Reiseziel: Griechenland – nördliche Sporaden – Skiathos

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Nie gehört?
Den Film Mamma Mia gesehen? Der wurde dort gedreht, oder wenigstens Teile davon.
Seit nunmehr 6 Jahren zieht es uns immer wieder auf diese hübsche Insel.
Nicht jedes Jahr, aber immer wieder mal.
Das letzte Mal ist 2 Jahre her und die Sehnsucht trieb uns wieder wie altes Strandgut an die uns liebgewonnenen Plätze.
Früher konnte man nur mit Zwischenstopp in Wien nach Skiathos kommen. Mittlerweile fliegt man auch von Frankfurt aus direkt.
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Was erwartet dich?
Nun, die Insel Skiathos ist eigentlich überschaubar (11km lang und 5km breit). Eine gut ausgebaute asphaltierte Straße führt von Osten nach Westen.
Naja, man kann auch quasi eine Rundfahrt machen, quert dabei aber ein paar kleinere Straßen und Ansiedlungen.
Das ist der touristische und sehr gut erschlossene Teil der Insel mit der Hauptstadt Skiathos.
Im Norden wird es schon rauher und die Straßen sind nur noch buckelige Erdstrassen. Dafür hat man hier aber phantastische Strände und wird vielerorts mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

Aber von vorne. Wer meinen Blog regelmäßig liest weiß, dass wir Griechenland sehr lieben. Land, Leute und die Küche haben es uns angetan. Ich lasse euch gerne daran teilhaben.
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Mittlerweile gibt es viele Anbieter, die Pauschalreisen nach Skiathos anbieten.
Damit können wir nicht dienen. Wir sind Individualtouristen, buchen Flug, Ferienhaus und Leihwagen in eigener Regie.
Die Plattformen, die wir bislang benutzen sind fewo direkt, Mietwagenanbieter (da fällt eine Empfehlung wirklich schwer) und die jeweiligen Airlines und Fähren.
Bei fewo direkt (zB) findet sich für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel das passende Objekt.
Grundsätzlich reisen wir in der Nebensaison, wenn keine Ferien sind also im Mai/Juni oder Mitte/Ende September.

Nach der AirBerlin Pleite waren wir froh, dass Condor den Flug nach Skiathos angeboten hat und das auch noch ohne das umständliche Umsteigen in Wien. So blieb uns eine zeitaufwendige Anreise per Flugzeug und Fähre erspart.
Skiathos hat Dank des Herrn Onassis einen eigenen kleinen Flughafen (allerdings nicht nach ihm benannt). Total cool gelegen zwischen zwei Buchten, bei dem das Starten und Landen immer einem kleinen Abenteuer gleich kommt. Planespotter kennen den besten Platz.

Vor zwei Jahren kamen pro Tag vielleicht 4-5 Flieger. Das ist mittlerweile anders. Der Tourismus treibt hier unangenehme Blüten. Fluch oder Segen. Fluch, weil es laut ist, wenn man im östlichen Teil wohnt. Segen, weil die Insel vom Tourismus lebt. Aber wie überall gibt es Gutes und weniger Gutes.
Der Flughafen ist nicht sehr groß. Es können maximal 2 Flieger gleichzeitig entladen werden und müssen sofort wieder beladen werden und abheben. Über Nacht bleibt kein Flieger stehen.
Der Landeanflug ist sowohl als Passagier als auch als Beobachter imposant. Näher kommst du an keinen Flieger ran. Und als Passagier betest du, dass der Pilot sein Arbeitsgerät im Griff hat, sonst gibt´s nasse Füße.
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Landschaftlich hat die Insel viel zu bieten. Es gibt die Strände, die von der asphaltierten Strasse gut zu erreichen sind. Diese Strände befinden sich im Süden, westlich der Haupstadt und verfügen größtenteils über Hotelanbindung, Tavernen, Restaurants und diverse Wassersportmöglichkeiten. Sonnenliegen und Schirme können gegen eine Gebühr geliehen werden. Das Wasser ist in allen Fällen wunderbar sauber und der Strand gepflegt. Natürlich hast du immer Schweinchen, die ihren Müll einfach fallen lassen.

