Kurzfassung: Urlaub auf Kythira

– Anreise mit Condor, Abflug 5 Uhr morgens, nicht unsere Zeit! pünktlich, kein Comfort, dafür heftige Turbulenzen
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– Ankunft in Kalamata: pünktlich, Übernahme Auto
Auto: letzte, ich verbessere allerletzte Schrottkarre…..ob wir Automatik fahren können…ja wir können. I´m back in 10min.
Nach 20min steht das rote Luder vor uns…. !?! 3 verschiedene Lackfarben, Kampfspuren an allen Ecken, Lack löst sich auf der Motorhaube, Schaltgetriebe…… aber ein upgrade. Is jetzt ein größeres Auto, war kein anderes da…..???? wir müssen los, naja, fährt.

– Fahrt Richtung Neapoli, wo sich der Fährhafen befindet.
– Hotel, kurze Siesta, Fahrt (Ausflug) nach Elafonissos, Fähre pünktlich erwischt.
Den allseits gepriesenen Strand besucht und festgestellt, is nix für uns, zu viele Menschen, zu viele Touristen. Schnell wieder zurück aufs Festland.
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– Übernachtung, Tickets für die Fähre geholt, Überfahrt nach Kythira, sehr schaukelig

– Ankunft bei Annina und Andreas, herzlicher Empfang, kleines Mittagessen, Koffer auspacken, baden gehen
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weitere kurze erwähnenswerte Stationen des 12 tägigen Aufenthaltes:
– Grillabend mit den Vermietern und  anderen lieben  Gästen aus der Schweiz und Österreich, sehr griechisch, sehr lecker, sehr lustig… mit dem Deutschen Meister wollten alle mal grillen
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– sensationeller Cook Workshop mit Chrysoula, Veranstalter Frank vom Pyrgos House
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– sauberes, klares Wasser, wunderbare Strände, Sonnenschein
– Markt in Potamos
– faulenzen
– baden gehen
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– Tanzfest in Agia Pelagia, tolles Abendevent
– viele wunderschöne Dörfer, weitab der Hauptstrasse
– baden gehen, 27 Grad Wassertemperatur
– faulenzen
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– Probleme mit dem Auto, springt unzuverlässig an, kurzes Telefonat mit der Vermietung…… ihre Meinung, wir sind zu blöd ein Auto zu starten
– da die Abreise naht, kurzer Blick vom Profi auf unser Auto, der Schlüssel ist schuld, die Wegfahrsperre verhindert das Anspringen des Motors
– um ganz sicher zu gehen, den Flieger zu erreichen, Hotel umgebucht und direkte Fahrt zurück nach Kalamata  geplant
– faulenzen
– baden gehen
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– Auto springt an, schwerer Abschied von unserer traumhaften Unterkunft und den herzigen Vermietern, Fähre pünktlich
– beim Runterfahren von der Fähre macht uns jemand auf unseren Plattfuss aufmerksam, Danke, sehr nett, so eine scheiße
– runter von der Fähre, 1. Versuch das Rad zu wechseln…… Rad sitzt fest, brauchen Werkzeug (Hammer)
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– mit Plattfuß ca 1km bis zur Tanke eiern….. von schaurigem Geräusch eines sich auflösenden Reifens und einer geschundenen Felge begleitet
– hilfsbereite Jungs an der Tanke, kriegen den Reifen auch nicht runter, konnten grad noch verhindern, dass sie Bremsen und Achse abbauen….. sie hatten keine Ahnung vom Reifenwechsel
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– Anruf bei der Vermietung: das ist unser Problem, sollen neuen Reifen kaufen……. auf keinen Fall mit dem Notrad so weit fahren, kleiner Hinweis, es ist Sonntag!
– Fluchen, ich knie mich vor´s Auto und schlage mit dem Hammer beherzt von hinten an die Felge….der Reifen löst sich und wir ziehen das Notrad auf
– Notrad auch platt!
– Druck drauf und gegen alle Empfehlungen fahren wir los, 180km noch vor uns, maximale Geschwindigkeit 70km/h
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– schwitzen Blut und Wasser, immer wieder kurze Stops um den Reifen anzuschauen
– entscheiden uns für den kurzen Weg durch die Berge, mit dem Vehikel hätten wir die Autobahn nicht befahren dürfen
– landschaftlich tolle Fahrt! konnten nicht so richtig genießen, immer die Tachonadel, die Kilometer und etwaige komische Reifengeräusche im Blick/Ohr
– Ankunft in Kalamata, Hotel, Hunger
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– Stadtfest in Messini, zu Fuß ins Geschehen, lecker gegessen, Hotel, schlafen
– 2km Fahrt bis zum Flughafen, Abgabe um 8 Uhr geplant………Anruf bei der Vermietung ob auch wirklich pünktlich jemand kommt….natürlich!
– 10 nach 8 weiterer Anruf, wir checken derweil ein
– 8:25 Uhr die Vermietung kommt und schleicht 2x ums Auto…… Reifen ist kaputt! Yep, gut erkannt! Sonntags kriegt man keinen Ersatz! Yep, auch richtig! Die Kosten für den neuen Reifen werden von der Kreditkarte abgebucht….. yep, mach ma. Wir kriegen (so Gott will) das Geld wieder, weil wir eine Reifenversicherung hatten).
– Sicherheitskontrolle, einsteigen, Abflug Richtung Frankfurt, wieder null Comfort, dafür pünktlich
– Koffer holen, Transfer zum Parkplatz, Heimfahrt!
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Schöööööööööööööööööööööööööööön war´s! War ein geiler Urlaub! Echt jetzt!

