Burger Parade mit Fritten

So ein saftiger Burger mit ordentlich Geschmack, dazu knusprige selbstgemachte Fritten, ein paar selbstgemachte Sößchen und im Garten mit Freunden genießen.
Voll normaaaaaaal.

Es ist weit weniger aufwendig als man denkt.
Du kannst viele Handgriffe vorab, das heisst, einen Tag vorher erledigen.

Ich darf vorstellen, hier die Teilnehmer der Burger Parade:
– „Mediterraner Burger“ mit Antipasti, Rucola, Gewürzmayo und Tomatensugo
– „Spanischer Tapas Burger“ mit Rucola, Chorizo, Pimientos de Padron und Gewürzmayo

Tomaten und Cheddar dienten noch als Ergänzung.

Zum Timing, was vorbereitet werden kann, bevor es an den Grill geht.

am Vortag:
Gemüse für die Antipasti in der trockenen Grillpfanne angrillen.
Ich hatte, Champignons und Zucchinistreifen.
Das Gemüse noch warm mit Olivenöl und Balsamico aromatisieren. Salzen, Pfeffern, etwas geriebener Knoblauch, ziehen lassen.

Gewürzmayo: Mayo herstellen, clickst du hier
mit Majunga Pfeffer, Salz und Chili würzen, ein wenig Limettenabrieb und ein paar Spritzer Limettensaft. Kalt stellen

Tomatensugo:
Tomaten entkernen und in Stücke schneiden. Zusammen mit Knoblauch, Frühlingszwiebel, Salz, Pfeffer und Chili pürieren, abschmecken. Kalt stellen.

Burger Buns: selbst backen, das geht super einfach, clickst du hier
ca 90g Teig pro Brötchen rechnen, das werden ordentlich große Buns.
Ich habe keinen Parmesan wie im Rezept beschrieben  oben drauf gemacht.

Die Burger Patties haben wir in der Metro geholt. Da hat so ein Patty ca 200g.

Am Grilltag:
Kartoffeln (vorwiegend festkochend) in Frittenform schneiden und gut waschen (die Stärke muss weg).
Kartoffelstäbchen gut trocknen, das geht prima mit der Salatschleuder. Anschließend mit Öl benetzen, Salz, Pfeffer und Oregano drauf, gut mischen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech packen.
Den Backofen auf höchster Stufe vorheizen, dann die Fritten im Ofen garen. Erst wenn sie Farbe kriegen, wenden. Ich schalte dann irgendwann auf Heißluft um, bis jetzt das beste Ergebnis.
Die Fritten brauchen am längsten…..nur als Hinweis für´s Zeitmanagement, Geduld!

Butter schmelzen, Buns aufschneiden und die Hälften vor dem Grillen mit der Butter bestreichen. Auf dem Grill mit den Schnittflächen nach unten angrillen….. ich glaube, der Hinweis war jetzt überflüssig.

Chorizos läng halbieren und auf dem Grill schön ausbraten.
Die Pimientos Padron ebenfalls auf dem Grillrost schöne Streifen verpassen, beiseite stellen.
Die Patties bekommen zuerst eine schöne Kruste und garen dann in einer etwas gemäßigteren Zone nach. Medium ist das, was wir mögen. Wer sich nicht sicher ist, schneidet kurz rein und guckt nach.

Der Zusammenbau, endlich kommt zusammen, was zusammen gehört:

„Mediterran“: Bun, Mayo, Rucola, Patty, Käse, Tomate, Antipasti, Tomatensugo, Bun
„Spanische Tapas“: Bun, Mayo, Ruccola, Pimientos, Patty, Käse, Chorizo, Tomate, Bun

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Die Fritten waren kross und lecker und die Burger….yummy, saftig, würzig!

Wir hatten alle Schmacht bis zum Abwinken, deshalb sind auch nur wenige hastige Bilder entstanden. Dafür entschuldige ich mich :0)

Vielleicht noch ein kleiner Hinweis, das sind mächtig große Burger! Da keiner von 2 davon geschafft hätte, habe ich die Burger halbiert, damit beide Arten probiert werden konnten. Trotz Spieß zum Fixieren sehen die Burger auf dem Foto etwas „zerfleddert“ aus.

 

