Alles Birnenpflückerei!

Nee, ich schimpfe nicht!
Es ist Birnenzeit! Naja, oder sagen wir mal, es war Birnenzeit.
Wir haben den Zeitpunkt fast verpasst. Es gibt Landstraßen in NRW, die sind gesäumt von Birnbäumen, ganze Alleen.
Soweit ich weiß ist es rechtens, dass man sich am Fallobst bedienen kann ohne mit einem Bein im Knast zu stehen. Guckst du hier mundraub.org
Wir also bei herrlichstem Wetter los, Klappkörbchen im Kofferraum und festes Schuhwerk an. Das empfiehlt sich, denn die Birnen liegen zumeist im Graben und du musst da erst mal runtersteigen.
Das is nix für Weicheier denn Brennnesseln und Getier verteidigen die runtergefallenen Birnen. Ein weiterer Faktor ist, dass diese abgelegenen Landstraßen von den heimischen Rowdies als Rennstrecke benutzt werden. Mach dich drauf gefasst, dass die nicht zimperlich mit Birnensammlern umgehen….. rettender Hechtsprung in den Graben und so.
Egal, am Ende hatten wir das Körbchen voll, die Schuhe voll Birnenmatsche, Quaddeln von den Brennnesseln und sind zufrieden wieder nach Hause gefahren.
bloga17

So, da stand das Körbchen mit den Birnen. Es handelt sich übrigens um die Sorte Conference.
Was machen wir jetzt draus?
Kurz nachgedacht:
– Birnenmus ungesüßt (für Desserts, Kuchen oder, oder)
– Feige – Birne Marmelade
– Birne Rumtopf Marmelade
bloga16

Birnenmus
Die Birnen schälen, in Stücke schneiden und mit ganz wenig Flüssigkeit und einem Spritzer Zitronensaft weich kochen.
Anschließend mit dem Zauberstab pürieren und noch heiß in sterile Gläser füllen, Deckel drauf, fertig.
bloga04

Feige Birne Marmelade
Ich verwende ausschließlich 2:1 Gelierzucker.
Birnen schälen und in Stücke schneiden. Getrocknete Feigen fein würfeln und dazu geben. Mit etwas Flüssigkeit (O-Saft) weich kochen und mit dem Zauberstab pürieren. Gelierzucker dazu und nach Anweisung kochen. Abfüllen in sterile Gläser, Deckel drauf , fertig.
bloga13
bloga05

Birne Rumtopf Marmelade
Birnen schälen und in Stücke schneiden. Mit etwas Flüssigkeit aus unserem Rumtopf weich kochen und mit dem Zauberstab pürieren. Gelierzucker dazu und Bach Anweisung kochen lassen. Abfüllen in sterile Gläser, Deckel drauf , fertig.
bloga06

Das geht eigentlich ratz fatz. Das aufwendige ist das Schälen und Kleinschneiden der Birnen. Es lohnt sich aber! Unser Vorratsregal füllt sich!

Advertisements

Rhabarber-Marzipan Schicht Dessert

Oh, endlich ist Rhabarberzeit! I love it!

Von der Rhabarber Grieß Tarte hatte ich noch Rhabarber über.
Noch ein schneller Blick in den Kühlschrank und schon war die Dessert-Idee geboren.
Den Rhabarber habe ich geschält und in kleine Stücke geschnitten. Mit Zucker, etwas  Wasser, 2EL Rumtopf-Sud und einem halben Päckchen Marzipan aufkochen lassen, bis sich das Marzipan aufgelöst hat. Die Masse dickt etwas an.  Etwas abkühlen lassen.
Normalen Speisequark (hier die 20% Variante) mit etwas Zucker und Vanille verrühren.
Abwechselnd Rhabarber und Quark in ein Glas schichten und für eine Stunde kalt stellen. Als Garnitur eine Himbeere drauf und fertig.
Sehr lecker!
shot_1491582470271

Samstagabend und das kleine Hüngerchen

Hahahaha, was für´n bekloppter Titel……
Kleines Hüngerchen, das gibt´s bei uns gar nicht.
Trotz der umfangreichen Arbeiten im Keller haben wir für unsere Freunde ein Abendessen vorbereitet: mein Mann ist der Gorgonzola-Soßenmeister, der Godfather der Gorgonzolasoße, der Held aller Helden, er kann´s einfach.
Und was passt zur Gorgonzolasoße? Riiiiiiiichtig, Schnitzel!

