Gehobene Landhausküche auf´m Dorf

Hochzeitstag, da darfs schon mal was Besonderes sein.
Wer hätte bei uns auf´m Dorf mitten im hessischen Outback vermutete, dass man mehr kriegt als Bratworscht unn Schnitzel……

„Der Löwe“ in Eidengesäß (jaja, ich weiß,  bescheuerter Name), warte, kommt noch besser, in Linsengericht, war schon immer eine bessere Adresse. Früher (so vor 30 Jahren oder länger) war es schon was Besonderes, da zum Essen hin zu gehen.

Über die Jahre hab ich das nicht mehr verfolgt, bis eine Kollegin vom Sonntagsbrunch schwärmte und dort auch mehrmals zum Abendessen dort war.
Warum nicht mal ausprobieren?
Tisch reserviert und los.
Parken im näheren Bereich des Restaurants? Fehlanzeige. Mitten im alten Dorfkern, direkt an der Hauptstraße , keine Chance.
Wir kurvten eine Weile um einen Platz für unser Auto zu finden. Egal.
Von außen sah das Restaurant gemütlich rustikal aus, kleiner Biergarten angeschlossen, ganz nett.
Und dann traten wir ein. Ich glaube, wir guckten beide ziemlich blöd aus der Wäsche. Wie sagt man so schön, das sah da aus wie die Omma unterm Arm. Sehr Landhaus, sehr rustikal, aber eher altmodisch, nicht, als hätte man das erst gestern so dekoriert. Hui, ok, dann erst mal einen Blick auf die Tische. Die waren schön eingedeckt, auch wenn man da mal nachbessern könnte, sollte, müsste…..

Die Bedienungen sehr freundlich, da gab´s nix zu meckern.
Jetzt saßen wir da und waren uns gar nicht mehr so sicher, ob das ne gute Entscheidung war. Es waren noch 3 Tische besetzt, und viel freie Kapazität. Im Verlauf des Abends kamen noch Gäste für 2 Tische …..
Vorsichtiger Blick auf die Teller der Nachbarn, sah gut aus, also mal die Karte kommen lassen.
Ich bin immer noch irritiert vom staubigen Putz an der Wand und dem ebenso angestaubten Ambiente.
Ein Gläschen Sekt vorweg mit Maikraut-Sirup, ja klar, zur Feier des Tages. Sehr lecker, selbstgemacht.blog212
Es wurde Brot mit einem Pöttchen Schmalz gereicht, für diese Region nicht unüblich, war lecker und das Brot wurde immer wieder aufgefüllt.
Die Speisekarte war nicht übermässig groß, war für uns ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass frisch gekocht wird. Für jeden Geschmack war aber auch was dabei.
Es folgte der „Gruß aus der Küche“: Eine Erbsenterrine auf Lachs, sehr lecker…..eigentlich.
Der Teller war viel zu kalt, was dem Mousse etwas den Geschmack nahm. Außerdem schmeckte es leicht nach Kühlhaus. Man hätte  es zum Lagern abdecken sollen.
Davon abgesehen schmeckte es gut. Ich fand die Farben sehr stimmig und Erbse und Lachs vertragen sich prima!
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Die Weinkarte war reichhaltig, man konnte allerdings nur deutsche Weine finden (oder ich hab was übersehen), was für uns nach dem Wochenende in Rüdesheim eher „naja“ war. Die Wahl fiel auf das südlichste, was wir orten konnten. Der Wein aber durchaus ok! Will ja nicht an allem mäkeln.
Wir entschieden uns für eine Vorspeise, die wir uns teilen wollten:
Spargel aus der Region in mehreren Varianten, als Spargelsüppchen im Weckglas, mariniert (köstliche Dressing mit Tomate), zweierlei Schinken, Ein Spargelmousse auf Tamezzini, knusprig frittiert mit Sauce Tartar.
Es war geschmacklich ausgewogen, schön kombiniert und sehr ansprechend angerichtet. Daumen hoch!
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Die Wahl der Hauptspeise fiel auf folgende Gerichte:
Seeteufel Medaillons an gerauchter weißer Petersiliensoße mit gehobelter Meerrettichspäne, auf Balsamico Linsen, Wirsingröllchen und gebutterten Kartoffeln.
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Von gerauchter Petersilie habe ich zwar nichts geschmeckt, aber die Sauce war ein Traum. Die Linsen wunderbar würzig, ein schöner Kontrast zu den feine Aromen von Fisch, Soße und Wirsing.  Den Meerrettich hätte ich vermutlich weg gelassen. Sehr schönes Gericht, Daumen hoch!

