Geburtstag im Sommer

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Das hat schon was.
Die Wettervorhersage mutmaßte zwar nur durchwachsenes Wetter und so habe ich mich auf eine Feier im Haus eingerichtet.
Dazu muss man sagen, dass wir für den Garten nur begrenzte Sitzmöglichkeiten haben (brauchten wir bis jetzt noch nicht) und auch nur einen kleinen Gartentisch und ein Bistro-Tischchen besitzen. Wie gesagt, der große Tisch war ja drinnen.
Was soll ich sagen, das Wetter war klasse, es war sehr warm (sehr schwül), aber man konnte draussen sitzen bis spät in die Nacht…..ohne Jacke. Es wurden Stühle nach draussen geschleppt und zudem hatten wir noch 3 Stehtische, alles gut.
Zu später Stunde sind wir das eine oder andere Mal hektisch nach drinnen gerannt, weil es anfing zu tröppeln, das war aber auch sofort wieder vorbei, so dass wir weiter draussen waren.
Ein paar Impressionen möchte ich euch nicht vorenthalten.

Der versunkene Streuselkuchen mit Mandarinen mit feiner Limettennote, eine Abwandlung dieses Rezeptes war luftig leicht.
Dazu gesellte sich ein klassischer Marmorkuchen, allerdings Version 2.0……. in 3-farbig (weiß, braun, pink).

Später gab es ein bisserl was vom Grill:
blog905* Spareribs
* Fleischspieße
* Steaks in Gartenmarinade
* ABT´s (mit Frischkäse gefüllte Jalapenos umwickelt mit Bacon
* Bratwurst
dazu, Coleslaw, mediterranen Kartoffelsalat (mit getrockneten Tomaten, Kapern und Oliven), Bulgursalat (mit Paprika, Zwiebeln und Gurken), einen Frischkäsedip zum Dippen, Karotten- , Paprika- und Gurkenstäbchen, Kräuterbutter (mit Kräutern aus dem eigenen Garten), Brot und Tomate Mozzarella.

Nach und nach werde ich das eine oder andere Rezept verlinken.

Es war ein toller Tag!

 

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Der Sommer ist zurück – Flammlachs

Man sollte es kaum glauben, aber der Sommer war am Wochenende doch mal wieder kurz zurück. Die Gelegenheit haben wir genutzt und haben tatsächlich mal draußen zu Abend gegessen…… ein Seltenheit.
Ich gehe jetzt mal nicht weiter auf die Blessuren meines Mannes ein, der ganz tapfer trotz Mückenangriffen ausgeharrt hat.

Wir haben die Feuerschale angeworfen und mal wieder Flammlachs gemacht. Dazu gab es einen gegrillten Kartoffelsalat, geschmorte Tomaten und ein Rucola Pesto.

Der Lachs war gewürzt mit Salzflocken, Pfeffer, zerstoßenem Wacholder und Limettenabrieb. Die Garzeit betrug etwa 40min.
Für den Kartoffelsalat haben wir Drillinge vorgekocht, aufgespießt und auf dem Grill Farbe nehmen lassen. Das Dressing bestand aus 200gr Creme Fraiche, Senf, Salz und Pfeffer. Das Dressing über die noch warmen Kartoffeln geben. Zum Schluß haben wir noch fein geschnittene Frühlingszwiebeln, Kapern und Dill zum Salat gegeben.
Das Pesto kam aus dem eigenen Garten: Wasabi Rauke, italienische Rauke und Rauke Dragons Tongue, Knoblauch, Olivenöl, Apfelessig, Salz und Pfeffer.

Flammlachs – Leftovers mit Edeltraut´s Kartoffelsalat

Die Lachsseite hatte gut ein Kilo und so blieb nochmal was über. Sehr zu unserer Freude, so konnte der Sonntag richtig lecker ausklingen.
Ich widme diesen Post heute mal der lieben Edeltraut. In ihren Kartoffelsalat haben wir uns verliebt, soooooo lecker und ganz simpel.
Zu unserer Hochzeit bekamen wir eine Schüssel Kartoffelsalat, den sie extra für uns gemacht hatte. Man muss erwähnen, dass sie damals schon sehr krank war. Umso mehr haben wir uns darüber gefreut.
Die Erinnerung und das Rezept sind geblieben.

kartoffelsalat

Festkochende Kartoffeln kochen, ausdampfen lassen und noch warm schnibbeln.
Die Weiterverarbeitung sollte lauwarm erfolgen.
Also in der Zwischenzeit die Mayonnaise herstellen:
1 Ei, 1 EL Senf, neutrales Öl (zB Sonnenblumenöl)
Die Zutaten sollten Zimmertemperatur haben. Ei und Senf mit dem Zauberstab mixen, dann in kleinen Mengen Öl hinzugeben, bis die Konsistenz schön stabil ist.
Mit einigen Tropfen Maggi würzen (nach Geschmack), auch Salz und Pfeffer dazugeben.

Über die noch warmen Kartoffeln etwas Weißweinessig geben, eine geriebene Zwiebel, die Mayonnaise und alles mit den Händen vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und gegebenenfalls mit noch ein paar Spritzern Maggi verfeinern.

Fertig!

