Die Knifte: 1001 Nacht zwischen zwei Brothälften

Suleika schleicht im Bauchtanzkostüm um den Schreibtisch und süßliche Düfte lassen deine Sinne schwinden……
So, oder so ähnlich könnte man das einmalige Geschmackserlebnis beschreiben, welches dich heute in der Brotbox zur Pause erwartet.

Bulgur kann ziemlich langweilig sein und wie kriegt man sowas aufs Brot? Nun, ich nehm dich mit, folge mir……..

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Hier meine Zutatenliste:
– Bulgur
– rote Paprika klein gewürfelt
– Zucchini klein gewürfelt
– Feta klein gewürfelt
– Kurkuma
– Madras Curry mild
– Eier
– Südseetraum
– Mayo
– scharfe Currysoße mit Cranberries
– Roggen Dinkelbrot
– Basilikumblätter

Zuerst bereiten wir den Bulgursalat zu. Bulgur wird als ganz normal gegart, das geht ganz einfach, die Anweisung steht immer hinten auf der Packung.
Den gegarten Bulgur vermische ich mit den Paprika- und Zucchiniwürfeln und Feta. Etwas Salz und Pfeffer, Kurkuma  und Curry Pulver dazu und umrühren.

2-3 Eier aufschlagen und verkleppern. Eier in eine auf mittlere Hitze und mit etwas Öl ausgewischte und vorgeheizte Pfanne geben und mit einem Löffel den Bulgur Salat auf dem Ei verteilen. Den Bulgursalat leicht ins Ei reindrücken, vom Herd nehmen und im Backofen kurz mit Oberhitze / Grill stocken lassen.
Fertig ist der super aromatische und saftige Belag für die Knifte.

In der Zwischenzeit habe ich eine Curry Mayo vorbereitet. Ich gebe zu, ich nehme dazu Mayo aus der Flasche und verfeinere sie mit Südseetraum von Spicebar , mildem Madras Curryund Kurkuma.
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In meinem Kühlschrank stand ein Glas mit der Aufschrift „scharfes Chutney mit Curry & Cranberries“.  Hm, das steht da vermutlich schon länger, war aber noch fest verschlossen. Schnell probiert und für absolut passend befunden. Wir rätseln grad noch, wo das herkommt. Wer hat uns das beschert? Bis wir die Antwort haben muss ich euch das Rezept schuldig bleiben. Das Leben ist hart.
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Der Zusammenbau ist einfach. Brothälfte unten, 3-4 Basilikumblätter drauf, ein Viertel des Bulgur Omelette, das scharfe Chutney und die zweite Brothälfte mit der Mayo bestreichen. Zusammenklappen und in die Brotbox für morgen legen.
Suleika, hau die Hacken in Teer, komm und tanz durchs Büro!
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Danke an Spicebar für die Bereitstellung des wunderbaren Südseetraums.
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Die fantastische Küche Kythiras – Greek Cook Workshop mit Familienanschluß

Ich muss eingangs kurz umschwenken: Thank you Frank for this absolutely gorgeous experience to cook with a local woman. To learn from a greek Yaya was one the best workshops we ever did!
Much love to Chrysoula! ευχαριστώ πάρα πολύ!

Ach war das schön!
Wir haben uns für den Cook Workshop bei Frank (Pyrgos House) angemeldet und hofften, dass der Kurs stattfinden würde. Immerhin war die Saison so gut wie vorbei und es war ungewiss, ob die mindest geforderte Zahl von Interessenten sich melden würde.
Die erlösende Nachricht kam, der Kurs findet statt! Yeah!

Voller Vorfreude fuhren wir am nächsten Tag zum Treffpunkt und lernten die zwei weiteren Teilnehmer und Frank kennen.
Zu Fuß machten wir uns auf den Weg zum Haus von Chrysoula. Im alten Stadtkern gelegen mit wunderbarem Innenhof, Granatapfelbaum, blühenden Pflanzen und Garten.

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Der Empfang war sehr herzlich. Wir saßen alle in Chrysoulas Wohnzimmer und wurden bewirtet. Während wir die inseltypischen Spezialitäten (in Sirup eingelegte Trauben und einen aufgesetzten Tsipouro) genossen, erklärte Frank den Ablauf.

