Kalbs-Ossobuco aus dem Dutch Oven

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Ja, das Wetter war am Wochenende  richtig schlecht. Es wechselte sich Fisselregen mit kräftigen Schauern ab, es wehte ein fieser Wind und es wurde den ganzen Tag nicht richtig hell. Also musste ein Ausgleich her.

Und was lag näher, als sich mit Essen und seiner Zubereitung zu beschäftigen.

„Heute, bei DEM Wetter willst du das draussen machen?“ Die ungläubige Frage meines Mannes.
Ja, denn ich möchte heute Abend was Leckeres auf dem Teller haben.

Während mein Mann vom Sofa aus amüsiert beobachtete, habe ich das Wasser aus der Feuerschale gekippt und den Sonnenschirm aufgestellt.
Überhaupt kein Thema.

Das Aufwendigste an dem Gericht ist echt die Schibbelei des Gemüses. Ansonsten musst du wenig tun.

Zutaten:
* Sellerie (1/4)
* Karotten (2)
* Lauch (1 Stange)
* Rosmarin (1 Zweig)
* Knoblauch ( 3 Zehen)
* Öl
* Tomatenmark (1 EL)
* Brühe (2 Gläser)
* Rotwein (3/4 Flasche)
* Salz und Pfeffer
* 2x Kalbs – Beinscheiben (Produkt der VanDrie Group im Zuge des Meat Lovers Event, Blogger Café by Seidl)

Kleiner Hinweis zu den Beinscheiben: die sind nicht allzu groß, man sieht es auf dem Tellerfoto. Die Menge gegebenenfalls anpassen!

Sellerie und Karotten in kleine Würfel schneiden, den Lauch in sehr feine Ringe. Das dauert am Längsten.

Den Anzündkamin vorbereiten. Ich habe 20 KOKOKO Eggs von McBrikett benutzt. Bei diesen widrigen Witterungsbedingungen brauchst du zuverlässige Kohlen, die nicht beim kleinsten Windzug aus gehen! Da zahlt sich Qualität aus!
Das Durchglühen dauerte ca 25-30min.

10 Kohlen untern den Dopf packen, Öl erhitzen und das Ossobuco mit dem Rosmarin von beiden Seiten anbraten und anschließend beiseite packen.

Dann das Gemüse anschwitzen. 1 EL Tomatenmark mit anrösten und dann mit einem Glas Brühe und einem ordentlichen Schuss Rotwein ablöschen.

Das Fleisch einlegen und den Dutch Oven schließen. Die restlichen Kohlen auflegen und abwarten.

Die Hitze der Kohlen war vielleicht etwas zu stark, ich musste nochmal Brühe und Rotwein nachkippen.
Nach 2 Stunden waren die Beinscheiben fertig.
Das Fleisch aus der Soße nehmen und die Soße durch ein Sieb geben.

Die Soße musste nicht mehr abgeschmeckt werden, ich habe lediglich ein Stück Butter zugegeben. Die war einfach nur WOW!

Als Beilage hatten wir Klöße und Rotkohl. Ich gebe zu, dass ich beim Rotkohl auf ein fertiges Produkt zurückgegriffen habe und finde das völlig ok.

Es war köstlich.
Um den Rest Soße werden wir uns heute Abend vermutlich prügeln……

Zypern – eine Urlaubsempfehlung

Jetzt hat das Jahr gerade mal angefangen und ich komme mit Urlaub um die Ecke….. ja klar! Man kann nie früh genug anfangen zu Träumen und zu Planen. Und mal ehrlich, wenn du aus dem Fenster guckst, könntest du doch sofort die Koffer packen, oder?

Vielleicht ist meine (wirklich) kleine und knapp gefasste Zusammenfassung ja eine Inspiration für dich. Wenn du Fragen hast, kontaktiere mich.

Im letzten Jahr waren wir für einen Urlaub im Frühsommer irgendwie spät dran. Die Suche nach einem Ziel zog sich.  Und so war es schon Juni, als wir starteten. Das sind gut 4 Wochen später als üblich gewesen. Du sagst jetzt, ja und? Normalerweise ziemlich gute Reisezeit, wenn du aber nach Zypern willst, dann ist Juni schon ziemlich anstrengend.

Fangen wir mal von vorne an.

Warum Zypern?
Schon hin und wieder mal gehört, schöne Bilder gesehen, Reiseberichte von Bekannten verfolgt und letztendlich irgendwie mit Griechenland verbandelt. Das machte uns neugierig.
Ich sage das ganz bewusst so, denn Zypern ist ein ganz eigenes Land mit ganz eigenen Bräuchen und Traditionen. Es wird zwar im griechischen Teil griechisch gesprochen, ist aber mit dem übrigen Griechenland nur in Fragmenten zu vergleichen.
Über den türkischen Teil kann ich nicht viel sagen. Wir waren in Nikosia kurz im türkischen Teil, dazu später mehr.