Übrigens, nie wieder den Anbieter Dirent! Beschwerde bei Check24 folgt.

 

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Die fantastische Küche Kythiras – Greek Cook Workshop mit Familienanschluß

Ich muss eingangs kurz umschwenken: Thank you Frank for this absolutely gorgeous experience to cook with a local woman. To learn from a greek Yaya was one the best workshops we ever did!
Much love to Chrysoula! ευχαριστώ πάρα πολύ!

Ach war das schön!
Wir haben uns für den Cook Workshop bei Frank (Pyrgos House) angemeldet und hofften, dass der Kurs stattfinden würde. Immerhin war die Saison so gut wie vorbei und es war ungewiss, ob die mindest geforderte Zahl von Interessenten sich melden würde.
Die erlösende Nachricht kam, der Kurs findet statt! Yeah!

Voller Vorfreude fuhren wir am nächsten Tag zum Treffpunkt und lernten die zwei weiteren Teilnehmer und Frank kennen.
Zu Fuß machten wir uns auf den Weg zum Haus von Chrysoula. Im alten Stadtkern gelegen mit wunderbarem Innenhof, Granatapfelbaum, blühenden Pflanzen und Garten.

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Der Empfang war sehr herzlich. Wir saßen alle in Chrysoulas Wohnzimmer und wurden bewirtet. Während wir die inseltypischen Spezialitäten (in Sirup eingelegte Trauben und einen aufgesetzten Tsipouro) genossen, erklärte Frank den Ablauf.

Kurze Erklärung, Frank ist Holländer und spricht sehr gut griechisch und englisch.
Er übersetzte den ganzen Tag vom Griechischen ins Englische und umgekehrt, das war super! Die Rezepte (original zur Verfügung gestellt) habe ich im Text soweit vorhanden verlinkt.

Chrysoula erklärte welche Gerichte wir kochen würden und dass wir zuerst in ihren Garten gehen und die entsprechenden Gemüsesorten und Kräuter ernten würden. Und schon ging´s los. Die Gärten befinden sich nicht weit, direkt am  Ortsrand. Kythira ist eine grüne Insel mit reichlich Grundwasser und so hat jeder Garten einen Brunnen.
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Es ging steil bergab in den Garten, den einem das Herz höher schlagen ließ. Obwohl die Tomaten schon abgeerntet waren und nur noch Reste standen, war der Garten voll von wildem Amaranth, Kürbissen, Zucchini und Wildkräutern. Ein Traum.

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Die Bewässerung ist das wichtigste und so kamen wir in den Genuß, wie in alten Zeiten mit dem Eimer das Wasser aus dem Brunnen zu schöpfen und in die Bewässerungsgräben einzuspeisen. Ein sehr kluges und einfaches System. Die Beete liegen tiefer und sind rundherum mit Gräben versehen, in die das Wasser aus dem Brunnen läuft.

Man macht das heute nicht mehr mit dem Eimer, sondern mit einer elektrischen Pumpe.

Ich fand es aber klasse zu erleben, wir anstrengend die Arbeit im Garten sein kann, wenn man eine ganze Familie ausschließlich mit eigenem Gemüse etc versorgt. Im Hochsommer muss das Bewässern 2x am Tag stattfinden. Es wird auch ausschließlich saisonal gekocht. Gekocht wird, was im Garten grad reif ist. Sehr gut!

Wir pflückten also noch Zucchini und Wildkräuter (Vlitha) für die Pie. Und weil mir die roten Fruchtstände des Amaranth so gut gefielen, hat Chrysoula mir noch eine ganze Tüte voll davon mitgegeben, damit ich die Samen auslösen und mit nach Hause zum Aussäen nehmen konnte.

Es gibt auf Kythira (und vermutlich in ganz Griechenland) noch eine Besonderheit, was die Gärten betrifft. Man geht niemals in einen fremden Garten. Das ist ein Aberglaube, dass der Neid die Früchte dann nicht mehr gut wachsen lässt. Irgendwie amüsant, aber man hält sich dran. Für das Ernten von Dionysos Minze (mit weniger Menthol) hatte Chrysoula die ausdrückliche Erlaubnis ihrer Nachbarin erhalten. Alle mussten warten während sie etwas Minze erntete. Weil Frank ihr vorher das mit meinem Blog erzählt hatte, rief sie mich dann zu sich und zeigte mir den Brunnen, die Ziegen und die Minze. Sehr nett.
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Mit vollem Korb ging es zurück in die kleine aber feine Küche.
Wir haben nach Anleitung schnippelt, gerührt, geknetet, gewürzt und viel gelacht.
Die Tips und Tricks einer erfahrenen Hausfrau sind doch die besten!
Zwischendurch reichte Chrysoula noch selbstgemachte Spezialitäten. Meinem Foodblog wollte sie unbedingt gerecht werden und uns mit etwas etwas Besonderem überraschen.

