Kalbs-Ossobuco aus dem Dutch Oven

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Ja, das Wetter war am Wochenende  richtig schlecht. Es wechselte sich Fisselregen mit kräftigen Schauern ab, es wehte ein fieser Wind und es wurde den ganzen Tag nicht richtig hell. Also musste ein Ausgleich her.

Und was lag näher, als sich mit Essen und seiner Zubereitung zu beschäftigen.

„Heute, bei DEM Wetter willst du das draussen machen?“ Die ungläubige Frage meines Mannes.
Ja, denn ich möchte heute Abend was Leckeres auf dem Teller haben.

Während mein Mann vom Sofa aus amüsiert beobachtete, habe ich das Wasser aus der Feuerschale gekippt und den Sonnenschirm aufgestellt.
Überhaupt kein Thema.

Das Aufwendigste an dem Gericht ist echt die Schibbelei des Gemüses. Ansonsten musst du wenig tun.

Zutaten:
* Sellerie (1/4)
* Karotten (2)
* Lauch (1 Stange)
* Rosmarin (1 Zweig)
* Knoblauch ( 3 Zehen)
* Öl
* Tomatenmark (1 EL)
* Brühe (2 Gläser)
* Rotwein (3/4 Flasche)
* Salz und Pfeffer
* 2x Kalbs – Beinscheiben (Produkt der VanDrie Group im Zuge des Meat Lovers Event, Blogger Café by Seidl)

Kleiner Hinweis zu den Beinscheiben: die sind nicht allzu groß, man sieht es auf dem Tellerfoto. Die Menge gegebenenfalls anpassen!

Sellerie und Karotten in kleine Würfel schneiden, den Lauch in sehr feine Ringe. Das dauert am Längsten.

Den Anzündkamin vorbereiten. Ich habe 20 KOKOKO Eggs von McBrikett benutzt. Bei diesen widrigen Witterungsbedingungen brauchst du zuverlässige Kohlen, die nicht beim kleinsten Windzug aus gehen! Da zahlt sich Qualität aus!
Das Durchglühen dauerte ca 25-30min.

10 Kohlen untern den Dopf packen, Öl erhitzen und das Ossobuco mit dem Rosmarin von beiden Seiten anbraten und anschließend beiseite packen.

Dann das Gemüse anschwitzen. 1 EL Tomatenmark mit anrösten und dann mit einem Glas Brühe und einem ordentlichen Schuss Rotwein ablöschen.

Das Fleisch einlegen und den Dutch Oven schließen. Die restlichen Kohlen auflegen und abwarten.

Die Hitze der Kohlen war vielleicht etwas zu stark, ich musste nochmal Brühe und Rotwein nachkippen.
Nach 2 Stunden waren die Beinscheiben fertig.
Das Fleisch aus der Soße nehmen und die Soße durch ein Sieb geben.

Die Soße musste nicht mehr abgeschmeckt werden, ich habe lediglich ein Stück Butter zugegeben. Die war einfach nur WOW!

Als Beilage hatten wir Klöße und Rotkohl. Ich gebe zu, dass ich beim Rotkohl auf ein fertiges Produkt zurückgegriffen habe und finde das völlig ok.

Es war köstlich.
Um den Rest Soße werden wir uns heute Abend vermutlich prügeln……

Kartoffelsalat und Würstchen

Kartoffelsalat ist DER Klassiker. Es gibt unzählige Rezepte und Vorschläge, wie man ihn auf´s nächste Level heben kann.
Ganz ehrlich, so geil auch die meisten Rezepte sind, wenn ich Kartoffelsalat mache, dann ganz klassisch ohne Ferz (hessisch) und Feuerstein.

Perfekt an Weihnachten und auch für Silvester.