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Bacon, Beer & BBQ

Bacon, Beer & BBQ

Verheißungsvoller Titel für einen Kurs bei „Grill doch mal“ in Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz (Nähe Nürnberg, falls einer fragt).
blog05Traum Wetter, Sonnenschein, entspannte Atmosphäre, 12 wissenshungrige Kursteilnehmer, 2 entspannte Kursleiter, rustikal gemütliches Ambiente, das konnte nur gut werden.
Die Rauchsäulen der Grills waren weithin zu sehen, quasi die Einladung zum Event, man musste ihnen und dem Duft nur noch folgen.
Ergänzend zum Thema Fleisch war der blog10.jpgReferent Dr. Gerrit Blümelhuber, anerkannter Biersommelier und Kenner der Bierszene zu Gast.
Begleitend zu den einzelnen Fleischsorten wurden Biere aller Couleur gereicht und die Besonderheiten und Geschmacksnuancen entsprechend erklärt. Eine gelungene Symbiose, die alle Geschmacksnerven ordentlich wach gerüttelt hat.
Die erste Verkostung war ein wunderbares leichtes Weizen, das golden im Glas schimmerte. Im Geschmack eher leicht und luftig, die Resonanz war durchaus positiv.
Keiner wäre auf die Idee gekommen, dass dies ein alkoholfreies Weizen ist. Tja, so kann man sich täuschen, die Brauerei Kloster Andechs hat ganze Arbeit geleistet und ein tolles alkoholfreies Weizen gebraut.
blog08Und so folgte eine Überraschung nach der anderen.
blog11.jpgEin Flanksteak wurde auf den Grill gelegt und Martin erklärte woher das Fleisch stammt, wie man den optimalen Garpunkt bestimmt, wie das Grillmuster entsteht, wann der richtige Zeitpunkt zum Wenden ist, bis hin zum Ruhen lassen in Alufolie. Zum Anschnitt blog19.jpgversammelten sich wieder alle und es wurden verschiedene Pfeffersorten zum Testen gereicht. Unglaublich, welche Aromen so ein Pfeffer haben kann und wie sich der Charakter des Fleisches mit der Benutzung verschiedener Pfefferarten verändert.

Zum nächsten Bier wurden Bananen- und Apfelstücke in Bacon gewickelt und auf der Feuerplatte knusprig gegrillt. In Verbindung mit dem Bier, welches Bananenaromen enthielt schmeckte das sensationell lecker.
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Ein Stück Roastbeef wurde mit Rosmarin und Knoblauch gespickt und wanderte auf den Monolith.
By the way, Martin erklärte auf Nachfrage der Teilnehmer die Vor – und Nachteile einzelner Grills und erläuterblog36te technische Details. Alles in allem sehr informativ und interessant.

Auf der Feuerplatte wurden Lammkoteletts gegrillt und auch gemischte Pilze mit Rosmarin und Knoblauch. Die Teilnehmer waren selbst dafür verantwortlich und hatten Spaß am eigenen Werkeln.

Spare Ribs mit und ohne Glaze (einer leckeren BBQ Soße), off the bone (Fleisch fällt fast vom Knochen), super zart und saftig, die waren so schnell weg, so schnell konnte man kaum gucken.

Entenbrust mit knuspriger Haut, dazu in Bacon gewickelter grüner Spargel , die Leckereien nahmen kein Ende.

Als weitere Besonderheit wurden T-Bone Steaks vorbereitet, was ein einhelliges Ah und Oh zur Folge hatte. Mächtige Fleischstücke rufen immer diese Reaktion hervor, vermutlich in Anlehnung an unsere Vergangenheit als wir noch als Jäger und Sammler für Nahrung gesorgt haben.
Begleitet wurden Steak und Filetanteil vom passenden Bier.

Dass es nicht immer nur Fleisch und Bier sein müssen konnte die Chefin eindrucksvoll beweisen, sie machte aus wenigen Zutaten den Teig für ein köstliches Bier-Brot und backte es im Dutch Oven. Das Brot hatte eine leckere Kruste und schmeckte noch lauwarm unglaublich lecker.

Der Höhepunkt war das „Bierstacheln“. Ja was ist denn das???? Fragende Gesichter, ratloses Schulterzucken……. Man kann aus einem gehaltvollen Schneiders Aventinus mit 8,2% ein absolutes Highlight machen. Dazu erhitzt man einen Edelstahlstab in der Glut und hält ihn anschließend ins Bier. Der im Bier befindliche Zucker karamellisiert und verleiht dem Bier eine völlig andere Note, ein völlig anderes Aroma. Erfunden wurde dies eigentlich von Mönchen, die ihr Bier einfach nur anwärmen wollten. Hätten die geahnt, welch Delikatesse sie da kreiert haben……..

Noch ein letzter Gang „musste“ rein passen. Die ersten fingen ernsthaft an zu schwächeln :0)
Als „Dessert“ wurde dazu ein Flammkuchen gereicht, der ganz einfach herzustellen war.
Ein wunderbar dünn ausgerollter Hefeteig, belegt mit Mangospalten, Bacon, Frischkäse und gehacktem Rosmarin. Auf dem Pizzastein kross gebacken und zum Aventinus ein Gedicht!

Eine weitere Variante folgte in Form eines Flammkuchens mit Birnenspalten, Bacon, Rosmarin und Gorgonzola. Ebenfalls sehr lecker, denn die Kombination salzig und würzig zur süßen Birne ist ein Klassiker und ein absoluter Hochgenuß.

Satt und zufrieden ging der Nachmittag zu Ende. Jeder Teilnehmer nahm ein Zertifikat und eine Rezeptmappe in Empfang und ging mit vielen neuen Eindrücken und Ideen nach Hause. Wer weiß, vielleicht wird in dem einen oder anderen Kopf der Wunsch nach einem Grill aufflammen? Schön wäre es, wenn der Funke bei den Teilnehmern übergesprungen ist und sie ebenfalls Spaß an BBQ und Grillen haben.
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