DIY: Blut und Wasser geschwitzt

Die Arbeitsplatte. Monatelang haben wir das vor uns hergeschoben, alle Baumärkte abgeklappert auf der Suche nach einem Design, dass dir nicht den Appetit verdirbt weil a) das Design aussieht wie hingekotzt
b) der Preis immens hoch ist.
Und weil das Projekt Keller Küche irgendwann mal zum Abschluß kommen sollte, haben wir uns im Bauhaus für ein mittleres Preissegment entschieden und tatsächlich auch ein Design gefunden, bei dem wir beide nicht in Tränen ausgebrochen sind.
Das Design sieht ein wenig aus wie Beton, hat „Kratzer“ und Schlieren und ist, wie ich finde, eine sehr dankbare Oberfläche und passt hervorragend zum Rest der Küche.
shot_1496402485734
Platte bestellt, ganz einfach neue Edelstahlspüle ausgesucht (die alte hätte jetzt das Loch für den Wasserhahn auf der falschen Seite gehabt), Ausschnitt für die Spüle vorbereiten lassen, Umleimer bestellt, Befestigungsmaterial geordert, 280 Euro, Ring!

Mein Mann hat mit einem Kollegen Tage später die zwei Platten abgeholt. Hier haben die zwei das erste Mal Blut und Wasser geschwitzt, weil die Platten gerade eben in das Auto passten. Eine unbedachte Bremsung und die Windschutzscheibe (neues Auto) hätte sich samt Rückspiegel verabschiedet und man hätte die Platten von der Strasse kratzen können.  Kurzum, es hat geklappt, die Platten lagen nun in der Garage.

Starkregen in den letzten Wochen, Kackewetter und Menne war nervös, dass die Platten Schaden nehmen, also schnell mit nem Nachbarn die Dinger in den Keller schlören und auf die Unterschränke legen ……

Jetzt war es soweit, die Chefin da und so nahte die Vollendung des Projektes Arbeitsplatte. Menne hatte sich ein Hightech Werkzeug beim Kollegen ausgeliehen, damit wir die Ausschnitte vernünftig sägen konnten. Zum Thema Markenwerkzeug muss ich mich ein andermal auslassen.

Die alte Herdplatte sollte rein. Jetzt war das Ding gut 2 Jahre ausser Betrieb. Funktionierte sie überhaupt noch? Also den Herd angeschlossen und getestet…..funzt! Prima. Ausschnitt anreissen, Führungsschiene platzieren und mit der Stichsäge aussägen. Das ging besser als gedacht und tatsächlich passte alles auf Anhieb.
shot_1496402474541

Das war noch der einfache Teil. Jetzt musste der Umleimer auf die äussere Kante. Ich mach´s kurz, das ist ein scheiß Arbeit. Wir habens hingekriegt, aber nur unter Verwendung sämtlichen auf dem Index stehenden Vokabulars.

Jetzt folgte Schwitzen und Beten Teil 2. Die beiden Platten mussten zusammengefügt werden. Menne wollte unbedingt Lamellos als Stabilisierung haben, hat er gekriegt.
Nach einigem hin und her und Suchen nach passendem Werkzeug und abklappern der halben Nachbarschaft, waren die Platten miteinander verbunden.
Ein Profi hätte das besser gemacht, aber wir waren stolz auf das Resultat. Man darf auch nicht vergessen, dass es sich um die Kellerküche handelt.

Jetzt haben wir den Ausschnitt für die Spüle noch fertig gemacht und beendeten unser Tagwerk hoch zufrieden.
shot_1496402464643

Gekrönt wurde der Tag nur noch mit einem Heimsieg, Platz 3 und dem Einzug ins CL Geschehen unseres Vereins, aber auch das ist eine andere Story.

 

Advertisements

Ziel in Sicht

Die Zweitküche im Keller ist ja momentan unser größtes Projekt. Die gute Nachricht, wir nähern uns der Ziellinie, jedenfalls was die groben Arbeiten anbelangt.
Die Wände sind verputzt und gestrichen. Hier und da gibt es kleine Stellen, die nochmal nachgearbeitet werden müssen, das hat man aber erst nach dem Streichen richtig gesehen. Auf jeden Fall sieht es ordentlich(er) aus.

