorbei und es war ungewiss, ob die mindest geforderte Zahl von Interessenten sich melden würde.
Die erlösende Nachricht kam, der Kurs findet statt! Yeah!

Voller Vorfreude fuhren wir am nächsten Tag zum Treffpunkt und lernten die zwei weiteren Teilnehmer und Frank kennen.
Zu Fuß machten wir uns auf den Weg zum Haus von Chrysoula. Im alten Stadtkern gelegen mit wunderbarem Innenhof, Granatapfelbaum, blühenden Pflanzen und Garten.

kythira103kythira104

Der Empfang war sehr herzlich. Wir saßen alle in Chrysoulas Wohnzimmer und wurden bewirtet. Während wir die inseltypischen Spezialitäten (in Sirup eingelegte Trauben und einen aufgesetzten Tsipouro) genossen, erklärte Frank den Ablauf.

Kurze Erklärung, Frank ist Holländer und spricht sehr gut griechisch und englisch.
Er übersetzte den ganzen Tag vom Griechischen ins Englische und umgekehrt, das war super! Die Rezepte (original zur Verfügung gestellt) habe ich im Text soweit vorhanden verlinkt.

Chrysoula erklärte welche Gerichte wir kochen würden und dass wir zuerst in ihren Garten gehen und die entsprechenden Gemüsesorten und Kräuter ernten würden. Und schon ging´s los. Die Gärten befinden sich nicht weit, direkt am  Ortsrand. Kythira ist eine grüne Insel mit reichlich Grundwasser und so hat jeder Garten einen Brunnen.
kythira105kythira106kythira107
Es ging steil bergab in den Garten, den einem das Herz höher schlagen ließ. Obwohl die Tomaten schon abgeerntet waren und nur noch Reste standen, war der Garten voll von wildem Amaranth, Kürbissen, Zucchini und Wildkräutern. Ein Traum.

kythira108kythira109kythira110

Die Bewässerung ist das wichtigste und so kamen wir in den Genuß, wie in alten Zeiten mit dem Eimer das Wasser aus dem Brunnen zu schöpfen und in die Bewässerungsgräben einzuspeisen. Ein sehr kluges und einfaches System. Die Beete liegen tiefer und sind rundherum mit Gräben versehen, in die das Wasser aus dem Brunnen läuft.

Man macht das heute nicht mehr mit dem Eimer, sondern mit einer elektrischen Pumpe.

Ich fand es aber klasse zu erleben, wir anstrengend die Arbeit im Garten sein kann, wenn man eine ganze Familie ausschließlich mit eigenem Gemüse etc versorgt. Im Hochsommer muss das Bewässern 2x am Tag stattfinden. Es wird auch ausschließlich saisonal gekocht. Gekocht wird, was im Garten grad reif ist. Sehr gut!

Wir pflückten also noch Zucchini und Wildkräuter (Vlitha) für die Pie. Und weil mir die roten Fruchtstände des Amaranth so gut gefielen, hat Chrysoula mir noch eine ganze Tüte voll davon mitgegeben, damit ich die Samen auslösen und mit nach Hause zum Aussäen nehmen konnte.

Es gibt auf Kythira (und vermutlich in ganz Griechenland) noch eine Besonderheit, was die Gärten betrifft. Man geht niemals in einen fremden Garten. Das ist ein Aberglaube, dass der Neid die Früchte dann nicht mehr gut wachsen lässt. Irgendwie amüsant, aber man hält sich dran. Für das Ernten von Dionysos Minze (mit weniger Menthol) hatte Chrysoula die ausdrückliche Erlaubnis ihrer Nachbarin erhalten. Alle mussten warten während sie etwas Minze erntete. Weil Frank ihr vorher das mit meinem Blog erzählt hatte, rief sie mich dann zu sich und zeigte mir den Brunnen, die Ziegen und die Minze. Sehr nett.
kythira115
Mit vollem Korb ging es zurück in die kleine aber feine Küche.
Wir haben nach Anleitung schnippelt, gerührt, geknetet, gewürzt und viel gelacht.
Die Tips und Tricks einer erfahrenen Hausfrau sind doch die besten!
Zwischendurch reichte Chrysoula noch selbstgemachte Spezialitäten. Meinem Foodblog wollte sie unbedingt gerecht werden und uns mit etwas etwas Besonderem überraschen.

kythira100kythira101

Es gab Manourikäse aus der Pfanne mit Balsamico und Honig, sowie selbst eingelegte Sardellen, eigene Oliven und Brot . Wunderbare reine Aromen. Köstlich.