Kurze Erklärung, Frank ist Holländer und spricht sehr gut griechisch und englisch.
Er übersetzte den ganzen Tag vom Griechischen ins Englische und umgekehrt, das war super! Die Rezepte (original zur Verfügung gestellt) habe ich im Text soweit vorhanden verlinkt.

Chrysoula erklärte welche Gerichte wir kochen würden und dass wir zuerst in ihren Garten gehen und die entsprechenden Gemüsesorten und Kräuter ernten würden. Und schon ging´s los. Die Gärten befinden sich nicht weit, direkt am  Ortsrand. Kythira ist eine grüne Insel mit reichlich Grundwasser und so hat jeder Garten einen Brunnen.
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Es ging steil bergab in den Garten, den einem das Herz höher schlagen ließ. Obwohl die Tomaten schon abgeerntet waren und nur noch Reste standen, war der Garten voll von wildem Amaranth, Kürbissen, Zucchini und Wildkräutern. Ein Traum.

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Die Bewässerung ist das wichtigste und so kamen wir in den Genuß, wie in alten Zeiten mit dem Eimer das Wasser aus dem Brunnen zu schöpfen und in die Bewässerungsgräben einzuspeisen. Ein sehr kluges und einfaches System. Die Beete liegen tiefer und sind rundherum mit Gräben versehen, in die das Wasser aus dem Brunnen läuft.

Man macht das heute nicht mehr mit dem Eimer, sondern mit einer elektrischen Pumpe.

Ich fand es aber klasse zu erleben, wir anstrengend die Arbeit im Garten sein kann, wenn man eine ganze Familie ausschließlich mit eigenem Gemüse etc versorgt. Im Hochsommer muss das Bewässern 2x am Tag stattfinden. Es wird auch ausschließlich saisonal gekocht. Gekocht wird, was im Garten grad reif ist. Sehr gut!

Wir pflückten also noch Zucchini und Wildkräuter (Vlitha) für die Pie. Und weil mir die roten Fruchtstände des Amaranth so gut gefielen, hat Chrysoula mir noch eine ganze Tüte voll davon mitgegeben, damit ich die Samen auslösen und mit nach Hause zum Aussäen nehmen konnte.

Es gibt auf Kythira (und vermutlich in ganz Griechenland) noch eine Besonderheit, was die Gärten betrifft. Man geht niemals in einen fremden Garten. Das ist ein Aberglaube, dass der Neid die Früchte dann nicht mehr gut wachsen lässt. Irgendwie amüsant, aber man hält sich dran. Für das Ernten von Dionysos Minze (mit weniger Menthol) hatte Chrysoula die ausdrückliche Erlaubnis ihrer Nachbarin erhalten. Alle mussten warten während sie etwas Minze erntete. Weil Frank ihr vorher das mit meinem Blog erzählt hatte, rief sie mich dann zu sich und zeigte mir den Brunnen, die Ziegen und die Minze. Sehr nett.
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Mit vollem Korb ging es zurück in die kleine aber feine Küche.
Wir haben nach Anleitung schnippelt, gerührt, geknetet, gewürzt und viel gelacht.
Die Tips und Tricks einer erfahrenen Hausfrau sind doch die besten!
Zwischendurch reichte Chrysoula noch selbstgemachte Spezialitäten. Meinem Foodblog wollte sie unbedingt gerecht werden und uns mit etwas etwas Besonderem überraschen.

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Es gab Manourikäse aus der Pfanne mit Balsamico und Honig, sowie selbst eingelegte Sardellen, eigene Oliven und Brot . Wunderbare reine Aromen. Köstlich.

