Lefkada 2017, Traumstrände, Bergdörfer und der krasse Gegensatz

blog04Lefkada ist eine wunderbare Insel mit vielen Gesichtern. Die Westküste ist sehr ursprünglich, hier befinden sich auch die schönsten Strände. Türkisfarbenes Wasser, weißer Sand, es ist einfach unglaublich. Jetzt im Juni hatte das Wasser so 24-25 Grad, also perfekt für eine Abkühlung.
Viele Strände sind bewirtschaftet, man findet dort kleine Tavernen und auch Liegestuhl- und Sonnenschirm Verleihe. Es gibt einige Hotels und trotzdem hat man nicht dieses Gefühl dass man von feiernden, gröhlenden Touris überrannt wird.
Vor 2 Jahren (2015) wurde die Insel von einem Erdbeben erschüttert. Die Nachwirkungen sind noch heute zu sehen, es ist eine der  wichtigsten Straßen zerstört, nämlich von Kavalos nach Pefkoulia Beach, durch die Schlucht vom Berg direkt ans Meer. Man muss jetzt halt einen Umweg fahren. Die Einheimischen glauben nicht, dass man die Straße wieder in Ordnung bringt. Das Geld fehlt. ohnehin
Auch die Hauptzufahrt zu 2 der schönsten Strände (Egremni und Gialos)  ist nicht passierbar. Zumindest an der Strasse nach Egremni Beach wird gearbeitet, sie soll bald fertig sein. Die Taverne am Strand ist auch komplett zerstört, ob da was gebaut wird konnten wir nicht rausfinden.
blog14.jpg
Von der Küstenstrasse aus kann man den Strand bewundern, ellenlang und traumhaftes Wasser. Vermutlich hätten wir zu Fuß gehen können, das war uns aber zu anstrengend.
Die Auswirkungen diverser Erdbeben sind hier überall zu sehen.
Die Ortschaften oberhalb der Küste sind sehr romantisch. Schmale Straßen, bewirtschaftete Gärten, wunderbare Pflanzenwelt, kleine Dorfplätze, hier und da ein Kafenion, kleine Läden mit Obst und Gemüse, Bäckereien, kleine Kirchen, und überall freundliche Menschen. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass man sich grüßt, egal ob man sich kennt oder nicht. Die Menschen hier haben nicht viel. Viele Behausungen sind sehr ärmlich und baufällig. Man fragt sich unweigerlich, von was diese Menschen leben.
blog16.jpg
Ein toller Ausflug ist die Fahrt zum Leuchtturm am nördlichsten Ende der Insel.
Eine sehr gut ausgebaute Straße führt dort hin. Von dort aus hat man einen mega Blick auf die umliegende Inselwelt.
Aber Achtung, die Fahrt zieht sich endlos. Die Distanzen zwischen den Ortschaften  sind nie sonderlich lang, aber durch die Bergelandschaft und die engen sich in Serpentinen schlängelnden Straßen muss man wirklich Zeit einplanen!

Im krassen Gegensatz dazu kommt die Ostküste daher. Ein Hotelkomplex reiht sich an den nächsten. Luxusresorts haben die schönsten Plätze für sich reserviert. Auf den ersten Blick scheint das alles ganz schön zu sein, den Strand direkt vor der Tür…..wenn du aber weißt, dass die Abwässer ungeklärt an der Ostküste ins Meer geleitet werden…….
Kali Bagno! (Gutes Baden!)
In Orten wie Nidri, tobt das (Touristen)Leben. Man hat sofort das Gefühl von Malle. Die Luft ist geschwängert von Sonnenöl- und Pommes-Duft. Es ist laut und an jeder Ecke eine Taverne, Bar oder Kneipe, tausende Souvenirläden und Minimärkte, die Luftmatratzen und Schwimmreifen, Eimerchen und Schippchen zum Verkauf anbieten. Hier kriegst du Sushi, Pizza, Pasta und Burger, und vielleicht auch noch ein typisches Touristen Gyros mit Fritten.
Nee, nix für uns! Der einzige Grund, warum man da hin muss ist die Tatsache, dass die Fähre nach Meganisi hier ablegt. Dazu später aber mehr.