Zuerst wurde das Hackfleisch für die Keftedes zubereitet. Das Geheimnis ist, dass das Fleisch und die Gewürze und Kräuter gut ins Fleisch einziehen. Es sollte also mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen.
300
Ein weiterer Tip, den wir defintiv beherzigen werden, ist, dass in die Fleischmasse ein Schuss Essig kommt. Der macht die Keftedes wunderbar fluffig und saftig….auch wenn die Fleischklöße kalt sind. Man schmeckt den Essig nach dem Braten nicht mehr!
kythira116
Für das Briam wurden die verfügbaren Gemüsesorten aus dem Garten verwendet. Wir erledigten die Schibbelarbeit alle gemeinsam und schon ging die riesen Form gefüllt mit aromatischem Gemüse, Gewürzen, Kräutern, Feta und reichlich Olivenöl  in den Ofen.
Zuerst mit Deckel, später noch ohne Deckel für eine schöne Kruste.
kythira117kythira119kythira120
Für einen gegrillten Auberginensalat (Melizanosalata) werden die Auberginen gegrillt. Es gibt 2 Möglichkeiten, einmal direkt auf der Gasflamme, einmal auf einer Art Grillrost, der auf die Gasflamme gesetzt wird. Der Duft der Auberginen ist unglaublich. Wenn die Auberginen gar sind, lässt man sie kurz abkühlen und entfernt dann die verbrannte Schale. Das Fleisch wird dann zerkleinert und Salz, Olivenöl und Petersilie hinzugefügt.

kythira102kythira111

Einfache Paprika wurden als weitere Beilage in der Pfanne gebraten, das ging ganz fix. Dazu braucht es nur etwas Olivenöl und Salz.
kythira110
Jetzt folgte der nächste Gang, die Spanakopita. Man kann die Pie mit allem füllen, was der Garten her gibt. Wenn keine Spinatsaison ist, werden Wildkräuter verwendet. Hierzu nimmt man sehr gerne den Amaranth (Vlitha) und weitere Wildkräuter.
Den Teig für die Pie bestand aus wenigen Zutaten. Dafür war das Verarbeiten zur fertigen Pie umso aufwendiger. Das Ausrollen geschieht mit einem Besenstiel der gefühlte hundert Jahre alt ist. Es gibt Kniffe und Tricks, um ihn ganz dünn auszurollen.

kythira112kythira114kythira113kythira117

Jeder durfte mal probieren. Am Ende hat Chrysoula den Teig auf die gewünschte Dicke gebracht. Gekonnt ist gekonnt! Ob der Teig die richtige Dicke hat, wird getestet, indem man unter den Teig pustet……wenn er flattert und Blasen wirft, ist er fertig.
Die Wildkräuter wurden mit den restlichen Zutaten vermengt, die Pie gefüllt und mit einem weiteren Teigstück verschlossen.

Bevor die Pie den Ofen kommt, wurde die Pie oben eingeschnitten (nicht bis auf den Boden!!!!) und mit einer Mischung aus Eiklar und Olivenöl bestrichen.
Ab ging´s in den Ofen!
Nachdem die Pie fertig und knusprig war (kleiner Trick, die Pie muss sich in der Form bewegen lassen, dann ist sie gar), wurden die zuvor eingeteilten Stücke durchgeschnitten und hochkant auf dem Teller platziert. Hochkant, damit der Teig zum Abkühlen knusprig bleibt! Direkt aus der Form, noch glühend heiß haben wir das erste Stück verputzt…..yummy!
kythira102
Übrigens, was ganz wichtig ist, jedes Gericht, welches in den Ofen geht, wird, bevor die Ofentür geschlossen wird, 3x bekreuzigt.