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Es gab Manourikäse aus der Pfanne mit Balsamico und Honig, sowie selbst eingelegte Sardellen, eigene Oliven und Brot . Wunderbare reine Aromen. Köstlich.

Zuerst wurde das Hackfleisch für die Keftedes zubereitet. Das Geheimnis ist, dass das Fleisch und die Gewürze und Kräuter gut ins Fleisch einziehen. Es sollte also mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen.
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Ein weiterer Tip, den wir defintiv beherzigen werden, ist, dass in die Fleischmasse ein Schuss Essig kommt. Der macht die Keftedes wunderbar fluffig und saftig….auch wenn die Fleischklöße kalt sind. Man schmeckt den Essig nach dem Braten nicht mehr!
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Für das Briam wurden die verfügbaren Gemüsesorten aus dem Garten verwendet. Wir erledigten die Schibbelarbeit alle gemeinsam und schon ging die riesen Form gefüllt mit aromatischem Gemüse, Gewürzen, Kräutern, Feta und reichlich Olivenöl  in den Ofen.
Zuerst mit Deckel, später noch ohne Deckel für eine schöne Kruste.
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Für einen gegrillten Auberginensalat (Melizanosalata) werden die Auberginen gegrillt. Es gibt 2 Möglichkeiten, einmal direkt auf der Gasflamme, einmal auf einer Art Grillrost, der auf die Gasflamme gesetzt wird. Der Duft der Auberginen ist unglaublich. Wenn die Auberginen gar sind, lässt man sie kurz abkühlen und entfernt dann die verbrannte Schale. Das Fleisch wird dann zerkleinert und Salz, Olivenöl und Petersilie hinzugefügt.

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Einfache Paprika wurden als weitere Beilage in der Pfanne gebraten, das ging ganz fix. Dazu braucht es nur etwas Olivenöl und Salz.
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Jetzt folgte der nächste Gang, die Spanakopita. Man kann die Pie mit allem füllen, was der Garten her gibt. Wenn keine Spinatsaison ist, werden Wildkräuter verwendet. Hierzu nimmt man sehr gerne den Amaranth (Vlitha) und weitere Wildkräuter.
Den Teig für die Pie bestand aus wenigen Zutaten. Dafür war das Verarbeiten zur fertigen Pie umso aufwendiger. Das Ausrollen geschieht mit einem Besenstiel der gefühlte hundert Jahre alt ist. Es gibt Kniffe und Tricks, um ihn ganz dünn auszurollen.

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Jeder durfte mal probieren. Am Ende hat Chrysoula den Teig auf die gewünschte Dicke gebracht. Gekonnt ist gekonnt! Ob der Teig die richtige Dicke hat, wird getestet, indem man unter den Teig pustet……wenn er flattert und Blasen wirft, ist er fertig.
Die Wildkräuter wurden mit den restlichen Zutaten vermengt, die Pie gefüllt und mit einem weiteren Teigstück verschlossen.

Bevor die Pie den Ofen kommt, wurde die Pie oben eingeschnitten (nicht bis auf den Boden!!!!) und mit einer Mischung aus Eiklar und Olivenöl bestrichen.
Ab ging´s in den Ofen!
Nachdem die Pie fertig und knusprig war (kleiner Trick, die Pie muss sich in der Form bewegen lassen, dann ist sie gar), wurden die zuvor eingeteilten Stücke durchgeschnitten und hochkant auf dem Teller platziert. Hochkant, damit der Teig zum Abkühlen knusprig bleibt! Direkt aus der Form, noch glühend heiß haben wir das erste Stück verputzt…..yummy!
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Übrigens, was ganz wichtig ist, jedes Gericht, welches in den Ofen geht, wird, bevor die Ofentür geschlossen wird, 3x bekreuzigt.

Und während wir noch so am Werkeln sind, schickt mich Chrysoula los, was zum Schreiben zu holen…..ganz fix hat sie mir noch ihr Rezept für Orangenkekse diktiert!
Natürlich teile ich es liebend gerne mit euch!
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– 1kg Mehl
– 1 1/2 Tasse Öl
– 1 Tasse Zucker
– 1 Tasse Orangensaft
– 1 Glas Cognac
– Abrieb von 2 Orangen
– Zimt
– 1 Tl Soda
– 1 TL Hirschhornsalz (Ammonia)
– 1 kleine Prise Nelken
Zutaten verkneten, formen und backen bei 180 bis 200°C ca 15min

Als nächstes haben wir uns wieder den Keftedes gewidmet. Es wurden kleine Kugeln geformt, in Mehl gewälzt und in reichlich Öl ausgebacken. Der Duft war so köstlich und die ersten Klöße haben wir direkt aus der Pfanne probiert.
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Zur Ergänzung gibt es noch einen einfachen Bauernsalat und einen sehr leckeren Salat aus Portulak, Gurken und Paprika.
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Der Tisch war für all die Leckereien schon fast zu klein.
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Auf der Veranda wurde der Tisch hübsch gedeckt und wir nahmen Platz.
Es gab dazu noch selbstgemachten Wein und schon begann die Schlemmerei!