Die Strände im Norden sind etwas wilder. Je nach Wetter gibt es dort auch mal ordentliche Wellen. Die Strände haben zumindest eine kleine Taverne und auch den obligatorischen Sonnenliegen / Sonnenschirmverleih. Diese Strände sind teilweise mit einem anstrengenden Fußmarsch verbunden. Das hat den Vorteil, dass hier deutlich weniger los ist. Es empfiehlt sich auf jeden Fall ein Auto, dass mit den ruppigen Erdstrassen zurecht kommt.
Ausserdem gibt es auch Strände, die nur mit dem Boot erreichbar sind.
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Für diejenigen, die eher nur mal ins Wasser hüpfen und nicht den ganzen Tag am Strand verbringen, empfiehlt sich der Kauf des Wanderführers von Ortwin Widmann. Er hat mit ganz viel Liebe und jeder Menge Arbeit 24 Wanderwege erschlossen, angelegt und beschrieben, die die wahre Schönheit der Insel zeigen. Es lohnt sich auf jeden Fall das Buch zu kaufen. Das Buch gibt es überall auf der Insel auch in den Läden (zB im Kloster-Shop) zu kaufen. Festes Schuhwerk, ein Wanderstock und immer genügend Trinkwasser sind sehr zu empfehlen. Als Belohnung für alle erwanderten Strecken  winkt eine Wandermedaille. Dazu sammelt man alle Wandercodes, die irgendwo an der Strecke angebracht sind.
Auch wenn es teilweise sehr schweißtreibend und anstrengend ist, du siehst ganz wunderbare Orte und kannst die Natur genießen. Diese Insel duftet unglaublich gut nach wilden Kräutern und nach Pinien.
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Ich bin durch Zufall auf ein kleines Büchlein gestoßen, welches ein junger Mann (Nikolas A. Despiniadis) in jahrelanger Recherche zu einem Buch zusammengetragen hat. Die Wildblumen Skiathos`sind das Thema. Ganz wunderbar fanden wir, dass der Autor selbst das Buch persönlich zu uns gebracht hat. Wir haben uns noch sehr nett unterhalten. Ein echtes Highlight. Hier findest du den Link zu seiner Homepage.

Aber auch die Touristen, die einen Hotelurlaub ohne sportliche Aktivitäten verbringen wollen werden die Insel mögen.
Man benötigt nicht unbedingt einen Mietwagen. Der Inselbus verkehrt regelmäßig zwischen Skiathos Stadt im Osten  und Koukounaris im Westen.
Das Angebot an Restaurants und Tavernen ist sehr groß und beschränkt sich nicht alleine auf die Hauptstadt. Überall auf der Insel kann man ausgezeichnet speisen.
Für jeden Geschmack und Geldbeutel findet man hier das passende Restaurant, von Pommesbude bis Sterneküche.
In Skiathos Stadt lohnt es sich am alten Hafen einfach mal zu verweilen und das Geschehen um sich herum zu beobachten. Ein paar Mezes, ein Bier, zurücklehnen und die Show genießen. Es wollen auch unzählige kleine Gässchen erkundet werden.
Die Einkaufsstrasse Papadiamantis ist der Dreh- und Angelpunkt. Hier kriegst du alles vom Nippes über Designerklamotten , Kippen, Alkohol bis hin zu Aspirin und Badelatschen. Diverse Bars, Restaurants und Cafés findest du auch. Es gibt natürlich auch die wichtigen Einrichtungen wie Banken, Bankautomaten und die Post.
Unser persönliches Highlight ist das Kino. Du denkst jetzt Kino, ja klar…… aber falsch gedacht. Es handelt sich hier nämlich um ein Open Air Kino. Es laufen aktuelle Filme. Das ist ok. Wer es auf diese Insel schafft, der hat meistens noch im Hinterkopf, dass der Film “ Mamma Mia „ hier zum Teil gedreht wurde. Dieser Umstand reicht aus, seit Jahren den Film regelmässig zu zeigen….jetzt auch den zweiten Teil.
Ich möchte erwähnen, dass es sich nicht einfach nur um das Zeigen des Filmes handelt. Dieser Film wird zelebriert.
Zum Einstieg läuft der Soundtrack. Du holst die noch Getränke und nimmst Platz.
Während des Films sorgen die Angestellten für Stimmung und animieren die bekannten Tanzschritte und Moves mit zu tanzen. Meeeeeeeega witzig und unterhaltsam. Das ganze Kino singt lautstark mit. Und immer wieder werden einzelne Szenen durch Aktionen der Angestellten unterstützt. Letztendlich ist der Film eine riesen Party und macht richtig Laune (jedenfalls der erste Teil, den zweiten haben wir dort noch nicht gesehen……es war ständig ausverkauft).
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Viel zu schnell geht so ein Urlaub vorbei und findest dich am Flughafen wieder. Ratz fatz sitzt du wieder im Flieger nach Hause. Noch kurz ein Stoßgebet zum Himmel, dass der Pilot auch wirklich genug Schwung zum Abheben nimmt ……. ihr erinnert euch an die nassen Füße, wenns schief geht….. und schon lässt du diese wunderbare Insel mit all ihren Facetten hinter dir.
Kalo Taxidi ! ….und bis zum nächsten Mal!

