gebratener Blumenkohl

Man liebt ihn oder man hasst ihn. Fast immer assoziiert man damit Kindheitserinnerungen an eine nach Kohl riechende Küche und Matsche auf dem Teller.
Es geht aber auch anders.

So ein Blumenkohl muss nicht immer tot gekocht werden. Wir haben die Liebe zum gebratenen Blumenkohl entdeckt und den Möglichkeiten, wie man ihn variieren kann.

Die Zubereitung ist denkbar einfach und geht recht fix. Den Blumenkohl in dünne Scheiben schneiden und grob hacken.
In einer Pfanne mit wenig Fett bei mittlerer Hitze braten, denn ein wenig weich soll er schon werden, soll aber auch noch Biss haben.

Jetzt fängt die kreative Phase an und du kannst mit den Aromen spielen.
– Salz und Pfeffer, fertig
– nach ca 10min klein gewürfelte Zwiebel dazu geben und mit anschwitzen
– Bacon auslassen und klein geschnittene Zwiebeln dazu
– mit fein geschnittener Chili abschmecken
– orientalisch mit Ras el Hanout und Chili

Das Ganze auf Pasta oder als Beilage ist eine Sensation.
Hier ein Beispiel: gebratener Blumenkohl auf Pasta mit Trüffelöl und Parmesanblog001oder als Beilage zum Steak, diesmal mit orientalischem Einschlag (Ras el Hanout) und ordentlich Chili
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Restaurantempfehlung: NOPI – London

Das NOPI – Restaurant von Yottam Ottolenghi, einem Koch der im TV bei RTL Living zu sehen ist. Wunderbare mediterran-orientalisch angehauchte Küche des in Jerusalem geborenen Koches.
Man hat im Nopi zwei Optionen, das Restaurant Nopi Upstairs,  im klassischen Sinne, im Erdgeschoß gelegen und das Nopi Downstairs, direkt vor der offenen Küche, direkt im „Lager“.
Das klingt komisch, isses aber nicht. Im Bereich vor der offenen Küche stehen zwei große festlich gedeckte Tische, an denen maximal 12 Personen Platz finden. Man sitzt also mit Fremden am Tisch. Die Wand hinter den Tischen ist durchgängig mit Regalen bestückt, wo die Lagerhaltung stattfindet.
Der Service ist gut. Sehr freundliche und hilfsbereite junge Menschen arbeiten da.
Unser Ober war etwas verpeilt, aber dazu gleich mehr.

Wir hatten online reserviert, was überhaupt kein Problem war. Das Restaurant liegt quasi im Herzen von SOHO. Um die Ecke findet man die Carnaby Street und etliche Restaurants und Pubs.
Obwohl man den Tisch mit Fremden teilt, kann man seine Zeit frei wählen. Es gibt keine festgelegte Essenszeit.
Die Speisekarte ist abwechslungsreich und man erklärte uns was sich dahinter verbirgt. Es gibt nämlich die wunderbare Möglichkeit, dass man seine Gerichte miteinander teilt….also du mit deiner Begleitung! Man aber auch genauso gut das Gericht als eigenständiges Gericht bestellen, dann werden die Mengen angepasst.
Es dauerte eine Weile bis wir die Getränkebestellung aufgeben konnten, das nervte.
In der Zeit konnte man die Tischnachbarn unter die Lupe nehmen. Wenn du Pech hast, sitzen da Leute, die dir einen Rhabarber ans Ohr quatschen wollen und so wahnsinnig witzig sind…. oder ein deutsches Paar was ja auch so weit rumgekommen ist, aus Hamburg stammt, die Nase ganz weit oben trägt und sich als „Foodies“ bezeichnen……. oder Mutter und Tochter, die mit dem Essen irgendwie überfordert waren. Naja, sollten wir da wieder hingehen wollen, werden wir uns den „Luxus“ des normalen Restaurants gönnen.
Nun ja, wir gaben die Getränkebestellung auf und nix passierte…  ich fragte irgendwann nochmal höflich nach und die Getränke kamen sofort. Man entschuldigte sich, war ok, wir waren ja auch nicht in Eile.
Wir bestellten Vorspeisen und einige Hauptgerichte „to share“ und dazu Beilagen. Jedes einzelne Gericht war großartig! Wirklich großartig!

Die Logistik beim Servieren der Speisen war nicht so ganz ausgefeilt, denn die Beilagen kamen lange nach den Hauptgerichten…… ich muss wohl echt blöd geguckt haben, denn umgehend wurde eine der Hauptspeisen nochmal gebracht und die ging aufs Haus.
Wir müssen sagen, alles in allem gab es nix zu meckern. Pannen können im Ablauf mal passieren und wurden unauffällig und freundlich behoben. Auf die Qualität der Speisen hatte das keinen Einfluß.
Empfehlenswert!
Frische Küche, wahnsinnig gut abgeschmeckt. Wir konnten uns nur schwer beherrschen um nicht die Teller abzulecken :0) seeeeeeeeehr fein. Alle Aromen und Zutaten waren zu schmecken und bildeten im Zusammenspiel eine unglaubliche Geschmacksexplosion!
Bild 1, Blick auf die Küche und den zweiten großen Tisch davor
Bild 2, Oktopus mit Jerusalem Artischocke (Topinambur) und wildem Gemüse
Bild 3, Valdéon Cheesecake, rote Bete, Mandeln und Thymian Honig
Bild 4, Sirloin mit Fenchel,Trüffel und Graviera
Bild 5, Kohlrabi, Tomatillos, Wasabi Mascarpone, Sumac und Pinienkerne
Bild 6,  Polenta Sticks mit Aioli ….ober Knaller!
Bild 7,  2 Sorten Malzeis mit Schokolade und Crunch