Diese Aromen! Dieser Duft! Unbeschreiblich lecker und aromatisch!
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Und nachdem eigentlich schon gar nichts mehr ging, weil alle pappsatt waren, kam Chrysoula mit einer weiteren Überraschung um die Ecke. Einem wunderbaren Dessert Moustralevria aus Traubenmost, Mehl und Grieß, einer Spezialität aus Kythira. Mit Zimt und gehackten Nüssen bestreut, der absolute Hammer. Fruchtig und lecker! Das Rezept habe ich hier verlinkt, es ist nicht original von Chrysoula, deckt sich aber in etwa mit der Erklärung, die sie dazu gegeben hat.
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Es war ein wundervoller Tag! Als Erinnerung gibt es noch ein Bild von mir und Yaya Chrysoula!
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Ich mag sie sehr und ihre Art und Weise zu kochen ist eine Inspiration!
Man kann nur sagen, wenn sich die Gelegenheit bietet, am Leben der Einheimischen teilzunehmen und ihre Art zu Leben zu verstehen und zu würdigen, mach es! Es ist eine Erfahrung, die dir niemand nimmt!
Bei nächster Gelegenheit werden wir wiederkommen und  freuen uns auf ein Wiedersehen in der kleinen Küche, im kleinen Haus im Herzen von Potamos!
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Lefkada 2017, Traumstrände, Bergdörfer und der krasse Gegensatz

blog04Lefkada ist eine wunderbare Insel mit vielen Gesichtern. Die Westküste ist sehr ursprünglich, hier befinden sich auch die schönsten Strände. Türkisfarbenes Wasser, weißer Sand, es ist einfach unglaublich. Jetzt im Juni hatte das Wasser so 24-25 Grad, also perfekt für eine Abkühlung.
Viele Strände sind bewirtschaftet, man findet dort kleine Tavernen und auch Liegestuhl- und Sonnenschirm Verleihe. Es gibt einige Hotels und trotzdem hat man nicht dieses Gefühl dass man von feiernden, gröhlenden Touris überrannt wird.
Vor 2 Jahren (2015) wurde die Insel von einem Erdbeben erschüttert. Die Nachwirkungen sind noch heute zu sehen, es ist eine der  wichtigsten Straßen zerstört, nämlich von Kavalos nach Pefkoulia Beach, durch die Schlucht vom Berg direkt ans Meer. Man muss jetzt halt einen Umweg fahren. Die Einheimischen glauben nicht, dass man die Straße wieder in Ordnung bringt. Das Geld fehlt. ohnehin
Auch die Hauptzufahrt zu 2 der schönsten Strände (Egremni und Gialos)  ist nicht passierbar. Zumindest an der Strasse nach Egremni Beach wird gearbeitet, sie soll bald fertig sein. Die Taverne am Strand ist auch komplett zerstört, ob da was gebaut wird konnten wir nicht rausfinden.
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Von der Küstenstrasse aus kann man den Strand bewundern, ellenlang und traumhaftes Wasser. Vermutlich hätten wir zu Fuß gehen können, das war uns aber zu anstrengend.
Die Auswirkungen diverser Erdbeben sind hier überall zu sehen.
Die Ortschaften oberhalb der Küste sind sehr romantisch. Schmale Straßen, bewirtschaftete Gärten, wunderbare Pflanzenwelt, kleine Dorfplätze, hier und da ein Kafenion, kleine Läden mit Obst und Gemüse, Bäckereien, kleine Kirchen, und überall freundliche Menschen. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass man sich grüßt, egal ob man sich kennt oder nicht. Die Menschen hier haben nicht viel. Viele Behausungen sind sehr ärmlich und baufällig. Man fragt sich unweigerlich, von was diese Menschen leben.
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Ein toller Ausflug ist die Fahrt zum Leuchtturm am nördlichsten Ende der Insel.
Eine sehr gut ausgebaute Straße führt dort hin. Von dort aus hat man einen mega Blick auf die umliegende Inselwelt.
Aber Achtung, die Fahrt zieht sich endlos. Die Distanzen zwischen den Ortschaften  sind nie sonderlich lang, aber durch die Bergelandschaft und die engen sich in Serpentinen schlängelnden Straßen muss man wirklich Zeit einplanen!