Ich möchte nicht nur meckern, es gibt auch einige ganz nette Dinge zu erleben.
Gleich unterhalb von Lefkada Town kommt man nach Kariotes. Das ist noch ganz beschaulich und noch nicht  so ganz abartig touristisch.
Hier gibt es ein vorgelagertes Vogelreservat, einen Salzsee. Man kann auf einen relativ gut ausgebauten Strasse fast einmal Drumherum fahren….. aber nur fast, am Ende der Strasse muss man wenden und zurückfahren.
Es ist auch ein schöner Spazierweg, bei dem man Vögel beobachten kann. Dafür hat man eigens  einen Rastplatz angelegt. Umfangreiches Infomaterial findet man da und auch überdachte Sitzplätz für ein Picknick.
Wer sich für die Vögel nicht begeistern kann, dem gefallen vielleicht die zahlreich vorbeiziehenden Segelboote und Yachten. Hier verläuft die Hauptzufahrt wenn man von unten (Norden) Richtung Lefkada Stadt möchte. Oder eben von Lefkada Stadt an der Ostküste entlang Richtung Meganisi oder sonstwo hin.
Wie gesagt, es ist Geschmacksache.
Ein Abstecher von Kariotes aus Richtung Kolivata zum Kloster Agios Georgios ist auch empfehlenswert. Zum einen hat man von der bergauf führenden Strasse einen wunderbaren Blick und auch das Kloster ist wunderbar. Momentan ist es geschlossen, weil man es restauriert…… Allerdings konnten wir keine Arbeiten erkennen. Und wenn man rechts an der Klostermauer entlang geht, erreicht man einen Steinhaufen, wo die Maure eingestürzt ist. Ganz leicht kann man drüber klettern und ins Innere der Anlage gelangen. Nur noch durch die Maueröffnung quetschen und schon kann man die Architektur der Kirche und ein paar Gebäude bewundern. Die Kirche ist in gutem Zustand, alle anderen Gebäude sind eingestürzt und bedürfen noch ganz besonders viel Hingabe.

Zurück auf der Straße Richtung Süden kommt man in Ligia vorbei. Ein kleiner Hafen wo auch die Fischerboote ankommen. Hier soll man ganz gut Fisch essen können. Bestätigen können wir das nicht, weil wir nicht dort gegessen haben.
Je weiter man nach Süden kommt, umso verrückter wird das Leben da.
Wir sind weiter gefahren bis nach Mikros Gialos, einer wunderschönen Bucht. Hier war schon jede Menge los und so wollten wir nur auf einen Snack bleiben.
Für die Sportler unter euch, hier wird Standup Paddeling angeboten.
Wir setzten uns in eine Taverne, die erste, wenn man zum Strand kommt. Ich glaube, der Schuppen hieß „Del Mare“ . Es saßen viele Menschen drin…… deshalb fiel die Wahl auf dieses Restaurant.
Was soll ich sagen, wir waren sowas von enttäuscht von  Geschmack und Qualität des Essens.
Wir bestellen immer nur Meze (Vorspeisen) wie zB Tzatziki, Saganaki (Feta gebacken), frittierte Zucchini, Fava (Erbsenpüree)  und Brot. Das Essen war zum Weglaufen! Es hat nicht geschmeckt, der Kellner war unfreundlich, das Besteck schmutzig, wir haben nichtmal alles aufgegessen, haben bezahlt und uns geschworen, nie wieder Touri-Kneipe! Nix wie weg!

Fortsetzung folgt………

Hier kannst du weiter stöbern: Teil 1 / Teil 2 / Teil 4 / Teil 5

Lefkada 2017, es geht weiter….

Wie erwähnt, standen 2 Feiertage bevor und unsere Vorräte waren sehr überschaubar.
Am Sonntag, nachdem wir uns einigermaßen eingerichtet hatten, fragten die Vermieter, ob wir mit zum Dorf gehen. Sonntags würde man dort auf dem Dorfplatz grillen.
Grillen? Hömma, wird´s nachts dunkel? Ja klar würden wir gerne mitkommen….
Gesagt getan, machten wir uns zur Mittagszeit auf den Weg. Der Fußmarsch betrug nur wenige Minuten. Kavalos ist ein 70 Seelen Dorf in den Bergen. Es gibt da nicht viel. Ein Kafeneion steht am Dorfplatz und das fungiert als Poststelle (hier kommt alle Post an), Café, Kneipe, Gemischtwarenladen und irgendwo soll noch ein Friseurstuhl stehen….für den Fall der Fälle.
Lefkada13
Sonntags trifft man sich zum gemeinsamen Essen. Gegrillt werden Kokoretzi (Eingeweide), Frigandeli (Lammleber) und Schweinefleisch.