Wie kommt man hin?
Zypern ist leicht erreichbar. Es gibt zahllose Angebote für Pauschalreisende.
Für Individualreisende gibt es auch hier relativ einfach und ohne große Planung schöne Angebote, denn fast alle Flughäfen bieten Flüge an.
Der Flughafen Larnaca ist der angeflogene Airport.
Dort findet man auch die Autovermietungen. Es empfiehlt sich schon von zu Hause aus den Wagen zu bestellen. Die Abfertigung geht dann recht zügig.
Kleiner Tipp am Rande, nehmt euch Zeit, das Auto vorort kennen zu lernen und zeigt Mängel sofort an. Wir hatten das Problem, dass bei unserem Auto die Airbag-Leuchte permanent brannte. Das Auto wurde gewechselt und wir bekamen eine weitere Gurke. Das Getriebe hatte die besten Zeiten hinter sich, hielt aber für die Dauer des Urlaubs. Die Gänge 1-3 waren Glücksache und wurde jedes Mal von einem beherzten Krachen begleitet. Wir hatten dann einfach auch keine Lust mehr, wieder die 70km von unserem Ort zum Flughafen zu fahren und erneut zu Tauschen.

Wo hin?
Zypern ist relativ groß. Die Entfernung kann man leicht unterschätzen.
Es gibt einen großen Gebirgszug der sich über die Insel zieht. Ausserdem ist Zypern zweigeteilt. In den türkischen Teil kommst du mit den im griechischen Teil gemieteten Autos nicht, nur per Bus oder zu Fuss in Nikosia.
Man kann auch im türkischen Teil Urlaub buchen, dazu kann ich aber keine Angaben machen. Angeblich sind die schönsten Strände im türkischen Teil…..mag sein.
Die Küstenlinie im Süden ist gut 250km lang.
Die Autobahnen sind sehr gut ausgebaut, es gibt auch sehr gut befestigte Strassen Richtung Hinterland, man findet aber auch richtig kleine Strassen zu verschlafenen Dörfern. Alles in allem ist der Strassenzustand gut bis sehr gut, du kommst überall problemlos hin.

Die Touristenzentren liegen zumeist an der Küste. Dort wo es tolle Strände gibt, sind auch sehr viele Bettenburgen zu finden. Die Städte ähneln schnell dem, was man aus allen Touri-Städten kennt: Restaurants, Kneipen, Läden, Trubel, Nachtleben, viele Menschen und Lärm.
Es geht auch viel beschaulicher und ruhiger, wenn man etwas abseits der Piste guckt. Dass die Anfahrt zum nächsten Strand etwas weiter sein könnte kann muss man in Kauf nehmen. Letztendlich ist vom Luxusurlaub bis zum Individualurlaub in privaten Unterkünften alles möglich.
Wir, zum Beispiel, buchen gerne über FeWo.direkt und hatten bislang immer Glück gehabt. Das Schöne ist, man kann ganz gezielt die Ausstattung der Unterkünfte und die Lage selbst wählen und die Webseite spuckt passende Ergebnisse aus.
Bei uns ist das Hauptkriterium immer eine Terrasse mit Grill und mein Mann besteht auf WLAN.

Bevor ich das vergesse, auf Zypern herrscht Linksverkehr, ein Überbleibsel der Briten. Das stellt einen gerade auf den ersten Kilometern vor so manches Problem. Es heisst sich konzentrieren…….links abbiegen kleine Kurve, rechts abbiegen große Kurve.

Was gibt´s zu sehen ?
Kulturell hat Zypern jede Menge zu bieten. Es gibt zahllose Ausgrabungsstätten die die Geschichte Zyperns erzählen. Sagen und Geschichten ranken sich um Plätze wie zum Beispiel die Stelle, an der Aphrodite dem Meer entstiegen sein soll.

Hier hätte ich schon den ersten Tipp: folgt man dem Strand, der Strasse in westlicher Richtung, hat man kilometerlang den Strand für sich. Das Auto lässt man oben an der Strasse stehen und geht (mit festem Schuhwerk) über einen schmalen Pfad zum Strand.

Auch wenn man es nicht glauben mag, zu den größeren Städten, die sich  (bis auf Nikosia) immer am Strand oder Strandnähe befinden, gibt es sehr gepflegte Bademöglichkeiten. Das hat uns erstaunt.
Leider guckt man in Limassol direkt auf eine Bohrinsel…… naja, das Wasser ist trotzdem sauber.

Die Städte haben ihr ganz eigenes Flair. Historische Häuser aus der Kolonialzeit und allerlei hübsche Bauten wechseln sich mit modernem   Baustil ab. Es gibt unglaublich viele nette Cafés und Restaurants. Auch shoppen kann man prima. Uns hat Limassol sehr gut gefallen.
Passt aber auf, wo ihr parkt, die Parkplätze sind limitiert. Es empfiehlt sich entweder ausserhalb zu parken oder die bezahlten Parkplätze aufzusuchen.

An den Stränden findet man immer auch die „Malle“ Atmosphäre, was wir echt blöd finden. Körper an Körper, Restaurants, Fast Food Läden, laute Musik, der Geruch von Sonnenöl und plärrende Blagen.
Ganz furchtbar war Agia Napa, ganz im Osten. Interessant, dass gleich hinter der Stadtgrenze ein ganz anderes Bild auf dich wartet.
Tipp: der Fotospot „Love Bridge“. Eine von Wasser und Wind geformte Naturbrücke. Der Zugang ist etwas beschwerlich und sollte nicht gerade in Flip Flops begangen werden. Wenn nicht gerade ein Schwung Touristen die gleiche Idee hat, ist man da mitunter ganz alleine…..so isses uns passiert.

Tipp2: Gleich gegenüber der Love Bridge ist ein irre schöner Skulpturen-Garten. Meine Empfehlung lautet, gegen Abend da mal hin zu gehen. Dann ist das Licht sensationell.

Nikosia, die geteilte Stadt in griechischen und türkischen Teil, ist sehenswert.
Es gibt einen tollen Bauernmarkt (Costanza Bastion, großer Parkplatz in der Nähe) an der Stadtmauer, der alleine schon wegen seinem  Angebot an Obst und Gemüse wert ist zu besuchen. Es gibt aber noch weit mehr. Grünpflanzen, Honig, Blumen, Haushaltswaren etc…..
Die Stadt innerhalb der Stadtbefestigung ist das eigentliche Schmuckstück. Zu Fuß lassen sich die Gassen super erkunden. Viele Kirchen und Moscheen, historische Bauten, der Erzbischofspalast und vieles mehr kann man besichtigen. Es lohnt sich einen Reiseführer zur Hand zu haben.
Der Grenzübertritt in den türkischen Teil ist an einigen Stellen (Ledras) und nur zu Fuss möglich. Die Kontrolle der Pässe und Ausweise ist, meiner Meinung nach, total überzogen…..erst die Zyprioten, dann die Türken, und zurück wieder die Türken und nochmal die Zyprioten. Das dauert.
Uns hat der türkische Teil nicht so dolle gefallen. Wir mögen die gefakten Klamotten und den ganzen Plunder nicht. Mitnehmen darfste das Zeug eh nicht….. die Moscheen sind ganz schick, in die wenigsten darfste als Frau rein, also auch den Haken dran. Wir waren ganz schnell wieder zurück.

Bei knapp 40 Grad und brennender Sonne war der Ausflug etwas anstrengend.  Also zu Sommerferienzeit würde ich mich nur in den Abendstunden dort wieder hin wagen, wenn überhaupt.
Drei Tipps habe ich direkt parat:
Tipp 1:
Einen fantastischen Blick auf die Stadt, hat man vom Shacolas Tower. Du musst nicht ins Museum gehen und Geld für den Ausblick bezahlen (seitdenn du bist kulturell ambitionierter unterwegs als wir). Gehe einfach ein Stockwerk tiefer zu den Toiletten. Von dort aus ist die Aussicht gratis.

Tipp 2:
Hinter der Faneromenis Kirche gibt es ein kleines Restaurant, das Mattheos, in dem man die echte Mama Küche genießen kann. Kein stylisches Schischi, nein, ehrliche frische und deftige Küche. Wir haben es geliebt. Das ist genau unser Ding. Englisch sprach nur die Tochter ein wenig. Mit Händen und Füßen haben wir uns verständigt und das war echt nett. Den Kaffee und ein Stück Kuchen gab´s auf´s Haus. Echt super!

Tipp 3:
Dann hat´s da die Weaving Mill, quasi eine Art Bücherei. Eine Bücherei nicht im herkömmlichen Sinne. Es ist ein großer Raum auf zwei Ebenen, der voll ist mit Büchern aller Couleur. Vom Kinderbuch bis zum wissenschaftlichen Fachbuch findet man dort alles. An bequemen aus allen Epochen zusammengewürfelten Sitzgruppen kann man sitzen und so lange in den Büchern stöbern wie man Lust hat. Eine kleine Selbstbedienungstheke sorgt für kühle Getränke oder auch Kaffeespezialitäten und kleine Kuchen. Hier treffen sich die Studenten zum Lernen, Künstler oder die Menschen einfach so zum Austausch. Sehr, sehr coole entspannte Atmosphäre.

Für Wanderer ist das Troodos Gebirge bestens geeignet.
Sehr gute Wanderwege und ein Visitor Center vermitteln dem Besucher die Schönheiten und Besonderheiten von Fauna und Flora. Im Hochsommer ist es hier immer knapp 10 Grad kühler als an der Küste.
Bemerkenswert, skurril und abgefahren ist die Tatsache, dass es oben auf dem Berg einen Skilift gibt. Ja, du hast richtig gelesen, im Winter kannst du morgens Skifahren und mittags Baden gehen. Dazwischen liegen nur knapp 100km.

Tipp: Wenn man Richtung Troodos fährt, kommt man an einigen Wasserfällen vorbei. Wir waren am Restaurant Green Valley (Strasse Nr 88). Das ist ein Privatgelände. Der Besitzer hat ganz liebevoll einen Trail zu den Wasserfällen angelegt. Ein richtig tolles Erlebnis und man ist meist ganz allein da. Das kühle Wasser ist eine Wohltat. Der Besitzer hat uns dann noch Pflaumen geschenkt. Super nett.


Auf dem Weg in die Berge kannst du viele kleine Orte besuchen, in denen jeder zweite ein eigenes Weingut besitzt. Weinproben könne vereinbart werden.
Etwas weiter Richtung Gebirge, auch auf der gleichen Strasse kommt man an den Start des Caledonian Falls Trail. Ausgewiesen als einfach zu laufen, für Kinder geeignet. Wie man sich doch irren kann.
Tatsächlich sind uns „Wanderer“ in FlipFlops und Kindern auf dem Arm begegnet. Im Nachhinein kann ich nur sagen, der Weg ist anspruchsvoll. Festes Schuhwerk ist ein absolutes MUSS. Und jeder Depp, der uns in FlipFlops begegnet ist, dem hätte ich gut und gerne einen Stock nachgeworfen. Unverantwortlich.
Die Wasserfälle waren super schön.

Das Klima
Die beste Reisezeit für uns ist eindeutig der Frühling und der Herbst. Dann sind die Luft- und Wassertemperaturen angenehm.
Im Sommer möchte ich meine Zeit dort nicht verbringen. Viel zu heiss, gerade dann, wenn man kein Strandlieger ist und lieber auf der Insel unterwegs sein möchte.
Im Winter fällt die Temperatur wohl auch nur selten unter 15Grad, was es für Langzeittouristen und Rentner interessant macht.

Die Menschen
Herzlich sind die Menschen hier wie in Griechenland.
Trotzdem haben wir markante Unterschiede festgestellt.
Im übrigen Griechenland freut sich jeder, wenn du ein paar Brocken griechisch sprichst und zumindest dein Essen in griechisch bestellen kannst.
Auf Zypern nimmt man es kaum zu Kenntnis und steigt sofort um auf Englisch. Die meisten sprechen sehr gut Englisch was die Konversation zwar vereinfacht aber leider den Charakter der griechischen Zyprioten vermissen lässt. Es kommt ganz häufig unhöflich rüber, man ist immer irgendwie gestresst.
Wir hatten netten Kontakt mit einer jungen Frau, die als Feuerwehrfrau in Limassol arbeitet und in ihrer Freizeit das Café ihrer Familie in den Bergen betreibt. Mit ihr haben wir sehr lange und ausführlich gesprochen. Der Grund für das Englisch sprechen ist, dass man es den Touristen einfach machen möchte. Naja. So richtig glauben kann ich´s nicht, weil ja doch auch der Ton die Musik macht.
Aber wie sagt man so schön “ wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus“.

Wir haben auf jeden Fall etwas zu Essen bekommen obwohl es kein Restaurant sondern nur ein Café war. Mama und Tochter haben uns mal eben eine Meze-Platte gezaubert mit allerlei  Spezialitäten der Insel. Das fanden wir super. So haben wir 2,5h am Rande des Kirchplatzes im Schatten gesessen und das Leben an uns vorbei ziehen lassen. Das sind so die kleinen Erlebnisse, die für uns den besonderen Flair eines gelungenen Urlaubs ausmachen.

