Spieße vom Karussell….mit Drehwurm

Neues Spielzeug meines Mannes und natürlich hat es mit BBQ zu tun :0)
Da kam ein Paket an (der DHL Mann ist mit uns mittlerweile per Du), es klapperte, es war Metall drin….. mal reinschaun, was der Gatte so bestellt hat. Er war nicht anwesend und bat mich per Telefon das Paket zu öffnen…..nicht dass ihr denkt, ich mache einfach so die Post anderer auf.
Sah ganz schick aus, was da vor mir lag, nur wusste ich erst nicht, was es sein soll. Bei genauerem Hinsehen…..aha, ein Drehkarussell für Fleisch-Spieße zur Montage auf den elektrischen Drehspieß am Grill, cooles Teil, Bespaßung der toten Sau…..
Guckst du hier: click!
2,6kg Schweinenacken hatter angeschleppt, der Haushaltsvorstand. Es war ne Menge Fett dran, was ich zum Teil weg pariert habe (man muss es ja nicht übertreiben),  Fleisch in mundgerechte Stücke geschnitten und auf 2 Arten mariniert:

  1. griechisch, Souvlaki: nur mit Zitrone, Salz, Pfeffer, Oregano, Knoblauch und Olivenöl
  2. typisch deutsch, Schaschlik: Zwiebel, Salz, Pfeffer, Paprika, Sonnenblumenöl

Ein paar Stunden marinieren lassen, bevor die griechische Version ohne weitere Komponenten auf den Spieß gingen.
Das Schaschlikfleisch wurde abwechselnd mit Zwiebel und Paprika gespießt.
Schnelle Montage auf dem Drehspieß im Gasgrill, die Spieße einlegen und schon konnten sie fröhlich ihre Runden drehen.
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Die Hitze wurde indirekt an´s / auf´s  Grillgut gebracht, das heißt, direkt unter den Spießen war die Flamme aus, nur vorne und hinten waren die Brenner auf mittlerer Hitze an. Erklärung: Bei unserem Grillsportgerät sind die Brenner längs (hintereinander) angebracht, drei an der Zahl.
Ein wunderbares Bild, wie sich die Spieße so drehten. Es roch göttlich und nach kurzer Zeit waren sie auch schon fertig. Saftig, knusprig, ein Gedicht!
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Jetzt schnell die Fladen kurz heiß werden lassen, das Fleisch mit Hilfe des Fladens vom Spieß aus direkt auf/ in  den Fladen schieben, Tomate, Rucola und Joghurtsoße (angerührt aus Joghurt, etwas Frischkäse, Salz, Pfeffer, Frühlingszwiebelringe und geriebenem Knoblauch) dazu, einwickeln, Wrap fertig.
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Hammer lecker war´s! Riesen Sauerei und Kleckerei beim Essen aus der Hand, aber für was gibt´s Servietten.
Es bedarf keiner Highend Gewürzmischungen mit absonderlichen Namen und abstrusen Geschmacksrichtungen.
Ganz einfach nur Salz und Pfeffer, Paprika und Zitrone…… so wie früher, bevor der BBQ Hype Einzug hielt.
In diesem Sinne, keep it simple!

Lizza – Low Carb Pizza

In aller Munde, ein Überflieger, ein berechtigter Hype? Direkt aus der Höhle der Löwen auf den Olymp der ernährungsbewussten Low Carb Jünger.
Auf den Zug aufspringen oder lächelnd ablehnen und den Pizza Standard wählen? Ich bin ja von Natur aus neugierig.

Ich hab die Platten nackig und ohne Belag im Kühlregal liegen sehen. Nun ja, sonderlich lecker sahen sie nicht aus. Neugierig hat´s mich trotzdem gemacht und ich habe ein wenig gegoogelt. Das Konzept ist ok, nur kann ich mir nicht vorstellen, wie das schmeckt.

Dann bin ich auf das Ur-Rezept der „Teigplatten“ gestossen. Der Aufwand hält sich ja in Grenzen und so ganz exotische Zutaten waren auch gar nicht nötig.