Zuerst wurde das Hackfleisch für die Keftedes zubereitet. Das Geheimnis ist, dass das Fleisch und die Gewürze und Kräuter gut ins Fleisch einziehen. Es sollte also mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen.
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Ein weiterer Tip, den wir defintiv beherzigen werden, ist, dass in die Fleischmasse ein Schuss Essig kommt. Der macht die Keftedes wunderbar fluffig und saftig….auch wenn die Fleischklöße kalt sind. Man schmeckt den Essig nach dem Braten nicht mehr!
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Für das Briam wurden die verfügbaren Gemüsesorten aus dem Garten verwendet. Wir erledigten die Schibbelarbeit alle gemeinsam und schon ging die riesen Form gefüllt mit aromatischem Gemüse, Gewürzen, Kräutern, Feta und reichlich Olivenöl  in den Ofen.
Zuerst mit Deckel, später noch ohne Deckel für eine schöne Kruste.
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Für einen gegrillten Auberginensalat (Melizanosalata) werden die Auberginen gegrillt. Es gibt 2 Möglichkeiten, einmal direkt auf der Gasflamme, einmal auf einer Art Grillrost, der auf die Gasflamme gesetzt wird. Der Duft der Auberginen ist unglaublich. Wenn die Auberginen gar sind, lässt man sie kurz abkühlen und entfernt dann die verbrannte Schale. Das Fleisch wird dann zerkleinert und Salz, Olivenöl und Petersilie hinzugefügt.

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Einfache Paprika wurden als weitere Beilage in der Pfanne gebraten, das ging ganz fix. Dazu braucht es nur etwas Olivenöl und Salz.
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Jetzt folgte der nächste Gang, die Spanakopita. Man kann die Pie mit allem füllen, was der Garten her gibt. Wenn keine Spinatsaison ist, werden Wildkräuter verwendet. Hierzu nimmt man sehr gerne den Amaranth (Vlitha) und weitere Wildkräuter.
Den Teig für die Pie bestand aus wenigen Zutaten. Dafür war das Verarbeiten zur fertigen Pie umso aufwendiger. Das Ausrollen geschieht mit einem Besenstiel der gefühlte hundert Jahre alt ist. Es gibt Kniffe und Tricks, um ihn ganz dünn auszurollen.

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Jeder durfte mal probieren. Am Ende hat Chrysoula den Teig auf die gewünschte Dicke gebracht. Gekonnt ist gekonnt! Ob der Teig die richtige Dicke hat, wird getestet, indem man unter den Teig pustet……wenn er flattert und Blasen wirft, ist er fertig.
Die Wildkräuter wurden mit den restlichen Zutaten vermengt, die Pie gefüllt und mit einem weiteren Teigstück verschlossen.

Bevor die Pie den Ofen kommt, wurde die Pie oben eingeschnitten (nicht bis auf den Boden!!!!) und mit einer Mischung aus Eiklar und Olivenöl bestrichen.
Ab ging´s in den Ofen!
Nachdem die Pie fertig und knusprig war (kleiner Trick, die Pie muss sich in der Form bewegen lassen, dann ist sie gar), wurden die zuvor eingeteilten Stücke durchgeschnitten und hochkant auf dem Teller platziert. Hochkant, damit der Teig zum Abkühlen knusprig bleibt! Direkt aus der Form, noch glühend heiß haben wir das erste Stück verputzt…..yummy!
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Übrigens, was ganz wichtig ist, jedes Gericht, welches in den Ofen geht, wird, bevor die Ofentür geschlossen wird, 3x bekreuzigt.

Und während wir noch so am Werkeln sind, schickt mich Chrysoula los, was zum Schreiben zu holen…..ganz fix hat sie mir noch ihr Rezept für Orangenkekse diktiert!
Natürlich teile ich es liebend gerne mit euch!
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– 1kg Mehl
– 1 1/2 Tasse Öl
– 1 Tasse Zucker
– 1 Tasse Orangensaft
– 1 Glas Cognac
– Abrieb von 2 Orangen
– Zimt
– 1 Tl Soda
– 1 TL Hirschhornsalz (Ammonia)
– 1 kleine Prise Nelken
Zutaten verkneten, formen und backen bei 180 bis 200°C ca 15min

Als nächstes haben wir uns wieder den Keftedes gewidmet. Es wurden kleine Kugeln geformt, in Mehl gewälzt und in reichlich Öl ausgebacken. Der Duft war so köstlich und die ersten Klöße haben wir direkt aus der Pfanne probiert.
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Zur Ergänzung gibt es noch einen einfachen Bauernsalat und einen sehr leckeren Salat aus Portulak, Gurken und Paprika.
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Der Tisch war für all die Leckereien schon fast zu klein.
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Auf der Veranda wurde der Tisch hübsch gedeckt und wir nahmen Platz.
Es gab dazu noch selbstgemachten Wein und schon begann die Schlemmerei!