Zutaten: (die Mengen lassen sich frei wählen und nach Gusto anpassen)

* vorwiegend festkochende Kartoffeln, geschält und vorgekocht
* Zwiebeln, klein gewürfelt
* Gewürzgurken, gewürfelt
* mittelscharfer Senf
* Petersilie, gehackt
* Sud der Gewürzgurken
* Apfelessig
* Salz, Pfeffer
* Olivenöl
* Baconwürfel

Der Salat lässt sich wunderbar vorbereiten. Am besten schmeckt er, wenn er über Nacht durchgezogen ist.

Kartoffeln schälen und in Salzwasser vorkochen.
Etwas auskühlen lassen, dann in Scheiben schneiden.
Für die Marinade die Zwiebeln glasig dünsten.

Dann die Gurken dazu geben und mit dem Sud ablöschen.

Den Senf einrühren, mit Salz (darf reichlich sein, die Kartoffeln fressen das Salz) und Pfeffer würzen. Noch einen Schuss Apfelessig und etwas Olivenöl dazugeben, die Petersilie …. fertig.

Das noch heiße Dressing über die Kartoffeln geben und verrühren.
Wer möchte, kann noch separat Baconwürfel knusprig auslassen und vor dem Servieren darüber streuen.

Am besten schmeckt der Kartoffelsalat, wenn er nicht direkt aus dem Kühlschrank kommt. Sehr gut ist auch eine lauwarme Version.
Dazu reichen wir traditionell Bockwurst. Aber auch Frikadellen oder ein knuspriges Schnitzel ist eine tolle Ergänzung!


BBQ Chicken Wings mit Fritten

Was willste machen? Der Mann ist krank (Männergrippe +) und er tut mir wirklich leid. Echt jetzt!
Ich will ihm was Gutes tun und gehe einkaufen. Bis zu diesem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, dass er temporär seinen Geschmacksinn komplett verloren hat.
Also lecker sollte es sein und verhältnismäßig schnell gehen.
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Chickenwings, lecker süß-salzig-rauchig und dazu Fritten……ein Klassiker!
Ich mag das ja gerne wenn Aromen um die Weltherrschaft kämpfen.
Der Kampf beginnt in einer profanen Plastikdose. Das Schlachtfeld wird strategisch bestückt und mit etwas Öl benetzt.
Jetzt halten die Waffen Einzug in die Arena. Fanfaren!
Die rauchige Drecksau mit seiner wunderbaren roten Signalfarbe und dem unvergleichlichen Raucharoma wird gleichmässig an die Probanden verteilt.
Die nächste Waffenwahl fällt auf das 5 Gewürzepulver. Urwald Nelken, Fenchelsamen, Zimtblüten, Anis und Andaliman fahren ihr ganzes Können auf. Noch etwas Salz, einen großzügigen Spritzer Honig, Deckel zu, schütteln, Gewürze gut verteilen und schon kann das große Marinieren beginnen.

Der zweite Schauplatz sind die Fritten, die noch etwas Zeitaufschub bekommen, bevor sie Starthilfe vom Kartoffelknaller bekommen.
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Die Chickenwings auf dem Rost verteilen und bei 180 Grad im Ofen ca 30min garen (geht natürlich auch auf dem Grill). Das Aufknuspern machen wir kurz vor dem Servieren.
Die Fritten, in diesem Fall die Jumbo Fries vom Discounter (weil die einfach geil sind), nach Packungsvorschrift backen. Backt man Fritten? Garen? Was auch immer, mach sie lecker!
Wenn die Fritten knusprig und lecker aussehen, eine Etage tiefer schieben und die Wings unter dem Grill kurz knusprig werden lassen. Aufpassen, das geht aufgrund des Honigs sehr zügig….nicht dass der Kampf schon verloren geht, bevor er richtig begonnen hat.