Hier die Zutaten:

140ml warmes Wasser
14gr Chia-Samen
150gr geschroteten Leinsamen
1TL Salz
eine Prise Oregano, wer will

Den Cia-Samen 15min mit dem Wasser einweichen lassen.
Den Leinsamen, Salz und Oregano dazu geben, verrühren und nochmal 5min stehen lassen.
Zwischen 2 Lagen Backpapier auf max. 5mm ausrollen und im Backofen bei 200 Grad Umluft 6min backen.
Danach belegen wie eine Pizza und im Backofen bei 230 Grad Ober und Unterhitze fertig backen.

Der Duft war toll, die Pizza Lizza sah auch sehr lecker aus.
Der Boden ist wirklich nussig knusprig und schmeckt prima. Ich war echt überrascht!
Als Belag habe ich ein Zwiebelchutney und Reibekäse gewählt…..hatte keine Tomate zur Hand. Sehr fein. Empfehlenswert.
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Ob ich allerdings die fertigen Teigplatten kaufen würde? Nö!

gefüllter Schweinelachs vom Grill

An der Fleischtheke stehen wir immer und wissen nicht so genau, was wir nehmen sollen. Zumeist liegt die Auslage voll mit fertig mariniertem Grillgut, was wir grundsätzlich ablehnen. Nicht das Grillgut, sondern eher die Tatsache, dass alles fertig gewürzt ist. Ich trau dem Ganzen nicht so richtig und ausserdem ist Würzen wahrlich kein Hexenwerk. Und von unnötiger Arbeit kann man auch nicht sprechen. Wer wie wir Spaß an Gewürzen hat, kann das nachvollziehen.
Nun ja, die Auswahl dezimiert sich, wenn man die fertigen Fleischwaren ausklammert und da mein Mann fettiges nicht so mag, fiel die Wahl auf Schweinelachs.
Einfach nur so ein trockenes Stück Fleisch, darauf hatte ich keine Lust. Also habe ich das Fleisch etwas dicker schneiden lassen, um später eine Tasche reinschneiden zu können.
Im Garten fand sich genug „Grünzeug“ für eine Füllung: Thymian, Rosmarin, Olivenkraut, Oregano, Salbei und Rucola, das zusammen mit Hirtenkäse eine wunderbare Farce ergeben hat.

Gestreckt habe ich die Farce mit kleinen Tomatenwürfelchen, die das Ganze mit einem Schuß Olivenöl ganz geschmeidig gemacht haben. Kurz mit Salz und Pfeffer nachwürzen und schon konnte die Füllung in die Taschen gefüllt werden. Verschlossen habe ich die Taschen mit einem Schaschlikspieß, weil der einfach stabiler war als ein Zahnstocher.
Die Taschen von außen nochmal würzen und etwas einölen und schon konnten sie bei mittlerer Hitze auf den Grill.
Das Anschnitt- und Tellerbild zeigt, dass das Fleisch wunderbar saftig war und  geschmeckt hat es sowieso ganz toll!
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Blumenkohl-Pizza die zweite

Aus den Fehlern beim letzten Versuch hab ich gelernt und siehe da, es klappte schon besser. Im Ganzen war der Fladen schon etwas fester als beim letzten Mal. Wichtig ist, die Fladen sehr dünn zu machen, dann klappts auch mit dem knusprigen Rand. Geschmeckt hat es sehr lecker! … ich hab nochmal 2 nach genommen….
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Hier kurz die Vorgehensweise:
Den Blumenkohl habe ich samt Strunk in der Küchenmaschine geschreddert und anschließend im Backofen auf zwei Backblechen verteilt vorgegart. Am besten geht Umluft, 180°C, Dauer ca 20min.

Danach den Blumenkohl kurz abkühlen lassen und mit geriebenem Käse und 2 Eiern vermischen. Salzen, Pfeffern und in kleinen Portionen auf dem Backblech (mit Backpapier) verteilen. Schöne dünne Fladen formen, die Ränder etwas zusammenschieben, damit sie nicht so zerfleddert aussehen. Hilfreich ist ein Dessertring, ich war nur zu faul nochmal los zu latschen….

Die Fladen im Backofen backen, bis der Käse verlaufen ist und sie eine schöne goldgelbe Farbe haben (200°C).