Diese Aromen! Dieser Duft! Unbeschreiblich lecker und aromatisch!
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Und nachdem eigentlich schon gar nichts mehr ging, weil alle pappsatt waren, kam Chrysoula mit einer weiteren Überraschung um die Ecke. Einem wunderbaren Dessert Moustralevria aus Traubenmost, Mehl und Grieß, einer Spezialität aus Kythira. Mit Zimt und gehackten Nüssen bestreut, der absolute Hammer. Fruchtig und lecker! Das Rezept habe ich hier verlinkt, es ist nicht original von Chrysoula, deckt sich aber in etwa mit der Erklärung, die sie dazu gegeben hat.
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Es war ein wundervoller Tag! Als Erinnerung gibt es noch ein Bild von mir und Yaya Chrysoula!
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Ich mag sie sehr und ihre Art und Weise zu kochen ist eine Inspiration!
Man kann nur sagen, wenn sich die Gelegenheit bietet, am Leben der Einheimischen teilzunehmen und ihre Art zu Leben zu verstehen und zu würdigen, mach es! Es ist eine Erfahrung, die dir niemand nimmt!
Bei nächster Gelegenheit werden wir wiederkommen und  freuen uns auf ein Wiedersehen in der kleinen Küche, im kleinen Haus im Herzen von Potamos!
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Die Knifte: Eieiei mediterran

….klingt spannend? Isses!
Heute nutzen wir die selbstgemachten Antipasti und kreieren daraus einen kleinen Urlaub zwischen zwei Brotscheiben.

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Wir machen uns ein Omelette und verkleppern dazu Eier mit etwas Wasser, Salz und Pfeffer. In der Pfanne bei kleiner bis mittlerer Hitze stocken lassen, dann wenden und nur solange in der Pfanne lassen dass es noch schön saftig ist.
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Von den Antipasti ein paar Scheiben entnehmen, die Zucchinischeiben etwas zerteilen und auf eine Hälfte des Omeletts legen. Nochmal mit Pizza & Pastazauberei, All Arrabbiata würzen, zuklappen und schon kanns losgehen.
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Etwas Frischkäse auf die Innenseiten der Brotscheiben (Roggenmischbrot) ein paar Basilikumblätter drauflegen, das zusammengeklappte Omelette platzieren, Deckel drauf fertig!
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Sehr sehr lecker, würzig und saftig. Ein Hochgenuß!
logoPizza & Pastazauberei und  All Arrabbiata zur Verfügung gestellt von @spicebar

Bratkartoffeln ganz rustikal

Manchmal bedarf es ganz wenig um ganz viel Geschmack zu erzeugen.
Dieser Beitrag wäre schon fast wieder was für die „Urlaubsküche“. Wenig Aufwand, großes Kino.
Wir haben im Frühjahr (mir ist als wäre es erst gestern gewesen) Kartoffeln gesteckt….in umfunktionierten Einkaufstaschen. So richtig schöne Kartoffeln, bunt, exotisch, schöne Formen.

Es hat sich auch alles gut entwickelt nur musste ich grad feststellen, dass das Grünzeug in einem Pflanzbeutel ziemlich tot aussah. Verdörrt, und am Verfaulen……. uaaah!
Is noch viel zu früh für Ernte! Aber bevor alles verrottet mal vorsichtig graben, wie sehn die Kartoffeln denn aus?
Nun, es war seeeeeeehr unterschiedlich.
Die rosafarbenen hatten ein stattliche Größe, die lilanen waren auch ok, lediglich die gelben waren eher Minikartöffelchen….. egal, jetzt hatte ich gegraben, jetzt mussten sie raus.
Gewaschen und geschrubbt sahen sie schon richtig klasse aus.
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Und was machen wir am Sonntagmittag damit?
Bratkartoffeln, ganz klar.