 

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Greek Delights: Feigen in Hülle und Fülle – Pfannkuchen mit Feigen, Thymian, Honig und Joghurt

Hach, da ist der Urlaub doch schon gefühlte Wochen vorbei. Dabei war es erst letzte Woche, dass wir mit dem Popo im warmen Sand saßen und unsere Bahnen durch unsere Lieblingsbucht gezogen haben.
Jetzt sitze ich wieder zu Hause, der Kamin prasselt vor sich hin. Ich weigere mich die Heizung einzuschalten. Es ist doch gerade mal erst der 1. Oktober…… fieser Graupel hämmert ans Fenster. Wer hat das Wetter kaputt gemacht?

Ich hole euch und mir den Sommer zurück. Ist ganz einfach. Schnell zubereiten und beim Geniessen die Augen schließen und an Sommer und Meer denken. Das hilft!
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Pfannkuchen mit karamellisierten Feigen, Thymian, Honig und Joghurt

Zutaten:
* frische Feigen, halbiert
* 3 Eier
* Mehl
* Milch
* 1/2 TL Backpulver
* TL Butter (oder Olivenöl)
* Zucker
* Zimt
* Thymianblättchen
* griechischen Joghurt

In  einer Schüssel die Eier verkleppern, Milch dazu geben, Mehl hinzufügen, bis ein Pfannkuchenteig entsteht. Etwas Zucker, Zimt und Backpulver, verrühren und einen Moment stehen lassen, damit der Teig quellen kann. Evtl. später nochmal mit Milch oder Mehl zur richtigen Konsistenz verhelfen.
In der Zwischenzeit eine Pfanne auf mittlere Hitze bringen. Butter zerlassen und etwas Zucker einstreuen. Die Feigen mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne legen und karamellisieren lassen.
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Dann die Hitze reduzieren  den Teig einfüllen und stocken lassen.
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Wenn der Teig an der Oberfläche nicht mehr wabbelig ist, vorsichtig den Pfannkuchen wenden. Das geht prima, wenn man einen Teller zur Hilfe nimmt, den Pfannkuchen drauf stülpt und anschließend wieder in die Pfanne gleiten lässt.
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Mit Thymianblättchen bestreuen und auf einem großen Teller anrichten.
Es sieht besonders schön aus, wenn man Kuchenstücke aus dem Pfannkuchen schneidet und separat auf einem Teller serviert. Genial schmeckt zum süßen Pfannkuchen ein Klecks griechischer Joghurt mit einem Teelöffel Honig verfeinert.
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Glaubt mir, da ist der Sommer sofort wieder da!

Kali Orexi!

Lachs-Cheesecake mit Balsamico-Spheren

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Bei dem jetzigen Sommerwetter möchte man leichte frische Küche.
Mein Rezept ist einfach gehalten, so dass man ganz fix ein tolles Essen auf dem Tisch stehen hat.
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Auch wenn das ein Cheesecake wird, gebacken wird heute nichts, die Küche bleibt kalt.
Wir haben hier einen herzhaften Keksboden mit einem Frischkäse mit ordentlich Lachs und Dill verfeinert.
Das i-Tüpfelchen ist der Kaviar aus einem leckeren Balsamico.
Optisch und geschmacklich ein Kracher!

Cheesecake (im Dessertring von 12cm)

Keksboden: 
100g gesalzene Kekse, in einem Plastikbeutel mit dem Nudelholz zu Krümeln verarbeiten
40g Butter, geschmolzen

Es ist hilfreich, den Boden und den Rand des Dessertringes mit Backpapier auszukleiden.
Kekskrümel und Butter vermischen, anschließend den Boden der Form 1cm hoch damit bedecken und festdrücken. Im Kühlschrank kalt stellen.

Die Cheesecake-Masse:

200g Frischkäse
100g Räucherlachs (90 g für die Frischkässemasse, der Rest zum Garnieren)
1cl Gin
Abrieb und Saft einer Limette
Dill, frisch oder TK
Salz, Pfeffer

Den Frischkäse in eine Schüssel geben und mit dem Rührgerät luftig aufschlagen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Lachs in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Dill unter die Frischkäsemasse heben.
Auf dem Keksboden verteilen und mindestens ein Stunde im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.