Am Freitag haben wir mangels interessantem TV Programm die Oberschränke aufgehängt. Das ging erstaunlich einfach und hat uns stolz gemacht.
blog004
Samstag fingen wir mit dem Laminat an. Dampfsperre ausgelegt, Trittschall drauf und schon nahm das Projekt Formen an. Es ging recht problemlos und die fertige Fläche sah klasse aus.


Am Sonntag haben wir die Möbel mal Probe gestellt. Wir hatten ja bislang alles nur als Zeichnung und jeder weiß, zwischen Theorie und Praxis gibt es durchaus schon mal Diskrepanzen. Nee, es passte alles wie geplant.
blog006
Jetzt folgt das Ausrichten und Verschrauben der Möbel, was mein Mann mit seinem Vater abends mal in Angriff nehmen wollen.
Der Kühlschrank wird einem neuen Kühlschrank weichen. Der ursprüngliche Kühlschrank ist/war Effizienzklasse B…… damals hat das noch keinen interessiert.
Eine passende Einbau Kühl-Gefrierkombination zu finden ist nicht so einfach und zudem noch richtig teuer.
Mein Vorschlag lautet: wir kaufen ein stand alone Gerät und bauen den Schrank zum Besen- und Geräteschrank um. Platz haben wir genug.
Das Schöne ist, dadurch, dass die ersten Möbel an ihrem Platz stehen, sind endlich wieder Flächen im übrigen Keller frei geworden. Man kann tatsächlich wieder treten!

Die Vorratskammer wird als nächstes fertig gestellt, dann verschwinden weitere Regal aus dem Kellergang, wir können aufatmen.

Bis zur endgültigen Fertigstellung wir noch etwas Zeit vergehen, es fehlt noch die gesamte Beleuchtung (Design im Industriestil, DIY), Fensterumrandungen (Abdeckblenden aus dem Baumarkt), Fensterbänke (DIY aus Restlaminat), Alu-Leisten (Abschlüsse für Küchenzeilenrückwand), Türzargen und Türen für Vorratskammer und die Kellerküche (DIY), Die Kellertür zum Garten muss gestrichen werden, Randleisten müssen angepasst werden, Wasser und Herd müssen angeschlossen werden……

Besondere Aufgaben möchten wir zusammen mit unserem Nachbarn in Angriff nehmen, er ist nämlich Tischler und somit vom Fach: die Arbeitsplatten, die Türzargen und den Einbau, ein Hängeschrank muss gekürzt werden, damit wir ihn verwenden können……
Es gibt also noch viel zu tun……. aber die Hauptarbeit ist vom Tisch, das ist der größte Fortschritt! Yippieeeeeeh!

Hier noch ein paar vorher / nachher Impressionen:

Impressionen aus dem Keller

Keller, Stiefkind eines jeden Hauses, Rumpelkammer, Abstellraum, mal eben schnell was verschwinden lassen, Tür auf und weg……. so war es bei uns bislang.
Nun ja, der große Kellerraum um den uns viele beneiden war ja noch im Rohbau und funktionierte prima als Abstellkammer für Möbel und Gedöns.
Das sollte ja nicht so bleiben, denn die alten Küchenmöbel versperrten so ziemlich alle Durchgänge und die Umzugskartons im Gästezimmer, in denen sich der Inhalt für die Küchenmöbel befand, machte die Situation nicht besser.
Irgendwann fiel der Startschuß und wir machten uns an die Planung, Aufteilung, Stil, Design, Wandgestaltung etc….. mit der Zeit (die reichlich ins Land ging) veränderte sich das Gesicht des Rumpelraumes. Jetzt stehen wir tatsächlich fast vor der Vollendung obwohl noch tausend Dinge zu  tun sind.

