Pott-Garten

Ja nee, is klar. Im Pott is dunkel, grau, stinkt und es wird Kohle geschippt. Am Horizont siehst du in allen Richtungen dunkle Rauchfahnen aufsteigen und im Radio trällerts „Glück auf, der Steiger kommt“

Tja, typischer Anfängerfehler!
Hier ganz aktuell die Bewohner unseres Gartens, mitten im Herzen des Ruhrgebiets:20170721_124827_a20170721_124646_a20170721_120928_a20170721_121030_a20170721_121336_a

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Sommerfreuden: die kalte Gurken-Paprika-Suppe

Kalte Suppe, das ist irgendwie ein Widerspruch in sich selbst. Kalte Suppe? Geht gar nicht! Bis ich auf den Post einer Blogger Kollegin stieß. Das Rezept hat mich direkt angesprochen und neugierig gemacht.
Da Gurke ansich etwas arg öd ist, habe ich mit etwas knackigem Gemüse nachgeholfen. Und siehe da, schmeckte mir ausgesprochen gut!
Dazu kommt noch, dass man das Rezept sehr schön abwandeln kann, so daß jeder in der Lage ist, nach eigenem Gusto ein tolles Gericht zu zaubern.
Die Suppe ist auch durchaus menü- und gästetauglich, angerichtet in Weckgläschen oder schönen Schälchen macht die Suppe auch optisch was her.
Bei mir hat´s mal wieder nur für den Suppenteller gereicht, ich hatte Hunger!
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Hier mal die Zutaten, die sich wunderbar variieren lassen:
1 Schlangengurke
3/4 Becher Buttermilch
1 Becher Joghurt (150gr)
1 Knoblauchzehe
1 Frühlingszwiebel
Dill
Salz, Pfeffer

Für die stückige Einlage:
ein kleines Stück der oben genannten Gurke
Paprika
Tomate
Das Gemüse wird in kleine Würfelchen geschnitten. Die Tomate dafür entkernen.

Zubereitung:
Die Gurke in grobe Stücke schneiden und zusammen mit den anderen Zutaten in einen Mixer geben (Pürierstab geht auch). So ein Thermomix wird völlig überbewertet, ist nicht nötig.
Abschmecken, mit den Gemüsewürfeln garnieren und genießen.
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Die Suppe lässt sich prima auf Vorrat machen und ist ein perfekter erfrischender Mittagssnack im Büro.

blog903Mahlzeit!

DIY: Fruchtleder – gesunde Nascherei

So wird das beworben, so soll das sein…… lecker und zudem noch gesund.
Nun, wir werden sehen, der Versuch startete.
Eine reife Mango, ein Mixer, der Dörrautomat und viele Ideen.
Die Mango im Mixer ganz fein pürieren. Durch ein Sieb streichen war (eigentlich) nicht nötig, der Mixer (Kitchenaid) hat ganze Arbeit geleistet.
Mir kam die Masse sehr dünnflüssig vor, deshalb habe ich sie im Topf auf dem Herd etwas einkochen lassen, damit sie andickt. Für den Erhalt der schönen gelbe Farbe habe ich einen Spritzer Limettensaft dazu gegeben.

Hach, der Brei war so schon lecker, dass ich ihn am liebsten aufgegessen hätte.
Nein, hab ich nicht, ich habe den Dörrautomat mit Backpapier bestückt und verschiedene Portionen aufgetragen.
Verschiedenen Portionen deshalb, weil ich sie verschieden aromatisieren wollte.
1. mit rosa Pfeffer
2. mit essbaren gelben (getrockneten) Blüten (Ringelblume)
4. mit getrockneten Himbeeren in Pulverform
3. mit Zimt (was sonst)
4. pur

Auf Stufe 2 habe ich den Automat auf 5h eingestellt. Nachts ging er dann aus, dank Timer, und morgens habe ich bis auf eine Sorte, die ich wohl dicker aufs Papier gestrichen habe, in eine Box gepackt. Die verbliebene Portion trocknet nochmal 2 Stunden, das Ergebnis sehe ich dann.
Eigentlich sieht es gut aus, ich vermute aber mal, dass ich die Masse zu dünn aufgetragen habe. Das Papier schlägt beim Trocknen Wellen, weil sich die Masse zusammengezogen hat.  Wie ich das Fruchtleder vom Papier kriege, werde ich später sehen.
Das Abziehen vom Papier ging ganz einfach. Ich habe die Streifen nochmal von der Rückseite trocknen lassen. Zu trocken sollen sie nicht sein, sonst brechen sie beim zurechtschneiden. Was zur Deko vielleicht auch ganz geil ist, wenn man Fruchtleder-Splitter hat…. also eine sehr dünne Schicht, sehr trocken….. netter Ansatz.
usa01Die Geschmacksprobe, nun ja, wie drücke ich es vornehm aus…… oberhammergeil!!!!!
Die Version mit dem rosa Pfeffer ist wie eine Backpfeife. Man erwartet die fruchtige Süße und bekommt obendrein noch eine „Watschn“. Eine klasse Kombi.
Mit Zimt, eben mit Zimt, ich liebe Zimt, muss ich noch mehr sagen als dass es mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubert?