Und während wir noch so am Werkeln sind, schickt mich Chrysoula los, was zum Schreiben zu holen…..ganz fix hat sie mir noch ihr Rezept für Orangenkekse diktiert!
Natürlich teile ich es liebend gerne mit euch!
Koulourakia Portokaliou
– 1kg Mehl
– 1 1/2 Tasse Öl
– 1 Tasse Zucker
– 1 Tasse Orangensaft
– 1 Glas Cognac
– Abrieb von 2 Orangen
– Zimt
– 1 Tl Soda
– 1 TL Hirschhornsalz (Ammonia)
– 1 kleine Prise Nelken
Zutaten verkneten, formen und backen bei 180 bis 200°C ca 15min

Als nächstes haben wir uns wieder den Keftedes gewidmet. Es wurden kleine Kugeln geformt, in Mehl gewälzt und in reichlich Öl ausgebacken. Der Duft war so köstlich und die ersten Klöße haben wir direkt aus der Pfanne probiert.
303304305
Zur Ergänzung gibt es noch einen einfachen Bauernsalat und einen sehr leckeren Salat aus Portulak, Gurken und Paprika.
kythira103
DSC02382
Der Tisch war für all die Leckereien schon fast zu klein.
kythira109
Auf der Veranda wurde der Tisch hübsch gedeckt und wir nahmen Platz.
Es gab dazu noch selbstgemachten Wein und schon begann die Schlemmerei!

Diese Aromen! Dieser Duft! Unbeschreiblich lecker und aromatisch!
kythira104kythira105kythira106
Und nachdem eigentlich schon gar nichts mehr ging, weil alle pappsatt waren, kam Chrysoula mit einer weiteren Überraschung um die Ecke. Einem wunderbaren Dessert Moustralevria aus Traubenmost, Mehl und Grieß, einer Spezialität aus Kythira. Mit Zimt und gehackten Nüssen bestreut, der absolute Hammer. Fruchtig und lecker! Das Rezept habe ich hier verlinkt, es ist nicht original von Chrysoula, deckt sich aber in etwa mit der Erklärung, die sie dazu gegeben hat.
kythira107
Es war ein wundervoller Tag! Als Erinnerung gibt es noch ein Bild von mir und Yaya Chrysoula!
kythira108
Ich mag sie sehr und ihre Art und Weise zu kochen ist eine Inspiration!
Man kann nur sagen, wenn sich die Gelegenheit bietet, am Leben der Einheimischen teilzunehmen und ihre Art zu Leben zu verstehen und zu würdigen, mach es! Es ist eine Erfahrung, die dir niemand nimmt!
Bei nächster Gelegenheit werden wir wiederkommen und  freuen uns auf ein Wiedersehen in der kleinen Küche, im kleinen Haus im Herzen von Potamos!
DSC04180

Deutsche Grillmeister 2017 – oder „Im Zentrum der Glut – BBQ at it´s best“

Was für ein beklopptes Wochenende………………. Freitag, Samstag, Sonntag und Montag ganz im Zeichen von heißen Grills, Rauch und Gegrilltem.
Fulda, Messe, am vergangenen Wochenende das Zentrum der Glut. Die 22. Deutsche Grill- und BBQ Meisterschaft stand an.
Bereits am Freitag reiste das Team „Grill doch mal“ zu dem wir gehören, mit Sack und Pack an. In 2 Bussen, einem Anhänger, einem Wohnmobil und mehreren Privatwagen karrte die 10 köpfige Mannschaft (+ Pitmaster-Junior) Material ran.
Zelte aufstellen und gegen starken Wind sichern, Arbeitstische, Kühltruhen, Kühlschrank, Spülstation, Theken, Tische und Bänke wurden aufgebaut, das Arbeitsmaterial und die Lebensmittel verstaut, Getränke gekühlt und dann erst mal durchgeatmet.
Der Platz füllte sich ganz langsam und es gab großes Hallo unter den Teams. Man kennt sich bereits seit Jahren und es ist ein schöne Gemeinschaft entstanden. Man teilt Freude, hilft sich gegenseitig und auch das gemeinsame Feiern kommt nicht zu kurz.