Passte prima zum Lachs und den noch übrig gebliebenen Soßen (Limette und Wasabi)
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Überleben auf der Baustelle

„Wer hart arbeitet muss auch gescheit essen!“ Hat schon mein Opa gesagt!
Gut vorbereitet ist halb gewonnen.
In unserem Fall mussten wir eine kleine Hürde nehmen, denn die Küche war ja quasi gar nicht da und soll auch mit etwas Verspätung erst Einzug halten.
Was tun? Man(n) muss ja auch was essen……
Als passionierte Griller und Outdoor Köche haben wir das Problem schnell gelöst.
Ein kleiner Gasgrill im Garten, eine autarke old school Kochplatte und eine große Induktionsplatte standen uns zur Verfügung.
Um gut vorbereitet zu sein, habe ich im Vorfeld schon  „Survival“ Kisten gepackt.
1x für die Küche, 1x fürs Bad.
Inhalt Küche:
– Einweggeschirr (Pappteller, Plastik-Suppenteller)
– Einweg-Sektgläser
– Becher, sowohl Pappe als auch Mehrweg
– Besteck (Einweg und Mehrweg)
– Servietten, Küchenrolle
– Kaffeefilter, Kaffee, Kaffeebecher, Süßstoff
– Geschirrtücher, Wischlappen, Spüli
– Frischhaltefolie
– Grillzange
– Erste Hilfe Set
– Ketchup, Senf, BBQ Soße, etc……

Inhalt Bad:
– Klopapier
– WC Bürsten (neu für 99cent)
– Reinigungsmittel
– Flüssigseife
– Handtücher

So waren wir für´s Erste ganz gut ausgestattet.

Aus 2 alten Deckenpanelen und zwei Böcken war ratz fatz für die Küche ein Tisch gebaut und das wichtigste Equipment in Betrieb genommen: Kochplatte und Kaffeemaschine.
Alles andere haben wir in durchsichtigen verschließbaren Kisten untergebracht, da braucht man nicht wühlen und sieht was sich in der Kiste befindet (meistens jedenfalls).

Das Essen haben wir in unserer alten „noch“ Wohnung vorbereitet und dann auf der Baustelle nur noch aufgewärmt, bzw gegrillt.
Hier sind unsere Klassiker:

Linsensuppe:
– 2 große Dosen Linsen (kein fertiger Linseneintopf!)
– Räucherspeck gewürfelt
– 2 Zwiebeln gewürfelt
– 2 Mettenden in Scheiben geschnitten
– 2 große Kartoffeln gewürfelt
– etwas Wasser
– Gemüsebrühe-Pulver oder Brühwürfel
– wer möchte, eine halbe Chilischote für den Kick
Speck, Zwiebeln und Mettenden anbraten, die Linsen  und die Kartoffeln dazugeben, köcheln lassen, dann Herd ausschalten undziehen lassen, bis die Kartoffeln gar sind. Abschmecken mit Gemüsebrühe und Pfeffer
– Bockwurst, oder andere Würstchen als Einlage
– sehr gerne auf dem Teller abgeschmeckt mit einem Löffel Essig oder Balsamico
– Aufwärmen auf der Induktionsplatte 80 Grad, die Würstchen einlegen, warten und
Guten Appetit!

Gulaschsuppe:
– Rind- und Schweinegulasch (gewürfelt)
– Zwiebeln gewürfelt
– Chilischote
– Paprika gewürfelt
– Tomatenmark
– passierte Tomaten
– 2 große Kartoffeln gewürfelt
– etwas Wasser
– Gemüsebrühe-Pulver oder Brühwürfel
Zuerst das Fleisch portionsweise anbraten, bis es appetitlich aussieht. Danach die Zwiebeln dünsten, Tomatenmark anbraten und ablöschen. Alle Zutaten zusammen in einen großen Topf geben und auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis das Fleisch weich ist.
Ich hab die unangenehme Erfahrung machen müssen, dass das oben genannte Schweinefleisch ganz widerlich nach „Sau“ schmeckte. Ganz fix habe ich die Schweinebrocken rausgefischt und durch Rindfleisch ersetzt.
Lecker wäre sicher auch Pute gewesen.

Bockwurst mit Kartoffelsalat:
Da auf Baustellen nicht immer gewährleistet ist, dass sich ein Kühlschrank dort befindet, verzichten wir auf Kartoffelsalat mit Majo.
– Kartoffeln am Vortag gekocht, in scheiben geschnitten
– Zwiebel gewürfelt
– Gewürzgurke gewürfelt
-Gurkenwasser
– Teelöffel Senf
– Olivenöl
– wer mag, Speckwürfel (knusprig ausgelassen)
Die Zwiebeln glasig dünsten, mit dem Gurkenwasser ablöschen, Senf unterrühren, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und über die Kartoffeln geben. Olivenöl dazu, umrühren, durchziehen lassen. Vor dem Servieren evtl. nochmal nachwürzen, die Kartoffeln „fressen“ die Gewürze.

Bohneneintopf mit Chorizo:
– weiße Bohnen aus der Dose (kein Eintopf, einfach nur weisse Bohnen)
– Zwiebeln gewürfelt
– Chorizo oder Paprikawurst gewürfelt
– Tomatenmark
– Kartoffeln gewürfelt
– passierte Tomaten
– gekörnte Brühe
– etwas Wasser
Chorizo/Paprikawurst anbraten, dann die Zwiebeln dazugeben und anschwitzen lassen. Alle Zutaten in den Topf geben und auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.

Bratwürstchen und Steaks:
Ganz klassich beim Metzger eingekauft oder  die Steak selbst eingelegt.
Dazu einfach ein Chiabatta oder Weissbrot:
Man kann auch mal auf Fertigsalate zurückgreifen, empfehlenswert wäre da der Krautsalat im Eimerchen von Lidl zu nennen. Der war echt ok.

Frikadellen und Schnitzel:
Ebenfalls vorbreitet und kalt immer eine leckere Variante.

Das hat alles prima geklappt!