Mit Himbeer ist eher der pure Mangogeschmack mit roten Akzenten.  Die Himbeere fällt nicht ins Gewicht. Ebenso sieht es bei den gelben Blüten aus. Das ist nur Deko.
Pur sieht einfach nur super aus, die Farbe ist der Hammer, der Geschmack sowieso.
Fazit: ein großer Spielplatz um gesunde und kreative Naschereien zu kreieren und sensationelle Ergänzung von Speisen und Desserts.
Beide Daumen hoch!

Gartenliebe: Passionsblume

Gartenliebe: Passionsblume

Ich liebe sie, diese filigranen Kunstwerke der Natur.
Als wir unser Häuschen vor 2 Jahren gekauft haben, übernahmen wir in unserem Garten die Verantwortung für eine wunderschöne Passionsblume. Sie blühte und blühte, erfreute uns mit ihren schönen Blüten den ganzen Sommer bis hinein in den Herbst.
Den Winter hat sie immer unbeschädigt überlebt und so hoffen wir, dass sie uns auch dieses Jahr wieder mit ihrer Schönheit beglückt. Ein vorsichtiger Blick auf die Stelle, wo sich die Pflanze befindet verheißt nichts Gutes, es sieht irgendwie mau aus.
(das Bild ist aus dem letzten Jahr)blogger6Im letzten Jahr habe ich mir Samen bestellt und auch schon darüber berichtet, wie das mit der Anzucht verlaufen ist. Die Anfänge kannst du hier nachlesen click!. Die Keimzeit war seeeeeeeehr lang und nicht alle Samen sind aufgegangen. Eine Pflanze hat sich bis jetzt aber top entwickelt und ist mein ganzer Stolz.
Ganze 1,70m ist sie bereits hoch, befindet sich noch in meiner behüteten Küche und wartet sehnsüchtig, nach draußen zu kommen. Es ist mir zum „Auswildern“ aber noch zu kalt.


In der Zwischenzeit habe ich weitere Sorten bestellt und sie zum Keimen ausgesät.
Zuvor habe ich die Samen 24 Stunden in Wasser auf der Heizung weichen lassen. Es soll die Keimung erleichtern. Wir werden sehen. Ein paar Samen habe ich für einen eventuellen zweiten Versuch zurück behalten.

Bei 5 verschiedenen Sorten habe ich mir Schildchen gebastelt und hoffe somit nicht den Überblick zu verlieren.
*Passiflora Seemannii
*Passiflora Cinnabarina
*Passiflora Incarnata
*Passiflora Foetida
*Passiflora Morifolia
DIY: für die Schildchen habe ich den Namen und ein Foto der Blüte ausgedruckt und laminiert.  Auschneiden und von hinten mit der Heißklebepistole Zahnstocher befestigen. Schon weiß man, was da mal wachsen soll :0)


Zum Keimen habe ich die Schale mit Folie abgedeckt und auf die Heizung gestellt. Das Substrat ist aus zerkleinertem Bimsstein, bei IKEA gekauft Växer, 3l für 4Euro. Bei normaler Anzuchterde hatte ich immer ein wenig Probleme mit Schimmelbildung. Hoffe, dass so in den Griff zu bekommen.
Achtung, man sollte 1x am Tag lüften, damit es nicht zur Schimmelbildung kommt.
Jetzt heißt es Abwarten, die Keimzeit ist mit 4-12 Wochen angegeben.
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Kachelfleisch – Burger

Kachelfleisch? Was issn das? Hab ich den freundlichen Mann hinter der Fleischtheke auch gefragt.
Schwein! Er trabte los um es mir zu holen.
Es sitzt zwischen Schinken und Schwarte, ist gut marmoriert und wie der nette Herr mir versicherte, nicht tot zu kriegen.
Nun, unter Grillern scheint es eher im Süden bekannt zu sein, hier tief im Westen, hab ich es das erste Mal gesehen.
Warum nicht mal ausprobieren.

Spontan hab ich mich für einen Kachelfleisch – Burger entschieden.
Hier die einzelnen Lagen in der Übersicht.
Kachelburger

Balsamico-Granatapfelsirup Zwiebeln:
Die Zwiebeln dauern am längsten, deshalb habe ich die auch zuerst gemacht.
Eine große rote Zwiebel in feine Ringe schneiden und in einer Pfanne bei mittlerer Hitze mit etwas Öl anschwitzen. Wenn sie anfangen glasig zu werden, Balsamico Essig und Granatapfelsirup dazu geben und einreduzieren lassen. Die Zwiebeln sollen schön klebrig dunkel werden. Evtl etwas Wasser dazugeben, damit die Zwiebeln nicht anbrennen. Mit Salz und Pfeffer würzen und beiseite stellen.