Mittlerweile befinden sich 160kg Putz an der Wand ! Echt krass !
Es müssen noch ein paar Stellen nachgearbeitet werden, weil der Maurer irgendwie keine Lust hatte….
Fehlstellen habe ich ausgemauert, das hätte man mit Putz gar nicht reparieren können. Der vorher nachher Effekt ist aber echt klar zu erkennen…..

Jetzt sind noch Nacharbeiten dran, Ecken zu verputzen ist echt kein Spaß. Dann Streichen und die Wände sind durch!
Für den Querriegel habe ich die Löcher mit einem Blech ausgekleidet, damit es gescheit aussieht.


In der Zwischenzeit haben wir das Laminat geholt und die Rückwand der Küche verkleidet…… war eine echte Fummelei, weil alle Steckdosen abgeklemmt werden mussten…. die Aussparungen mussten übereinstimmen, und es musste sauber aussehen….. wir sind aber stolz auf unser Werk.

Das Laminat ist von Bauhaus und die Farbe nennt sich „Birnbaum“. Das gleiche Laminat werden wir auch auf dem Boden verlegen.

Durchblick

Ich erwähnte bereits, dass die Kellerfenster im Keller…..also die Fenster im Keller von eher billigster Natur waren. Funktionell mit Einschränkung, denn man konnte sie nur kippen. Zum ganz öffnen nicht geeignet und eine Scheibe zudem noch mit einer hässlichen Katzenklappe versehen.
Um das Ganze etwas ansehnlicher zu machen, habe ich wenigsten die Lichtschächte gereinigt. Das sah schon mal besser aus, die Katzenklappe blieb weiterhin häßlich.
Im Zuge unserer Umgestaltung / Ausbau / Renovierung dieses Kellerrraumes, haben wir uns für neue Fenster entschieden.
Dreh / Kipp, damit man auch gescheit lüften kann.
blog011

Die Fenster waren schnell besorgt und das Wetter spielte insofern mit, dass es nicht kalt war. Optimale Voraussetzungen.
Die alten Fenster ausbauen sollte eigentlich schnell gehen, leider hat der Vorbesitzer bei der Isolation alles gegeben und es war ne riesen Sauerei, bis ich die Dämmwolle rausgekratzt und gefummelt hatte.
Ich reagiere auf die Dämmwolle, was echt unangenehm ist……es juckt und kratzt, also  nur mit Mund- und Hautschutz möglich.
Irgendwann war auch das erledigt und die Rahmen ausgebaut.
Das Ausrichten und Verdübeln der neue Fenster war nicht schwierig nur zeitaufwendig….. man guckt 100x ob alles „im Wasser“ ist….
Hat alles gepasst, die Lücken wurden ausgeschäumt und jetzt musste erst mal alles trocknen.
Die alten Fenster haben wir sofort bei den Kleinanzeigen zum Verschenken  reingesetzt und schwupps, kam jemand und hat sie abgeholt. So brauchen wir auch nicht zu entsorgen….. Internet ist cool!
Am Sonntag haben wir die Fugen noch abgedichtet und Reste vom Bauschaum entfernt. Wie ich mich in den Lichtschacht gequetscht habe um die Fenster von aussen abzudichten und wie ich dabei geflucht habe, erspare ich euch.
Fenster und Rahmen geputzt und fertig.
Kann sich sehen lassen!
blog003

Die Tücken der Elektrik

Du machst das Licht aus und leider geht auch gleichzeitig der Kühlschrank  und die Teichpumpe aus…… nicht sehr effizient. Da musste wohl ein Denkfehler beim Verdrahten passiert sein.