Der Freitag ist der entspannteste Tag und wird  immer von abendlichen Partys gekrönt.
An vielen Ständen hörte man bis spät in die Nacht Musik, Gelächter und Gesänge, Nebelmaschinen liefen heiß und Lichtanlagen tauchten die Partylocation in feierliches Licht.
dgm03
Ja, Alkohol gab es auch, viel Alkohol, aber aus Rücksicht auf die Feierbiester gehe ich nicht weiter drauf ein und es wird hier auch keine peinlichen Bilder geben (schallendes Gelächter).

Der Samstag lief unter dem Motto Vorbereiten. Wir trafen uns zum gemeinsamen Frühstück und haben die bevorstehenden Arbeiten verteilt. Unser Ziel war, bis abends alle Vorbereitungen für den Wettkampftag komplett fertig zu haben. Die Teamchefs Conny und Martin nahmen an der Wettkampfbesprechung teil und hielten uns per Whatsapp mit den wichtigsten Details auf dem Laufenden.

Es wurde bekannt, dass der geheime Warenkorb aus einem Stück Secreto  (geheimes Filet vom Schwein) und einem wahnsinnig opulent gefülltem Gemüse- und Obstkorb bestand. Ratzfatz wurde der Schlachtplan für den Gang gemacht und wir gingen ans Werk.
dgm06
Auch die restlichen Materialen nahmen wir in Empfang und so war der Startschuß gefallen.
Unser Sponsor „Spicebar“ hatte uns mit allem an Gewürzen ausgestattet, auch spontane Sonderwünsche konnten sofort erfüllt werden, weil die Jungs und Mädels ihren Verkaufsstand nicht weit von uns hatten. Eine tolle Zusammenarbeit, für die wir uns nur immer wieder bedanken können! Ich komme später nochmal drauf zurück!
dgm02
Man muss wirklich sagen, dass die Bereitschaft sich untereinander zu helfen wahnsinnig groß ist…. zumindest bei den meisten.
Unser Rumvorrat muss aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen verschwunden sein (unschuldig guck). Für den Improgang wäre es super gewesen, das Obst in etwas mit Alkohol versetzter Marinade zu baden. Also ging ich los, ich hatte einen Plan.
Am Stand von Midnight Moon   waren mir tolle Sorten in Erinnerung geblieben, also bat ich die Jungs um Hilfe. Mein Fläschchen hatte ich dabei. Wir diskutierten kurz über die vorhandenen Sorten, die Idee, die wir hatten und kamen zu dem Entschluß, dass wir es am besten mit dem Whiskey probieren. Mit einer ganzen Flasche Midnight Moon Whiskey bin ich zurück und wir begannen, die Marinaden für unsere Beilagen zu mischen und das Obst (Äpfel, Birnen und Ananas) in die jeweiligen Marinaden zu legen.
dgm04
Der erste Wettkampf, eher ein Spaß-Wettkampf, fand bereits am Samstag statt. Es sollte auf  Planchas von Simogas Kachelfleisch zubereitet werden, dazu gab es ebenfalls einen üppigen Warenkorb an Gemüse. Pro Team mussten 50 Portionen zubereitet werden, die mit Stimmkärtchen ans Publikum verteilt wurden. Das Publikum konnte dann die Bewertung vornehmen. Es war Spaß! Es war heiß an der Plancha und das Publikum war noch heißer darauf, eine Kostprobe zu ergattern. Es gab Geschubse und Gedränge…..
Später am Abend gab es zum Wettbewerb noch eine Siegerehrung. Unser Ergebnis war nicht der Rede wert, aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Zudem waren Mona Leone und Chris Sandford, die die Planchas und das Plancha-Grillen vorgestellt und publik gemacht haben äusserst charmant, wir durften sie am Abend vorher schon kennenlernen.