Im krassen Gegensatz dazu kommt die Ostküste daher. Ein Hotelkomplex reiht sich an den nächsten. Luxusresorts haben die schönsten Plätze für sich reserviert. Auf den ersten Blick scheint das alles ganz schön zu sein, den Strand direkt vor der Tür…..wenn du aber weißt, dass die Abwässer ungeklärt an der Ostküste ins Meer geleitet werden…….
Kali Bagno! (Gutes Baden!)
In Orten wie Nidri, tobt das (Touristen)Leben. Man hat sofort das Gefühl von Malle. Die Luft ist geschwängert von Sonnenöl- und Pommes-Duft. Es ist laut und an jeder Ecke eine Taverne, Bar oder Kneipe, tausende Souvenirläden und Minimärkte, die Luftmatratzen und Schwimmreifen, Eimerchen und Schippchen zum Verkauf anbieten. Hier kriegst du Sushi, Pizza, Pasta und Burger, und vielleicht auch noch ein typisches Touristen Gyros mit Fritten.
Nee, nix für uns! Der einzige Grund, warum man da hin muss ist die Tatsache, dass die Fähre nach Meganisi hier ablegt. Dazu später aber mehr.

Ich möchte nicht nur meckern, es gibt auch einige ganz nette Dinge zu erleben.
Gleich unterhalb von Lefkada Town kommt man nach Kariotes. Das ist noch ganz beschaulich und noch nicht  so ganz abartig touristisch.
Hier gibt es ein vorgelagertes Vogelreservat, einen Salzsee. Man kann auf einen relativ gut ausgebauten Strasse fast einmal Drumherum fahren….. aber nur fast, am Ende der Strasse muss man wenden und zurückfahren.
Es ist auch ein schöner Spazierweg, bei dem man Vögel beobachten kann. Dafür hat man eigens  einen Rastplatz angelegt. Umfangreiches Infomaterial findet man da und auch überdachte Sitzplätz für ein Picknick.
Wer sich für die Vögel nicht begeistern kann, dem gefallen vielleicht die zahlreich vorbeiziehenden Segelboote und Yachten. Hier verläuft die Hauptzufahrt wenn man von unten (Norden) Richtung Lefkada Stadt möchte. Oder eben von Lefkada Stadt an der Ostküste entlang Richtung Meganisi oder sonstwo hin.
Wie gesagt, es ist Geschmacksache.
Ein Abstecher von Kariotes aus Richtung Kolivata zum Kloster Agios Georgios ist auch empfehlenswert. Zum einen hat man von der bergauf führenden Strasse einen wunderbaren Blick und auch das Kloster ist wunderbar. Momentan ist es geschlossen, weil man es restauriert…… Allerdings konnten wir keine Arbeiten erkennen. Und wenn man rechts an der Klostermauer entlang geht, erreicht man einen Steinhaufen, wo die Maure eingestürzt ist. Ganz leicht kann man drüber klettern und ins Innere der Anlage gelangen. Nur noch durch die Maueröffnung quetschen und schon kann man die Architektur der Kirche und ein paar Gebäude bewundern. Die Kirche ist in gutem Zustand, alle anderen Gebäude sind eingestürzt und bedürfen noch ganz besonders viel Hingabe.

Zurück auf der Straße Richtung Süden kommt man in Ligia vorbei. Ein kleiner Hafen wo auch die Fischerboote ankommen. Hier soll man ganz gut Fisch essen können. Bestätigen können wir das nicht, weil wir nicht dort gegessen haben.
Je weiter man nach Süden kommt, umso verrückter wird das Leben da.
Wir sind weiter gefahren bis nach Mikros Gialos, einer wunderschönen Bucht. Hier war schon jede Menge los und so wollten wir nur auf einen Snack bleiben.
Für die Sportler unter euch, hier wird Standup Paddeling angeboten.
Wir setzten uns in eine Taverne, die erste, wenn man zum Strand kommt. Ich glaube, der Schuppen hieß „Del Mare“ . Es saßen viele Menschen drin…… deshalb fiel die Wahl auf dieses Restaurant.
Was soll ich sagen, wir waren sowas von enttäuscht von  Geschmack und Qualität des Essens.
Wir bestellen immer nur Meze (Vorspeisen) wie zB Tzatziki, Saganaki (Feta gebacken), frittierte Zucchini, Fava (Erbsenpüree)  und Brot. Das Essen war zum Weglaufen! Es hat nicht geschmeckt, der Kellner war unfreundlich, das Besteck schmutzig, wir haben nichtmal alles aufgegessen, haben bezahlt und uns geschworen, nie wieder Touri-Kneipe! Nix wie weg!

Fortsetzung folgt………

Hier kannst du weiter stöbern: Teil 1 / Teil 2 / Teil 4 / Teil 5

Lefkada 2017, es geht weiter….

Wie erwähnt, standen 2 Feiertage bevor und unsere Vorräte waren sehr überschaubar.
Am Sonntag, nachdem wir uns einigermaßen eingerichtet hatten, fragten die Vermieter, ob wir mit zum Dorf gehen. Sonntags würde man dort auf dem Dorfplatz grillen.
Grillen? Hömma, wird´s nachts dunkel? Ja klar würden wir gerne mitkommen….
Gesagt getan, machten wir uns zur Mittagszeit auf den Weg. Der Fußmarsch betrug nur wenige Minuten. Kavalos ist ein 70 Seelen Dorf in den Bergen. Es gibt da nicht viel. Ein Kafeneion steht am Dorfplatz und das fungiert als Poststelle (hier kommt alle Post an), Café, Kneipe, Gemischtwarenladen und irgendwo soll noch ein Friseurstuhl stehen….für den Fall der Fälle.
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Sonntags trifft man sich zum gemeinsamen Essen. Gegrillt werden Kokoretzi (Eingeweide), Frigandeli (Lammleber) und Schweinefleisch.