Balsamico Kaviar 

Zuerst befüllt man einen hohen Becher mit Speiseöl und lässt ihn sehr kalt runterkühlen.
Für den Kaviar rechnet man etwa 1,5g Agar Agar auf eine Flüssigkeitsmenge von 100ml.
Dabei ist es egal, wie süß, salzig oder sauer eine Flüssigkeit ist, die Rezeptur funktioniert immer.
Das Agar Agar wird mit der Flüssigkeit vermischt und kurz aufgekocht. Die Flüssigkeit abkühlen lassen. Im Temperaturbereich zwischen 45 und 37 Grad in eine Spritzflasche oder Pipette füllen und in das sehr kalte Öl tropfen lassen. Wenn die Kugeln den Boden des Gefäßes erreicht haben, haben sie die perfekte Konsistenz und Form.
Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass die Kugeln runder werden, wenn man ein sehr schlankes, hohes Glas benutzt!
Mit einer Schaumkelle oder Sieb entnehmen und unter fließendem warmem Wasser abspülen (die Kugeln sind hitzeresistent bis ca 70 Grad).

Eine sehr feine Vorspeise, passt pur oder auch zu einem frischen Baguette. DAS ist leichte Sommerküche mit Pfiff.
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Danke an Roddy für die Inspiration!

 

Alevropita – schnelle Käse Pie „Koumpára Style“

Unsere Schwäche für Griechenland und seine Küche ist mittlerweile hinlänglich bekannt.
Ich habe heute ein wunderbares schnelles und köstliches Gericht für euch.
Eine aromatisch Käse Pie – Alevropita – ich nenne sie „Koumpára Style“, weil ich noch ein paar aromatische Änderungen zum Originalrezept habe einfließen lassen.

Es bedarf nur weniger Zutaten und ist wirklich schnell gemacht.alevropita02
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– 260gr Mehl
– 2 Eier Größe M
– 1 TL Salz
– 1/2 Knoblauchzehe, gerieben
– 500ml Milch
– 50ml Wasser

– 250gr Feta
– Butter, Olivenöl
– Rosmarin

Verwendet wird eine einfache Aluminiumform, die man zB im türkischen Supermarkt zu kaufen kriegt (zwischen 3 und 4 Euro). Das Rezept ist auf einen Durchmesser von 36cm ausgelegt. Die Pie ist dann etwa 1- 1,5 cm hoch.

Alle Zutaten im ersten Teil der Zutatenliste zusammenrühren. Dazu einen Schneebesen verwenden, ein elektrische Rührer ist nicht notwendig.
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Die Form mit Butter und etwas Olivenöl fetten und anschließend  im 200 Grad vorgeheizten Ofen kurz aufheizen lassen.
Den Teig, der sehr flüssig ist, in die heiße Form geben und sofort den Feta drauf krümelig verteilen. Ein paar Butterflöckchen und Spritzer Olivenöl und wieder ab in den Ofen.
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Ca 45min goldgelb und knusprig backen. 10min vor Ende der Backzeit die Rosmarinnadeln auf der Pie verteilen.
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Das schmeckt nach Urlaub!
Super lecker!
Und wenn noch was über bleiben sollte, kann man das auch super am nächsten Tag in der Pfanne aufbraten oder kurz im Ofen untern Grill stellen.

Kali Orexi!

Unterkunft mit Flair und ganz viel Herz

Wer kennt das nicht? Du suchst nach einer Urlaubsunterkunft und könntest verzweifeln, weil dich ca 95 % der Bilder nicht ansprechen und von den restlichen 5% vier nicht zu bezahlen sind.
Wie groß ist die Freude, wenn du feststellst, dass du, wenn du an der gebuchten Unterkunft ankommst und sie in Augenschein nimmst feststellst, daß du  quasi den Jackpot gewonnen hast.
Ja, das gibt es!

Wir kennen 3 Beispiele und ich habe lange überlegt, diese Kleinode der breiten Masse vorzustellen. Blöd wäre, wenn sie nach Veröffentlichung jetzt ständig ausgebucht sind und wir selbst keinen freien Termin mehr ergattern können. Nun ja, ich riskier´s einfach.

Zur Einleitung muss ich sagen, wir wählen ganz gezielt sehr ruhige Domizile aus, etwas weiter weg vom prallen Leben, wenn man je nach Ort und Insel überhaupt davon reden kann.