Die Fritten direkt mit dem Kartoffelknaller würzen und die Kampfarena anrichten….stilecht mit Mayo, garniert mit fein geschnittenen Frühlingszwiebeln.
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Einen Guten wünsch ich!
Die Wings waren wunderbar saftig und der Geschmack der Knaller! Die perfekte heilige Dreifaltigkeit aus dem Hause Spicebar. Manchmal braucht es nur wenig um viel zu bekommen!
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Der Kampf ging unentschieden aus, einen Verlierer gab es nur abseits des Schauplatzes…..das war mein Mann, der leider an den Aromen und dem sensationellen Geschmack  nicht teilhaben konnte…..schade!

Urlaubsküche: Salat

Ich hol für euch nochmal den Sommer ins Haus.

Salat ist nicht einfach Salat.
In Griechenland benutzt man gerne Marouli, hier heisst er Römer Salat. Wir lieben ihn, er hält sich lange frisch. Tomaten, die Sonne gesehen haben, und da meine ich echte, richtige Sonne. Lecker knackigen Salat, Feta im Fass gereift, eingelegte Oliven (aus der Frischetheke), Zwiebeln, Gurke, je nachdem, was da ist…….etwas Essig, Olivenöl, Salz und Pfeffer, Oregano, viel mehr brauchts nicht für einen leckeren Salat.
Ich gestehe, dass ich Salat hier zu Hause eigentlich gar nicht so gerne mag. Sobald ich aber im Urlaub bin, könnte ich mich reinlegen, da klappt irgendwie ein Schalter um.

Eine prima Ergänzung dazu ist geröstetes/getoastetes Brot, mit Olivenöl beträufelt und mit Oregano bestreut. Ein Gedicht. Einfach, aber hammer Geschmack!
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Die Knifte: Hühnchen mit scharfer Mango

Wir machen heute mal eine Genussreise Richtung Indien.

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Beim Grillen ist was über geblieben? Es wird nichts weggeworfen, wir verwerten gerne und vor allem lecker!
Heute ist es Hühnchenfleisch, welches mit Kokos Curry und etwas Öl mariniert und dann knusprig gegrillt wurde.
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Für die scharfe Mangosoße habe ich Mango mit Chili, Kokos Curry, etwas Essig und etwas Salz püriert. Anschließend für etwas Biss klein gewürfelte rote Paprika dazu geben.
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Die Brotscheibe (heute ein Roggenmischbrot) mit Salatblättern belegen, das Hühnchenfleisch in Tranchen schneiden und mit Mangosoße würzen.
Kleiner Tip, die Soße erst kurz vor dem Verzehr draufgeben. Dazu habe ich einen kleinen Plastikbeutel mit der Soße befüllt, zugeknotet und mit in die Lunchbox gelegt.
Vorteil, das Brot weicht nicht durch.
blog106blog104 Die fruchtige Mango, die scharfe Chili und das wunderbare Kokos Curry ergeben einen würzige Kontrast zum saftigen Hühnchenfleisch. Yummy!logoKoko Curry stammt aus dem Hause Spicebar, aus meinem eigenen Gewürzregal zur Verfügung gestellt.

Bratkartoffeln ganz rustikal

Manchmal bedarf es ganz wenig um ganz viel Geschmack zu erzeugen.
Dieser Beitrag wäre schon fast wieder was für die „Urlaubsküche“. Wenig Aufwand, großes Kino.
Wir haben im Frühjahr (mir ist als wäre es erst gestern gewesen) Kartoffeln gesteckt….in umfunktionierten Einkaufstaschen. So richtig schöne Kartoffeln, bunt, exotisch, schöne Formen.

Es hat sich auch alles gut entwickelt nur musste ich grad feststellen, dass das Grünzeug in einem Pflanzbeutel ziemlich tot aussah. Verdörrt, und am Verfaulen……. uaaah!
Is noch viel zu früh für Ernte! Aber bevor alles verrottet mal vorsichtig graben, wie sehn die Kartoffeln denn aus?
Nun, es war seeeeeeehr unterschiedlich.
Die rosafarbenen hatten ein stattliche Größe, die lilanen waren auch ok, lediglich die gelben waren eher Minikartöffelchen….. egal, jetzt hatte ich gegraben, jetzt mussten sie raus.
Gewaschen und geschrubbt sahen sie schon richtig klasse aus.
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Und was machen wir am Sonntagmittag damit?
Bratkartoffeln, ganz klar.