Ich hatte die Maispoularde mit knuspriger Haut, auf gebratenen Auberginen mit eine Limetten Knoblauch Soße, dazu Gnocci mit Tomate im italienischen Stil.
Auch hier war die Soße ein Traum, wenn ich die benannten Komponenten auch nicht wirklich rausschmecken konnte. Die Aubergine knusprig, die Haut der Poularde knusprig, die Poularde schön saftig, alles in allem eine tolle würzige Komposition von Aromen und schöne Texturen. Daumen hoch!
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So langsam war die Kapazität unserer Mägen am Limit. Ohne Dessert wollten wir allerdings nicht vom Hof reiten, zumal wir schon Teller bei den Nachbartischen gesehen hatten, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen ließen.
Wir entschieden uns wieder zu teilen und bestellten Erdbeer-Schokoladen Schnittchen, Mousse au Chocolate, weißem Schokolade Espuma, frischen Erdbeeren und Rum-Eis.
blog200Das Erdbeer-Schokoladen Schnittchen war eine dunkle Bisquitrolle mit Erdbeerfüllung. Hätte man das nicht auch so schreiben können?
Ansonsten schmeckte alles stimmig, war frisch und wie wir finden wunderschön angerichtet.
Jetzt noch ein Espresso und wir waren durch.
Über die Preise möchte ich mich nicht auslassen, das kann jeder für sich entscheiden.
Ich fand es ok, es war definitiv (für das Dorf) gehobene Küche, völlig ok. Das macht man eben dann auch nicht jedes Wochenende.
Uns hat es gefallen, wir kommen wieder!

Vielleicht fasst sich ja jemand mal ein Herz und schmeisst den alten Kram raus. Weniger ist manchmal mehr. Frische Farbe an die Wände und mit freundlicheren hellen Farben dekorieren….. auch das geht rustikal. Denn rustikal heißt nicht gleich, dunkel wie im Bärenpopo……
In diesem Sinne, schönen Tach noch!

 

Spieße vom Karussell….mit Drehwurm

Neues Spielzeug meines Mannes und natürlich hat es mit BBQ zu tun :0)
Da kam ein Paket an (der DHL Mann ist mit uns mittlerweile per Du), es klapperte, es war Metall drin….. mal reinschaun, was der Gatte so bestellt hat. Er war nicht anwesend und bat mich per Telefon das Paket zu öffnen…..nicht dass ihr denkt, ich mache einfach so die Post anderer auf.
Sah ganz schick aus, was da vor mir lag, nur wusste ich erst nicht, was es sein soll. Bei genauerem Hinsehen…..aha, ein Drehkarussell für Fleisch-Spieße zur Montage auf den elektrischen Drehspieß am Grill, cooles Teil, Bespaßung der toten Sau…..
Guckst du hier: click!
2,6kg Schweinenacken hatter angeschleppt, der Haushaltsvorstand. Es war ne Menge Fett dran, was ich zum Teil weg pariert habe (man muss es ja nicht übertreiben),  Fleisch in mundgerechte Stücke geschnitten und auf 2 Arten mariniert:

  1. griechisch, Souvlaki: nur mit Zitrone, Salz, Pfeffer, Oregano, Knoblauch und Olivenöl
  2. typisch deutsch, Schaschlik: Zwiebel, Salz, Pfeffer, Paprika, Sonnenblumenöl

Ein paar Stunden marinieren lassen, bevor die griechische Version ohne weitere Komponenten auf den Spieß gingen.
Das Schaschlikfleisch wurde abwechselnd mit Zwiebel und Paprika gespießt.
Schnelle Montage auf dem Drehspieß im Gasgrill, die Spieße einlegen und schon konnten sie fröhlich ihre Runden drehen.
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Die Hitze wurde indirekt an´s / auf´s  Grillgut gebracht, das heißt, direkt unter den Spießen war die Flamme aus, nur vorne und hinten waren die Brenner auf mittlerer Hitze an. Erklärung: Bei unserem Grillsportgerät sind die Brenner längs (hintereinander) angebracht, drei an der Zahl.
Ein wunderbares Bild, wie sich die Spieße so drehten. Es roch göttlich und nach kurzer Zeit waren sie auch schon fertig. Saftig, knusprig, ein Gedicht!
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Jetzt schnell die Fladen kurz heiß werden lassen, das Fleisch mit Hilfe des Fladens vom Spieß aus direkt auf/ in  den Fladen schieben, Tomate, Rucola und Joghurtsoße (angerührt aus Joghurt, etwas Frischkäse, Salz, Pfeffer, Frühlingszwiebelringe und geriebenem Knoblauch) dazu, einwickeln, Wrap fertig.
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Hammer lecker war´s! Riesen Sauerei und Kleckerei beim Essen aus der Hand, aber für was gibt´s Servietten.
Es bedarf keiner Highend Gewürzmischungen mit absonderlichen Namen und abstrusen Geschmacksrichtungen.
Ganz einfach nur Salz und Pfeffer, Paprika und Zitrone…… so wie früher, bevor der BBQ Hype Einzug hielt.
In diesem Sinne, keep it simple!

….das Gadget….weißte

shot_1blogDas isser! Zum Hochzeitstag von meinem Menne…… isser nich klasse?
Hach, da wird einem ganz warm ums Herz.
Und weil der Strauß so unglaublich schöne Farben hat, hab ich die Vorsatzlinsen ausprobiert, das Gadget für´s Handy, erinnerste dich?

Macht echt Spaß. Wenn man allerdings das Super-Makro benutzt, isses nötig, die Hand ganz ruhig aufzulegen. Besser noch, man benutzt ein Stativ.
Natürlich schlagen sich einige sicher vor Lachen auf die Schenkel, was für´n Käse, kauf dir ne anständige Kamera……
Hab ich! Das Monsterding will ich halt nicht immer mitschleifen. So!
Es ist definitiv eine Spielerei, aber eine sehr schöne. Für´n Urlaub Daumen hoch, ich freu mich drauf, Blütenträume zu „knipsen“.

Rüdesheim am Rhein – Schlafen im Faß und Touristenschubsen vom Feinsten

Rüdesheim am Rhein. Klar, Asbach, Rüdesheimer Kaffee, Wein, Alkohol wohin man guckt. Was fällt einem noch so dazu ein? Touristen! In der Hauptsache Touristen asiatischer Herkunft und ältere Personen (70+). Klischee oder Realität?
Zuerst einmal muss ich die Lanze für die Region brechen. Wunderschön, wildromantisch, puppige Dörfchen, Fachwerkhäuser, Blumen und Gemütlichkeit. Es ist wirklich so!
Es war bereits das zweite Mal, dass wir mit Freunden dort waren. Wir waren alle schon in Kindertagen mit unseren Eltern dort, rümpften im Jugendalter die Nase, und haben die Liebe zur Heimat jetzt wieder neu entdeckt.
Vor 2 Jahren hatten wir ein Event gebucht, da waren wir im Knast-Restaurant Essen. Guckst du hier: Bollesje. Aber das ist ein weiteres Thema.

