Filigran, das musste erst mal nachmachen

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Der Herbst lässt sein goldenes Band….käse, das Gedicht lautet ja ganz anders…..
Egal, der Herbst ist schön! Der Herbst ist bunt! Ich mag den Herbst, wenn er nicht nur vom grauem Regenwetter und Kälte geprägt ist.
Wir können uns ja echt nicht beschweren, bis jetzt hatten wir ja echt Glück und konnten ein paar wärmende Sonnenstrahlen zusammen mit dem sich verfärbenden Laub genießen.

Und während ich so am Wuseln im Garten bin, hier und da noch Unkraut beseitige, frage ich mich: wo kommen eigentlich die ganzen Lampionblumen her? Eigentlich frage ich mich das jedes Jahr, denn ausgesät haben wir sie nie…. egal, sehen trotzdem schön aus. Jahaaaa, jetzt weiß ich auch, dass die jedes Jahr mehr werden, weil hunderte von kleinen Samen in den Früchten stecken und sich selbst aussäen…..und sie sind winterhart. Noch Fragen?
filigran05Tja, so langsam geht das Laub den Bach runter und wie ich so genauer hinschaue, entdecke ich, dass der eine oder andere abgefallene Lampion sich bereits in Wohlgefallen auflöst. filigran06

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Die einst so rote und leuchtende Hülle verblasst, wird transparent und ist irgendwann ganz weg. Übrig bleibt ein filigranes Gerippe. Sehr lustig finde ich, dass die Gerippe ebenso leicht sind wie Federn. Sie schweben quasi gen Boden und sind hart im Nehmen und der „Aufprall“ tut ihnen nichts. Das filigrane Gerippe ist auch noch sehr stabil und flexibel. Ein paar Exemplare hatte ich mir auf den Tisch gelegt…….. zack, weg waren sie……
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Die Natur ist doch der beste Baumeister denke ich und hole meine Makro-Vorsatzlinsen. Das ist doch ein paar Bilder wert. Die Hortensie kann da nämlich auch ganz gut!
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Sonntagsspaziergang und heiße Maronen

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Der Herbst hat schon was. Auch wenn es draußen ungemütlich ist, lohnt es sich, den Hintern vom Sofa zu bewegen, sich entsprechend anzuziehen und raus in die Natur zu gehen.
Wir kennen ein paar Stellen im Wald, da gibt es Maronen. Also sind wir mit einem Stoffbeutel bewaffnet losgezogen.
Der Himmel war grau und wir vermuteten, dass es in Kürze anfangen würde zu regnen. Egal, wir hatten das Ziel vor Augen, den Nachmittag gemütlich auf der Couch zu sitzen und frische heiße Maronen zu mampfen.

Es ging bergauf und es war doch wärmer als erwartet, mal wieder viel zu warm angezogen….. naja besser als zu frieren.
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Die Stelle mit dem Maronenbaum war schnell gefunden und wir füllten unseren Beutel mit den braunen glänzenden Schönheiten. Manche mussten wir noch aus ihrem stacheligen Kleid befreien, was sehr mühsam und schmerzhaft war :0). Mit Stöckchen oder dem Fuß war die einzige Möglichkeit, die Schale zugänglich zu machen. Selbst Handschuhe hätten nix genutzt….. Es hat sich aber sehr gelohnt!

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Maronen „Vierer“

Auf unserem Streifzug durch den Wald haben wir wahnsinnig viele Pilze gesehen. Wir kennen uns null aus, deshalb haben wir uns aufs Fotografieren beschränkt.
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Schon lange nicht mehr habe ich einen richtigen Fliegenpilz in freier Natur bewundern dürfen.
Wir fanden einen riesigen Steinpilz. Allerdings war der zur Hälfte schon aufgefressen. Ich wollte ihn nicht mitnehmen, also haben wir ihn einer vorbeikommenden Wandergruppe überlassen. Wäre der Pilz völlig intakt gewesen, hätte mal daraus locker eine Pilzpfanne für 6 Personen kochen können.
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….stand direkt am Wegesrand

Durchgefroren und die letzten trockenen Minuten ausnutzend sind wir wieder zu Hause angekommen. Heiße Dusche, Kaffee kochen und ab auf die Couch! Die Maronen habe ich dann oben kreuzweise eingeschnitten und auf dem Backblech im 220 Grad heißen Ofen für 20min geröstet.

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glänzende Schönheiten

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Köstlich! So schmeckt der Herbst!

 

Der geschenkte Urlaubstag – Die Blogowskis on tour

Ich bin noch neu in der Gruppe. Beim ersten Treffen habe ich schon klasse Bloggerinnen kennengelernt und so konnte beim bevorstehenden Ausflug eigentlich auch nix mehr schief gehen, wir bewegen uns alle auf dem selben Weg.