– Kartoffeln
– Paprika bunt
– Zucchini
– Salz, Pfeffer und Rosmarin
– eine Eisenpfanne
DSC00656Die Kartoffeln geputzt und in gleich große Stücke geschnitten, anschließend in Salzwasser fast gar kochen. Das Kochwasser sah sehr lustig aus….. ein bläuliche undefinierbare Farbe…. die Kartoffeln selbst haben ihre Farbe aber behalten.
Zwiebeln grob klein schneiden, Paprika und Zucchini in kleine Stücke zerteilen, Rosmarin, Salz und Pfeffer, etwas Öl für die Pfanne.

Bratkartoffeln brauchen Öl und eine sehr heiße Pfanne. Besonders gut ging das auf unserem Rocketofen, der mit Holz befeuert wird.

Zuerst die Kartoffeln schön Farbe nehmen lassen. Nicht allzu oft umrühren, sonst bildet sich keine Kruste.
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Erst dann die Zwiebeln dazugeben und Farbe nehmen lassen.
DSC00662Zum Schluss das restliche Gemüse und die Gewürze inkl Rosmarin hinzu fügen, fertig.
Natürlich könnte man dazu ein schönes Steak verdrücken oder etwas Hühnchenfleisch. Wir haben die Bratkartoffeln pur genossen und es war wahrlich ein Genuß! Optisch und geschmacklich!
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Die Knifte: Mozzarella – Antipasti

Tataaaaaaaa, ich stelle euch vor die Knifte deluxe:

 Antipasti

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Antipasti
Um es vorweg zu nehmen, du könntest Antipasti beim Feinkosthändler kaufen, es gibt auch teils brauchbares Conveniencefood beim Discounter, aber richtig lecker wird´s erst mit selbstgemachter Antipasti.
Das geht schneller als du denkst, du kannst es auf Vorrat machen, es hält sich im Kühlschrank.

Ich habe eine große Portion vorbereitet und hatte dazu: (Zeitaufwand mit schneiden und grillen / anbraten ca 1 Stunde, bei kleineren Portionen, die sich meiner Meinung nach nicht lohnen :0) reduziert sich der Zeitaufwand natürlich)

2 Zucchini
2 Auberginen
250gr Champignons
3 Paprika
1 Zwiebel

Die Zucchinis, Auberginen und Paprika in etwa gleich dicke Scheiben schneiden (2-3mm). Das ging ratzfatz mit ner Brotschneidemaschine. Geht aber auch von Hand, dauert dann etwas länger. Die Champignons und die Zwiebel habe ich von Hand geschnitten.

Die Marinade vorbereiten: (das gegrillte Gemüse muss von der Marinade gut benetzt werden, deshalb nicht zu wenig ansetzen)
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blog902blog907In der heißen Grillpfanne ohne Öl  das Gemüse von beiden Seiten anbraten, bis es schöne Grillstreifen hat. Noch heiß in die Marinade legen. Das geht recht zügig, zwischendurch mal das Gemüse in der Marinade wenden, damit die Marinade das Gemüse vollständig benetzt. Eventuell nochmal nachwürzen und weiteres Öl und Balsamico dazugeben.
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Das war´s auch schon.

Für die Knifte habe ich das Brot* dünn mit etwas Butter bestrichen, das hält frisch und es suppt so schnell nix durch.
Als geschmackliche Ergänzung kommen zuerst ein paar Blätter Rucola auf die unterste Scheibe, gefolgt von Mozzarella Scheiben, dann unsere Antipasti und dann der obere Deckel. Fertig!

* Hafervollkornbrot mit 3%Chiasamen (60% Hafervollkorn / 40% Weizenvollkorn)

In Frischhaltefolie oder Alufolie einwickeln und ab in den Kühlschrank für den großen Auftritt am nächsten Tag.

Na wenn das nix is……..