Aber gemäß dem Motto: wer nix macht, macht nix falsch…… haben wir das Problem schnell behoben. Das heißt, mein Mann hat es behoben. Einen Kabelkanal haben wir an der Wand befestigt, neue Strippen gezogen, alte Installationen entfernt und das neue Konzept umgesetzt. Während er sich drum kümmerte, habe ich aus Tapetenresten die Umrisse der Küchenmöbel ausgeschnitten um zu simulieren, wie wir die Möbel unter bringen. Wir haben zwar einen Plan auf dem Computer gezeichnet, aber ich kann mir´s immer besser vorstellen, wenn ich´s direkt vor mir liegen habe.
Der Wanddurchbruch für Abfluß, Warm- und Kaltwasser ist gemacht, es kann jetzt weiter gehen. Wir sind ganz stolz, schon wieder ein kleines Stück weiter gekommen zu sein. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, aber immerhin :0)

Wir nähern uns

Stiefkind Kellerraum. Dieser Raum blockiert alles andere, denn das Gelumpe, welches in diesem Kellerrraum verschwinden soll, blockiert momentan unser Gästezimmer, folglich ist dieses nicht nutzbar und kann zudem auch nicht fertig gestellt werden. Die Katze beisst sich also quasi in den Schwanz.
Der Kellerraum ist im Rohbau, rohe Wände, keine oder nur halbherzig angefangene Elektrik, ein großer Spielplatz. Knapp 20m² wollen gut geplant werden, doch wo und wie fängt man an?
Die Wände sind teilweise etwas buckelig, der Boden dafür einigermassen gerade.
Nachdem wir uns jetzt schon wochenlang nur verbal damit auseinander gesetzt haben, hatten wir am Sonntag einen Bekannten da, der uns Starthilfe geben sollte.
Hätten wir schon viel eher machen sollen, denn nun wissen wir, wie wir es angehen wollen und können in die Detailplanung gehen. Wir haben uns für Trockenbau entschieden, weil es am einfachsten und saubersten ist. Vor die buckelige Wand kommt eine Trockenbauwand, in der die gesamt Elektronik verschwindet. Beplankt wird das Ständerwerk mit Holzplatten, weil wir keine Lust auf Rigips (und die nachfolgenden Arbeiten) haben.
Mein Mann, vom Fach, kümmert sich um das Ständerwerk des Trockenbaus, er zeichnet genau, wie die Ständer verteilt werden, wie die Platten verschraubt werden und wieviele man davon benötigt. Eine Arbeit, für die mit die Geduld fehlt.
Ich versuche im Gegenzug die Elektrik zu planen, wo welcher Schalter welches Licht schaltet, wo Steckdosen sitzen, wieviele Steckdosen  benötigt werden, wo der Schaltkasten sitzen wird etc.
Ich muss dazu sagen, im gesamten Keller wir die Elektrik neu gemacht und überarbeitet, denn das Gewirr aus Verlängerungskabeln ist auf Dauer nicht mehr tragbar und sieht Mist aus.
Der große Kellerraum wird unterteilt. Der hintere Teil wird zur Vorratskammer und bekommt einen eigenen Eingang. Im vorderen Teil findet die Küche aus der alten Wohnung ihr neues Zuhause. Der alte Vorratskeller verschwindet und eine kleine Werkstatt wird entstehen. Ich freu mich drauf.
Endlich tut sich was.

Mein Mann hat sich um den Bedarf der benötigten Profile und Platten gekümmert. Wie schnell man doch mit den Fachbegriffen warm wird. CW- /  UW- / Aussteifungsprofile, alles easy, wenn mans weiß.
Die Liste für das sperrige und unhandliche Material ist fertig und schon beim Baumarkt unseres Vertrauens als Bestellung eingegangen.  Ob man es glaubt oder nicht, wieder hatten wir beim Bauhaus Glück und sind an einen netten  Mitarbeiter geraten. Einen Mitarbeiter, der auch anruft und nachfragt, Vorschläge macht und Alternativen anbietet.
Ich glaube, letztes Jahr hat uns der gleiche Mann  betreut, der Name kam mir so bekannt vor.
Das Material wird jetzt am kommenden Freitag geliefert, so ersparen wir uns unnötiges Hantieren mit den teilweise unhandlichen und schweren  Posten.
Dann haben wir schon mal wenigstens die großen Stücke zu Hause. Der Kleinkram wie Schrauben und Dübel geht ja auch ins Auto und bedürfen keiner besonderen Logistik.

Es bleibt spannend!