Wandern am Baldeney See in Essen, ein Teil des Ruhrsteigs sollte es werden.
Jetzt wird der eine oder andere sagen „Wandern ? Im Ruhrgebiet? Is doch alles grau und schwarz!“

Nö, isses nich! Ich beweise es dir!
Die Wettervorhersage klang vielversprechend trotz der Unwetter der vergangenen Woche. Der Samstag rückte näher und ich freute mich wie Bolle, dass der Ausflug tatsächlich stattfindet.
Schnell noch das Wichtigste in den Rucksack gepackt (ohne Kamera wäre ne Katastrophe) und etwas Proviant (mein mann hat uns extra Kekse „für die Reise“ gekauft). Wanderschuhe in den Kofferraum geschmissen und weg war ich.
Unterwegs habe ich Maike eingefangen und es ging los Richtung Essen.
Die erste Hürde war  die nicht mehr existente Brücke in Kupferdreh (wird wohl erneuert),  über die uns das Navi vehement versuchte zu leiten.

Lange Rede, kurzer Sinn, irgendwann waren wir komplett. Leider konnten einige urlaubs-, zeit- und krankheitsbedingt nicht teilnehmen und so war die Gruppe mit 5 Leuten recht überschaubar. Kurze Vorstellungsrunde, Kontrolle des Equipments, Powerbank, Objektive, insbesondere des Schuhwerks…..alles für tauglich befunden (muahahahahaha) und die Wanderung konnte beginnen.
Um es vorweg zu nehmen, die Ausschilderung des Wanderwegs war im nachhinein etwas dürftig. Aber dank der Handynavigation  haben wir den Weg gemeistert.
Es ist genial mit der Gruppe unterwegs zu sein. Du kannst fotografieren, so lange du willst, keiner meckert, weil du an jedem Blümchen stehen bleibst. Du kannst am Handy drücken ohne dass sich einer als unhöflich bezichtigt. Du kannst dein Essen fotografieren ohne dir blöde Kommentare anhören zu müssen. Yes! Strike!

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Zuerst durchquerten wir ein modernes piksauberes Wohngebiet (sozialer Brennpunkt, wenn du verstehst, was ich meine) mit einem Aufstieg, der uns die Lunge aus dem Hals treten ließ, fröhlich überholt von einem netten Postboten auf seinem Drahtesel
Da gab es einen Spielplatz, den wir uns als Kinder erträumt hätten. So mit Seilrutsche und Kletterwand (Go Kaddy! Go Kaddy!) echt nett gemacht. Kleiner Hinweis, bei der Seilrutsche kommt man relativ leicht an die Kapazitätsgrenze….. davon zeugen tiefe Schleifspuren.

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Der Wanderweg hatte eine merkwürdige Streckenführung. 2x standen wir in einem vermeintlichen Privatgarten und in einer Hofeinfahrt um dann festzustellen, dass da tatsächlich der Weg weitergeht. So im Outback denkste ja echt, dass gleich ein Anwohner mit Schrotflinte hinter dir steht um sein Hab und Gut zu verteidigen. War nich so!

Der Weg führte uns durch unglaubliche Landschaft. Es mutete teils an als wären wir wirklich weit weg irgendwo im Dschungel. Mannshohe Grünpflanzen säumten einen sehr schmalen Trampelpfad, Brombeerbüsche kratzten am Lack und Brennnesseln ….naja, tut eben weh! Aber es war großartig. Der Weg führte meist durch den Wald und es duftete nach dem Regender vergangenen Tage und feuchtem Waldboden.

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Ein plötzlich einsetzender Regenschauer konnte uns nichts anhaben, wir waren geschützt durch das dichte Blätterdach, es war toll. Sofort kam die Sonne wieder raus und so blieb das den restlichen Tag. Knackige 29 Grad, eine leichte Brise, Traum Urlaubstag würde ich sagen.
Außer einer Vielzahl von Wildblüten, Blumen und Kräutern haben wir auch noch eine Blindschleiche gesehen und ein Reh. Soll  noch mal einer was gegen den Pott sagen.

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Irgendwann kamen wir wieder in die Zivilisation (Anmerkung: der Wanderweg verlief fast parallel zum Weg am Seeufer, nur etwas weiter ins „Landesinnere“) und liefen am Seeufer entlang. Hier war ordentlich was los, Wochenende und schönes Wetter, kannste dir vorstellen.
Das erste Ziel hieß „Haus Scheppen“. Pommesbude, Biergarten, Bootsanleger, Jachthafen und Laufsteg zugleich.
Sitzt du hier bei Currywurst-Pommes und Bier in der ersten Reihe, kannste was erleben.
Rentner beim Warten auf den Ausflugsdampfer, Motorradfahrer mit ihren schweren Maschinen, Familien mit Kindern und Porschefahrer mit der gefühlten Berechtigung „Parken in der ersten Reihe“. Sehr amüsant.