Lefkada15Wir, unwissend (ausser Kokoretzi) bedienten uns an dem unglaublich lecker aussehenden Fleisch. Hammer! Saftig, knusprig, würzig, es schmeckte wunderbar (ans Kokoretzi trauten wir uns nicht dran). So eine saftige, und zarte Leber hatten wir noch nie gegessen…und schon gar nicht vom Grillspieß.
Vielmehr gehen die Erinnerungen an ein graues totgebratenes Stück Schuhsohle, das man mit Kartoffelstampf und Zwiebeln zu retten versuchte. Nein, das hier, das war eine andere Liga!!!!! Ich erfuhr erst hinterher, dass ich Lammleber gegessen hatte. Da ich Lamm normalerweise nicht anrühre (das Lamm, der Stall, hurz!), war ich besonders erstaunt über diese Delikatesse, die mir fantastisch schmeckte . Lefkada18Das Schweinefleisch war ohnehin total lecker und dazu gab es das, was Spyros dazu brachte: Tzatziki, Fritten, Brot, Bauernsalat. Es war toll, man tauschte sich aus, die neusten Geschichten wurden erzählt, es wurde gelacht, gegessen und getrunken. Zum Bezahlen wurde kurz auf den Tisch geschaut und eine Zahl in die Runde geworfen….. man legt dann zusammen und fertig ist der Lack!
DAS war ein tolles Erlebnis! So dicht an den Einheimischen und ihrer Kultur, das war schon etwas Besonderes.

Pfingsten, große griechische Feiertage.
Am Kloster Faneromeni sollte ein Markt stattfinden, und man sprach von einem besonderen, gesegneten Brot, welches man zum Festtag dort an die Besucher verteilte.
Wir fuhren hin, es war ziemlich heiß und ziemlich viel los. Das Auto mussten wir am A…. der Welt parken, es war die Hölle los. Aus ganz Griechenland kamen Besucher, die alle Richtung Kloster strömten. Es war toll, Touristen waren nicht viele unterwegs.
Der Markt war sehr bunt und laut. Zu kaufen gab es alles, was der geneigte Haushaltsvorstand zu kaufen hatte, Goldfische, Schuhe, Haushaltswaren, Glöckchen für Ziegen und Basilikumbüsche in allen Größen. Basilikum hat in Griechenland eine besondere Bedeutung, hält es böse Geister fern. Man sieht das sehr oft an Kirchen und Klöstern, aber auch an den Haustüren der Einheimischen….. jetzt auch in unserem Garten!
Eine lange Schlange wartete vor dem Kloster um zu den heiligen Reliquien zu gelangen. Der Tip unseres Vermieters war genial, es gab noch einen Hintereingang, von dem man einen bombastischen Blick auf die Bucht hatte, und dort stand niemand an, denn es war einfach nur der Eingang zum Klosterhof.

Ganz wie es die griechische Tradition vorschreibt, bekamen wir von dem heiligen Brot, was köstlich schmeckte. Es hatte den Geschmack von Lebkuchen, Zimt und vermutlich die Zutaten Mahleb und Mastix (die griechische Hausfrau wird jetzt fett grinsen, der Deutsche mit den Schultern zucken).
In glühender Hitze verließen wir den Markt und das Kloster und schleppten uns bergauf wieder zurück zum Auto. JETZT war der perfekte Zeitpunkt für ein Bad im türkisfarbenen Meer.
Merke: an Pfingsten geht man dahin, wo auch die Griechen hingehen!


Fortsetzung folgt……..
Hier kannst du weiterlesen, wenn du magst.
Teil 1 / Teil 3 / Teil 4 / Teil 5

Lefkada – eine griechische Perle im Ionischen Meer…..wir kommen!