Im TV lief irgendwann mal eine Reportage über ungewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten in Deutschland. Angepriesen wurde das Übernachten im Weinfass im Hotel Lindenwirt in Rüdesheim. Das fanden wir originell und haben uns wegen einem Termin erkundigt. Da es nur ganze 6 Weinfässer gibt, ist die Warteliste entsprechend lang (wenn man an einem Wochenende dort nächtigen möchte). Und so buchten wir fast ein ganzes Jahr im Voraus!

Jetzt war es endlich soweit, unser Ausflug stand bevor. Die ganze Woche hatte es geschüttet, es war kalt und der bange Blick fiel auf sämtliche Wetter Apps, die das Netz zu bieten hat. Aufatmen, für uns sah es zumindest für den Samstag bestens aus. Sonnenschein und um die 20 Grad, nicht schlecht.
Wir fuhren zu viert los und tatsächlich schien die Sonne den ganzen Tag über bei frühsommerlichen Temperaturen.
Der Lindenwirt, unsere Unterkunft, befand sich unmittelbar an der Drosselgasse. Zufahrt zum Parkplatz im Hof war kein Problem, man hatte uns schon einen Parkplatz reserviert, sehr ordentlich, gut organisiert.
Das Einchecken war schnell gemacht, die Zimmer waren allerdings so früh noch nicht fertig, was uns nichts ausmachte. Zur Übernachtung im Weinfass hatten wir noch mehrere Arrangements gebucht, die uns das überaus höfliche und nette Personal erklärte.
Dazu gehörten unter anderem die Berg- und Talfahrt mit der Seilbahn zum Niederwalddenkmal, eine Weinprobe in der Vinothek und abends ein 3 Gänge Menü im Restaurant Drosselmüller.

Wir waren früh dran und fuhren mit der Seilbahn hoch zum Niederwalddenkmal. Tolle Aussicht von da oben. Entsprechend dem schönen Wetter waren sehr viele Touristen unterwegs. Ein große Wanderung musste ausfallen, da unser Freund gesundheitlich angeschlagen war. Somit beschränkten wir den Ausflug ein Mittagessen im sich unterhalb des Denkmals befindlichen Restaurant und dem anschließenden Abstieg durch die Weinberge zurück nach Rüdesheim.
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Im Restaurant hatten wir Glück und ergatterten einen wunderschönen Tisch auf der Terrasse mit sensationellem Blick auf den Rhein. Die Speisekarte hatte allerlei deftige Leckereien zu bieten. Hessiche Käse Tapas waren genau das Richtige: Handkäs´mit Musik, Spundekäs´und Kräuter-Schafskäsecreme, serviert mit einer warmen Laugenstange, Gürkchen und Butter, sehr fein.
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Der Abstieg führte uns durch die Weinberge, was sehr schön war. Leider hatte das kalte Wetter der letzten Wochen den Reben arg zugesetzt. Die Vegetation hinkte deutlich hinterher.

Angekommen in Rüdesheim glich die Altstadt einem wimmelnden Ameisenhaufen. Touristen überall, Kitsch und Souvenirs, der Duft nach 4711, Rollatoren, Reiseführer, orientierungslose Touristen, es war echt krass.

Wir erinnerten uns daran, dass auf dem Marktplatz ein Pavillon stand, wo die Winzer ihre Weine ausschenkten. Das war unser Ziel. Angekommen, Pavillon zu. Kurzer Blick auf die Uhr, halb 2…..ok, also zurück ins Hotel (keine 3min zu Fuß),  Zimmerschlüssel holen, frisch machen, danach neue Versuch starten.