Also kleine Schnitzelplatte mit Röstis (TK), Gorgonzolasoße, frische Champignons mit Chili und Thymian und zum Dessert ein Orangenkuchen im Glas mit Ananas/Rumtopf-Chutney.
blog003

Die Schnitzel waren klassische Schweineschnitzel, geklopft, gesalzen, gepfeffert, in Mehl gewendet, in Ei gebadet, mit Paniermehl (und Grieß) paniert und in reichlich Sonnenblumenöl ausgebacken. Klingt ein wenig nach Teeren und Federn :0)
Die Röstis einfach nach Anweisung im Ofen backen……. die waren lecker. Da kann man getrost auf TK Ware zurückgreifen.

Die Gorgonzolasoße…… hach…….
Zwiebel und Knoblauch in feinste Würfel schneiden und in Olivenöl anschwitzen (ohne Farbe). Mit etwas Weißwein ablöschen, Sahne oder Creme Fine dazu  und den  Gorgonzola portionsweise in Würfeln dazu geben und schmelzen lassen.  Mit Pfeffer abschmecken, mit Salz vorsichtig sein, der Käse ansich ist schon kräftig. Wer möchte kann auch noch mit dem Pürierstab durch gehen. Und schon ist die Soße aller Soßen fertig!
blog002

Die Champignons habe ich in Scheiben geschnitten und mit Zwiebelwürfeln, Knoblauch und Chili angebraten. Kurz vor dem Servieren noch Thymian, Salz und Pfeffer dazu, fertig!

Ich möchte nochmal betonen, dass frisch kochen kein Hexenwerk ist, der Zeitaufwand sich in Grenzen hält und der Geschmack einfach eine andere Liga ist, als Tütensoßen und Büchsen Champignons. Und großes Können ist ehrlich gesagt auch nicht erforderlich, ebenso wenig großes handwerkliches Geschick.

Mach ma selber!

blog001

Für das Dessert habe ich das Rezept für den Orangenkuchen (ohne die Mandeln, hab ich vergessen) genommen. Das Rezept ist wunderbar mit allen möglichen Aromen zu variieren.
Gebacken habe ich den Kuchen im Weck- Glas. Achtung, nur halb befüllen, sonst schießt er übers Ziel hinaus wie bei mir passiert.
Aus klein geschnittenen Dosenananas und Ananas aus dem Rumtopf habe ich zusammen mit Orangensaft und Rum (ebenfalls aus dem Rumtopf) ein Chutney gekocht. Die Ananas einfach im Sud weich kochen lassen, fertig.
Vor dem Servieren mit einem Apfelausstecher ein Loch in den Kuchen stechen und das noch lauwarme Chutney mithilfe eines Spritzbeutels (Gefrierbeutel) ins entstandene Loch füllen. Puderzucker drüber, fertig!

Was soll ich sagen, es war köstlich! Die Schnitzel saftig und kross, Die Röstis waren, wie Röstis eben sein müssen, die Gorgonzolasoße eine Offenbarung, die Champignons ratz fatz aufgegessen und der Kuchen fluffig lecker und mit der Ananas eine tolle Variante!
Yummy!

 

Aufgemotzter Marmorkuchen

Ein Marmorkuchen ist fein! Um ihm noch ein wenig mehr Glanz zu verleihen bedarf es kaum Aufwand.

Hier erst mal das Grundrezept für den Marmorkuchen:
– 200gr Zucker
– 4 Eier
– 250gr Margarine
– 300gr Mehl
– Vanilleextrakt oder Vanillezucker
– 2-3 TL Backpulver
– (etwas Milch, falls der Teig zu kompakt ist)

Den Teig  in zwei Portionen teilen. Für den dunklen Teig habe ich eine Tafel Zartbitter Schokolade geschmolzen und in den Teig gerührt.
Teig in die gefettete und mit Paniermehl ausgestreute Form geben und mit einem Löffelstiel „marmorieren“.

Bei 180 Grad backen.

Nach dem Abkühlen  den Kuchen aus der Form nehmen und mit einem Apfelausstecher Löcher in den Kuchen machen. Die Teigpfropfen aufheben, die brauchen wir noch.
blog006
Die Löcher habe ich mit Pflaume-Rumtopf-Marmelade gefüllt und wieder mit den Teigpfropfen verschlossen.