Dass wir Griechenlandfans sind, ist im Bekannten und Kollegenkreis ja hinlänglich bekannt. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Zielen und haben dabei schon viele Inseln bereist. Ja, es handelt sich eigentlich (bislang) immer um Inseln.
Am besten gefallen uns kleine, überschaubare Inseln, aber auch KretLefkada620a  finden wir schön. Wir bereisen die Inseln immer in der Vor- oder Nachsaison, wenn sich noch nicht so viele Touristen auf den Weg machen und das Klima erträglich ist.
Im Januar fiel die Entscheidung auf Lefkada.  Nie gehört, Google Maps versprach tolle Strände, das waren die ersten Infos.
So nach und nach haben wir uns weiteres Informationsmaterial beschafft, nach Flügen und Unterkünften geguckt.
(nachträglicher Hinweis vom Vermieter: fewo ist jetzt homeaway, die Bedingungen als Vermieter sind wohl sehr amerikanisch und wir hätte viel zu viel Geld bezahlt. Ausserdem arbeitet das Unternehmen mit deinem Geld. Im Februar gebucht, das Geld sofort per PayPal überwiesen, das Geld hat der Vermieter aber erst im Juni gutgeschrieben bekommen).

Da wir Individualurlaub machen, buchen wir Unterkunft und Flug, sowie einen Parkplatz am Flughafen und den Mietwagen separat. Das hat bislang immer gut geklappt, wenn man uns auch hin und wieder die Flugzeiten verändert und verschoben hat.
So war es natürlich auch wieder, die Zusatzkosten, die uns entstanden sind, reichen wir bei der Airline ein, in aller Regel erstatten die die Differenzen.

Die Zeit vor dem Urlaub zieht sich immer wie Kaugummi, bis es dann endlich ans Kofferpacken geht.
Und dann sitzt du am Flughafen und wartest, dass die Metallbüchse endlich Richtung Sonne abhebt.
Wir haben uns die Wartezeit so angenehm wie möglich gemacht. Ausgiebiges Stöbern in den Zeitschriftenläden, einen Cocktail / Bier in der Aperol Bar, Versenden der ersten Grüße an Freunde und Familie mit obligatorischem Deppen Selfie (ob der Alkohol schuld war?) und Diskutieren über das Schaulaufen Gottes großen Zoos.
Der DutyFree Shop schenkte eisgekühlten Hörnerwhisky aus (Juli, Prost!), die stylischen Schnapsgläschen (aus Plastik, aber wurscht) durfte man behalten….. cool, da kann man auch Tsipouro draus trinken, das wäre schonmal geklärt.

Der Flug (mit Thomas Cook) dauerte ca 2,5 Stunden, was eigentlich nicht so furchtbar lang ist…… außer, du bist annähernd 2m groß und deine Knie durchstoßen die Rückenlehne des Vordermanns. In Punkto Beinfreiheit ist der Flieger nicht in die nächste Runde gekommen. Sehr eng.
Und weil wir beim Thema sind, muss ich mich auch noch über den Service auslassen. Um es vorweg zu nehmen, das Personal war sehr freundlich. Sehr amüsant, dass die Chefin so arg lispelte, dass wir dem Wortlaut gar nicht mehr folgen konnten….. das war jetzt gemein, aber es war halt so.
Mittlerweile isses bei den Fliegern so, dass du für jeden Scheiß bezahlen musst……nee, ich glaube Klo ist noch für Umme….. eine Frage der Zeit.
Also was macht frau? Schmiert zu Hause lecker Kniften mit ordentlich Belag und nimmt sie mit. Ja, das darf man.
Auch dieser Flug ging vorbei und wir landeten auf einem kriminell kleinen Flughafen mit einer Start/ Landebahn ähnlich in Skiathos. Will heißen, die Bahnen starten am Wasser und enden am Wasser. Haste Pech, kriegste im besten Fall nasse Füße.

