Die gute alte „Brühe“ – Allzweckwaffe gegen alle Krankheiten

Die Erkältungszeit streckt wieder reihenweise Opfer nieder. Ich spreche hier von einer Erkältung, nicht von der Männergrippe. Gegen die Männergrippe ist selbst eine Hühnerbrühe machtlos!

Gut gewappnet und weil wir Suppen ohnehin lieben, habe ich so ganz nebenbei eine Hühnersuppe und eine Rindfleischbrühe angesetzt und sie in Weckgläsern haltbar gemacht.

Da geht relativ unproblematisch, weil wenig Vorbereitung nötig ist und man während der Kochphase nicht ständig dabei stehen muss..

Zutaten:
* 4 Hähnchenschenkel (weil ich die leckerer als ein Suppenhuhn finde) / 2 Rinderbeinscheiben
* Suppengemüse: Lauch, Zwiebel, Sellerie, Karotten, Knoblauch, Petersilie
* Thymianzweige, Salbei, Rosmarin, Pfefferkörner, Salt, frischen Chili
* kaltes Wasser

Zwei große Töpfe (3l) aufsetzen.
Das Gemüse waschen, putzen und in Stücke schneiden. Die Größe ist ziemlich egal, als Suppeneinlage werden wir frisches Gemüse verwenden, das Ausgekochte geht auf den Bio-Müll.
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Das Fleisch abspülen und bei den Hähnchenschenkeln überschüssiges Fett schon jetzt entfernen.

Kaltes Wasser angießen, dass alles bedeckt ist. Gewürze dazugeben, Deckel drauf und aufkochen lassen. Nach 5min die Hitze reduzieren und auf kleiner Hitze für mindestens 60min köcheln lassen.
Das Fleisch fällt dann bereits vom Knochen und kann entnommen und beiseite gestellt werden.
Die Brühe durch ein Sieb schütten und das überschüssige Fett abschöpfen.
In der Zwischenzeit die Weckgläser und Deckel im Ofen sterilisieren.
Das Fleisch auslösen und in Portionen teilen.
Die Brühe nochmals aufkochen lassen, dann das Fleisch in die jeweiligen Gläser füllen und die Brühe dazugeben. Deckel drauf, fertig.
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Mit frischem Gemüse (Karotten, Kohlrabi und Lauch) leckeren Markklößchen und Glasnudeln ein Gedicht, wenn es draussen so richtig usselig ist oder dir deine Gesundheit einen Streich spielt.
Was auch nicht fehlen darf, sagt mein Mann, sind Backerbsen. Da scheiden sich die Geister.
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East meets West – Köfte Burger auf Reibeplätzchen

Wir sind gesegnet. Ja, du liest richtig. Nicht nur, dass es uns gut geht, nein, wir erfahren durch die zahlreichen ausländischen Mitbürger aus allen Herren Ländern eine Bereicherung unseres Genuß – Wahnsinns.
Beispiel: wer  Mal in einem türkischen Supermarkt Gemüse und Fleisch gekauft hat, weiß das zu schätzen. Das ist nix neues, aber leider gibt es immer noch Berührungsängste.
Kürzlich haben wir einen weiteren wunderbaren, von außen unscheinbar anmutenden Markt ausgemacht und sind dort direkt dem Einkaufswahn verfallen. Am liebsten hätten wir alles gekauft und ausprobiert. Wir lieben den Geschmack des Orients, die Gewürze und die Vielfalt von haltbar gemachtem Gemüse. Auch frisches Gemüse sieht hier einfach leckerer aus und wird immer wieder liebevoll in Szene gesetzt…da kannste bei R*** und E**** lange drauf warten.
Am besten finden wir die Fleischtheke. Sehr sehr appetitlich und pikobello sauber.
Wir haben unsere Liebe zu fertig gewürztem Rinderhack für Köfte (Frikadellen) entdeckt. Normalerweise kaufe ich weder fertig gewürztes Fleisch noch darf irgendwo Lamm drin sein.
Hier mache ich eine Ausnahme, denn das Fleisch ist so sensationell gewürzt, das kriegst du zu Hause vermutlich gar nicht so hin. Auch das Lamm schmeckt man nicht raus, was überhaupt DER Pluspunkt ist.

Im Regal fanden wir unter anderem noch gegrillte, marinierte Aubergine aus dem Glas. Ein Versuch war es allemal wert. Also haben wir das mitgenommen.

Zum Abendessen gab es quasi neumodische Fusion Küche, ein Brückenschlag zwischen good old Germany und der Türkei:

Mini Köfte Burger auf Kartoffel Reibeplätzchen mit Knoblauch-Joghurt Soße und gerillter, marinierter Aubergine
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Scheiße war das lecker!
Die Aromen passten fantastisch zusammen. Knusprig, saftig, würzig, lecker.
Die Aubergine aus dem Glas war neben dem Frikadellchen das Highlight. Sowas von lecker, da brauchte man nicht mehr nachwürzen, das schmeckte fantastisch. Davon MUSS ein Vorrat in den Keller wandern.

Die Joghurtsoße bestand ganz klassisch aus Joghurt, Knoblauch, Petersilie, Salz und Pfeffer. Die Aubergine habe ich ein wenig warm gemacht, die Reibeplätzchen (einen Eßlöffel Kartoffelmasse) ganz normal in der Pfanne in ordentlich Öl ausgebacken. Die Frikadellen bestanden aus einem Teelöffel Hack, was zur Frikadelle  oder Patty geformt war. Schön langsam in der Pfanne bei mittlerer Hitze appetitlich braun braten. Stapeln und genießen.

Ich kann nur jedem empfehlen, mal über den Tellerrand zu schauen und mal beim Nachbarn einkaufen zu gehen. Es lohnt sich!