Der Tag verging wie im Flug. Wir schafften unser Pensum und waren zufrieden. So konnten wir entspannt dem Wettkampftag entgegen schauen.
Das Team-Catering bestand traditionell aus einer schicken Ruhrpott Currywurst (Meistergriller von Damhus) mit selbstgemachter Curry-Pflaumen Soße und leckerem „Berliner Curry“ Pulver von Spicebar. Als Beilage gab es getrüffelte Pommes mit Parmesanspänen.
dgm05
Der Tag war lang und so hielt sich auch die Abendgestaltung in Grenzen.

Sonntag, Wettkampftag. Gemeinsames Frühstück, Besprechung der Aufgaben, Verteilen der tausend Kleinigkeiten, die erledigt werden mussten. Die Grillkohlen (Danke an McBrikett und die fabelhaften KOKOKO Grillbriketts)  wurden schon im Morgengrauen angezündet, die Grills standen für ihren großen Auftritt bereit.
Der Gästebereich wurde hergerichtet, Tischdecken gebügelt, die Deko arrangiert,  Besteck und Gläser poliert.

DSC00302aEs wurde hier abgeschmeckt, da probiert, dort der Garpunkt geprüft, ausgewickelt, eingewickelt, geschnitten, geschnippelt, und angerichtet. 4 Boxen zur Blindverkostung an die Jury, 6 Teller für die Gäste, von denen 2 Jurymitglieder waren und ein Schauteller zum Gucken, Staunen und Appetit holen für´s Publikum.
Und ehe wir uns versahen, war der erste Gang schon raus.
Im Stundentakt lieferten wir unsere Gänge ab. Es war so unwirklich, weil alles Schlag auf Schlag ablief, ein Rädchen griff ins nächste. Das Team arbeitet konzentriert, strukturiert und hatte trotzdem mega Spaß dabei!
Eine tolle Atmosphäre.
1. Gang : Das Duett von der Wolfsbarschroulade auf Rote Beete Bechamel, gegrillter grüner Spargel in der Laugenspirale und Herzoginkartoffel
dgm022. Gang: Veggie a la Luigi
Mini-Pizza mit Feigen, zweierlei Calzone, Gemüsespaghetti und dreierlei gefüllte Cocktailtomaten mit Piniencrunch
dgm03
3. Gang: Schwein, Bayrischer Grillbauch trifft Asia Burger
Schweinebauch mit Krautstrudel, Brezenknödel mit Schwammerlsoße und Asia Burger
dgm04
4. Gang: Impro Gang (Secreto)
Falsche Lende gepullt und low and slow gegart, Apfel-Birnenfächer mit Schuß, sweet hot Ananas mit grünem Spargel auf Paprikaspiegel
dgm05
5. Gang: Rind, Flap Steak Double Feature
Flap Steak mit Chimichurri, Steak Crunch-Wrap, Käse-Knoblauchbrot, ABT (Jalapeno mit Frischkäse und Dattel gefüllt und Bacon umwickelt), Süßkartoffelpommes mit Sourcream
dgm07
6. Gang: Dessert, Brombeercreme küsst Schokolden-Trüffel Tarte
Brombeercreme im Bisquitmantel, knuspriges Tramezziniröllchen mit Frischkäse und Erdbeeren, Schokoladen-Trüffeltörtchen
dgm11
Der letzte Gang war raus und die Anspannung ließ deutlich nach. Traditionell floß das eine oder andere Tränchen und man freute sich über die Parade der Jury-Mitglieder, die klatschend an allen Teams vorbei zog. Damit war das Ende des Wettbewerbs besiegelt und das Warten auf die Siegerehrung begann. In der Zwischenzeit wurde aufgeräumt und geputzt und sich einen Moment Pause gegönnt.