Das Auto bekamen wir relativ zügig, einen relativ neuen Peugeot 208, schöner Wagen, tadelloser Zustand. Auch so ein Glückspiel.
Koffer rein, Navi starten und los.
Preveza, so heißt die Stadt mit dem Flughafen, ist nicht so weit von der Insel entfernt, man muss ca 45min einrechnen, wenn man sich Zeit lässt.
Lefkada ist mit einer Ponton-Brücke mit dem Festland verbunden (lässt sich für Boote wegfahren). Ratzfatz biste auf der Insel. Es wurde schon dunkel, der Flug hatte sich ja von morgens 7 auf mittags 13 Uhr verschoben…… halber Tach war futsch.
Wir bremsten noch eben schnell in einem  Supermarkt rein und versorgten uns mit dem Nötigsten für ein Frühstück am nächsten Tag. Das war unser Glück, denn die nächsten zwei Tage waren alle Läden zu, wegen Pfingsten….auch in Griechenland Feiertage.
Lefkada194
An der Unterkunft warteten unsere Vermieter schon, sie wollten mit uns Essen gehen. Also schnell etwas frisch machen, warm anziehen (ja, es war ziemlich frisch) und schon waren wir auf dem Weg nach Karia.
Wir genossen auf der Platia ein wunderbares Essen bei „Eleni“. Tolle Hausmannskost und endlich ein kühler Schluck Bier. Wir lernten unsere Vermieter kennen, sehr sympathisch, der Funke sprang irgendwie sofort über.
So könnte ich mir meine Rente auch vorstellen: Häuschen im Warmen, ein halbes Jahr vorort, das Landleben und die Einfachheit genießen…… dafür hätte ich Zeit.
Am nächsten Tag inspizierten wir dann die Unterkunft genauer. Dafür hatten wir am Vorabend gar keinen Blick.
Lefkada135

Schönes Anwesen, schöne Wohnung, hell, freundlich, geschmackvoll eingerichtet. Die Besitzer haben ein gutes Händchen für einen sehr eigenwilligen Stil. Hier traf IKEA auf selbstgebaute  und aufbereitete Möbel, alte Möbel und Kunst.
Sehr gemütlich, sehr heimelig. Abgerundet mit einem Kaminofen, den wir (ohne scheiß) noch zu schätzen gelernt haben.
Das Anwesen liegt oben auf einem Berg mit sagenhaftem Rundumblick. Die angrenzende Schlucht sorgt dafür, dass hier oben immer  ein Lüftchen weht, ich korrigiere, es kann auch ganz schön stürmisch sein.
Lefkada23
Entgegen aller Vermutungen, war die Wochen vorher wohl eher mäßiges Wetter und die Ausläufer noch erkennbar. Tagsüber war es warm, keine Frage, kurze Buxe und Top, fertig. Abends jedoch ging es ohne lange Hose und Jacke draußen gar nicht. Jetzt kam der Kaminofen ins Spiel, Sofa, gemütlich prasselndes Feuer…..läuft!

Fortsetzung folgt……..

Hier kannst du weiterlesen, dir Appetit holen, dich amüsieren, träumen, den nächsten Urlaub anvisieren, oder, oder Teil 2 / Teil 3 / Teil 4 / Teil 5

 

Hefezopf nicht nur an Ostern lecker

Deshalb lasse ich euch das Rezept auch da. Wir lieben den Hefezopf. Und am besten schmeckt er uns mit dick Butter (keine Margarine) und Schokostreuseln aus Holland. Ein Klassiker und soooooooooooooooooooooo lecker. Wir haben jetzt mal eine dunkle Schokolade ausprobiert, die ich auf jeden Fall krass gut finde.

Aber zurück zum Anfang. Ostern stand vor der Tür und ich/wir in Backlaune. Tsoureki sollte es geben, das ist das griechische Osterbrot mit rotem Ei und so.
Die Katastrophe fing schon beim Eierfärben an. Vor Augen hatte ich ein satt rotes Ei, von allen Seiten gleichmäßig gefärbt, mit etwas Öl eingerieben, wunderbar schimmernd.
So der Plan. Beim Rewe gab es leider nur noch die Billigvariante der Färbefarben. Dämliche Farbblättchen, die mit Wasser und Essig zum Leben erweckt werden sollten. Das sah schon beim Vorbereiten Kacke aus und so konnte auch das Endergebnis nicht überzeugen. Was willste machen, Karfreitag, Läden zu.
blog03
Also den Hefeteig nach folgendem Rezept angesetzt. Es befinden sich im griechischen Original Rezept Zutaten, die wir a ) nicht zur Hand hatten b) in Deutschland im Supermarkt nicht zu kriegen sind (Machlepi und Mastix). Im nächsten Urlaub kommen beide Zutaten definitiv auf die Einkaufsliste.

