Die Knifte: Viva Espana

Heute geht´s mal nach Spanien.
Mit Spanien verbinden wir tolle Urlaube, der Geschmack einer genialen Küche, das Gefühl von Sonne und Me(e)hr auf der Haut, man könnte glatt die Tasche packen.
Ich hole euch das Urlaubsfeeling zurück, versprochen.

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Landestypisch haben wir es mit starken Aromen zu tun. Paprika, Knoblauch, Zwiebeln, das sind die vorherrschenden Gewürze. Deftige und herzhafte Küche, das ist das was wir sehr mögen und deshalb ist dies eine angedeutete Hommage an die spanischen Küche.

Was fällt einem sofort ein, wenn man an Spanien denkt? Chorizo. Die würzig bis scharfe Paprikawurst, die man so wunderbar variieren und kombinieren kann. Aus Rücksicht auf die Kollegen im Büro werde ich auf die geliebte Aioli verzichten, aber trotzdem wird das richtig saftig und lecker!
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Zutatenliste:
– Chorizo
– Pimientos de Padrón (Bratpaprika)
– Kartoffelwürfel, vorgegart
– Lauchzwiebel
– Eier
– Salz, Mr. Nicepepper, rauchige Drecksau (u.a. geräucherte Paprika)

In der Pfanne zuerst die Pimientos in Olivenöl anbraten, salzen und beiseite legen.
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In der gleichen Pfanne die in Scheiben geschnittene Chorizo knusprig ausbraten und auf einem Stück Küchenkrepp beiseite legen.
espana03In dem aromatischen in der Pfanne verbliebenen Fett die Frühlingszwiebel und die Kartoffelwürfel kurz angehen lassen.
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In der Zwischenzeit die Eier aufschlagen und  mit Mr. Nicepepper und der rauchigen  Drecksau würzen. Über die Kartoffel / Zwiebeln geben und im Backofen gar ziehen lassen. Die Tortilla geht im Ofen noch schön fluffig auf. Weitere Soßen sind möglich aber nicht nötig, weil die Tortilla ansich sehr saftig ist. Und wie gesagt, eine tolle Ergänzung wäre etwas Aioli, was man sich hinsichtlich Rücksichtnahme auf die Kollegen auch klemmen kann.
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Jetzt kann der Zusammenbau beginnen! Whohooooo, ich freu mich auf die Pause!
Das Brot ist übrigens ein Odenwälder Urbrot mit toller Kruste.
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Super Aromen zusammen mit der saftigen Tortilla und den gebratenen Paprikas ergeben eine vollwertige Mahlzeit zwischen zwei Brotscheiben.
Danke an Spicebar für die unglaublich leckeren Gewürzmischungen!
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Focaccia – der Klassiker

blog700Hier kannste dich austoben was den Belag betrifft. Ob außergewöhnlich oder klassisch, erlaubt ist was gefällt.
Alles fängt an mit dem wunderbaren Teig. Auch hier kannst du variieren, mit Mehlsorten, Körnern  oder was auch immer.

Zutaten:
30g frische Hefe
30g Honig oder Zucker
625ml lauwarmes Wasser
500g Mehl
500g Grieß (auch zu ersetzen durch Mehl)
30g Salz

Mehl und Grieß zum Bestäuben

Zubereitung:
– Hefe und Honig/Zucker in etwas Wasser auflösen.
– Mehl,Grieß und Salz in eine Schüssel (oder auf die Arbeitsfläche) geben, Vertiefung formen und das Wasser/Hefe/Honig/Zucker- Gemisch dazugeben.
– Dann das restliche Wasser einarbeiten.
– Das Geheimnis ist ausdauerndes Kneten (mindestens 5min). Es entsteht ein feuchter elastischer Teig
– Den teig entweder in der Schüssel oder auf einem Backblech gehen lassen. Der Teig wird sich verdoppeln.
– Den Teig nochmals kneten, die Luft sollte raus gehen.
– Jetzt die Teigfladen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Abdecken und nochmal gehen lassen.
– Vor dem Belegen mit den Fingerkuppen die obligatorischen Vertiefungen eindrücken
– Olivenöl auf die Oberfläche geben, es darf sich in den Vertiefungen sammeln.
– Nach Herzenslust belegen
– bei höchster Hitze backen, bis das Focaccia die gewünschte Farbe angenommen hat.

Meine Varianten waren:
* Kartoffel / Rosmarin
* Tomate / Paprika / Frühlingszwiebel

Kleiner Hinweis: Die Kartoffeln hatte ich in dünne Scheiben geschnitten und kurz vorgegart.
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Das Olivenöl macht das Focaccia wunderbar knusprig, der Teig ist fluffig und der Duft, der durchs Haus strömt ist der Wahnsinn.
Eigentlich braucht man dazu nichts weiter als eine schöne Aioli…….und ein Glas Wein!