In Limassol durften wir den Koch eines sehr angesehenen Restaurants kennenlernen, der uns den ganzen Abend ganz liebevoll betreut hat. Er hat sich Zeit genommen die einzelnen Gänge zu erklären, uns kennen zu lernen, etwas Smalltalk, Weinberatung und letztendlich fragte er uns, ob er ein Foto mit uns machen dürfte (und nicht umgekehrt)……. hach, sooooo nett.
In Limassol in Ta Piatakia? Immer und immer wieder!!!! Danke Roddy Damalis!

Fazit:
Zypern? Gerne wieder! Anfang April/Mai oder erst wieder Ende September, sehr gerne. Ansonsten isses einfach sehr warm.
Einen anderen Ort als Pentakomo würden wir auswählen, jetzt nachdem wir auf der Insel unterwegs waren.
Ansonsten gibt´s nix zu meckern.


Ganz kleiner Rückblick auf 2018

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Was war im vergangenen Jahr top?
Vielleicht inspiriert dich das für dieses Jahr.
Viel zu oft sind wir unzufrieden. Dabei sind es oft die kleinen Dinge, die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Sei glücklich!

Reise / Travel
* Externsteine, D
* Haarlem / NL
* Bloemendal, NL
* Skiathos, GR
* Zypern, CY

Veranstaltungen / Events
* Petromax Opening, Magdeburg
* Bloggerreise Kikkoman, Food Professionals
* Blogger Café by Seidl, Meat Lovers, Essen
* BBQ Opening, Grill Doch Mal, Haus Habsberg
* BBQ DGM, Fulda
* Booklaunching „School of Baking“, Andrea Stolzenberger
* Spoga, Köln
* Grillparty Ehrenfeld, Köln
* Moesta Opening, Löhne

Bücher / Books
…die Zeit zum Lesen war wirklich knapp, deshalb beschränke ich meine Liste auf, wie könnte es anders sein, Kochbücher…
* My CY, Roddy Damalis, CY
* My little Plates, Roddy Damalis, CY
* Salz, Fett, Säure, Hitze, Samin Nosrat, D
* School of Baking, Andrea Stolzenberger, D

Essen + Trinken / Eat & Drink
(nur die wirklich herausragenden Erlebnisse, es gab weiteres wunderbares Futter und Getränke,  die Liste würde allerdings zu lang werden)
* Ta Piatakia, Limassol
* Müller´s auf der RÜ
* No more Rice, Dortmund
* Brownie´s and Downie´s, Leeuwarden
* Jopen Kerk, Haarlem
* Tap Zuid, Amsterdam
* Food Hallen, Amsterdam
* Gin Fish, Skiathos, GR
* Marmita, Skiathos, GR

Freizeit & Kultur / Off Time & Culture
* Externsteine, Teutoburger Wald
* Kino: Mamma Mia, Here we go again
* Charles Dickens Kerstmarkt, Leeuwarden
* jeder einzelne Besuch in Berg

DIY
* Tomatenhaus
* Kellergang und Beleuchtung
* Vorgarten
* Gartenzaun
* Kaffeekannenregal

wow  und   bewegend
* cooler neuer Job, krasse Kollegen (mit Grill)
* wir durften den wunderbaren Roddy Damalis kennenlernen was uns gleichermaßen umgehauen und für weitere Rezeptentwicklungen inspiriert hat.
* das Jahr hat uns gezeigt welch wunderbare Familie die BBQ Gemeinschaft ist. Wir haben tolle Leute wieder getroffen, viel gelacht und neue Leute kennen gelernt.
* kleine Momente mit meinem Neffen, der viel zu schnell groß wird, herzerwärmend.
* große Wunder, die das Leben unserer Freunde komplett aus den Fugen geraten lassen, in jeglicher Hinsicht.
* mein Blog, Danke für so viel positives Feedback und für´s Begleiten.

Und natürlich gab es viele kleine Geschichten zwischendurch.
Wir haben viel gelacht und Quatsch gemacht, alles mit Familie und Freunden, vielen Bekannten, Kollegen und auch Zufallsbekanntschaften.
Für das Jahr 2019 wünschen wir uns wenig. Soll alles bleiben wie es ist!
Fühlt euch gedrückt!