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Pizza & Pastazauberei und  All Arrabbiata zur Verfügung gestellt von @spicebar

Burger Parade mit Fritten

So ein saftiger Burger mit ordentlich Geschmack, dazu knusprige selbstgemachte Fritten, ein paar selbstgemachte Sößchen und im Garten mit Freunden genießen.
Voll normaaaaaaal.

Es ist weit weniger aufwendig als man denkt.
Du kannst viele Handgriffe vorab, das heisst, einen Tag vorher erledigen.

Ich darf vorstellen, hier die Teilnehmer der Burger Parade:
– „Mediterraner Burger“ mit Antipasti, Rucola, Gewürzmayo und Tomatensugo
– „Spanischer Tapas Burger“ mit Rucola, Chorizo, Pimientos de Padron und Gewürzmayo

Tomaten und Cheddar dienten noch als Ergänzung.

Zum Timing, was vorbereitet werden kann, bevor es an den Grill geht.

am Vortag:
Gemüse für die Antipasti in der trockenen Grillpfanne angrillen.
Ich hatte, Champignons und Zucchinistreifen.
Das Gemüse noch warm mit Olivenöl und Balsamico aromatisieren. Salzen, Pfeffern, etwas geriebener Knoblauch, ziehen lassen.

Gewürzmayo: Mayo herstellen, clickst du hier
mit Majunga Pfeffer, Salz und Chili würzen, ein wenig Limettenabrieb und ein paar Spritzer Limettensaft. Kalt stellen

Tomatensugo:
Tomaten entkernen und in Stücke schneiden. Zusammen mit Knoblauch, Frühlingszwiebel, Salz, Pfeffer und Chili pürieren, abschmecken. Kalt stellen.

Burger Buns: selbst backen, das geht super einfach, clickst du hier
ca 90g Teig pro Brötchen rechnen, das werden ordentlich große Buns.
Ich habe keinen Parmesan wie im Rezept beschrieben  oben drauf gemacht.

Die Burger Patties haben wir in der Metro geholt. Da hat so ein Patty ca 200g.

Am Grilltag:
Kartoffeln (vorwiegend festkochend) in Frittenform schneiden und gut waschen (die Stärke muss weg).
Kartoffelstäbchen gut trocknen, das geht prima mit der Salatschleuder. Anschließend mit Öl benetzen, Salz, Pfeffer und Oregano drauf, gut mischen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech packen.
Den Backofen auf höchster Stufe vorheizen, dann die Fritten im Ofen garen. Erst wenn sie Farbe kriegen, wenden. Ich schalte dann irgendwann auf Heißluft um, bis jetzt das beste Ergebnis.
Die Fritten brauchen am längsten…..nur als Hinweis für´s Zeitmanagement, Geduld!

Butter schmelzen, Buns aufschneiden und die Hälften vor dem Grillen mit der Butter bestreichen. Auf dem Grill mit den Schnittflächen nach unten angrillen….. ich glaube, der Hinweis war jetzt überflüssig.

Chorizos läng halbieren und auf dem Grill schön ausbraten.
Die Pimientos Padron ebenfalls auf dem Grillrost schöne Streifen verpassen, beiseite stellen.
Die Patties bekommen zuerst eine schöne Kruste und garen dann in einer etwas gemäßigteren Zone nach. Medium ist das, was wir mögen. Wer sich nicht sicher ist, schneidet kurz rein und guckt nach.

Der Zusammenbau, endlich kommt zusammen, was zusammen gehört:

„Mediterran“: Bun, Mayo, Rucola, Patty, Käse, Tomate, Antipasti, Tomatensugo, Bun
„Spanische Tapas“: Bun, Mayo, Ruccola, Pimientos, Patty, Käse, Chorizo, Tomate, Bun

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Die Fritten waren kross und lecker und die Burger….yummy, saftig, würzig!

Wir hatten alle Schmacht bis zum Abwinken, deshalb sind auch nur wenige hastige Bilder entstanden. Dafür entschuldige ich mich :0)

Vielleicht noch ein kleiner Hinweis, das sind mächtig große Burger! Da keiner von 2 davon geschafft hätte, habe ich die Burger halbiert, damit beide Arten probiert werden konnten. Trotz Spieß zum Fixieren sehen die Burger auf dem Foto etwas „zerfleddert“ aus.