 

BBQ: Dry Aged Burger mit Parmesan-Bratkartoffelscheiben, Spargelragout und Wildkräuteraioli

Freitagabend Essensplanung….mal gucken, was mir so vor die Flinte läuft.
Spargel, Kartoffeln, Sauce Hollandaise (mach ich nich selber), Schnitzel, so der erste Plan.
Hui, Wildkräuter bei Lidl? Yo, muss ich probieren.
Zu Hause angekommen hab ich die Planung etwas abgeändert. Schnitzel gibt´s Sonntach, heute Abend gibt´s Burger!

Die Buns sind selbst gebacken, das Patty ist aus der Metro, Black Angus Dry Aged, das hatten wir noch im Froster.

*Eine schnelle Aioli habe ich mit den Wildkräutern und frittiertem Knoblauch verfeinert.
Für die Aioli gibt´s ein ganz einfaches Rezept
– 1 Ei (Zimmertemperatur)
– 1TL Senf
– 300ml Sonnenblumen-Öl
– etwas Salz
Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben, dann mit dem Zauberstab von unten anfangen zu vermischen und nach und nach den Zauberstab nach oben ziehen. Es entsteht wie von Zauberhand eine tolle feste Mayonnaise. Ich hab die gehackten Wildkräuter, etwas Pfeffer, Limettensaft und frittierten Knoblauch dazugegeben und nochmal den Zauberstab durch die Mayo gejagd. Sehr lecker, kannste erst mal kalt stellen.

* Von dem Spargel für Sonntag habe ich 2 Stangen abgezweigt, geschält und gar gekocht.
Noch warm die Stangen  (die Spitzen verwahren) in Scheiben schneiden, die Scheiben halbieren, in eine Schüssel geben. Mit Whisky Essig, etwas Öl, Salz und Pfeffer marinieren. Als Highlight fermentierten Kampot-Pfeffer und zerstoßene  rosa Pfefferbeeren untermischen. Ziehen lassen.
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* Zwei Kartoffeln in ca 2mm dicke Scheiben schneiden und kurz vorgaren. Anschließend in der Grillpfanne anbraten und anschließend abkühlen lassen.
Auf die Kartoffeln kommt geriebener Parmesan und die Kartoffelscheiben kommen kurz unter den Grill, bis der Käse zerlaufen ist und goldgelb ist.
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* Die Spargelspitzen hab ich in der Grillpfanne auch noch etwas Farbe nehmen lassen.
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Burger Pattys medium braten, danach mit Salz und Pfeffer würzen.
Burger zusammenbauen: Bun – Aioli – Kartoffelscheiben – Spargelragout – Patty – Aioli – Bun
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Zum Burger haben wir ein paar Fritten gemacht. Wir lieben die Jumbo Fries von Lidl, die sind echt lecker. Dazu etwas warme Sauce Hollandaise….das macht glücklich!

Kleiner Hinweis:
Um kleine Portionen wie die 3 Stangen Spargel oder 2 Kartöffelchen zu garen, benutze ich die Mikrowelle……die benutze ich sonst fast nie.
Es gibt zum Beispiel einen ganz tollen Dampfgarer von Lékué.
Man benötigt nur ganz wenig Flüssigkeit und es geht wirklich ratzfatz, weil der Garraum klein ist. Das Schöne an dem Teil ist, dass man ihn an den Seiten gut anpacken kann und dass er sehr gut den Dampf drin hält. Aufpassen beim Öffnen….it´s hot!

East meets West – Köfte Burger auf Reibeplätzchen

Wir sind gesegnet. Ja, du liest richtig. Nicht nur, dass es uns gut geht, nein, wir erfahren durch die zahlreichen ausländischen Mitbürger aus allen Herren Ländern eine Bereicherung unseres Genuß – Wahnsinns.
Beispiel: wer  Mal in einem türkischen Supermarkt Gemüse und Fleisch gekauft hat, weiß das zu schätzen. Das ist nix neues, aber leider gibt es immer noch Berührungsängste.
Kürzlich haben wir einen weiteren wunderbaren, von außen unscheinbar anmutenden Markt ausgemacht und sind dort direkt dem Einkaufswahn verfallen. Am liebsten hätten wir alles gekauft und ausprobiert. Wir lieben den Geschmack des Orients, die Gewürze und die Vielfalt von haltbar gemachtem Gemüse. Auch frisches Gemüse sieht hier einfach leckerer aus und wird immer wieder liebevoll in Szene gesetzt…da kannste bei R*** und E**** lange drauf warten.
Am besten finden wir die Fleischtheke. Sehr sehr appetitlich und pikobello sauber.
Wir haben unsere Liebe zu fertig gewürztem Rinderhack für Köfte (Frikadellen) entdeckt. Normalerweise kaufe ich weder fertig gewürztes Fleisch noch darf irgendwo Lamm drin sein.
Hier mache ich eine Ausnahme, denn das Fleisch ist so sensationell gewürzt, das kriegst du zu Hause vermutlich gar nicht so hin. Auch das Lamm schmeckt man nicht raus, was überhaupt DER Pluspunkt ist.