Wir holten also die Zimmerschlüssel und waren neugierig auf unser Quartier im Weinfass. Tür auf, auf den ersten Blick total niedlich, die Betten mit ihren rot-weiß karierten Bezügen rechts und links im Weinfass, in gut 1,20m Höhe (eben an der breitesten Stelle des Fasses). Erste Zweifel kamen auf, ob die Betten denn lang genug sind. Jetzt sind wir alle nicht die Größten bis max 1,75m…… und es wurde knapp.
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Nun gut, mal weiterschauen. An das Weinfass schloß sich ein weiterer Raum an, in dem sich eine große Sitzbank (vermutlich auch als Bett für größere Personen nutzbar), ein Schrank, ein kleiner Schreibtisch mit Sitzgelegenheit  an.
blog02Von dort aus ging es weiter ins Bad, was exorbitant groß war im Vergleich zum Fass und dem Rest. Voll ausgestattet mit Dusche, Waschtisch und WC, sehr modern, tiptop sauber, sehr ansprechend.
Ich persönlich war begeistert von den Details, mit denen die Räume liebevoll ausgestattet wurden. blog03Hinter der großen Sitzbank befand sich eine Wand aus rohen Brettern, die zusammen mit den verschiedenfarbigen Kissen einen schönen Kontrast bildete. Der Schrank war aus einfachen Fichtebrettern gefertigt und als Griff hatte man ein Stück Rebenholz angebracht. Sehr nette Idee. Die Sitzgelegenheit am kleinen Schreibtisch bestand aus einer Weinkiste, auf der ein rotes Sitzkissen lag.
Für mich ein sehr stimmiges Bild.

Wir starteten den mittlerweile dritten Versuch am Pavillon am Markt…… immer noch zu. Jetzt fragten wir in einem der umliegenden Geschäfte, ob der Stand denn überhaupt öffnen würde. Ja, würde er….. Wenn die Winzer Zeit haben, zwischen 14 und 16 Uhr….. ok,  also gingen wir noch eine Runde durch die Altstadt und hatten beim vierten Versuch Glück, der Stand hatte endlich geöffnet. Ein Tisch für 4 Personen war auch noch frei und so genossen wir in der Sonne sitzend und Weinchen schlürfend den Nachmittag bis zur Weinprobe.

GemäSONY DSCß dem Motto des Winzers Allendorf  „Save water, drink Riesling“ machten wir in modern, gemütlichem Ambiente unsere gebuchte Weinprobe. Es war sehr lustig und die Weine teilweise einfach Geschmacksache.SONY DSC

Unser Glück war, dass sich Weinprobe,  Restaurant und Unterkunft in unmittelbarer Nähe zueinander befanden, was es ungemein einfach machte, das eine oder andere Gläschen mehr zu trinken.
Im Restaurant hatte man bereits einen Tisch auf der Terrasse für uns reserviert. Zum Einstieg kredenzte man uns ein Gläschen Sekt, wobei uns nach einem einfachen Bier dürstete…….. nach so viel Wein musste erst mal ein Durstlöscher her :0)
Uns erwartete eine leckere rustikale Küche, die wie ich finde wirklich gut war.

Als Vorspeise gab es ein schöne cremige Spargelsuppe. Zur Hauptspeise wählten wir das Rumpsteak mit Kartoffelgratin, Pfeffersoße und grünen Bohnen.  Ausgezeichnet, geschmacklich gut  und das Fleisch schön zart. Fürs Dessert zogen wir um nach drinnen, draußen wurde es empfindlich kühl. Auf dem Dessertteller befand sich ein Schokotörtchen mit flüssigem Kern mit Sauerkirschen drumherum. Ein wirklich schönes und leckeres Menü, kann man gar nicht anders sagen.