Die Blitz-Mayonnaise:
*
300 ml Öl (wir verwenden Sonnenblumenöl)
* 1 ganzes Ei (Zimmertemperatur)
* 1 TL Senf
* Salz, Pfeffer, Zitronensaft
* 2 Knoblauchzehen (oder mehr, je nach Geschmack)
Alles zusammen in einen Becher geben, den Zauberstab unten auf dem Boden platzieren, einschalten und Während dem Mixen langsam nach oben ziehen. Ratzfatz haste eine wunderbar dicke Mayo.
Wer´s etwas „leichter“ mag, kann am Ende noch etwas Joghurt dazu geben, dann wird die Mayo aber flüssiger!

Der PakChoi: Ich habe nur die kleineren Blättern ganz verwendet, die großen habe ich halbiert. In der Pfanne mit etwas Öl und Knoblauch braten, zum Schluß mit Sesamöl, Salz und Pfeffer würzen.

Der grüne Spargel: mit Zahnstochern zusammenstecken und in der Grillpfanne braten bis er schöne Röststreifen hat. Mit Soyasoße beträufeln und beiseite stellen.

Tomate und Mozzarella  in dünne Scheiben schneiden.

Ich muss sagen, das Fleisch habe ich vor dem Braten von dem losen Fett befreit und nur leicht gesalzen in die heiße Grillpfanne gelegt. Später kam noch Pfeffer drauf.

Dazu gab es Steak Fries, in dicke Stifte geschnittene Fritten.
Vor dem Zusammenbau des Burgers, kurz bevor die Fritten fertig waren, habe ich Spargel und PakChoi mit in den Ofen zum Aufwärmen gestellt.
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Den Burger zusammenbauen und genießen! Scheiße war der geil!
Das Fleisch ist wunderbar! Wenn es auch vielleicht nicht so perfekt aussieht, es ist sehr saftig und schmeckt klasse! Solltet ihr mal Ausschau nach halten! Die unterschiedlichen Texturen und Aromen harmonierten perfekt.

Des Nachbarn Katze

…ein durchtriebenes unsympathisches Vieh.
Und es k***t mit Vorliebe in unsere Beete. Lange Zeit haben wir versucht rauszufinden, welches Vieh unseren Garten als Toilette benutzt. Unser Nachbar gab uns den entscheidenden Hinweis, hatte er sie nämlich auf frischer Tat ertappt und mit dem Wurf eines Radiergummis vertrieben. Jetzt waren wir gewarnt. Mehr als ein Mal bin ich dem blöden Vieh hinterher. Immer wenn ich dann nicht mehr hinterher kam, blieb sie stehen schaute mich kackendreist an als wolle sie sagen: „Komm doch wenn du was willst“…. es fehlte nur noch, dass sie mir die Zunge rausstreckt.

Wie vertreibt man eine Katze…… es sollte möglichst nichts ungesetzliches sein, Waffengewalt lehnen wir grundsätzlich ab. Da bleibt nicht mehr viel.
In Holland haben wir „Katzenschreck“ erstanden. Ein Granulat, 100% natürlich.
Angeblich sollte da Lavendelöl drin sein. Beim Öffnen der Verpackung bin ich beinahe in Ohnmacht gefallen….. das stank zum Gotterbarmen nach Knoblauch. Nun, wenns die Katze nicht mag solls mir recht sein. Gemäß dem Motto viel hilft viel, habe ich eine großzügige Portion in den Beeten verteilt.
Glorreiches Ergebnis: der Garten stank fürchterlich….. tagelang….. Draußen sitzen? Fehlanzeige. Und die Katze? Verrichtet weiterhin ihr Geschäft im Garten.

Gestern habe ich vom Nachbarshund, besser gesagt vom Frauchen, einen Beutel Hundehaare bekommen. Theo, so heisst der Hund, hat sie freiwillig beim Kämmen hergegeben. Ich habe davon etwas im Beet platziert, vielleicht hält der Geruch die Katze ab.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Sollte der Versuch negativ ausgehen, werde ich eine weitere Portion Katzenschreck verteilen….. bis die Packungen leer sind.
Und ich dachte immer, Katzen haben so eine empfindliche Nase…..

 

4,5 kg Johannisbeeren

…das ist die Ausbeute unserer 2,5 Büsche….die hingen über und über voll. Mein Mann war so nett um sie mir zu pflücken. Das nahm gar kein Ende. Meine Entlausungaktion im Frühjahr war also überaus erfolgreich und die Ernte alles andere als eklig und krabbelig wie im letzten Jahr.

Was macht man aus 4,5kg Johannisbeeren?
Ja zuerst einmal müssen die Stiele weg, ich möchteMarmelade kochen. Richtige Marmelade mit Stückchen und Kernen, nicht so ein Designer Brotaufstrich. Ich stehe da auf die gute alte Bauernküche.
Ok, ich gebe zu, dass ich 3 Sorten Marmelade gemacht habe, die Menge wurde einfach nicht weniger…..vielleicht finde ich ja mal jemanden, mit dem ich tauschen kann…..ich befürchte für die nächsten Jahre Johannisbeeren im Überfluß  zu haben.

Johannisbeeren „klassisch“
Johannisbeeren „Lebkuchen“
Johannisbeeren „Orange-Zimt“


Ein paar Johannisbeeren habe ich abgezweigt und leckere Johannisbeer-Schnitten gebacken.
Das Rezept findest du hier: