aktuelles Thema: Grillfleisch aus dem Discounter auf dem Upperclass Grill

Uiuiuiuiui, da scheiden sich die Geister, böse Kommentare kann man lesen, es wird sich aufgekreppt ob oder ob nicht kaufen, Discounter argumentieren, Konsumenten gehen auf die Barrikaden……. und der Verbraucher kauft trotzdem. Kauft trotzdem das  „billige“ und fertig marinierte Fleisch aus dem Discounter.

Die Deutsche BBQ Grillmeisterschaft steht bevor, es werden Horden von Besuchern kommen. Die Materialschlacht wird gigantisch sein, es wird gefachsimpelt werden, teures Equipment wechselt den Besitzer, Familienväter investieren in Grillsportgeräte, leuchtende Augen bei den Herren, das genetisch manifestierte „hohohohoho“ (Tim Taylor lässt grüßen) weckt den Jäger in den Herren, während der Haushaltsvorstand (die Damen) mit den Augen rollen und eben beim Discounter was für AUF den teuren Markengrill kauft.
Ist echt geil, wenn die Herren großspurig am Montag auf der Arbeit erzählen, was sie geiles gegrillt haben. Da werden Handybilder vom sensationellen Ergebnis hin und her geschickt, oh ja, die Götter am Grill, die Großmeister des Genusses.
Der Grill kann nicht groß und teuer genug sein…… und was liegt in der gelben Tonne? Plastikmüll aus dem Discounter, die Marinade klebt noch dran…… könnt ich mich wegwerfen vor Lachen!

Wir würden lieber nix essen, bevor wir in die Kühltheke greifen.
Was erwartet der Durchschnittskäufer, wenn er für´n Appel und ein Ei fertig mariniertes Fleisch kauft?
Die arme Sau (zB) hatte keinen Spaß beim Sterben….. was ja per se verständlich ist ….. aber so eine gestresste Sau schmeckt einfach unterirdisch nach Stall (Stresshormone lösen das aus). Merkt ja keiner, is ja genuch überwürzte Marinade drauf!  So ein Abgang is schon scheiße, aber dann noch ein Bad in Hurz…..
Da kann man auch schon mal über schlechten Geschmack oder grenzwertiges MHD hinwegtäuschen…… die Qualität ist hinsichtlich Aussehen und Fettgehalt auch eher zum Abgewöhnen. Uäääääääh! Vielleicht wächst einem demnächst auch ne dritte Titte?
Mal ganz davon abgesehen tappt man im Dunkeln wo das Fleisch her kommt, erst nieder gestreckt, dann mit Wasser aufgepumpt, eingefärbt, damit es Frische suggeriert, ja dann „Mahlzeit“.

Leider ist die Generation „keine Zeit zum Kochen“, dazu verdammt, sich  Geschmacksverstärkern und E-Nummer hinzugeben. Oh ihr Armen! Wenn ihr wüsstet, welcher Genuß euch entgeht…….
Es muss jeder selbst entscheiden, ob er ein Huhn essen möchte, dass nicht mehr Platz zum „Leben“ (besser dahinvegetieren) hat als eine gefaltete Zeitung, oder ein Schweinchen, dass sich in seiner Box nicht mal drehen kann.

Hey, dann lieber beim Metzger kaufen, buy local!
Ist kaum teurer, man unterstützt diejenigen, die sich mit dem Fleisch noch Mühe geben und so eine selbstgemachte Marinade ist kein Hexenwerk und auch kein großer Zeitaufwand. Lieber seltener Fleisch, dafür besseres Fleisch!

Da kann man echt zum Vegetarier werden oder verstehen, warum Menschen sich den Fleischkonsum abgewöhnen.

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Urlaubsküche: Souvlaki – Fleischspieße griechisch

Ich erwähnte, dass eines der Auswahlkriterien für unser Urlaubsdomizil das Vorhandensein eines Grills ist. Wir kochen nun mal gerne und grillen noch lieber. Dass man bezüglich des Grillgerätes Abstriche machen muss, war uns klar.
Das Schätzchen war schon sehr in die Jahre gekommen und wies einige durchgerostete Stellen auf. Die Angst, die Glut könnte samt Boden einfach rausfallen wuchs mit jedem mal Benutzung. Wir hatten Glück, der Grill hat gehalten!
20160602_193538Im Supermarkt, von denen es 2 gab,  sowie bei mehreren Metzgern konnte man Fleisch von sehr guter Qualität kaufen. Die Preise waren erstaunlich niedrig, was uns wunderte. Ansonsten waren die Lebensmittel, hauptsächlich die Grundnahrungsmittel, wie Milch, Mehl , Eier, Zucker etc nämlich recht teuer.

Wir probierten verschiedene Teile vom Schwein aus. Da wir kein Griechisch sprechen war der Einkauf immer sehr lustig. Letztendlich haben wir immer bekommen, was wir wollten.
Fertige Spieße haben wir nie gekauft, wir haben immer selbst geschnitten und das Fleisch auch selbst mariniert und eingelegt. Die Würzmischungen hatten wir in kleinen Tütchen abgefüllt schon von zu Hause mitgebracht. Das war sehr praktisch. Wir variierten, mal nur Fleisch, mal Zwiebel dazwischen, ganz nach Lust und Laune.
Oder ganz klassisch griechisch, nur mit Salz, Zitronensaft und Oregano bestreut.

Eine weitere Empfehlung können wir geben, nämlich die griechische Bauernbratwurst.
Ich gestehe, dass ich mich zuerst nicht ran getraut habe. Da lagen riesen Würste in der Auslage, bestimmt 50cm lang. Aber sie sahen gut aus. Irgendwann haben wir uns ein Herz gefasst und eine zum Probieren mitgenommen.
Geschmacklich sehr lecker. Besondere Gewürze könnte ich jetzt nicht rausdeuten. Von da an lag die Wurst häufiger im Einkaufswagen.
Wir haben sie in Stücke geschnitten und ebenfalls aufgespießt und auf den Grill gelegt.

Sobald mein Mann auch nur Richtung Grill unterwegs war, hingen die 4 Hauskatzen an seinen Beinen. Obwohl sie vom Tisch nie etwas bekommen haben, gaben sie die Hoffnung nicht auf, vielleicht doch mal in den Genuß der fantastisch riechenden Leckereien zu kommen…. vielleicht wussten sie aber auch um die Schwachstellen des Grills und hofften, das das Ding (endlich) zusammenfällt…… wer weiß!