Zum Schluß kam noch dunkle Kuvertüre drauf und auf die noch flüssige Schokolade die Zimtsterne.
blog002

 

 

Pflaumenmarmelade 2016

Von meiner nlieben Nacgbarin bekam ich vor ein paar Wochen einen großen Beutel Pflaumen geschenkt. Kleine Größe, ich weiß nicht welche Sorte, ob Pflaumen oder Zwetschgen, nur der Hinweis, dass es ein Baum aus dem Tessin war.
Mangels Equipment habe ich den Einmachtermin verschoben und die Früchte in den Froster gepackt.
In der Zwischenzeit konnte ich Gläser organisieren und alle Zutaten bereitstellen.

3 Sorten sind draus geworden:
– klassisch mit Zimt
– mit Früchten aus dem Rumtopf
– mit dunklem Balsamico

Die Ergebnisse sind sensationell lecker. Verwendet habe ich die Früchte entsteint und einfach aufgetaut. Mit allem Saft und so. Die Gläser wurden im Backofen steril gemacht, ganz altmodisch.
Gelierzucker verwende ich 2:1, als Geschmackszugabe Zimt und ganz wichtig ist die Verwendung des Zauberstabs, denn ich habe die Masse vor Zugabe des Gelierzuckers fein püriert.

Die klassische Variante wurde nur mit Zimt abgeschmeckt.

Für die Pflaumen-Rumtopf Marmelade habe ich 1/3 des Gewichtes an gemischten Früchten und eine Kelle „Saft“ aus dem Rumtopf verwendet. Zusätzlich kam noch eine Prise Zimt dazu, aber nur wenig.

Die Balsamico Variante beinhaltet 200gr Balsamico und eine gute Portion Waldhonig. Die Mengenangaben sind etwas erweitert, aber das Geliermittel reichte völlig aus um die Masse fest werden zu lassen.
blogger2blogger3blogger7

 

 

Sehr lecker, es sind wunderbare 15 Gläser entstanden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Rumtopf, der erste

Wenn kennt nicht diese riesen Keramik-Pötte mit Deckel, die sich im hintersten Eck im Kellerregal verstecken, in den schönsten Farben und Dekoren der früheren Jahre, Hornhaut Umbra, Relief-Obst und was weiß ich noch. Nein, schön sind sie wahrlich nicht!
In den 70ern/80ern angeschafft, weil es hipp war, Obst mit reichlich Alkohol  für den Winter zu konservieren. Dann vermutlich nie oder nur ein Mal benutzt und dann im Keller vergessen.
Auf dem letzten Weihnachtsmarkt trafen wir Bekannte und kamen mal drauf zu sprechen. Die schwärmten von ihrem Rumtopf. In den schillerndsten Farben haben sie beschrieben wie lecker das ist und im Nachgang, welche Wirkung er hatte. Da war was mit Vanilleeis……
Unsere Freundin erinnerte sich, dass ihre Eltern ebensolch einen Pott besitzen, den aber keiner mehr bräuchte. Ratzfatz und der Topf wechselte just zu Weihnachten seinen Besitzer. Nun, die Saison war im Dezember ja schon ziemlich abgelaufen und so war nix mehr mit Vanilleeis und Rumtopffrüchten (sag das mal ganz schnell hintereinander, muahahahahhahahah). Es hieß  warten auf die ersten Früchte des kommenden Jahres.
In einem Topf befand sich noch das original Rezeptheftchen und glücklicherweise haben wir weitere Rezepte im WWW gefunden. Die Vielfalt jener lässt darauf schließen, dass sich so ein Rumtopf nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Schööööööön!
Juni, Erdbeerzeit, jetzt war es soweit. Erdbeeren geholt, Zucker und Rum gekauft und los ging´s.
2015-06-23 16.53.28So richtig vorstellen kann ich´s mir noch nicht, das mit dem lecker. Hebt man den Deckel an, schlägt einem eine Wolke aus Rum entgegen, dass man das Husten anfängt. Nun ja, wir werden sehen.
Parallel zum hessischen Topf haben wir auch noch einen zweiten westfälischen Topf angesetzt (jaaaa, meine Mutter hatte auch noch so eine Leiche im Keller…). Nur so um sicher zu gehen, dass wir im Winter die Freuden des Alkohols, äh, der Früchte genießen dürfen :0)
Jetzt heißt es Abwarten, bis die nächsten Früchte reif sind und im Rum baden dürfen.
Wenn jemand noch eine gute Idee dazu besitzt, super Rezepte hat oder Erfahrungen mit uns teilen möchte, dann hinterlasst einfach einen Kommentar! Wir würden uns freuen.
In diesem Sinne, „Cheerio Miss Sophie!“