Das Bete-Käse…… Ding

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Puh, wie beschreibe ich das heutige Rezept?
Auf jeden Fall vegetarisch!
Ich erkläre kurz, was ich im Kühlschrank hatte und was ich damit angestellt habe. Es handelt sich immer noch um Reste von den Feiertagen……
* gelbe Bete
* weiße/rosa Bete
* Stilton
* Feta
Nicht aus dem Kühlschrank:
* Zwiebeln
* Kartoffeln
Aus dem Garten:
* Rosmarin
* Thymian
…und weiter noch:
* Öl
* Salz und Pfeffer

unscheinbare Kugeln

Ein Auflauf ist es eigentlich nicht. Eher eine Gemüsebeilage mit Hauptspeisencharakter. Ich höre den Aufschrei “ Wo ist das Fleisch!“
Mein Mann wird irritiert fragen: “ Und was gibt´s dazu?“
Heute mal ohne! Du kannst das aber genauso gut zum Steak oder Hühnchen essen.
Ich bin folgendermaßen vorgegangen.
Die Bete, Kartoffeln und Zwiebeln habe ich geschält und in ca 2-3mm dicke Scheiben geschnitten.

Die Form wurde mit etwas Öl eingefettet, dann die Scheiben abwechselnd voreinander gestellt. Sah schonmal cool aus.

Dann mit Salz und Pfeffer würzen und den Thymian und die Rosmarinnadeln abzupfen.
Zum Schluß den Käse darüber verteilen.
Ich habe zwei Versionen gemacht, einmal mit würzigem reifem Stilton, einmal mit cremigem Feta.

Die Formen wurden geschlossen (Deckel oder Alufolie). Und auf dem Kamado bei indirekter Hitze bei 180 bis 200 Grad gegart (ca 45min)  Zum Schluss den Deckel nochmal entfernen und den Käse schön schmelzen und bräunen lassen (weitere 10min).

Das war echt lecker! Leider ist der Stilton komplett zerlaufen und hat sich am Boden als knusprige Schicht abgesetzt….ließ sich nicht wirklich einfach so abkratzen……schade. Vorgestellt hatte ich mir eine Haube aus Käse…… nun ja.
Umso besser lief es mit dem Feta. Der feine Salzgehalt bietet einen schönen Kontrast zu den süßen Beten und der Zwiebel.

Also ganz klar, Feta muss es sein!
Das nächste mal kommt noch Oregano und Oliven mit dazu. Das ist dann der absolute Burner und passt prima.

Zur Menge: ohne weitere Beilage war die Menge für 2 Personen schon fast knapp. Daran merkt man, dass wir Fleischfresser sind. Also als Hauptspeise darfs etwas mehr sein!

Randbemerkung:
Für den Kamado habe ich KOKOKO long (Reste vom Entenbrusträuchern) wieder angefeuert. Ich schätze, das waren 4-6 halbe. Das kann man mit den Kohlen problemlos machen, ausgehen lassen (ersticken/löschen) und wieder neu anfeuern. –> Qualität von McBrikett
Im Kamado (von barbacoa.PRO) habe ich mit dem Deflektorstone und der ersten Ebene gearbeitet.

Die schöne gusseiserne Form ist die kleine Kastenform mit Deckel von Petromax (zu klein für diese Portion!!!!), ich musste für den Rest noch so ne pisselige Keramikform hernehmen, weil ich nur eine Lage stapeln wollte..

Geräucherte Entenbrust

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Geräucherte Entenbrust geht immer.
Lauwarm oder kalt, dünn aufgeschnitten, mit Knödeln und Rotkohl, oder als Snack auf einem Stück geröstetem Brot, zum Frühstück, zwischendurch oder wann einem auch immer danach gelüstet….ein Gedicht.
Wie man sie abwürzt kann der Jahreszeit angepasst werden.
Wir haben zwei Entenbrüste besorgt und den beiden jeweils eine andere Geschmacksnote verpasst (eine im klassischen Stil und eine mit weihnachtlich fruchtiger Note).

Da das Fleisch in unserem Fall gepökelt wird, benötigt das Rezept etwas Vorlauf. Man sollte etwa eine Woche rechnen.

Zur Vorgehensweise:

1. Schritt ist die Vorbereitung für das Pökeln mit Pökelsalz und den Gewürzen

Das Pökelsalz bekommt man beim Metzger, online oder im Großhandel.
Im Großhandel gibt es das Salz leider nur in sehr großen Gebinden……tut euch mit ein paar Leuten zusammen, dann ist das die günstigste Alternative. Wir haben aus Zeitgründen beim Metzger was geholt…… besser gesagt, wir haben jetzt gefühlt eine finanzielle Beteiligung an der Metzgerei (war schweineteuer). Egal, man benötigt ja nicht wirklich große Mengen an Salz.
Zuerst die Entenbrust / Entenbrüste auswiegen. Man rechnet pro Kilogramm etwa 30 g Pökelsalz.
Dann stellt man seine Würzmischungen her und vermischt sie mit dem Salz. Die Entenbrust wird rumherum gleichmässig mit der Salz-Gewürzmischung eingerieben.
Anschließend wird die Entenbrust einvakuumiert. Jetzt beginnt das Pökeln.