Kurz vor der Siegerehrung kam die Presse (dpa) vorbei für ein kurzes Interview….. wir waren sehr erstaunt und ahnten vielleicht ein wenig, was kommen könnte.
Der Platz vor der Bühne war proppenvoll mit allen Teams, Freunden und Besuchern. Die Siegerehrung ist ja auch immer etwas ganz besonderes und sehr feierlich.
Im Hintergrund standen die begehrten Pokale und glänzten in der untergehenden Sonne.

Die erste Auszeichnung betraf den FUN-Pokal. Er wird dem Team verliehen, welches durch ausgesprochen gute Teamarbeit auffällt. Der Umgang untereinander, mit den Gästen, den anderen Teams und Besuchern stehen hier im Vordergrund. Fühlt man sich als Gast dort wohl, wird sauber und strukturiert gearbeitet, werden alle Regeln eingehalten etc.
Diese Jahr ging der Pokal an unser Team von „Grill doch mal“. Wir waren total aus dem Häuschen, damit hatten wir nicht gerechnet.

Zuerst wurde die Leistung der Amateure gewürdigt und der neue Deutsche Meister der Amateure gekürt. Die Platzierungen waren hier:

1. Platz S.W.A.T. BBQ
2. Platz Ruhrgold BBQ
3. Platz die zuagroastn

Nun kam es endlich zur Ehrung der Profis.
Der Fischgang, blieb für unser Team unerwähnt, was wir schade fanden. Im Nachhinein erfuhren wir, dass wir den undankbaren 4. Platz belegten, hauchdünn das Treppchen verpasst.

Jetzt folgte der Veggie-Gang. Und der wurde mit Pauken und Trompeten angekündigt und wir waren unter den drei Teams, die aufgerufen wurden. 3, 2, 1 unser! Sieg und erster Platz im Veggie Gang! Riesen Jubel und ein glücklicher Daniel auf dem Treppchen. Saubere Leistung und der Beweis, dass es nicht immer Fleisch sein muss….
dgm07
Nächste Kategorie Schweinefleisch mit Beilage. Auch hier wurde es nix mit Treppchen, aber ein respektabler 6. Platz ist rausgesprungen, was uns echt froh gemacht hat.

4. Gang, der Impro-Gang. Auch hier wurden wir auf die Bühne gerufen! Großer Jubel, wir konnten den Pokal für den dritten Platz in Empfang nehmen. Super!
dgm08
5. Gang das Rindfleischgericht mit Beilage. Trommelwirbel, unser Name wurde wieder aufgerufen. Was es wohl wird? Ein Traum wurde wahr, 1. Platz und Ralf völlig aus dem Häuschen! Stolz  und bewegt hat er den Pokal in die Höhe gehalten! Wahnsinn!
dgm09
Letzter Gang das Dessert. Leider erreichten wir „nur“ der 4. Platz, was ja ansich schon eine bombige Platzierung ist. Ein wenig enttäuscht waren wir schon, freuten uns aber mit den Siegern auf der Bühne. Tolle Leistung aller Teams!

Jetzt kam der spannende Moment, die Kürung des Grillmeisters 2017 wurde  angekündigt. Drei Teams wurden auf die Bühne gerufen, darunter wir.
Wow, Gänsehaut, Kribbeln, Nervosität.
Der 3. Platz in der Gesamtwertung ging an: I Bruciatori

Und mit der Verkündung des Zweitplatzierten stand nun auch der Sieger fest.
2. Platz Grillteam Gut Glut e.V

Und der Deutsche Grillmeister 2017 heißt:

„Grill doch mal“
IMG-20170806-WA0042

IMG-20170806-WA0046
Wir konnten es kaum glauben. Die Freude war riesig. Weinen, Lachen, Singen, alles auf einmal.
Die Goldmedaille, der riesen Pokal, die Gratulanten, die Presse, Kameras, Fernsehen, Zeitung, Fotografen, alles prasselte plötzlich auf uns ein. Wir sangen „We are the Champions“  furchtbar laut und furchtbar schräg aber voller Inbrunst, dass es eine wahre Pracht war.
Das Zepter wurde unserem Teamchef Martin Schulz überreicht, der Pokal  in die Höhe gerissen (Deckel fiel runter auf die Nase des Chefs….. blutende Macke auf der Nase), egal, so sehn Sieger aus, schalalalaaaaaaaaa.
Schwarz-rot-goldener Konfettiregen, Bierdusche, alles dabei! Von Gefühlen überwältigt zogen wir von der Bühne ab und nahmen die unzähligen Glückwünsche entgegen. Man lag sich in den Armen, es wurde gelacht und gescherzt, ein wahnsinnig tolles Erlebnis.