Eigentlich wollte ich endlich mal einen richtigen Rüdesheimer Kaffee trinken. Am Nebentisch wurde 2 bestellt und die Zubereitung war schon alleine sehenswert, so richtig mit Anzünden und riesen Batzen Sahne…… auch will! Es ging aber nix mehr rein. Pappsatt haben wir uns zu unseren Fässern geschleppt und sind völlig erledigt auf die Pritschen gekrabbelt.
Ich mach´s kurz, die Nacht war der Horror. Die Betten zu schmal, man hatte ständig Angst raus zu fallen, was bedeutet hätte, du wärst aus der Nummer niemals unverletzt gekommen. Das Licht von draussen machte das Fass taghell, die Vögel waren so laut am zwitschern, wie man es sonst nur aus dem Camping Urlaub im Zelt kennt, wir haben kein Auge zu gemacht.
Das glorreiche Ergebnis war, dass wir bereits kurz nach 8 Uhr am Frühstückstisch saßen.
blog01Der Tag startete zwar mit geschundenen Knochen, aber mit einem super duper Frühstücksbuffet. Es gab alles was das Herz begehrt, sogar Sekt stand für die Gäste bereit. Sensationell lecker hergerichtet, mit viel Liebe dekoriert, Brötchen in Herzform, Kuchen, Wurst, Käse, Eier, Speck, Wurstsalat, Saft, Obst, Kaffeespezialitäten……. es war die wahre Pracht!
Da störte es auch keinen mehr, dass das Wetter mies war.

Unterm Strich hatten wir ein wunderschönes Wochenende, viel Glück mit dem Wetter, viel Spaß mit unseren Freunden und ganz lecker Essen.
Lindenwirt? Ja gerne, jederzeit, aber nie wieder im Faß!

 

Spargelcremesuppe mit Einlage

Ich glaube, so heißt das ganz altmodisch. Spargelstückchen und Zucchini sind drin.
Aber von vorne.
Jippieh, es ist Spargelzeit! Das nutzen wir sooft es geht und meistens gibbet Schnitzel, Spargel mit Hollandäs und Kartoffeln.
Dafür musst du den Spargel schälen und die Schalen zusammen mit dem Spargel kochen. Wenn der Spargel gar ist, entnehmen und die verbliebenen Schalen nochmal ordentlich auskochen.
Jetzt hat man schon das Wichtigste geschafft.

Für die Spargelcremesuppe:
– den Spargelfond (kalt), das war etwa smehr als ein Liter
– ein paar Stangen klein geschnitten für die Einlage
– 1 EL Butter
– 2-3 EL Mehl
– 1 Becher Sahne oder Cremefine
– Salz
– 1/2 Zucchini klein geschnitten als Einlage
– Garnitur Petersilie und etwas Pfeffer

Im Topf die Butter schmelzen, dann das Mehl dazugeben und anrösten lassen. Nach und nach den Fond in kleinen Mengen dazugeben und mit dem Schneebesen immer gleich gut verrühren, bis es keine Klumpen mehr gibt. Keine Panik, wenn du doch Klumpen hast, später kannst du immer nochmal mit dem Zauberstab durch die Suppe gehen.
Abwechselnd Sahne nach Belieben und den Fond angießen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für den Einsatz des Zauberstabs. Die Zucchini mitkochen, bis sie gar sind. Solltest du Spargel verwenden, der noch nicht gar ist, so kann auch er jetzt gar gekocht werden, ansonsten kommt er später dazu, um in der Suppe heiß zu werden. Abschmecken mit Salz, mit Petersilie garnieren und mit Pfeffer bestreuen.
Genießen!
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DIY: Fruchtleder – gesunde Nascherei

So wird das beworben, so soll das sein…… lecker und zudem noch gesund.
Nun, wir werden sehen, der Versuch startete.
Eine reife Mango, ein Mixer, der Dörrautomat und viele Ideen.
Die Mango im Mixer ganz fein pürieren. Durch ein Sieb streichen war (eigentlich) nicht nötig, der Mixer (Kitchenaid) hat ganze Arbeit geleistet.
Mir kam die Masse sehr dünnflüssig vor, deshalb habe ich sie im Topf auf dem Herd etwas einkochen lassen, damit sie andickt. Für den Erhalt der schönen gelbe Farbe habe ich einen Spritzer Limettensaft dazu gegeben.