Ich beginne mit Kythera / Kythira, einer Insel zugehörig zu den Ionischen Inseln vor der Südspitze der Peleponnes gelegen.
Auf die Vorzüge der Insel bin ich schon eingegangen, jetzt möchte ich aber separat nochmal die Unterkunft vorstellen.
Aroniadika, ein kleiner Ort in der Mitte der Insel. Das Haus ist ein altes Haus, mit ganz viel Liebe zum Original und Detail aus Ruinen wieder aufgebaut. Es ist etwas verschachtelt gebaut und bietet 4 Wohneinheiten, die jede für sich sehr speziell sind.
Wir hatten das Vergnügen in 2 dieser Wohnungen / Studio unseren jeweils 2 wöchigen Urlaub zu verbringen.
Und während ich das hier schreibe, regt sich in mir der Wunsch sofort die Koffer zu packen und mich auf den Weg dorthin zu machen.

September 2016 – Das Studio:
Ein lichtdurchflutetes Studio von etwa xx m² mit großem Doppelbett, Küchenzeile, Sitzgelegenheit und Bad.
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Die Einrichtung lässt einem das Herz aufgehen. Schwedisches Möbelhaus trifft auf Designermöbel. Sehr freundlich und mit Liebe zum Detail, mit kleinen Kunstgegenständen, stimmiger Deko (keinerlei Kitsch), alles farblich abgestimmt und einem sensationellen Holzfussboden aus alten Dielen. Für die kühlere Jahreszeiten steht ein kleiner Kaminofen bereit, der behagliche Wärme spendet.

Direkt über die große Tür kommt man auf die private möblierte Terrasse. Sehr authentisch ist eine Bank aus Stein gemauert und mit Kissen ausgestattet, ein großer Sonnenschirm, Tisch und Stühle laden zum Verweilen ein. Man hat morgens die Sonne schon zum Frühstück und kann abends geschützt (je nach Jahreszeit) noch lange draussen sitzen.
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Ein wunderschöner Garten ist auch zur Mitbenutzung angelegt. Man hat einen wunderbaren Blick über die Insel Richtung Festland und kann in der Ferne Neapolis sehen. Ein kleiner Schwenkgrill stand uns auch zur Verfügung, so dass wir unserer Leidenschaft ungehindert nachgehen konnten.
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Die Ausstattung ist tip top gepflegt und sehr gut, es fehlt an nichts. Die Küchenzeile ist superschön gestaltet. Die Arbeitsplatte besteht aus Beton und ist massiv gegossen, geschliffen und eingelassen. Dazu passen die Schranktüren, die aus massivem Holz gefertigt sind und einen rustikalen Stil haben. Wir mögen das sehr. Von den Wandhaken bis zu den Regalbrettern passt alles zusammen und vermittelt ein rustikal modernes Ambiente.
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Die Möbel sind teilweise aus Metall und so gewählt, dass sie nicht klotzig daherkommen und das Gesamtbild stören. Eine wunderschöne Designer-Liege steht zum Chillen bereit, ein Bücherregal mit umfangreichem Lesewerk und vielen Infos über die Insel stehen bereit.
Ein kleiner Sekretär mit Stuhl steht am Fenster zur Terrasse und wird ergänzt durch gläserne Füllfederhalter und weiteren dekorativen Kleinigkeiten.
Es sind eben solche Details, die den Eindruck erwecken, als wärst du dort zu Hause!
Im ganze Studio hängen Bilder von der Insel, die ein Fotograf geschossen hat. Die Farben passen so unglaublich gut zum Rest, dass es eine wahre Freude ist.
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Über dem Bett hängt das obligatorische Moskitonetz, welches tatsächlich unabdingbar ist. An den Fenstern gibt es zwar Fliegengitter, aber die Drecksviecher finden immer ein Schlupfloch um dich zu malträtieren.
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Einen Fernseher gibt es nicht und wir haben ihn auch noch keine Sekunde vermisst.
Eine kleine Stereoanlage und eine gute Auswahl an Musik ist vorhanden, sowie ein paar Spiele, falls wirklich Langeweile aufkommen sollte.
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Es gibt zwar WLAN, das hat aber aufgrund der Bauweise des Hauses so seine Tücken.
Die dicken Steinmauern lassen das Signal nicht richtig durch und so gibt es nur einige wenige Stellen, die ausreichend Signal bieten.
Die Besitzer haben den Bereich am Eingang  als „Internet-Ecke“ mit einem kleinen Tischchen, Sonnenschirm und Stühlen ausgestattet. So lässt es sich aushalten.
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Der Innenhof ist wunderschön bepflanzt. Über ihn kommt man zum Studio. In der Hauptsache steht er der großen Wohnung zur Verfügung, darauf werde ich separat noch eingehen und berichten.