Im Regal fanden wir unter anderem noch gegrillte, marinierte Aubergine aus dem Glas. Ein Versuch war es allemal wert. Also haben wir das mitgenommen.

Zum Abendessen gab es quasi neumodische Fusion Küche, ein Brückenschlag zwischen good old Germany und der Türkei:

Mini Köfte Burger auf Kartoffel Reibeplätzchen mit Knoblauch-Joghurt Soße und gerillter, marinierter Aubergine
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Scheiße war das lecker!
Die Aromen passten fantastisch zusammen. Knusprig, saftig, würzig, lecker.
Die Aubergine aus dem Glas war neben dem Frikadellchen das Highlight. Sowas von lecker, da brauchte man nicht mehr nachwürzen, das schmeckte fantastisch. Davon MUSS ein Vorrat in den Keller wandern.

Die Joghurtsoße bestand ganz klassisch aus Joghurt, Knoblauch, Petersilie, Salz und Pfeffer. Die Aubergine habe ich ein wenig warm gemacht, die Reibeplätzchen (einen Eßlöffel Kartoffelmasse) ganz normal in der Pfanne in ordentlich Öl ausgebacken. Die Frikadellen bestanden aus einem Teelöffel Hack, was zur Frikadelle  oder Patty geformt war. Schön langsam in der Pfanne bei mittlerer Hitze appetitlich braun braten. Stapeln und genießen.

Ich kann nur jedem empfehlen, mal über den Tellerrand zu schauen und mal beim Nachbarn einkaufen zu gehen. Es lohnt sich!

 

 

Urlaubsküche: Kartoffel-Gemüse-Auflauf

Urlaubsküche easy peasy
Ich kanns beweisen, mit wenig Aufwand richtig Wind machen. Leckers wars obendrein.
Der Grill hatte über die Jahre schon ein wenig gelitten und zeigte erste Ermüdungserscheinungen in Form von durchgerosteten Stellen. Wir hofften, dass er diese 2 Wochen noch überleben würde und nicht beladen mit Leckereien einfach in sich zusammenfällt.
Nee, alles gut, das Schätzchen hat gehalten.
Die vorort erhältliche Grillkohle hat irgendwie nichts gemein mit der unsrigen. Unsere hat noch gewisse Restfeuchte, was ein langsameres ausglühen zur Folge hat. Diese Kohle war ratz fatz hölleheiß und dann auch entsprechend schnell ausgeglüht. So richtig lange schmoren, war also nicht ratsam. Somit hatte ich  Zutaten wie Kartoffeln schon vorgegart.
Einmal ein paar große Kartoffeln vorkochen und dann im Kühlschrank bis zur Verwendung aufbewahren, das war einfach.

Wir brauchten für unsere Abendessen eigentlich immer nur kleine Mengen von allem, und die Resteverwertung mutierte zur Köstlichkeit.
Hier eines unserer Favoriten, der Kartoffel-Gemüse-Auflauf.
In die feuerfeste Form kamen zwei Kleckse Butter und etwas Olivenöl, das ergab später mit den austretenden Säften eine leckere Soße zum Dippen.
Danach folgte eine Schicht dünn geschnittene Kartoffel, Zucchini, Feta (zerkrümelt), Lauch, Tomate, Knoblauch und wieder Kartoffel, bis die Form voll war. Jede Lage gewürzt mit Salz und Pfeffer und Oregano. Zum Schluß noch Hartkäse darüber raspeln und mit Olivenöl beträufeln.


Schon ging´s ab auf den Grill. Aus Alufolie eine Haube, doppelt so groß wie die Form, und 1/3 höher als die Form gebastelt. Die Form neben die Glut stellen, die Haube auflegen und so platzieren, dass die heiße Luft über den glühenden Kohlen zum Auflauf geführt wird.
So kriegt der Auflauf nämlich wie im Backofen eine knusprige Käseschicht.