 

Lefkada 2017 – Genießen

SONY DSCDa unsere Vermieter in einem 70 Seelen Dorf wohnen und den Kontakt mit den Einheimische pflegen, hatten wir das Glück Insider Tips zu bekommen.
Der erste war das sonntägliche Grillen auf der Platia in Kavalos. Treffpunkt der Ortsbevölkerung und der umliegenden Dörfer.
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Am Ankunftstag, es war schon abends, haben uns die Vermieter zum Essen nach Karia eingeladen. Bei „Eleni“ servierte man uns ein vorzügliches Essen. Hausmannskost, wunderbar abgeschmeckt. „Eleni“ ist das ganz rechts auf der Platia gelegene Restaurant. Ich weiß nicht, ob man das auf den ersten Blick erkennen kann.
Es gibt dort mehrere Tavernen, die alle unter riesigen Platanen gelegen sind. Ein wunderbar schattiger Platz zum Ausruhen und Verweilen.

SONY DSCDie nächste Empfehlung betraf zwei Ouzerias in Lefkada Stadt.
Auf der Mela, der Haupteinkaufsstrasse  und Flaniermeile gibt es schöne Kneipen, Bars , Tavernen, kleine Boutiquen, Souvenirshops etc. Die Strasse endet unten am Hafen. Tagsüber ist hier wenig los, erst am Abend füllt es sich. In der Vorsaison (Mai / Juni) ist es sehr angenehm, man kriegt immer noch überall ein schönes Plätzchen zum Sitzen.
Im oberen Teil  der Strasse liegt das „Γωγώ’ς Γεύσεις“ (Gogo´s Gefsis) .
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Der perfekte Platz zum Beobachten und Schlemmen. Sehr freundliches Personal, super nette Besitzerin, vorzügliches Essen.
Zu jedem alkoholischen Getränk erhält man automatisch Meze. Eine kleine Portion mit Vorspeisen und Brot. Das kann sein: Schweinefleisch geschmort mit Zitrone, Kartoffelsalat, Bauernsalat, Nudelsalat, Patates, Oktopus, ……..
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Alles unfassbar schmackhaft. Auch die Hauptspeisekarte ist eine Offenbarung.
Es lohnt sich allemal, hier einzukehren und wenn es nur auf einen Kaffee ist.

blog907Dazu wurden übrigens Kekse gereicht, die ich so genial fand, dass ich die Chefin um das Rezept gebeten habe. Sie hat es mir aufgeschrieben, ich muss es nur noch übersetzen lassen. Ich denke, diese Ouzerie ist einen eigen Post wert.

Weiter oben, ebenfalls auf der gleichen Seite ist eine weitere Ouzeri (mit hellgrünen Stühlen), die wohl auch sehr leckere Meze anbieten. Vielleicht schaffen wir das im nächsten Urlaub.

Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass es auch richtig schlecht geht. Einen weiteren Schiffbruch haben wir in einem Laden erlebt, der weiter unten auf der Mela ist, das „Maistrali“. Die bunten Stühle sahen so einladend aus, das war´s aber auch schon.
Der Feta Saganaki (frittiert) war unmöglich, den musste ich zurück gehen lassen mit einem Schulterzucken, was das überhaupt sein sollte. Vermutlich hat ihn der Koch in der Fritteuse vergessen….. von dem sonst so weichen Inneren war nix mehr übrig. Ohne jede Regung hat man uns einen neuen Käse gebracht, besser von der Konsistenz, aber genaus widerlich im Geschmack.
Mein Mann war angefixt von den Grillspießen auf der Platia in Kavalos und bestellte somit den Grillspieß. Der Teller sah gut aus. Ich wiederhole mich, das war´s aber auch schon. Der Geschmack war überhaupt nicht lecker, die Sau schmeckte eklig nach Stall. Wieder so ein armes Tier, was umsonst gestorben war.
Mein frittierten Zucchini waren ok, wenn auch sehr fettig. Das Tzatziki…..naja, hatte schon besseres gegessen.
Alls in allem ein Flop. Merke: die Touristenlokale solltest du tunlichst meiden. Guck, wo die Einheimischen sitzen!