Nachdem ich jetzt so detailliert auf das Interieur eingegangen bin, möchte ich es nicht versäumen das Herz, besser gesagt, die zwei Herzen des Hauses vorzustellen.
Der Wohlfühlfaktor und die Herzlichkeit kommen nicht von ungefähr. Die Besitzer des Hauses sind zwei wahre Goldschätze.
Es bedarf schon mächtig Leidenschaft und Liebe zur Insel, um all die Mühe und Arbeit auf sich zu nehmen und es den Gästen so angenehm wie möglich zu machen.
Annina und Andreas schaffen das spielend! Die beiden Schweizer kommen mehrmals im Jahr für ein paar Wochen / Monate auf die Insel.
Die beiden haben uns beim ersten Besuch direkt an der Fähre in Empfang genommen und zum Haus geleitet. Ein kleiner Snack auf der Terrasse, ein Bier, ein kurzer Plausch, der Rundgang und schon war es passiert, wir gehörten dazu. Die beiden sind so herzlich und übertragen die Begeisterung für die Insel sofort auf diejenigen, die offen dafür sind.
Man steht den Gästen mit Rat und Tat zur Seite, Empfehlungen für Wanderungen, Ausflüge oder Restaurants werden ausführlich gegeben und am Ende des Tages die Erlebnisse ausgetauscht.

Die Wohneinheiten sind so gebaut, dass man seine Ruhe haben kann. Passt die Chemie, wachsen die Wohneinheiten auf wundersame Weise zusammen und man kann die Zeit gemeinsam verbringen. Jeder, wie er es gerne möchte.

Ich hoffe, mit meinem kleinen Bericht ein wenig Interesse für eine doch relativ unbekannte Schönheit im Ionischen Meer zu wecken.
Umfangreiches Infomaterial findest du hier.

Kurzfassung: Urlaub auf Kythira

– Anreise mit Condor, Abflug 5 Uhr morgens, nicht unsere Zeit! pünktlich, kein Comfort, dafür heftige Turbulenzen
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– Ankunft in Kalamata: pünktlich, Übernahme Auto
Auto: letzte, ich verbessere allerletzte Schrottkarre…..ob wir Automatik fahren können…ja wir können. I´m back in 10min.
Nach 20min steht das rote Luder vor uns…. !?! 3 verschiedene Lackfarben, Kampfspuren an allen Ecken, Lack löst sich auf der Motorhaube, Schaltgetriebe…… aber ein upgrade. Is jetzt ein größeres Auto, war kein anderes da…..???? wir müssen los, naja, fährt.

– Fahrt Richtung Neapoli, wo sich der Fährhafen befindet.
– Hotel, kurze Siesta, Fahrt (Ausflug) nach Elafonissos, Fähre pünktlich erwischt.
Den allseits gepriesenen Strand besucht und festgestellt, is nix für uns, zu viele Menschen, zu viele Touristen. Schnell wieder zurück aufs Festland.
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– Übernachtung, Tickets für die Fähre geholt, Überfahrt nach Kythira, sehr schaukelig