Lefkada15Wir, unwissend (ausser Kokoretzi) bedienten uns an dem unglaublich lecker aussehenden Fleisch. Hammer! Saftig, knusprig, würzig, es schmeckte wunderbar (ans Kokoretzi trauten wir uns nicht dran). So eine saftige, und zarte Leber hatten wir noch nie gegessen…und schon gar nicht vom Grillspieß.
Vielmehr gehen die Erinnerungen an ein graues totgebratenes Stück Schuhsohle, das man mit Kartoffelstampf und Zwiebeln zu retten versuchte. Nein, das hier, das war eine andere Liga!!!!! Ich erfuhr erst hinterher, dass ich Lammleber gegessen hatte. Da ich Lamm normalerweise nicht anrühre (das Lamm, der Stall, hurz!), war ich besonders erstaunt über diese Delikatesse, die mir fantastisch schmeckte . Lefkada18Das Schweinefleisch war ohnehin total lecker und dazu gab es das, was Spyros dazu brachte: Tzatziki, Fritten, Brot, Bauernsalat. Es war toll, man tauschte sich aus, die neusten Geschichten wurden erzählt, es wurde gelacht, gegessen und getrunken. Zum Bezahlen wurde kurz auf den Tisch geschaut und eine Zahl in die Runde geworfen….. man legt dann zusammen und fertig ist der Lack!
DAS war ein tolles Erlebnis! So dicht an den Einheimischen und ihrer Kultur, das war schon etwas Besonderes.

Pfingsten, große griechische Feiertage.
Am Kloster Faneromeni sollte ein Markt stattfinden, und man sprach von einem besonderen, gesegneten Brot, welches man zum Festtag dort an die Besucher verteilte.
Wir fuhren hin, es war ziemlich heiß und ziemlich viel los. Das Auto mussten wir am A…. der Welt parken, es war die Hölle los. Aus ganz Griechenland kamen Besucher, die alle Richtung Kloster strömten. Es war toll, Touristen waren nicht viele unterwegs.
Der Markt war sehr bunt und laut. Zu kaufen gab es alles, was der geneigte Haushaltsvorstand zu kaufen hatte, Goldfische, Schuhe, Haushaltswaren, Glöckchen für Ziegen und Basilikumbüsche in allen Größen. Basilikum hat in Griechenland eine besondere Bedeutung, hält es böse Geister fern. Man sieht das sehr oft an Kirchen und Klöstern, aber auch an den Haustüren der Einheimischen….. jetzt auch in unserem Garten!
Eine lange Schlange wartete vor dem Kloster um zu den heiligen Reliquien zu gelangen. Der Tip unseres Vermieters war genial, es gab noch einen Hintereingang, von dem man einen bombastischen Blick auf die Bucht hatte, und dort stand niemand an, denn es war einfach nur der Eingang zum Klosterhof.

Ganz wie es die griechische Tradition vorschreibt, bekamen wir von dem heiligen Brot, was köstlich schmeckte. Es hatte den Geschmack von Lebkuchen, Zimt und vermutlich die Zutaten Mahleb und Mastix (die griechische Hausfrau wird jetzt fett grinsen, der Deutsche mit den Schultern zucken).
In glühender Hitze verließen wir den Markt und das Kloster und schleppten uns bergauf wieder zurück zum Auto. JETZT war der perfekte Zeitpunkt für ein Bad im türkisfarbenen Meer.
Merke: an Pfingsten geht man dahin, wo auch die Griechen hingehen!


Fortsetzung folgt……..
Hier kannst du weiterlesen, wenn du magst.
Teil 1 / Teil 3 / Teil 4 / Teil 5

Lefkada – eine griechische Perle im Ionischen Meer…..wir kommen!

Dass wir Griechenlandfans sind, ist im Bekannten und Kollegenkreis ja hinlänglich bekannt. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Zielen und haben dabei schon viele Inseln bereist. Ja, es handelt sich eigentlich (bislang) immer um Inseln.
Am besten gefallen uns kleine, überschaubare Inseln, aber auch KretLefkada620a  finden wir schön. Wir bereisen die Inseln immer in der Vor- oder Nachsaison, wenn sich noch nicht so viele Touristen auf den Weg machen und das Klima erträglich ist.
Im Januar fiel die Entscheidung auf Lefkada.  Nie gehört, Google Maps versprach tolle Strände, das waren die ersten Infos.
So nach und nach haben wir uns weiteres Informationsmaterial beschafft, nach Flügen und Unterkünften geguckt.
(nachträglicher Hinweis vom Vermieter: fewo ist jetzt homeaway, die Bedingungen als Vermieter sind wohl sehr amerikanisch und wir hätte viel zu viel Geld bezahlt. Ausserdem arbeitet das Unternehmen mit deinem Geld. Im Februar gebucht, das Geld sofort per PayPal überwiesen, das Geld hat der Vermieter aber erst im Juni gutgeschrieben bekommen).