– Kartoffeln
– Paprika bunt
– Zucchini
– Salz, Pfeffer und Rosmarin
– eine Eisenpfanne
DSC00656Die Kartoffeln geputzt und in gleich große Stücke geschnitten, anschließend in Salzwasser fast gar kochen. Das Kochwasser sah sehr lustig aus….. ein bläuliche undefinierbare Farbe…. die Kartoffeln selbst haben ihre Farbe aber behalten.
Zwiebeln grob klein schneiden, Paprika und Zucchini in kleine Stücke zerteilen, Rosmarin, Salz und Pfeffer, etwas Öl für die Pfanne.

Bratkartoffeln brauchen Öl und eine sehr heiße Pfanne. Besonders gut ging das auf unserem Rocketofen, der mit Holz befeuert wird.

Zuerst die Kartoffeln schön Farbe nehmen lassen. Nicht allzu oft umrühren, sonst bildet sich keine Kruste.
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Erst dann die Zwiebeln dazugeben und Farbe nehmen lassen.
DSC00662Zum Schluss das restliche Gemüse und die Gewürze inkl Rosmarin hinzu fügen, fertig.
Natürlich könnte man dazu ein schönes Steak verdrücken oder etwas Hühnchenfleisch. Wir haben die Bratkartoffeln pur genossen und es war wahrlich ein Genuß! Optisch und geschmacklich!
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Pizza – schön scharf!

Keep it simple!

Treffender könnte man diesen Rezeptvorschlag nicht beschreiben.

Basisteig:

* 500gr Mehl
* 1 Tüte Trockenhefe
* Salz
* ein Schuß Öl
* lauwarmes Wasser (nur soviel, dass es einen geschmeidigen Teig ergibt
* Mehl für die Arbeitsfläche und
* Grieß, damit die Pizza leicht vom Brett auf s Blech rutscht.

Die Hefe in etwas lauwarmem Wasser auflösen und zu den restliche Zutaten geben. Verkneten und weiteres lauwarmes Wasser hinzugeben, bis der Teig geschmeidig ist.
Teig abdecken und gehen lassen.
Ofen auf höchster Stufe vorheizen, Backblech mit aufheizen.
Kurz durchkneten und in Portionen teilen.
Ausrollen in die gewünschte Größe und Dicke.
Zum einfacheren Transport vom Holzbrett aufs Blech und umgekehrt benutze ich Grieß. Die Körnchen sorgen für unfallfreies Rutschen.

Für die Tomatenbasis muss man nicht viel Geschiss machen.
Ein einfaches Sugo aus:
* passierter Tomate (aus dem Tetrapack)
* Knoblauch (durch die Presse gejagt)
* Salz , Pfeffer und eine Prise Oregano
fertig!

Die Tomatensoße auf dem Teigfladen verteilen, Käse (hier Cheddar) darauf verteilen.
Meine Version hatte Zwiebeln, Chili und Kapern, sowie Scheiben einer  Salsicia pikante drauf.
Mehr muss nicht!
blog905

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Grieß auf das Pizzabrett streuen, Pizza draufziehen und auf das vorgeheizte Backblech rutschen lassen.
Die Backzeit ist nicht so arg lang. Die Salsicia sollte schön ausgebraten und die Ränder knusprig goldgelb sein. Dann ist die Pizza perfekt.
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Du kannst sie nach Belieben belegen, auf jeden Fall würde ich aber den Käse unter den Belag machen….. dann wird die Pizza nicht so schnell matschig. Drunter und drauf geht natürlich auch…..

Die Pizza kannst du heiß oder kalt essen, sie ist ein Gedicht!