– Ankunft bei Annina und Andreas, herzlicher Empfang, kleines Mittagessen, Koffer auspacken, baden gehen
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weitere kurze erwähnenswerte Stationen des 12 tägigen Aufenthaltes:
– Grillabend mit den Vermietern und  anderen lieben  Gästen aus der Schweiz und Österreich, sehr griechisch, sehr lecker, sehr lustig… mit dem Deutschen Meister wollten alle mal grillen
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– sensationeller Cook Workshop mit Chrysoula, Veranstalter Frank vom Pyrgos House
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– sauberes, klares Wasser, wunderbare Strände, Sonnenschein
– Markt in Potamos
– faulenzen
– baden gehen
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– Tanzfest in Agia Pelagia, tolles Abendevent
– viele wunderschöne Dörfer, weitab der Hauptstrasse
– baden gehen, 27 Grad Wassertemperatur
– faulenzen
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– Probleme mit dem Auto, springt unzuverlässig an, kurzes Telefonat mit der Vermietung…… ihre Meinung, wir sind zu blöd ein Auto zu starten
– da die Abreise naht, kurzer Blick vom Profi auf unser Auto, der Schlüssel ist schuld, die Wegfahrsperre verhindert das Anspringen des Motors
– um ganz sicher zu gehen, den Flieger zu erreichen, Hotel umgebucht und direkte Fahrt zurück nach Kalamata  geplant
– faulenzen
– baden gehen
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– Auto springt an, schwerer Abschied von unserer traumhaften Unterkunft und den herzigen Vermietern, Fähre pünktlich
– beim Runterfahren von der Fähre macht uns jemand auf unseren Plattfuss aufmerksam, Danke, sehr nett, so eine scheiße
– runter von der Fähre, 1. Versuch das Rad zu wechseln…… Rad sitzt fest, brauchen Werkzeug (Hammer)
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– mit Plattfuß ca 1km bis zur Tanke eiern….. von schaurigem Geräusch eines sich auflösenden Reifens und einer geschundenen Felge begleitet
– hilfsbereite Jungs an der Tanke, kriegen den Reifen auch nicht runter, konnten grad noch verhindern, dass sie Bremsen und Achse abbauen….. sie hatten keine Ahnung vom Reifenwechsel
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– Anruf bei der Vermietung: das ist unser Problem, sollen neuen Reifen kaufen……. auf keinen Fall mit dem Notrad so weit fahren, kleiner Hinweis, es ist Sonntag!
– Fluchen, ich knie mich vor´s Auto und schlage mit dem Hammer beherzt von hinten an die Felge….der Reifen löst sich und wir ziehen das Notrad auf
– Notrad auch platt!
– Druck drauf und gegen alle Empfehlungen fahren wir los, 180km noch vor uns, maximale Geschwindigkeit 70km/h
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– schwitzen Blut und Wasser, immer wieder kurze Stops um den Reifen anzuschauen
– entscheiden uns für den kurzen Weg durch die Berge, mit dem Vehikel hätten wir die Autobahn nicht befahren dürfen
– landschaftlich tolle Fahrt! konnten nicht so richtig genießen, immer die Tachonadel, die Kilometer und etwaige komische Reifengeräusche im Blick/Ohr
– Ankunft in Kalamata, Hotel, Hunger
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– Stadtfest in Messini, zu Fuß ins Geschehen, lecker gegessen, Hotel, schlafen
– 2km Fahrt bis zum Flughafen, Abgabe um 8 Uhr geplant………Anruf bei der Vermietung ob auch wirklich pünktlich jemand kommt….natürlich!
– 10 nach 8 weiterer Anruf, wir checken derweil ein
– 8:25 Uhr die Vermietung kommt und schleicht 2x ums Auto…… Reifen ist kaputt! Yep, gut erkannt! Sonntags kriegt man keinen Ersatz! Yep, auch richtig! Die Kosten für den neuen Reifen werden von der Kreditkarte abgebucht….. yep, mach ma. Wir kriegen (so Gott will) das Geld wieder, weil wir eine Reifenversicherung hatten).
– Sicherheitskontrolle, einsteigen, Abflug Richtung Frankfurt, wieder null Comfort, dafür pünktlich
– Koffer holen, Transfer zum Parkplatz, Heimfahrt!
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Schöööööööööööööööööööööööööööön war´s! War ein geiler Urlaub! Echt jetzt!

Übrigens, nie wieder den Anbieter Dirent! Beschwerde bei Check24 folgt.

 