Nun wieder zu etwas Erfreulichem. Im Vorbeifahren kamen wir im unteren Bereich der Stadt, nahe dem Hafen, an einer wirklich sehr unscheinbaren Fisch-Ouzeri vorbei. Manfred legte uns diese Ouzerie mit dem Ausdruck größter Freude ans Herz. Da unser Urlaub sich schon dem Ende entgegenneigte, stellten wir mit Bedauern fest, dass wir das zeitlich nicht mehr schaffen würden.
Nun, falsch gedacht. Am Abreisetag verabredeten wir uns mit den Vermietern bei eben dieser Ouzerie um unseren Abschied feierlich zu begehen. Halb zwei mittags, das passte uns gut, auf dem Weg zum Flughafen konnten wir noch einen Stop einlegen uns ein leckeres Mittagessen zu uns nehmen.
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Aber wo war diese Ouzeri?  Unscheinbar hat Vorteile, aber auch den Nachteil, dass wenn du nicht ortskundig bist, du dich auch schlecht an etwas orientieren kannst. So in etwa wusste ich den Weg noch, jetzt nur noch die Strasse finden, in der du auf keinen Fall ein Restaurant vermuten würdest. Uns siehe da, gefunden.
Es war ein kleiner Fischladen mit angeschlossener Ouzeri. Also wieder Alkohol bestellen und sich an den Meze satt essen. Wunderbare Ravros (kleine frittierte Sardellen), Skordalia (Knoblauch-Kartoffelpüree), Taramasalata (Fischrogencreme) etc…. und Brot. Jetzt hatten wir uns aber Appetit geholt. Wir fragten den Kellner, ob man uns eine Fischplatte mit von allem was drauf machen könnte….. klar konnte der…..
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Im Ansatz gut gedacht, aber vielleicht hätten wir ihm sagen sollen, dass er eine Platte für 2 Personen macht. Was er anschleppte, ließ unsere Augen groß und größer werden! Der Tisch wurde flux vergrößert und vor uns stand eine riesen Servierplatte mit allem, was Neptuns Reich her gab. Mini Squids, Ravros, Barbouni, Sardinen, Scampis, Fisch, dessen Namen wir nicht kannten, und wieder Dips und Cremes…… der Hammer! Es war sowas von lecker.
In den Flieger konnten wir die Reste schlecht mitnehmen, deshalb baten wir unsere Vermieter, sich am Abend den Resten Fischplatte zu widmen….sehr zur Freude!
Als wir im Flieger saßen und an unserem ansonsten doch so leckeren Focaccia kauten, dachten wir wehmütig an die Fischplatte zurück…..tja, DAS wär´s jetzt gewesen.

Oft waren wir nicht in Restaurants und Tavernen zum Essen, wir haben häufig in unserer Unterkunft gegrillt und gekocht.
Auf Lefkada kriegt man vorzüglichen Fisch, hervorragendes Fleisch und tolles Obst und Gemüse.
Samstags ist Bauernmarkt unten am Hafen. Der Markt ist nicht sehr groß, das Warenangebot dafür umso schöner.
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Die Fischhändler haben blitzsaubere kleine und größere Läden, und auch die Metzgereien, man unterscheidet zwischen Fleisch und Wurst, sind picobello.
Wem das zu aufwendig ist, kann auch im Supermarkt kaufen. Viele Supermärkte haben ein Fleischabteilung, sowie Wurst und Käse.
Im Discounter (hier LIDL) gibt es ebenfalls eine gute Auswahl an Fisch und Fleisch.
Das tolle am Lidl ist, es gibt sehr viele uns bekannte Artikel, aber auch griechische Waren findet man hier. Günstig ist es obendrein. Besonders zu erwähnen ist der fette 10% ige Joghurt im 500gr Eimer und der köstliche Feta. Sehr lecker, sehr günstig.

Den Leckereien vom Grill und aus dem Ofen widme ich den einen oder anderen eigenen Post.
….to be continued…..

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