Hier unsere Gewürzmischungen:
Classic
* ca 15g brauner Zucker
* 1 TL Koriandersaat (gemörsert)
* 1/2TL Ingwerpulver
* 1 TL Oregano
* 1 TL Pfeffermischung (gemörsert)

Xmas
* 1 TL Orangenpfeffer
* 1/2TL Tellycherrypfeffer
* 1 TL Koriandersaat (gemörsert)
* 15g brauner Zucker
* 1/2 TL Nelken (gemörsert)
* 4 Pimentkörner (gemörsert)
* 4 Wacholderkörner (gemörsert)
* 4 TL Glühweingewürz (Spicebar)
* Oregano

2. Schritt der Pökelvorgang, Dauer 6 Tage im Kühlschrank

3. Schritt, das Durchbrennen
Nach dem Pökeln wird die Entenbrust aus dem Vakuumbeutel genommen und abgewaschen. Das gesamte Salz muss runter. Aber Achtung, die Entenbrust darf nicht gewässert werden!
Nach dem Abwaschen trocken tupfen und auf einem Rost über einer Schale im Kühlschrank 2 Tage liegen lassen. Jetzt wird sich das Salz gleichmässig im Fleisch verteilen.

4. Schritt, das Heißräuchern
Wir haben dafür den Kamado von barbacoa.PRO benutzt, die KOKOKO long von Mc. Brikett und Mandel-Räucherholz von Smokey Olive Wood.

Zuerst den Kamado auf 100°C einregeln. Dafür benötigt man den Deflektor Stein, denn das Heißräuchern passiert bei indirekter Hitze.

Im Anzündkamin hatten wir 5 halbe KOKOKOs, im Kamado nochmal 7-8 halbe.

Die Mandelholz-Chunks wurden gewässert und dann der glühenden Kohle begegeben.
Die Entenbrust wird mit einem Thermometer versehen und soll eine Kerntemperatur von 75°C erreichen.

Nach ca 3,5h war es soweit, der Deckel wurde geöffnet……wow!
Was für ein Duft!

Saftig, butterzart mit feiner rauchiger Note. Die verschiedenen Würzungen sind zu erkennen. Die Ente zergeht auf der Zunge. Das hat sich definitiv gelohnt!

Dank bester Zutaten und fabelhaftem Zubehör und Equipment war es ganz einfach diesen Gaumenschmaus auf den Teller zu bringen!
Danke!

Kartoffelsalat und Würstchen

Kartoffelsalat ist DER Klassiker. Es gibt unzählige Rezepte und Vorschläge, wie man ihn auf´s nächste Level heben kann.
Ganz ehrlich, so geil auch die meisten Rezepte sind, wenn ich Kartoffelsalat mache, dann ganz klassisch ohne Ferz (hessisch) und Feuerstein.

Perfekt an Weihnachten und auch für Silvester.

Zutaten: (die Mengen lassen sich frei wählen und nach Gusto anpassen)

* vorwiegend festkochende Kartoffeln, geschält und vorgekocht
* Zwiebeln, klein gewürfelt
* Gewürzgurken, gewürfelt
* mittelscharfer Senf
* Petersilie, gehackt
* Sud der Gewürzgurken
* Apfelessig
* Salz, Pfeffer
* Olivenöl
* Baconwürfel

Der Salat lässt sich wunderbar vorbereiten. Am besten schmeckt er, wenn er über Nacht durchgezogen ist.

Kartoffeln schälen und in Salzwasser vorkochen.
Etwas auskühlen lassen, dann in Scheiben schneiden.
Für die Marinade die Zwiebeln glasig dünsten.

Dann die Gurken dazu geben und mit dem Sud ablöschen.

Den Senf einrühren, mit Salz (darf reichlich sein, die Kartoffeln fressen das Salz) und Pfeffer würzen. Noch einen Schuss Apfelessig und etwas Olivenöl dazugeben, die Petersilie …. fertig.

Das noch heiße Dressing über die Kartoffeln geben und verrühren.
Wer möchte, kann noch separat Baconwürfel knusprig auslassen und vor dem Servieren darüber streuen.

Am besten schmeckt der Kartoffelsalat, wenn er nicht direkt aus dem Kühlschrank kommt. Sehr gut ist auch eine lauwarme Version.
Dazu reichen wir traditionell Bockwurst. Aber auch Frikadellen oder ein knuspriges Schnitzel ist eine tolle Ergänzung!