Da wir Individualurlaub machen, buchen wir Unterkunft und Flug, sowie einen Parkplatz am Flughafen und den Mietwagen separat. Das hat bislang immer gut geklappt, wenn man uns auch hin und wieder die Flugzeiten verändert und verschoben hat.
So war es natürlich auch wieder, die Zusatzkosten, die uns entstanden sind, reichen wir bei der Airline ein, in aller Regel erstatten die die Differenzen.

Die Zeit vor dem Urlaub zieht sich immer wie Kaugummi, bis es dann endlich ans Kofferpacken geht.
Und dann sitzt du am Flughafen und wartest, dass die Metallbüchse endlich Richtung Sonne abhebt.
Wir haben uns die Wartezeit so angenehm wie möglich gemacht. Ausgiebiges Stöbern in den Zeitschriftenläden, einen Cocktail / Bier in der Aperol Bar, Versenden der ersten Grüße an Freunde und Familie mit obligatorischem Deppen Selfie (ob der Alkohol schuld war?) und Diskutieren über das Schaulaufen Gottes großen Zoos.
Der DutyFree Shop schenkte eisgekühlten Hörnerwhisky aus (Juli, Prost!), die stylischen Schnapsgläschen (aus Plastik, aber wurscht) durfte man behalten….. cool, da kann man auch Tsipouro draus trinken, das wäre schonmal geklärt.

Der Flug (mit Thomas Cook) dauerte ca 2,5 Stunden, was eigentlich nicht so furchtbar lang ist…… außer, du bist annähernd 2m groß und deine Knie durchstoßen die Rückenlehne des Vordermanns. In Punkto Beinfreiheit ist der Flieger nicht in die nächste Runde gekommen. Sehr eng.
Und weil wir beim Thema sind, muss ich mich auch noch über den Service auslassen. Um es vorweg zu nehmen, das Personal war sehr freundlich. Sehr amüsant, dass die Chefin so arg lispelte, dass wir dem Wortlaut gar nicht mehr folgen konnten….. das war jetzt gemein, aber es war halt so.
Mittlerweile isses bei den Fliegern so, dass du für jeden Scheiß bezahlen musst……nee, ich glaube Klo ist noch für Umme….. eine Frage der Zeit.
Also was macht frau? Schmiert zu Hause lecker Kniften mit ordentlich Belag und nimmt sie mit. Ja, das darf man.
Auch dieser Flug ging vorbei und wir landeten auf einem kriminell kleinen Flughafen mit einer Start/ Landebahn ähnlich in Skiathos. Will heißen, die Bahnen starten am Wasser und enden am Wasser. Haste Pech, kriegste im besten Fall nasse Füße.

Das Auto bekamen wir relativ zügig, einen relativ neuen Peugeot 208, schöner Wagen, tadelloser Zustand. Auch so ein Glückspiel.
Koffer rein, Navi starten und los.
Preveza, so heißt die Stadt mit dem Flughafen, ist nicht so weit von der Insel entfernt, man muss ca 45min einrechnen, wenn man sich Zeit lässt.
Lefkada ist mit einer Ponton-Brücke mit dem Festland verbunden (lässt sich für Boote wegfahren). Ratzfatz biste auf der Insel. Es wurde schon dunkel, der Flug hatte sich ja von morgens 7 auf mittags 13 Uhr verschoben…… halber Tach war futsch.
Wir bremsten noch eben schnell in einem  Supermarkt rein und versorgten uns mit dem Nötigsten für ein Frühstück am nächsten Tag. Das war unser Glück, denn die nächsten zwei Tage waren alle Läden zu, wegen Pfingsten….auch in Griechenland Feiertage.
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An der Unterkunft warteten unsere Vermieter schon, sie wollten mit uns Essen gehen. Also schnell etwas frisch machen, warm anziehen (ja, es war ziemlich frisch) und schon waren wir auf dem Weg nach Karia.
Wir genossen auf der Platia ein wunderbares Essen bei „Eleni“. Tolle Hausmannskost und endlich ein kühler Schluck Bier. Wir lernten unsere Vermieter kennen, sehr sympathisch, der Funke sprang irgendwie sofort über.
So könnte ich mir meine Rente auch vorstellen: Häuschen im Warmen, ein halbes Jahr vorort, das Landleben und die Einfachheit genießen…… dafür hätte ich Zeit.
Am nächsten Tag inspizierten wir dann die Unterkunft genauer. Dafür hatten wir am Vorabend gar keinen Blick.
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Schönes Anwesen, schöne Wohnung, hell, freundlich, geschmackvoll eingerichtet. Die Besitzer haben ein gutes Händchen für einen sehr eigenwilligen Stil. Hier traf IKEA auf selbstgebaute  und aufbereitete Möbel, alte Möbel und Kunst.
Sehr gemütlich, sehr heimelig. Abgerundet mit einem Kaminofen, den wir (ohne scheiß) noch zu schätzen gelernt haben.
Das Anwesen liegt oben auf einem Berg mit sagenhaftem Rundumblick. Die angrenzende Schlucht sorgt dafür, dass hier oben immer  ein Lüftchen weht, ich korrigiere, es kann auch ganz schön stürmisch sein.
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Entgegen aller Vermutungen, war die Wochen vorher wohl eher mäßiges Wetter und die Ausläufer noch erkennbar. Tagsüber war es warm, keine Frage, kurze Buxe und Top, fertig. Abends jedoch ging es ohne lange Hose und Jacke draußen gar nicht. Jetzt kam der Kaminofen ins Spiel, Sofa, gemütlich prasselndes Feuer…..läuft!