Kurze Stärkung mit Pflaumenkuchen und diversen Getränken. Wir nahmen das nächste Boot und senkten das Durchschnittsalter der Mitfahrer um viele Jahre, vielleicht auch Jahrzehnte. Ganz bestimmt Jahrzehnte.
Hach, so eine Bootsfahrt ist schön. Vor allen Dingen, wenn du draußen im Schatten sitzen kannst, ein laues Lüftchen weht und  Sonne, Himmel und Wolken ein fast unwirkliches Bild zaubern. Ich würde sagen „Kitsch as Kitsch can“ So schön!
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SONY DSCIn Kupferdreh war unsere Fahrt zu Ende und wir machten uns mit knurrendem Magen auf den Weg ins Restaurant „Cavos“, direkt am Seeufer, wir hatten reserviert.
Von außen sah das Restaurant eher mäßig aus, dafür erwartete uns innen ein ziemlich stylisches und schickes Ambiente. Das Essen war toll und die Zeit flog nur so dahin.

Das Lokal füllte sich und wir amüsierten uns über die Gäste. Alle waren sehr gediegen und schick gekleidet, während wir mit verschwitzten Klamotten und Wanderlatschen eher nach Brotzeit aus dem Rucksack aussahen. Egal, wir hatten Spaß!

So machten wir uns wieder auf den Heimweg.
Das war ein toller Tag! Danke Mädels, dass ich dabei sein durfte!
Und für alle Leserinnen und Leser, schaut mal bei den Mädels vorbei!
Flowers & Candies
The Black Wolf´s Den
Leckerbox
Kaddinator

Gartenliebe: Passionsblume

Gartenliebe: Passionsblume

Ich liebe sie, diese filigranen Kunstwerke der Natur.
Als wir unser Häuschen vor 2 Jahren gekauft haben, übernahmen wir in unserem Garten die Verantwortung für eine wunderschöne Passionsblume. Sie blühte und blühte, erfreute uns mit ihren schönen Blüten den ganzen Sommer bis hinein in den Herbst.
Den Winter hat sie immer unbeschädigt überlebt und so hoffen wir, dass sie uns auch dieses Jahr wieder mit ihrer Schönheit beglückt. Ein vorsichtiger Blick auf die Stelle, wo sich die Pflanze befindet verheißt nichts Gutes, es sieht irgendwie mau aus.
(das Bild ist aus dem letzten Jahr)blogger6Im letzten Jahr habe ich mir Samen bestellt und auch schon darüber berichtet, wie das mit der Anzucht verlaufen ist. Die Anfänge kannst du hier nachlesen click!. Die Keimzeit war seeeeeeeehr lang und nicht alle Samen sind aufgegangen. Eine Pflanze hat sich bis jetzt aber top entwickelt und ist mein ganzer Stolz.
Ganze 1,70m ist sie bereits hoch, befindet sich noch in meiner behüteten Küche und wartet sehnsüchtig, nach draußen zu kommen. Es ist mir zum „Auswildern“ aber noch zu kalt.


In der Zwischenzeit habe ich weitere Sorten bestellt und sie zum Keimen ausgesät.
Zuvor habe ich die Samen 24 Stunden in Wasser auf der Heizung weichen lassen. Es soll die Keimung erleichtern. Wir werden sehen. Ein paar Samen habe ich für einen eventuellen zweiten Versuch zurück behalten.

Bei 5 verschiedenen Sorten habe ich mir Schildchen gebastelt und hoffe somit nicht den Überblick zu verlieren.
*Passiflora Seemannii
*Passiflora Cinnabarina
*Passiflora Incarnata
*Passiflora Foetida
*Passiflora Morifolia
DIY: für die Schildchen habe ich den Namen und ein Foto der Blüte ausgedruckt und laminiert.  Auschneiden und von hinten mit der Heißklebepistole Zahnstocher befestigen. Schon weiß man, was da mal wachsen soll :0)


Zum Keimen habe ich die Schale mit Folie abgedeckt und auf die Heizung gestellt. Das Substrat ist aus zerkleinertem Bimsstein, bei IKEA gekauft Växer, 3l für 4Euro. Bei normaler Anzuchterde hatte ich immer ein wenig Probleme mit Schimmelbildung. Hoffe, dass so in den Griff zu bekommen.
Achtung, man sollte 1x am Tag lüften, damit es nicht zur Schimmelbildung kommt.
Jetzt heißt es Abwarten, die Keimzeit ist mit 4-12 Wochen angegeben.
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DIY: Körnerkissen 2.0

Unverzichtbar, kuschelig, anschmiegsam……so ein Körnerkissen. Wobei Körnerkissen falsch ist, die Füllung besteht aus Rapssamen.
Ist ganz schnell genäht. Hier eine Variante mit abnehmbarem Bezug aus Jersey.

Inlay aus einfachem Baumwollstoff nähen, 3 Kammern absteppen, damit sich die Rapssamen gut verteilen und auch an ihrem Platz bleiben.
Für den Bezug kann man auch sehr gut ein altes TShirt benutzen, sein Lieblingsshirt beispielsweise, oder Shirts mit Löchern. Dann wird es wieder aufgewertet…. ich werde das mit einem Designer-Shirt machen, welches ich mir irgendwie eingesaut habe. Dazu aber später.
Die Öffnung habe ich mit Bändern verschlossen, denkbar sind aber auch Druckknöpfe, Reißverschluss oder einfach mit überlappend gelegtem Bezug.