  • 500 g Mehl
  • 20 g Hefe
  • 125 ml Milch
  • 100 g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Butter
  • 1 TL geriebenes Muskat
  • 1 Pck Orangenback
  • 1 Eigelb zum Bestreichen
  • einige Mandelblättchen zum Bestreuen
  • 1 rotgefärbtes gekochtes Ei

Alle Zutaten miteinander verkneten und den Teig an einem warmen Ort 45min gehen lassen. Der Teig sollte sich vergrößern, tat er aber nicht….. kein einziges Bisschen.
Also den Zopf geformt und auf einem Blech abgedeckt im Ofen bei etwas Wärme nochmal gehen lassen….. Ergebnis ? Mist, keine Veränderung.
In Gedanken war ich schon beim zweiten Versuch, habe den Ofen dann aber noch vorgeheizt und das ömmelige Ding fertig gebacken. Uns siehe da, als ich schon nicht mehr dran glaubte, explodierte der Zopf, ging auf und sah lecker aus. Er war sehr kompakt aber essbar.
blog04

Egal, meine Bäckerehre ließ diesen Tiefschlag nicht zu und ich habe das Ganze nochmal gemacht. Diesmal habe ich die Hefe in warmer Milch mit etwas Zucker aufgelöst und zum Rest gegeben. Schön mit Liebe geknetet und Ruhen lassen. Aha! Der Teig ging auf. Der Zopf wurde geformt und die zweite Ruhezeit ließ den Zopf groß und größer werden. Schnell mit Eigelb bepinseln, mit gehobelten Mandeln bestreuen und in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen damit. Das Ergebnis war so, wie ich es erwartet hatte. Wunderbare Farbe, schön aufgegangen, appetitlicher Duft….geht doch!
Mit Holländischer Roomboter und Hagelslag ein Gedicht!
blog08

Völlig aus dem Tritt

Hach, seufz……. 2 Wochen Urlaub sind vorbei. Festplatte irgendwie formatiert, noch im Entspannungsmodus, denn einen freien Tag hab ich mir noch gegönnt. Sitze auf dem Sofa  und hab die Glotze an um festzustellen, dass ich TV überhaupt nicht vermisst habe. Die Schmutzwäsche wird den Weg in die Maschine im Laufe des Tages finden,  denke ich. Wenn nicht, dann evtl morgen.  Griechenland wirkt nach.

Die Stille fehlt, die Abgeschiedenheit,das warme Wasser und das Rauschen der Wellen.

Wir hoffen, die Entspannung noch ein paar Tage erhalten zu können, bevor uns der Alltag wieder voll und ganz in seinen Klauen hat.

Ich werde noch detailliert berichten,hier aber schon mal ein paar Impressionen.

DIY: Urlaubsfeeling – Windlicht

Leere Tomatenmark- Dosen eignen sich wunderbar als Halter für Teelichter. So zauberst du dir ein wenig Urlaubsfeeling auf den Tisch.
Im Urlaub haben wir die leere Dose draußen auf der Terrasse benutzt. So bekommt die Dose eine Chance auf ein (kurzes) zweites Leben.
IMG_9930

Zu Hause haben wir diese Dosen natürlich auch, in verschiedenen Größen erinnern sie uns immer an die wundervolle Zeit in Griechenland.

Die Dosen werden einfach nur gesäubert und sind schon einsatzbereit. Aber aufpassen! Es gibt Versionen, da ist ein Öffner am Deckel (mit Ring zum Ziehen), da hat man einen relativ scharfkantigen Rand.
Sicherer sind die Dosen, die du mit einem Dosenöffner selbst öffnest….. die meisten Dosenöffner sind ja mittlerweile kindersicher, ohne den scharfkantigen Rand.

Blütenträume und der Duft des Sommers

Der Mittelmeerraum ist im Frühjahr ein ganz besonders lohnenswertes Ziel. Überall grünt und blüht es. Die Kräuter und Blüten verströmen einen ganz wunderbaren Duft.

Entstanden sind die Bilder während unseres Griechenlandurlaubs im Mai/Juni 2016, auf der wundervollen Insel Skiathos.