Durchatmen. Irgendwann sind wir dann zum Stand zurück. Der Chef der GBA kam vorbei und lud Martin und sein Team zum traditionellen Königsessen ein.
Zuvor wurden noch Fotos gemacht unter anderem mit unserem Hauptsponsor „Napoleon“ und später noch mit dem Team von „Spicebar“.

IMG-20170806-WA0051dgm03
Das Essen fand anschließend im Juryzelt statt. Es wurde Spalier für den neuen Grillkönig und sein Gefolge gestanden und applaudiert. Wahnsinn! Und es gab, Gott sei Dank, nichts vom Grill. Leckere Hausmacher Wurst, Salate und Handkäs mit Musik, dazu leckere Brotsorten und Getränke. Das war eine sehr schöne Geste.
Nach dem Essen fand noch ein kleiner „Umtrunk“  (hahahahahahahahahahaa) an unserem Platz statt. Man könnte auch sagen, Alkohol wurde vernichtet, die Nebelmaschine lief wieder heiß und die Feierbiester wurden ihrem Ruf gerecht.

Der Montag  startete, wenn der eine oder andere auch leichte Blessuren zeigte, ganz entspannt. Frühstück und dann Zusammenräumen, einpacken, aufräumen, Auto beladen, Zelte abbauen, Platz fegen und Heimfahrt!
Was für ein Wochenende!

Was die wenigsten wissen, dieses Jahr war die Logistik etwas umfangreicher, denn wir hatten den 6 Monate alten Pitmaster Junior Moritz mit an Bord. So musste Mama immer mit den Zeiten jonglieren….. alles im Auge behalten, Abläufe koordinieren, Anweisung geben, während der Kleine andockte, Kind bespaßen, zum Schlafen legen, Windel wechseln und weiter an den Gängen arbeiten. Glücklicherweise haben wir einen Engel rekrutieren können, die sich in der Zwischenzeit rührend um den kleinen Hosenmatz gekümmert hat. So war der Kleine immer gut versorgt und konnte in aller Ruhe seine Schläfchen halten oder im Kinderwagen Runden über den Platz drehen.
Sonja, war/ist  ein echtes Geschenk und wir sind ihr sehr dankbar, dass sie so toll mit angepackt hat! Danke Sonja!

Abschließend ein  Dank an unsere Sponsoren:
Napoleon
Spicebar
– McBrikett
Monolith
Dick
Schlappeseppel

Und ein fettes Dankeschön an Midnight Moon für den Whiskey! You made our day!

Ein weiterer Dank geht an die Jungs von Hopfencraft und Brauart Sausenheim, die uns mit Kostproben ihrer Craft-Biere bei Laune gehalten haben. Sehr feine Geschmacksnuancen, das machte Lust auf mehr.

Nicht vergessen möchten wir  unsere Standnachbarn, das Team PfalzGlut. Ihr seid so top! Wir hatten ne Menge Spaß zusammen!!!!

 

 

 

 

Bistro Besuch im Müller´s auf der Rü

Wir sind Wiederholungstäter.
Bei Groupon gab es wieder eine Gutscheinaktion und da der letzte Besuch im Bistro so sensationell war, haben wir wieder einen Gutschein gekauft.
Einzige Bedingung war unsererseits, dass wir einen Sitzplatz im Bistro haben wollten, Plätze an den Stehtischen waren beim letzten Besuch echt nicht so bequem.