Fortsetzung folgt……..

Hier kannst du weiterlesen, dir Appetit holen, dich amüsieren, träumen, den nächsten Urlaub anvisieren, oder, oder Teil 2 / Teil 3 / Teil 4 / Teil 5

 

Hefezopf nicht nur an Ostern lecker

Deshalb lasse ich euch das Rezept auch da. Wir lieben den Hefezopf. Und am besten schmeckt er uns mit dick Butter (keine Margarine) und Schokostreuseln aus Holland. Ein Klassiker und soooooooooooooooooooooo lecker. Wir haben jetzt mal eine dunkle Schokolade ausprobiert, die ich auf jeden Fall krass gut finde.

Aber zurück zum Anfang. Ostern stand vor der Tür und ich/wir in Backlaune. Tsoureki sollte es geben, das ist das griechische Osterbrot mit rotem Ei und so.
Die Katastrophe fing schon beim Eierfärben an. Vor Augen hatte ich ein satt rotes Ei, von allen Seiten gleichmäßig gefärbt, mit etwas Öl eingerieben, wunderbar schimmernd.
So der Plan. Beim Rewe gab es leider nur noch die Billigvariante der Färbefarben. Dämliche Farbblättchen, die mit Wasser und Essig zum Leben erweckt werden sollten. Das sah schon beim Vorbereiten Kacke aus und so konnte auch das Endergebnis nicht überzeugen. Was willste machen, Karfreitag, Läden zu.
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Also den Hefeteig nach folgendem Rezept angesetzt. Es befinden sich im griechischen Original Rezept Zutaten, die wir a ) nicht zur Hand hatten b) in Deutschland im Supermarkt nicht zu kriegen sind (Machlepi und Mastix). Im nächsten Urlaub kommen beide Zutaten definitiv auf die Einkaufsliste.

  • 500 g Mehl
  • 20 g Hefe
  • 125 ml Milch
  • 100 g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Butter
  • 1 TL geriebenes Muskat
  • 1 Pck Orangenback
  • 1 Eigelb zum Bestreichen
  • einige Mandelblättchen zum Bestreuen
  • 1 rotgefärbtes gekochtes Ei

Alle Zutaten miteinander verkneten und den Teig an einem warmen Ort 45min gehen lassen. Der Teig sollte sich vergrößern, tat er aber nicht….. kein einziges Bisschen.
Also den Zopf geformt und auf einem Blech abgedeckt im Ofen bei etwas Wärme nochmal gehen lassen….. Ergebnis ? Mist, keine Veränderung.
In Gedanken war ich schon beim zweiten Versuch, habe den Ofen dann aber noch vorgeheizt und das ömmelige Ding fertig gebacken. Uns siehe da, als ich schon nicht mehr dran glaubte, explodierte der Zopf, ging auf und sah lecker aus. Er war sehr kompakt aber essbar.
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Egal, meine Bäckerehre ließ diesen Tiefschlag nicht zu und ich habe das Ganze nochmal gemacht. Diesmal habe ich die Hefe in warmer Milch mit etwas Zucker aufgelöst und zum Rest gegeben. Schön mit Liebe geknetet und Ruhen lassen. Aha! Der Teig ging auf. Der Zopf wurde geformt und die zweite Ruhezeit ließ den Zopf groß und größer werden. Schnell mit Eigelb bepinseln, mit gehobelten Mandeln bestreuen und in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen damit. Das Ergebnis war so, wie ich es erwartet hatte. Wunderbare Farbe, schön aufgegangen, appetitlicher Duft….geht doch!
Mit Holländischer Roomboter und Hagelslag ein Gedicht!
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Völlig aus dem Tritt

Hach, seufz……. 2 Wochen Urlaub sind vorbei. Festplatte irgendwie formatiert, noch im Entspannungsmodus, denn einen freien Tag hab ich mir noch gegönnt. Sitze auf dem Sofa  und hab die Glotze an um festzustellen, dass ich TV überhaupt nicht vermisst habe. Die Schmutzwäsche wird den Weg in die Maschine im Laufe des Tages finden,  denke ich. Wenn nicht, dann evtl morgen.  Griechenland wirkt nach.

Die Stille fehlt, die Abgeschiedenheit,das warme Wasser und das Rauschen der Wellen.

Wir hoffen, die Entspannung noch ein paar Tage erhalten zu können, bevor uns der Alltag wieder voll und ganz in seinen Klauen hat.

Ich werde noch detailliert berichten,hier aber schon mal ein paar Impressionen.