Hach, der Brei war so schon lecker, dass ich ihn am liebsten aufgegessen hätte.
Nein, hab ich nicht, ich habe den Dörrautomat mit Backpapier bestückt und verschiedene Portionen aufgetragen.
Verschiedenen Portionen deshalb, weil ich sie verschieden aromatisieren wollte.
1. mit rosa Pfeffer
2. mit essbaren gelben (getrockneten) Blüten (Ringelblume)
4. mit getrockneten Himbeeren in Pulverform
3. mit Zimt (was sonst)
4. pur

Auf Stufe 2 habe ich den Automat auf 5h eingestellt. Nachts ging er dann aus, dank Timer, und morgens habe ich bis auf eine Sorte, die ich wohl dicker aufs Papier gestrichen habe, in eine Box gepackt. Die verbliebene Portion trocknet nochmal 2 Stunden, das Ergebnis sehe ich dann.
Eigentlich sieht es gut aus, ich vermute aber mal, dass ich die Masse zu dünn aufgetragen habe. Das Papier schlägt beim Trocknen Wellen, weil sich die Masse zusammengezogen hat.  Wie ich das Fruchtleder vom Papier kriege, werde ich später sehen.
Das Abziehen vom Papier ging ganz einfach. Ich habe die Streifen nochmal von der Rückseite trocknen lassen. Zu trocken sollen sie nicht sein, sonst brechen sie beim zurechtschneiden. Was zur Deko vielleicht auch ganz geil ist, wenn man Fruchtleder-Splitter hat…. also eine sehr dünne Schicht, sehr trocken….. netter Ansatz.
usa01Die Geschmacksprobe, nun ja, wie drücke ich es vornehm aus…… oberhammergeil!!!!!
Die Version mit dem rosa Pfeffer ist wie eine Backpfeife. Man erwartet die fruchtige Süße und bekommt obendrein noch eine „Watschn“. Eine klasse Kombi.
Mit Zimt, eben mit Zimt, ich liebe Zimt, muss ich noch mehr sagen als dass es mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubert?

Mit Himbeer ist eher der pure Mangogeschmack mit roten Akzenten.  Die Himbeere fällt nicht ins Gewicht. Ebenso sieht es bei den gelben Blüten aus. Das ist nur Deko.
Pur sieht einfach nur super aus, die Farbe ist der Hammer, der Geschmack sowieso.
Fazit: ein großer Spielplatz um gesunde und kreative Naschereien zu kreieren und sensationelle Ergänzung von Speisen und Desserts.
Beide Daumen hoch!

Gadget für´s Handy

Ich „knipse“ ja gerne mal mit dem Handy. Ist so praktisch, haste immer dabei und die Bilder sind, trotz dass mein Handy älter ist, eigentlich ganz gut.
Mein Mann belächelt das immer, kann ich gar nicht nachvollziehen. Gut, eine Spiegelreflex isses nicht, aber das ist für mich ok. Denn wenn ich gescheite Bilder brauche, habe ich ja noch weitere Kameras.
Jetzt kam er um die Ecke mit einem Gadget für mein Handy. Er erzählte davon und ich hab nur kritisch geguckt……naja, ausprobieren kann ich´s ja mal.
Es sind Vorsatzlinsen von  Olloclip für meine Handykamera.
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Fein montiert auf eine Halterung, 4 verschiedene Linsen: Fischauge, Weitwinkel, Marco und Ultramakro.
Holla die Waldfeee, ich war sehr überrascht.
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Ich hab noch nicht viel fotografiert, es war Kackwetter, aber die ersten schnellen Versuche sehen vielversprechend aus.

Einziger Nachteil, die Halterung passt nur, wenn du die original Hülle dran hast. Auf meine Hülle mit Deckel geht´s nicht. Macht aber nix, für´n Urlaub zum Beispiel kann man das Telefon ja auch in eine Handysocke stecken.
Schönes Gadget, ich freu mich!