Das Menü las sich wieder verdammt lecker.
Meine Wein Wahl fiel auf einen eisgekühlten Pino Blanc, der absolut köstlich schmeckte. Mein Mann entschied sich für einen Roten, der uns aber leider nicht sehr überzeugte…… es fehlte die Tiefe, wenn ihr wisst, was ich meine…… du trinkst den und der Geschmack ist weg.
Das Personal ist dort jung und trendig, was den Aufenthalt sehr angenehm macht. Ich komme gleich nochmal drauf zurück.

Vorspeise:
Salat a la „Nicoise“
Thunfischtataki / Jordan Oliven / Feta Käse aus Lesbos
Der erste Bissen und ich fühlte mich wie im Himmel. Das war ein absoluter Kracher.
Der Thunfisch war unfassbar lecker. Wer schon mal rohen Thunfisch verarbeitet hat, weiß, dass es nicht leicht ist, Geschmack an den Fisch zu kriegen ohne ihn zu übertünchen.
Was hier auf dem Teller lag, war eine echte Offenbarung.
Der Thunfisch ließ sich noch gut schneiden, zerging dann aber in einer Geschmackexplosion auf der Zunge. Ich könnte jetzt grad nochmal eine Portion verdrücken. Der Thunfisch  wird von allen Seiten kurz angebraten und anschließend abgeschreckt  und mariniert. Hammer! Zuerst dachten wir, er wäre geräuchert, weil er eine so feine Note hatte.
Im Salat befanden sich noch Kartoffelstücke, knackige Gurke (auch mariniert), Oliven, der Feta und ein Wachtelei. Alles in allem eine wunderbare Komposition. 10+ Punkte
blog905
Hauptgang:
US Black Angus Stripe Lion
Cremige Polenta / geschmorte Salatherzen / Sour Cream
Das wichtigste zuerst: der Koch hat den gewünschten Garpunkt exakt getroffen!
Die geschmorten Salatherzen lagen auf einem Polentaspiegel, garniert mit der Sour Cream. Zum Steak gab es Kräuterbutter und einen Soßenspiegel, eine ganz tolle Jus, korrespondierend zum Beef.
Das Fleisch war butterzart und die Jus ein Gedicht.
Geschmorte Salatherzen und ich werden keine Freunde, ich finde Salat ohnehin langweilig  und das wird durch das Schmoren auch nicht besser. Mit der Sour Cream ging es so.
Die Polenta war lecker, davon hätte mehr auf dem Teller sein dürfen.
Das Fleisch top, die Beilagen, nur 8 Punkte.
blog902

Dessert:
Limonentarte
Erdbeerragout / Limone-Basilikum Sorbet
Die Tarte hatte eine wunderbar cremige Konsistenz und schmeckte super frisch, passend zu den Außentemperaturen. Getoppt wurde das durch eine geflämmte Zuckerkruste oben drauf. Sensationell.
Das Sorbet war ebenfalls einzigartig. Der frische Limonengeschmack mit der feinen Basilikumnote, einfach lecker!
Das Erdbeerragout hätte es nicht gebraucht, passte aber ganz gut dazu. 10 Punkte
blog901
Es war wieder ein tolles Erlebnis! Bei der nächsten Groupon Aktion sind wir wieder dabei. Aber wenn ich so drüber nachdenke, werden wir wohl nicht auf die nächste Aktion warten sondern ganz regulär dort essen gehen.

Ich möchte mich nochmal zum Personal äußern.
Die Jungs und Mädels sind super höflich und nett. Sehr aufmerksam und wissen, was sie auf den Tellern servieren und wie die Speisen zubereitet werden.
Einen negativen Punkt gab es dennoch.
Eine junge Dame verhielt sich aus unserer Sicht ziemlich anmaßend.
Als Foodblogger fotografiere ich mein Essen.
Die junge Dame meinte das kommentieren zu müssen („…erst mal fotografieren, wie die jungen Leute…..“) und das in einem Tonfall den wir absolut unpassend fanden. Ich war echt sauer……
Da hat die junge Dame noch viel zu lernen.  -10 Punkte