Must Have – oder unnütze Ausgabe?

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Wieder ist  ein Jahr (so gut wie) vorbei, die Zeit ist unglaublich schnell vergangen, viel gesehen, viel erlebt.

Das kennt jeder, du siehst was und musst es haben. Ganz schnell stellt sich raus, dass es leider nur ein weiteres Teil sein wird, welches ganz hinten im Schrank ein eher trauriges Leben führen wird. Aus „Boah wie geil“ wird eben ein „hab ich irgendwo im Keller“.
Es gibt auch Ausnahmen. Anschaffungen, die du gerne benutzt, die für dich immer wieder ein Gefühl von Selbstverständlichkeit hervorrufen, die du in deinen Alltag integrierst ohne darüber groß nachzudenken.Wenn ich mal so resumiere, dann kann ich mal eine kurze Liste mit Dingen  zusammenstellen, die sich als äußerst nützlich erwiesen haben.
Man könnte sie als wirkliche „must haves“ benennen.
Ich gebe aber auch zu, das muss jeder für sich selbst entscheiden, das ist ja jetzt auch meine Liste.

Kaffeemühle
Ich hab mal vor Jahren ganz rudimentär angefangen und altmodisch den Kaffee von Hand gebrüht. So mit altem Melitta Keramikfilter von Omma und so.

Über die Jahre hat sich am Verfahren zwar nix geändert, aber wohl das Equipment.
Normalen Filterkaffee von Hand zu brühen veredelt den Kaffee geschmacklich schon enorm. Kaufst man jedoch Kaffeebohnen im Fachhandel und mahlt diese, ist das schon wieder eine ganz andere Geschmacksebene.
Angefangen mit einer altertümlichen kleinen Krups Schlagwerkmühle (auch von Omma) klappte das über viele Jahre ganz gut.
Dann kaufst du aber auch Kaffeespezialitäten und das alte Schätzchen lieferte einfach nicht mehr das optimale Ergebnis.
Ja klar, man hat sich schon im Fachhandel mal die eine oder andere Kaffeemühle angeschaut. Ein Kegelmahlwerk ist super, keine Frage. Aber irgendwie haben wie die Anschaffung ewig herausgezögert.
Jetzt!!!! Endlich nennen wir eine vernünftige (und erschwingliche) Mühle unser Eigen.

Die Entscheidung fiel auf eine Baratza Encore mit Edelstahlmahlwerk und stufenloser Einstellung (40! sind möglich, von grob bis ganz fein) des Mahlgrades.
Es ist kein Highend Gerät für Profis aber für Einsteiger super geeignet.
Ich bin total zufrieden. Die Bedienung ist simpel, lässt sich leicht reinigen und macht recht wenig Lärm. Daumen hoch!

Wasserkessel
Im Allgemeinen nimmst du einen Wasserkocher, befüllst ihn und wartest, bis das Wasser kocht. Dann startest du deinen Kaffee Brühvorgang. So hab ich das jahrelang gemacht, Kaffee war immer was Leckeres, ich dachte aber nie groß drüber nach
Ein Besuch in einer kleinen Rösterei brachte ganz neue Erkenntnisse. Die Temperatur des Wassers, die Kaffeemenge, das macht alles einen großen Unterschied im Ergebnis.
Also haben wir schlußendlich einen Wasserkessel mit Thermometer gekauft. Die Bedienung ist total einfach.

Kamado
Ein Keramikei zum Grillen…..ja klar. So ein riesen Ding, schwer und unhandlich…..nee, nicht in unserem Garten. 
Mein Mann ließ immer mal durchblicken, dass er sowas gerne hätte. Ich habe massiv dagegen gehalten, fand das unnütz.
Nun, ungewöhnliche Umstände führten zu einer tollen Zusammenarbeit mit der Firma barbacoa.pro und ja, jetzt steht das Ei im Garten.

Ich in ehrlich, vom ersten Tag an hab ich es geliebt. Es macht unglaublich viel Spaß damit zu Grillen, Garen und zu Smoken.
Ich würde es nur wirklich ungern wieder hergeben.

1 Minute Lighter
Bislang haben wir in Wachs getränkte Holzwolle oder die Bio Anzünder von McBrikett verwendet. 
Jetzt sind wir im Besitz eines Hochleistungsheißluftföhn 2000W / 600°C (ich glaube so kann man ihn beschreiben), der die Kohle in null komma nix zum Glühen bringt. Das geht hammer schnell.
Einziger Nachteil, das Ding ist elektrisch und demnach nicht für den Einsatz im Outback geeignet.
Ansonsten aber beide Daumen hoch!