Ich packe meinen Koffer……

Ich packe meinen Koffer und nehme mit……. damals fanden wir das Spiel sehr lustig, hat es doch die Wartezeit im Auto vertrieben während man in den Urlaub fuhr.
Damals fuhr man noch mit Bruder und Eltern ins Allgäu, was schon sehr exotisch war.
Fernreisen (Italien mit dem Bus)  kamen erst viel später. Es wurde noch ordentlich Urlaub im eigenen Land gemacht. Und weißte was? Es war geil! Wir hatten Spaß!
Es war DIE Zeit unseres Lebens. Viele, sehr viele Jahre später erinnert man sich wieder dran und der Gedanke keimt auf „…. könnste auch ma wieder hin…“. Stattdessen können die Destinationen nicht exotisch genug sein, ganze Jahresbudgets werden in kürzester Zeit verprasst, „…is ja Urlaub!“
Aber ich schweife ab, das ist gut so, brauch ich mich nicht mit dem Gedanken befassen: was nimmste mit, was packste ein.
Und da isses wieder…… ich packe meinen Koffer….
2 Wochen im Süden, da kannste von ausgehen, dass du keine Gummistiefel und Regenhose, und auch keinen Norwegerpulli (sorry Islandpulli) benötigst. Ich muss schmunzeln, denn eine mir persönlich unbekannte aber unglaublich sympathische Blogger-Kollegin, Juli, hat ihre Fans und Freunde per Instagram auf ihre Islandreise mitgenommen. Ker wat schön!
Aber ich schweife schon wieder ab, so wird das nix mit feddich werden.
Trödel, Musik anmach, Handy gucken, ach ja, Koffer aus der Kammer holen…… wo kommt der Staub her? Naja, der sieht schon arg mitgenommen aus, hahahahaha, geiles Wortspiel. Kurze Inspektion, der hält noch ne Weile……
Da steht der rote Koffer, immer noch leer. Vielleicht braucht der Koffer auch einen Namen und lustige Kulleraugen?  Hihihihi…..
Das wichtigste hab ich schon zurechtgelegt, meine Kamera, Stativ  und das Ladegerät….. na immerhin.
Ha! Ein geiles Teil hab ich bei Xenos erstanden: eine Aufbewahrungsbox…..
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Mein Mann hat (wie immer) die Augen gerollt….er gibt erst später zu, dass das Ding cool ist.
Wir sind nämlich Meister im Verbummeln von Kleinteilen für die Kameras (Akkus, Ladegeräte, Speicherkarten, Kabel und Gedöns). Jetzt ist (hoffentlich) Schluss damit.
In die Box geht ordentlich was rein und vorne das „Objektiv“ ist eine weitere kleine Dose mit abnehmbarem Deckel (für Kleinkram). Ich war sofort ganz verliebt in die Box.
Koffer? Immer noch leer!
Puh, so ein Dachgeschoß ist echt im Sommer ne Zumutung. Ich muss was Trinken….. setz mich kurz auf die Couch. Bin eingenickt, jetzt geh ich ins Bett!
Koffer packen? Vielleicht morgen….. ganz bestimmt morgen!
Neuer Tag neues Glück, die Wäsche is noch nich trocken…… Käse! Draussen Höllentemperaturen und die Wäsche im Keller wird nich trocken….. ich bin zu faul gewesen den ganzen Kram raus zu tragen, das rächt sich jetzt. Also das Wichtigste bis zum Einpacken übers Balkongeländer hängen. Läuft! Darf´s jetzt nur nicht vergessen. Wie ich mich kenne, fahre ich weg und die nächsten 2 Wochen baumelt die Wäsche fröhlich für die Nachbarn am Geländer…….
Nix passiert, Klamotten eingepackt.
Ich schwöre mir jedes Mal, nicht soviel mitzunehmen. Wir machen ja keinen Urlaub mit allabendlichem Schaulaufen an protzigen Hafenpromenaden.
Wir sind eher die kurze Buxe und Latschen Typen. Kein Hotel sondern Ferienhaus. Bier und Schnaps statt Schampus und Gedöns.
Wo wir hinfahren interessiert es keinen, ob du innerhalb von 2 Wochen 2x dasselbe Shirt an hast oder so…..
Diesmal sieht es für die Kapazität meines Koffers gut aus, der Erweiterungsreißverschluß bleibt zu! Halleluja!
Nachdem ich jetzt meinen Spaß hatte, folgt der nächste….. der Koffer des besten aller Männer.
Jeden Urlaub das gleiche Spiel, gereizte Atmosphäre, Mann überfordert, keine Lust und eine nörgelnde Ehefrau, die ihn ständig zusammenscheißt warum er sich nicht längst über die Klamotten Gedanken gemacht hat.
Wie immer alles auf den letzten Drücker, und die Krönung ist das eine oder andere Kleidungsstück, dass es nicht rechtzeitig in die Waschmaschine geschafft hat.
Der Mann besitzt gefühlt 200 T Shirts, gut 50  passen gar nicht mehr, werden aber  als „noch gut“ betitelt und verbleiben im Schrank. Jedes einzelne wird aus dem Schrank gezerrt und anprobiert, geflucht und sich über die Qualität der Materialien beschwert (Shirts gehen permanent beim Waschen ein)…… Ich darf mich nicht aus dem Raum bewegen, jedes Stück muss ich kommentieren…. komme mir vor bei  Heidi Klum, fehlt nur „der Tasche muss leben!“.
Das Konfliktpotential ist hoch, verbal fliegen die Fetzen, bis dann irgendwann endlich auch der zweite Koffer fertig ist.
Er kümmert sich lieber darum, dass wir in der Ferienbude anständig WLAN haben und beginnt eine Materialschlacht an elektronischem Kram.  Männer halt.

Jetzt fahren wir unser Temperament wieder auf Normalniveau, trinken noch ein Bierchen, chillen auf der Couch, ein Tsipouro geht auch noch…… yammas!

Ich packe meinen Koffer…….. ja nee, is klar!