Anschließend mit Tomaten, Zucchini, Frühlingszwiebeln ( was auch immer du magst) belegen, salzen, pfeffern etwas Oregano und Reibekäse drüber streuen.
Im Backofen nochmal backen, bis der Käse Farbe genommen hat (200°C).

Von schneller, spontaner Küche ist man hier weit entfernt. Aber, man kann die Fladen perfekt vorbereiten, Backpapier dazwischen legen, stapeln und wegfrieren. Bei Bedarf aus dem Froster holen, belegen und backen.

Mein Backofen ist alt, deshalb sind die Temperaturangaben nicht verbindlich!

 

Blütenträume und der Duft des Sommers

Der Mittelmeerraum ist im Frühjahr ein ganz besonders lohnenswertes Ziel. Überall grünt und blüht es. Die Kräuter und Blüten verströmen einen ganz wunderbaren Duft.

Entstanden sind die Bilder während unseres Griechenlandurlaubs im Mai/Juni 2016, auf der wundervollen Insel Skiathos.

Urlaubsküche: Snack zwischendurch

Die Kreation meines Mannes!!!! …und ich denke schon über die Anschaffung eines „Kontaktgrills“ nach…… hätten wir nicht schon ein Waffeleisen mit austauschbaren Platten.

Aber von vorne.
Im Supermarkt gab es Pita-Brote. Wir hatten mal ein Päckchen mitgenommen, als schnelle Beilage zum Gegrillten.
Bis mein Mann am frühen Nachmittag mal die Terrasse verließ und in die Küche ging. Ich hörte es scheppern und rascheln, zischen und schmurgeln, es roch fantastisch, und dann kam er mit einer absoluten Köstlichkeit um die Ecke. Nach einem Namen suchen wir noch…..
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Er hat das Pita-Brot waagerecht geteilt und satt mit Tomatenmark bestrichen. In der Pfanne eine Zwiebel und Knoblauch anbraten, und auf dem Tomatenmark verteilen. Frische Tomatenscheiben drauf, Feta zerbröseln, Salz, Pfeffer und Oregano, den Deckel drauf und ab auf den vorgeheizten Kontaktgrill (der hier auch als Toaster benutzt wird).
Was soll ich sagen, ein echtes Highlight.

Ach ja der Name, vielleicht Pita Skiathos ?

Urlaubsküche: Bougourdi – Feta vom Grill

Unser Favorit, ein Klassiker, ein echtes Schmankerl, der Feta aus dem Ofen.
Eigens hierfür lohnt sich die Anschaffung der so typischen braunen, glasierten Keramikschalen.
Das Rezept ist einfach.
Voraussetzung ist, wie so oft, die Verwendung eines wirklich guten Fetas.
Unsere Empfehlung lautet: wenn irgendwie möglich, dann den im Faß gereiften Feta kaufen. In Griechenland ist das kein Problem. Hier, zu Hause, hat man da schon eher das Problem, guten Feta zu bekommen. An zweiter Stelle stehen bei uns Produkte von Dodoni, und wenns gar nicht anders geht, dann die die großen Dosen vom Türken, auch der Käse vom Lidl ist ok.

Hast du den Feta, ist das schon die halbe Miete.
Weitere Zutaten sind frische Tomaten, Olivenöl und Oregano. Ergänzend kannst du alles mögliche verwenden. Wir mögen auch Frühlingszwiebeln, Oliven, Paprika, Chili etc dazu.
Olivenöl auf den Boden der Schale geben, den Feta in der Mitte platzieren, Tomate entweder in Scheiben oder in Stücke geschnitten drauf/drumrum verteilen (vorsichtig salzen, pfeffern), weitere Zutaten dazu, einen Schuß Olivenöl drüber, Oregano und ab auf den Grill oder in den Backofen. Wenns schön blubbert und der Feta an den Kanten weich wird, ist das Gericht fertig.
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Der Feta wird wunderbar cremig, die Säfte verbinden sich mit dem Olivenöl zu einer tollen Soße. Einfach nur geröstetes Brot dazu, ein Gedicht!
Da kann man sich schon alleine dran satt essen……